Einladung zur Heimkinder-Konferenz in Münster Sa. 14.06.2014

Einladung zur Heimkinder-Konferenz in Münster Sa. 14.06.2014

Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Apr 02, 2014 4:05 am

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SEHR WICHTIG! - Für alle Ehemaligen!

Einladung zur Heimkinder-Konferenz in Münster am Samstag 14. Juni 2014.

Am Samstag, 14. Juni 2014 um 11.00 Uhr können wir versuchen, "das Ruder herumreißen" und zumindest mit Eurer Hilfe Perspektiven ins Auge fassen, um gegen den Betrug und die Manipulationen der Täternachfolgeinstitutionen am Vollmer´schen »Runden Tisch Heimerziehung« vorzugehen.

WIR PROTESTIEREN NICHT MEHR, WIR HANDELN! - EIN UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS MUSS KOMMEN!

Jede/r der/die möchte, kommt zur ersten HEIMKINDER-KONFERENZ des VEH im Rahmen einer öffentlichen Fraktionssitzung der DIE LINKE im LWL nach Münster/Westf.
ins LANDESHAUS, Freiherr-vom-Stein-Platz 1.

Wir erwarten interessante Referenten aus verschiedenen Fachgebieten, die direkt mit unseren Themen zutun haben.

MACHT MIT! TUT ETWAS UND JAMMERT BITTE NICHT NUR ÜBER EUER SCHICKSAL! ES LIEGT IN EURER HAND ETWAS FÜR EUCH ZU ÄNDERN! TUT EUCH ETWAS GUTES! HANDELT!

Heidi Dettinger und auch ich werden anwesend sein!

Informationen stehen auf unserer Homepage. Wenn das noch nicht langt, dann ruft zwischen 14:00 und 18:00 Uhr Heidi oder mich an! Hier die Telebimmel: Heidi 05032 964647 oder Dirk 06106 15379

Schönes Wochenende mit ganz viel Sonnenschein!

LG Dirk
Dirk Friedrich

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PS. Auch Österreicher und andere Weltenbummler, die sich zur Zeit in der Umgebung von Münster, in Nordrhein-Westfalen, BRD, aufhalten, sind herzlich eingeladen!
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Do Jun 05, 2014 2:47 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Einladung zur Heimkinder-Konferenz in Münster Sa. 14.06.2014

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Jun 05, 2014 2:34 am

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Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. lässt wissen:

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Heimkinderkonferenz am 14.06.2014 in Münster/Westf.

Ehemalige Heimkinder -
Gewalt und Zwangsarbeit
Wann kommt die Entschädigung


Öffentliche Veranstaltung –
Samstag, 14. Juni 2014 um 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr

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Das Ganze ist schon in Plannung seit Ende März 2014 ( im April war der vorgeschlagene „Veranstaltungsort“ noch das „LANDESHAUS“ in „Münster“ in „NRW“ )

Der jetzt und endgültig gewählte „Veranstaltungsort“ für diese Öffentliche Veranstaltung ist nun definitiv:

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[ Zusammenkunft: ] Cafe "Die Weltbühne",
[ Gebäude: ] Kommunikationszentrum im ESG-Haus,
[ Bezeichnung: ] Breul 43,
[ Ort: ] Münster, NRW,
[ Termin: ] Samstag, 14. Juni 2014 um 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr

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Das Veranstaltungsprogramm und die vom Verein verfolgten Ziele sind auf der Vereinswebseite des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. für jeden anschaubar:

http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/uncategorized/heimkinderkonferenz-am-14-06-2014-in-muensterwestf/
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Einladung zur Heimkinder-Konferenz in Münster Sa. 14.06.2014

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jun 07, 2014 12:12 pm

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Das Ganze noch einmal im vollständigen Überblick:

An alle Anwesenden zu dieser Veranstaltung – ob Vereinsmitglied oder nicht.

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Liebes Mitglied / Liebe Mitglieder / Liebe Anreisende / Liebe Anwesende

wir laden Sie herzlich zu unserer Heimkinderkonferenz "Ehemalige Heimkinder - Gewalt und Zwangsarbeit - Wann kommt die Entschädigung?" ein.

Termin: 14.06.2014

10:30 Uhr - ca. 18:00 Uhr

Veranstaltungsort: Cafe "Die WeltbühneKommunikationszentrum im ESG-Haus

Adresse: Breul 43 |48143 Münster | Westfalen

Gemeinsam wollen wir mit verschiedenen Fachleuten und den Linken im LWL diskutieren und beraten, wie eine Entschädigung der ehemaligen Heimkinder durchgesetzt werden kann. In der Konferenz wird das zentrale Thema sein, mit welchen konzertierten politischen Aktivitäten die nachstehenden Hauptforderungen durchgesetzt werden können:

1. Anhörung im Bundestag
2. eine Rente analog dem Ghetto-Renten-Gesetz (ZRBG)
3. die Beteiligung der Industrie an dem aufzulegenden Fonds

Es wird darüber hinaus die Frage gestellt, inwieweit eine geschlossene Unterbringung von Kindern Gewalt erzeugt. Und es wird am aktuellen Beispiel der geschlossenen Einrichtung der Haasenburg eine verfehlte - schwarze ? - Pädagogik dargestellt und deren Folgen für die Kinder und Jugendlichen.


Veranstaltungsablauf:

10:30 Uhr --- Einlass und Kaffeetrinken

11:00 Uhr --- Eröffnung und Begrüßung -
Grußwort von Ulla Jelpke MdB für die Fraktion DIE LINKE im Bundestag

11:15 Uhr --- Geschlossene Unterbringung - Kontinuität eines Unrechtsystems (Dr. Burkhard Wiebel)

11:45 Uhr --- Die Haasenburg - Wenn nichts geschieht (Torsten Krause, MdL Brandenburg, Fraktion DIE LINKE)

12:15 Uhr --- Der Bundestag und die ehemaligen Heimkinder (Heidrun Dittrich, ehem. MdB Fraktion DIE LINKE im Bundestag)

12:30 Uhr --- Mittagspause

13:15 Uhr --- Ehemalige Heimkinder - mit und ohne Behinderung - berichten über Zwangsarbeit in konkreten Firmen

14:15 Uhr --- Juristische Möglichkeiten zur Durchsetzung einer Entschädigung (Michael Witti)

14:45 Uhr --- Kaffeepause

15:15 Uhr --- Forderungskatalog des VEH

15:30 Uhr --- Podiumsdiskussion
Vorstand VEH, Torsten Krause, Björn Ludes, Michael Witti, Heidrun Dittrich, Burkhard Wiebel (Moderation)

17:30 Uhr --- Zusammenfassung, Aktivitäten

18:00 Uhr --- Schlusswort

Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung und auf möglichst viele BesucherInnen!


Unser Forderungskatalog

Als Sofortmaßnahmen fordern wir:

1. Ausweitung der sogenannten Rentenersatzleistungen auf Kinder, die vor Vollendung des 14. Lebensjahres Zwangsarbeit leisten mussten.
2. Zahlungen der uns gestohlenen und hinterzogenen Löhne nebst Zinsen.
3. Sofortige Einstellung der Zahlungen von Sachleistungen – die dafür bereitgestellte Summe ist dem ehemaligen Heimkind direkt und ohne Vorlage von Kostenvoranschlägen, Quittungen und Belegen zu überweisen.
4. Die Sicherung dieser Zahlungen, so dass sie unpfändbar sind.
5. Die Verlängerung des Fonds Ehemalige Heimkinder über das Jahr 2014 hinaus.
6. Regelmäßige, großformatige Anzeigen in überregionalen Medien, so dass die Informationen über den Fonds wirklich alle ehemaligen Heimkinder erreicht.
7. Die Einbeziehung von Ehemaligen mit Behinderung, von Psychiatrisierten, von Säuglingen und Kleinkindern in die Gruppe derer, die vom Fonds partizipieren können.
8. Eine „verwaltungsschlankere“ Lösung für den Fonds, die tatsächlich nicht nur die Auszahlungen beträchtlich beschleunigen würde, sondern auch sehr viel billiger wäre.
9. Konkrete Aussagen dazu, was mit unseren in Anlaufstellen und Lenkungsausschüssen gesammelten persönlichen Daten geschieht.
10. Regelmäßige Veröffentlichungen von Zahlen – Wie viele Menschen wurden beraten, wie viele haben Zahlungen in welcher Höhe erhalten – sowie Veröffentlichungen über die Arbeit der Ompudspersonen.
11. Berücksichtigung ehemaliger Heimkinder beim Fonds Sexueller Kindesmissbrauch – auch dann, wenn Sie Gelder beim Fonds Ehemaliger Heimkinder beantragt haben. Bekanntermaßen schließt das eine (Zwangsarbeit etc.) das andere (sexuelle Gewalt) nicht aus.

Weiterhin fordern wir:

12. Klärung über den Verbleib von Sozialabgaben und Waisenrenten.
13. Verzicht auf Verjährungseinrede bezüglich Schadensersatz und Lohnersatz.
14. Zahlbarmachungsvorschrift für ehemalige Heimkinder analog dem Ghettorentengesetz. Denn auch wir mussten Zwangsarbeit für verschiedenste Industriebetriebe leisten – dasselbe gilt für landwirtschaftliche Betriebe.
15. Die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Klärung der höchst zweifelhaften Vorgänge und Methoden, mit denen ehemalige Heimkinder am Runden Tisch Heimerziehung hintergangen wurden.


Als logische Konsequenz daraus fordern wir eine sachliche und ergebnisorientierte Auseinandersetzung - in Augenhöhe - mit den:

Industriebetrieben. Es ist hinlänglich bekannt und durch Zeugenaussagen und Gutachten belegt, dass Heimkinder umfangreich für noch heute bestehende Industriebetriebe arbeiteten.
Landwirtschaftlichen Betrieben. Auch hier ist aus Gutachten bekannt, dass Heimkinder umfangreiche Schwerstarbeit unter inhumanen Konditionen leisten mussten.
Krankenversicherungsträgern. In Gutachten festgehalten wird die Schädigung von bis zu 800.000 Opfern, mit erklecklichen Spätschäden. Die GKV hat eine Regressobliegenheit, die hier im Milliardenbereich liegt.

Für den Vorstand [ Verein ehemaliger Heimkinder e. V. ]
Dirk Friedrich
Heidi Dettinger

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Mo Jun 09, 2014 11:38 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Einladung zur Heimkinder-Konferenz in Münster Sa. 14.06.2014

Beitragvon Martin MITCHELL » So Jun 08, 2014 1:02 am

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In Bezug auf den Veranstaltungshinweis in den beiden vorhergehenden meinerseitigen diesbezüglichen Beiträgen (oben) hier in diesem Thread, ist folgendes zu sagen:

Seitens der folgenden Heimkinder-Internetauftritte: (1.) "kinder-heim.de"/"Treffpunkt Ehemaliger Heimkinder"/"Regenbogenstadt"/„Seppel-Forum“ (betrieben von Heiko Streichert und Jan Wundrack), (2.) "Heimkinder-Oase"/"Oase für Heimkinder" (betrieben von Klaus-Dieter Kranholdt), (3.) "Heimkinderinsel"/"Insel-für-Heimkinder" (betrieben von Gudrun+Helmut Mickley/„Gudrun“ und „opa-baba“), (4.) "imheim.net"/„Heimkinder-Community“ (betrieben von Ute Marschalek/„angel76“) und (5.) "Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof-Torgau"/"Jugendwerkhof-Torgau.info" (betrieben von Gabi Beyler und Bettina Klein) [ alles Webseiten/Foren hauptsächlich betrieben von Leuten in den östlichen Teilen Deutschlands ], gibt es bisher – 08.06.2014 – keinen Hinweis auf die »Einladung zur Heimkinder-Konferenz in Münster Sa. 14.06.2014«, obwohl auch sie sich alle durchaus bewusst sind, dass diese öffentliche Veranstaltung organisiert vom Verein ehemaliger Heimkinder e.V. am Samstag, 14. Juni 2014 in Münster stattfindet. - All diese Webseitenbetreiber sind kürzlich von mir persönlich per Email darüber informiert worden.
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Einladung zur Heimkinder-Konferenz in Münster Sa. 14.06.2014

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Jun 13, 2014 3:06 am

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See you tomorrow Sa. 14.06.2014 in Münster !!

auf der Heimkinderkonferenz ...


d.h. zwar, ich selbst kann leider nicht kommen (ich bin zu weit entfernt in Australien).

Aber ganz sicherlich werdet Ihr, die Ihr kommen könnt, Euch in einer Vielzahl in Münster einfinden und Flagge zeigen.


Ich wünsche Euch allen "EIN GUTES GELINGEN" auf dieser Heimkinderkonferenz !!
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Vortrag auf der Heimkinder-Konferenz in Münster Sa. 14.06.14

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Sep 08, 2014 12:02 pm

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Vortrag von Heidrun Dittrich am 14.06.2014 in Münster

auf einer Veranstaltung von VEH e.V. und DIE LINKE. unter dem Motto "WIR PROTESTIEREN NICHT MEHR, WIR HANDELN! - EIN UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS MUSS KOMMEN!"

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Ehemalige Heimkinder – Gewalt und Zwangsarbeit – Wann kommt die Entschädigung?

Vortrag von Heidrun Dittrich auf einer Veranstaltung von VEH e.V und DIE LINKE.

ehemalige Bundestagsabgeordnete DIE LINKE. (2009-20013, 17. Wahlperiode) aus Hannover und Seniorenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE. und in der Bundestagsfraktion zuständig für die ehemaligen Heimkinder, vgl. Antrag im Deutschen Bundestag im Plenum am 09.06.2011 mit der Drucksache Nr: 17/ 6093.

Liebe ehemaligen Heimkinder, liebe Genossinnen und Genossen der Linken, sehr geehrte Damen und Herren,

es freut mich, auch in diesem Jahr wieder auf der Tagung der ehemaligen Heimkinder zu sprechen, ich bedanke mich herzlich für die Einladung.

Ganz aktuell haben wir die skandalösen Ereignisse in dem geschlossenen Kinderheim Haasenburg in Brandenburg gehört. Dieses Heim wurde in privater Trägerschaft, gewinnorientiert geführt. Im Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung West wurde geschrieben, dass es nie wieder vorkommen solle, dass Kinder so rechtlos gesetzt werden und doch ist es wieder passiert. Am 14.06.2013 berichtete die taz ausführlich über die geschlossene Unterbringung der Kinder und Jugendlichen in der Haasenburg und die Verletzungen der Menschenrechte der Eingesperrten.

Eine geschlossene Unterbringung ist keine Hilfe zur Erziehung für Kinder- und Jugendliche.

Es ist für niemanden eine Hilfe, auch nicht für die Weggesperrten in der Gerontopsychiatrie oder in den Altenheimen oder den Kinder- und Jugendpsychiatrien oder in den Heimen der Behindertenhilfe. In geschlossenen Einrichtungen findet immer Rechtsmissbrauch statt:

Es darf sie gar nicht geben!

Deshalb sorgen wir dafür, dass geschlossene Heime in der Jugendhilfe und in anderen Bereichen abgeschafft werden.

Der Landtagsabgeordnete der Partei DIE LINKE. Torsten Krause sprach nicht als Mitglied der Opposition, sondern als Mitglied der Landesregierung in Brandenburg. Das Kinderheim Haasenburg wurde zum 19.12.2013 geschlossen, aber der Skandal war den Abgeordneten vor der Veröffentlichung in der taz im Juni 2013 bekannt. Was hat es den Kindern genützt, dass die LINKE in der Landesregierung war? Es konnte über Verhandlungen mit dem zuständigen SPD-Ministerium für Bildung nicht erreicht werden, dass die betroffenen Kinder- und Jugendliche sofort in Obhut und raus aus der Haasenburg genommen wurden. Eine kräftige außerparlamentarische Oppostion wäre nötig gewesen. Dies kann eine LINKE. an der Regierung nicht umsetzen. Die Interessen der Betroffenen können nicht vehement vertreten werden.

Mit der heute vorgelegten Resolution des Vereins ehemaliger Heimkinder wird ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss gefordert. Und dies ist richtig. Denn der Runde Tisch Heimerziehung wurde am Parlament vorbei entworfen und erst die Ergebnisse wurden wieder im Parlament debattiert.

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss ist dem geschehenen Unrecht angemessen. Ein Opferentschädigungsgesetz wie es die ehemaligen Heimkinder fordern und wie wir es als DIE LINKE. in den Bundestag einbrachten, schafft Rechtsansprüche und nur ein Gesetz eröffnet den Rechtsweg. Die Maßnahmen zur Fondslösung stellen ein Almosen dar und schaffen keinen Rechtsanspruch. Es ist zu wenig. Zu wenig bekannt und zeitlich begrenzt. Der Fonds muss zumindest zeitlich und finanziell entgrenzt und aufgestockt werden.

Am Runden Tisch Heimerziehung, als die HeimkinderverterInnen sich einer Überzahl der Vertreter der Kirchen und Landesjugendämter gegenüber sahen, wurden die Heimkinder überstimmt und erpresst und durch die Fondslösung rechtlos gesetzt.

Aber das lassen sie sich schon lange nicht mehr gefallen. Die Persönlichkeiten der ehemaligen Heimkinder haben sich im Widerstand entwickelt. Jetzt wird gelebt und gekämpft. Ehemalige Heimkinder sind Bundestagsabgeordnete und Richter und sie sind überall, denn es sind viele.

800 000 im Westen als offizielle Zahl – es waren viel mehr, die Kinderarbeit und Zwangsarbeit leisten und die ihre Peiniger auch noch ernähren mussten. Die Bauern und Industriebetriebe, für die sie billige Arbeitskräfte waren, werden in der Fondslösung nicht herangezogen. Doch die Industriebetriebe haben Rechtsnachfolger und können belangt werden und das sollten wir gemeinsam versuchen.

Der Antrag der LINKEN, den ich im Bundestag am 09.06.2011 vorstellte wurde von allen anderen Fraktionen zugunsten der Fondslösung abgelehnt. Doch die Forderungen in dem gemeinsam mit Ihnen entwickelten Antrag sind weiterhin uneingelöst und richtig:

Die Heranziehung der Betriebe bei einer Entschädigung ist unabdingbar! Das Wirtschaftswunder im Westen hätte sonst vielleicht nicht so schnell stattgefunden. Die Heimkinder arbeiteten schon umsonst bevor die ersten sogenannten „Gastarbeiter“ ab 1957 angeworben wurden.

Wichtig bleibt auch, dass die Entschädigung an dem zugefügten Unrecht anknüpft und nicht an Folgeschäden. Es soll eine Art Schmerzensgeld sein, wie für zu Unrecht Inhaftierte. Eine finanzielle Wiedergutmachung, die die Kindheit nicht zurück bringt oder Leid und Unrecht ungeschehen machen kann, aber eine Anerkennung der Leiden bedeutet.

Lasst uns gemeinsam die nächste Aktion planen – weiter auf dem Weg zu einem Opferentschädigungsgesetz.

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QUELLE: abgedruckt und veröffentlicht von DIE LINKE. @ http://www.sozialismus.info/2014/07/ehemalige-heimkinder-gewalt-und-zwangsarbeit-wann-kommt-die-entschaedigung/ [ Juni 2014 ]
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