BEISPIEL: Antrag auf Hilfe aus dem Hilfsfonds Heimerziehung.

BEISPIEL: Antrag auf Hilfe aus dem Hilfsfonds Heimerziehung.

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Aug 16, 2013 2:07 am

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Von:
Antragstellerin: Frau Frieda Meier ( geb. 08.08.1943 )
( aber seit langem schon in meiner neuen Heimat: Michelle Meier )
Adelaide, Süd Australien
A U S T R A L I E N

Dienstag, 13. August 2013



An:
Herrn Matthias Lehmkuhl
Frau Birgit Kühne
Frau Heike Wiesmann
Anlauf- und Beratungsstelle für Betroffene der Heimerziehung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Regionale Anlauf- und Beratungsstelle LWL - Landesjugendamt Westfalen

Warendorfer Straße 25
48145 Münster




Betreff:

Antrag auf Hilfe aus dem »Fonds "Heimerziehung West"« von einer Antragstellerin in Australien

Sehr geehrter Herr Matthias Lehmkuhl
Sehr geehrter Frau Birgit Kühne
Sehr geehrte Frau Heike Wiesmann

Ich melde mich aus Australien – aus Adelaide, Süd Australien – um Antrag auf Hilfe aus dem »Fonds "Heimerziehung West"« zu stellen und Herr Martin Mitchell (ebenso wohnhaft in Adelaide) hilft mir dabei da meine eigenen Deutschkenntnisse nicht mehr die besten sind. Tatsache ist ich habe schon viele Jahre lang nicht mehr Deutsch gesprochen / geschrieben / gelesen. Herr Mitchell wird also daher, in diesem Zusammenhang, alle Korrepondenz für mich übernehmen.

Ich beantrage hiermit (1.) „Rentenersatzleistung“ sowohl wie (2.) „Sachleistungen“ („materielle Leistungen“), bitte aber, in meinem Fall, da ich in Australien ansässig bin, um Auszahlung aller mir zustehenden Gelder in bar, bzw. auf mein eigenes Konto.

Nachdem unsere Familie so um 1959/60 aus dem Osten geflohen war (und zuerst erst eimal im Flüchtlingslager in Ülzen bei Hamburg unterkamen) wurde ich mit ungefähr 16 Jahren vom Jugendamt in das katholische Mädchenerziehungsheim der „Schwestern vom Guten Hirten“ in Münster eingewiesen, wo man mich ohne jegliche Lohnzahlung als Bauarbeiterin, Landwirtschaftsarbeiterin und Großwäschereiarbeiterin ausbeutete und dann auch, wiederum ohne Lohn, als Leiharbeiterin an Arbeitsstellen ausserhalb des Heims vermittelte. Ich selbst bekam über Jahre hinweg immer nur ein kleines Taschengeld für all diese Schufterei.

Bitte schicken Sie mir die notwendige Vollmacht für meine Unterschrift, die Sie dazu ermächtigt / bevollmächtigt alle notwendigen Heimakten, Rentenbescheide, Jugendamtsakten (einschließlich vom LWL selbst) und sonstigen Belege für mich zusammenzusuchen und meinen Antrag aufgrund dessen zu bearbeiten.

Für eine umgehende Empfangsbestätigung für den Empfang dieses meines einleitenden Antragschreibens und Bestätigung der Aufname in Ihre Datenbank meiner Person als Antragstellerin wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Frieda Meier

( aber seit langem schon in meiner neuen Heimat: Michelle Meier )
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HINWEIS: Name(n) der Antragstellerin geändert, und auch ihr Geburtsdatum ein klein wenig geändert, für den Zweck der öffentlichen Präsentation dieses BEISPIELS; alles andere ist genuin und genau den Tatsachen entsprechend.
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Aug 20, 2013 4:02 am, insgesamt 2-mal geändert.
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BEISPIEL: Antrag auf Hilfe aus dem Hilfsfonds Heimerziehung.

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Aug 16, 2013 6:16 am

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Nachdem sich eine seit vielen Jahrzehnten im Ausland ansässige Antragstellerin mit einem schriftlichen Antrag gestern ( 13.08.2013 ), mit meiner Hilfe, an eine deutsche Anlaufstelle wandte …

Antrag auf Hilfe aus dem »Fonds "Heimerziehung West"« von einer Antragstellerin in Australien

… wurde sie daraufhin ( am 13.08.2013 ) von der Anlaufstelle in Münster, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der gleichzeig auch „Landesjugendamt Westfalen“ ist, wie folgt informiert:

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Sehr geehrte Frau Meier,

Ihr Antrag ist hier eingegangen. Für das weitere Verfahren sind ergänzende Angaben bzw. Unterlagen erforderlich:

1. Kopie Ihres Personalausweises bzw. eines anderen Ausweisdokumentes. Ausreichend ist hier alternativ auch ein lesbarer Scan per Email bzw. per Fax.

2. Ihre heutige Anschrift.

3. Weitere Angabe über Orte und die Dauer Ihrer Unterbringung beim Guten Hirten bzw. in weiteren Dienststellen soweit Sie sich erinnern können.

4. Welches Jugendamt hat Sie damals untergebracht?

5. Sind Sie während Ihrer Unterbringung noch weiter zur Schule gegangen?

6. Für die Einholung weiterer Informationen aus den Einrichtungen bzw. Einwohnermeldeämtern u.a. benötige ich die beigefügte Bevollmächtigung unterschrieben zurück. Auch hier genügt mir alternativ eine eingescannte Kopie bzw. per Fax.

7. Die genaue Bezeichnung/Anschrift Ihres in Deutschland zuständigen Rentenversicherungsträgers.

8. Für die Benennung einer Emailadresse für die zukünftige Kontaktaufnahme wäre ich dankbar.

Sobald mir diese Unterlagen vorliegen, werde ich mich um weitere Belege bemühen. Falls Sie noch über Belege verfügen, wäre ich für eine Übersendung dankbar.

Gleichzeitig teile ich Ihnen bereits jetzt mit, dass die für jeden Betroffenen zur Verfügung stehenden Sachleistungen im Wert von bis zu 10.000,00 € nach den Regularien des Fonds grundsätzlich nicht in bar ausgezahlt werden können. Hier gibt es für Teilbeträge Pauschalregelungen, die voraussichtlich bis Oktober 2013 vom Lenkungsausschuss vereinfacht werden. Ich werde Sie dann über die Möglichkeiten informieren.

Freundliche Grüße nach Australien

[ Leiter der Anlaufstelle in Münster ( Westfalen-Lippe ) ]
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Natürlich haben wir hier in Australien keine Euro, und der Wechselkurs zwischen Euro und australischen Dollars ist jeden Tag unterschiedlich. Wie also soll das funktionieren wenn man nicht bereit ist der Antragstellerin auch das „Sachleistungen-Geld“ – 10.000 € – auf ihr eigenes australisches Konto zu überweisen ?
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Aug 20, 2013 4:03 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Aug 16, 2013 6:48 am

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Donnerstag, 15. August 2013



An:
Herrn Matthias Lehmkuhl
Anlauf- und Beratungsstelle für Betroffene der Heimerziehung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Regionale Anlauf- und Beratungsstelle LWL - Landesjugendamt Westfalen

Warendorfer Straße 25
48145 Münster




Betreff:

Antrag auf Hilfe aus dem »Fonds "Heimerziehung West"« von einer Antragstellerin in Australien

Sehr geehrter Herr Matthias Lehmkuhl,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort (Ihre Mail vom 13.08.2013).

Ich werde mich umgehend um die für diesen Antrag notwendigen Dokumente kümmern und mich dann, in Kürze, diesbezüglich wieder mit Ihnen in Verbindung setzen.

Herrn Mitchell, der mir mit diesem Antrag hilft, ist in der bisherigen Schilderung meiner Geschichte ein kleiner Fehler unterlaufen. Das liegt wohl allein schon daran, dass wir miteinander und auch mit anderen untereinander nur Englisch sprechen und dass er dann erst später, in meiner Abwesenheit, notwendige Schreiben, alleine, bei sich zu Hause, aufsetzt.

Wie schon berichtet, kam ich aus dem Osten – Flüchtling aus der DDR – als Sechzehnjährige, d.h. also als „Minderjährige“, Anfang November 1959, zusammen mit meinem derzeitigen volljährigen Verlobten (der ebenso ein Flüchtling aus der DDR war) nach Westdeutschland.
Und unmittelbar nach meiner Ankunft in Westdeutschland, bevor ich ALLEINE in dem „Gemischten Flüchtlingslager in Ülzen“, in Niedersachsen, zusammen mit anderen Flüchtlingsfamilien, untergebracht wurde, verblieb ich erst einmal (als einziges Mädchen), mit meinem Verlobten, für zwei Tage in dem „ausschließlich für Männer bestimmten Flüchtlingslager in Friedland“, in Niedersachsen.
Weil ich jedoch mit sechzehn noch „minderjährig“ war, nehme ich mal an, war gleich von Anfang an in Westdeutschland das Jugendamt / die Fürsorge involviert.
Und das kann, in meinem Fall, das Jugendamt in Friedland sowohl wie auch das Jugendamt in Ülzen gewesen sein.
Im „Gemischten Flüchtlingslager Ülzen“, in Niedersachsen, verblieb ich dann 6-8 Wochen, bis ich, bevor Jahresende, von einer Fürsorgerin aus Ülzen in das katholische Mädchenerziehungsheim derSchwestern vom Guten Hirtenin Münster verbracht wurde.

Ende 1962 wurde ich dann aus dieser Heimsituation und aus den verschiedenen anderen damit verbundenen Arbeitsausbeutungsknechtschaften entlassen aufgrund meiner Heirat mit einem westdeutschen jungen Mann der, zu diesem Zeitpunkt, gleichzeitig auch als mein Vormund eingesetzt wurde.

Das alles ist jetzt schon über 50 Jahre her und ich hatte es alles, diese ganze für mich furchtbar traumatisierende und emotional belastende Geschichte, bis vor ein paar Tagen, über diese vielen Dekaden hinweg völlig verdrängt; ich kann mich daher nicht mehr so genau an alle Einzelheiten erinnern; und ich möchte eigentlich auch nicht unbedingt an alles erinnert werden, denn dies wäre gesundheitlich zu belastend für mich.
Ich kann mich aber noch sehr gut daran erinnern, dass ich im Heim, und als Leiharbeiterin ausserhalb des Heims, trotz meiner zierlichen Gestalt, über den gesamten Zeitraum, überall, schwere körperliche Arbeit habe leisten müssen, die nirgens entlohnt wurde; nur ein winziges Taschengeld war alles was ich und auch alle anderen Mädchen, als Heiminsassen oder Leiharbeiterinnen, bekamen.
Dabei arbeitete ich 45 bis 65 Stunden in der Woche. Und an Schule oder wirkliche Ausbildung war dabei überhaupt nicht zu denken; das war einfach nicht im Plan des Heims oder des Jugendamtes zur damaligen Zeit.
Das Ganze war Sklaverei und Ausbeutung pur.

Bin ich, was Deutschland betrifft, als heutige „Ausländerin“ – in Australien eingebürgerte Australierin – eigentlich bei Ihnen in Münster, beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, mit meinem Antrag auf Hilfe aus dem »Hilfsfonds "Heimerziehung West"« an der richtigen Stelle, oder muss ich meinen Antrag im Gebiet des damalig für mich zuständigen Jugendamtes – was ja dann Niedersachsen wäre – stellen?

Wie lange wird es eigentlich ingesamt dauern bis die Bearbeitung meines Antrages abgeschlossen ist und (a.) die mir zustehenden „Rentenersatz-Gelder“ an mich überwiesen werden und (b.) die „Sachleistungen-Gelder“ an nur diejenigen hier im Auslande, die mir „Anschaffungen“ und / oder „Herrichtungen“ zur Verfügung stellen, gezahlt werden?

Übrigens sprechen Geschäftleute und Handwerker hier in Australien gewöhnlich kein Deutsch, manchmal aber auch noch nicht einmal Englisch, denn sie kommen, selbst meistens als Flüchtlinge, aus aller Welten Länder, haben also nie Englisch in der Schule gelernt.
Detailierte schriftliche Kostenanschläge für dies oder jenes stellt hier in Australien niemand aus; so etwas wird höchstens vielleicht mündlich gegeben oder schnell nur mal so auf die Rückseite einer business card gekritzelt; alles andere wäre viel zu zeitaufwendig, und niemand würde sich hier daher auf so etwas einlassen.
Und wir haben auch keinen Euro hier in Australien. Unsere Währung hier in Australien ist der Australische Dollar; und der Wechselkurs kann sich jederzeit ändern.

Und die Banken beiderseitig der Ozeane nehmen dann auch noch jeweilig einen Prozentsatz für ein oder mehrere international money transfer, jedesmal wenn Geld an jemanden in Euro von Deutschland aus in eine andere Währung wechselt, bzw. versandt wird. Wer übernimmt dann jeweilig (a.) bei der Auszahlung an mich der mir zustehenden „Rentenersatz-Gelder“ und (b.) bei der Auszahlung nur an Drittpersonen der mir zustehenden „Sachleistungen-Gelder“, all diese extra Kosten? Wie also wollen Sie das handhaben und abwickeln in dieser Situation ohne ausländische Antragstellerinnen und Antragsteller zu benachteiligen?

Was sind Ihre Vorschläge für Antragstellerinnen und Antragsteller aus Australien diese und ähnliche solche (völlig unnötigen) Schwieringkeiten zu überwinden, die ihnen momentan ein Übermaß an deutscher Bürokratie in diesem Zusammenhang präsentiert?

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Sie heute sogar Antragstellerinnen und Antragsteller jüdischer Herkunft, die heute und seit vielen Jahren schon in Amerika oder Israel leben, haben werden – denn ich habe auch von jüdischen männlichen und weiblichen „Fürsorgezöglingen“, die damals in katholischen, evangelischen und staatlichen westdeutschen Heimen untergebracht waren, die ihre Eltern im Holocaust verloren hatten, gehört – die sich diesbezüglich bei den »Anlaufstellen "Heimerziehung West"« melden werden. Wie wird deutsche Bürokratie, in ihrem Falle, mit ihnen verfahren, wenn sie Antrag auf Hilfe aus dem »Hilfsfonds "Heimerziehung West"« stellen, besonders wenn sie nur in Englisch oder nur in Hebräisch kommunizieren können?

Mit freundlichen Grüßen

Frieda Meier

( aber seit langem schon in meiner neuen Heimat: Michelle Meier )
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Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Aug 16, 2013 7:25 am

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Betreff:

Antrag auf Hilfe aus dem »Fonds "Heimerziehung West"« von einer Antragstellerin in Australien

Sehr geehrte Frau Meier,

nach den Regularien des Fonds ist bei Betroffenen, deren Wohnsitz sich im Ausland befindet, die Anlaufstelle des Landes zuständig, das für die Heimeinweisung verantwortlich war. Ich werde dieser Frage nachgehen, sobald Sie mich mit den in der letzten Email erbetenen Informationen versorgt haben.

Eine Auskunft über die Verfahrensdauer kann ich Ihnen leider nicht geben. Zu sehr sind wir im Einzelfall von der Mitwirkung Dritter abhängig, so dass sich die Verfahrensdauer sehr unterschiedlich gestaltet. Direkten Einfluss haben wir auch nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir die Vereinbarungen mit den Betroffenen abschließen und diese dann an die Geschäftsstelle des Fonds in Köln weiterleiten.

Freundliche Grüße
i.A.
Matthias Lehmkuhl


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Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Aug 16, 2013 7:42 am

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Betreff:

Antrag auf Hilfe aus dem »Fonds "Heimerziehung West"« von einer Antragstellerin in Australien

Sehr geehrter Herr Matthias Lehmkuhl,

danke für Ihr Antwortwschreiben an mich vom frühen Nachmittag, Donnerstag, 8. August 2013.

Dieses mein drittes Schreiben an Sie nimmt Bezug auf Ihre Frage, Frage Nummer 4 in Ihrem ersten Antwortschreiben (vom 13.08.2013) an mich:

4. Welches Jugendamt hat Sie damals untergebracht?

In Ihrem zweiten Antwortschreiben (vom 15.08.2013) an mich, teilen Sie mir zu meiner Frage der "Zuständigkeit" mit:

nach den Regularien des Fonds ist bei Betroffenen, deren Wohnsitz sich im Ausland befindet, die Anlaufstelle des Landes zuständig, das für die Heimeinweisung verantwortlich war. Ich werde dieser Frage nachgehen, sobald Sie mich mit den in der letzten Email erbetenen Informationen versorgt haben.

In meinem eigenen zweiten Schreiben an Sie (vom 15.08.2013), habe ich Sie – nach meinem besten Wissen und meiner Erinnerung nach über 50 Jahren – bereits mit der von Ihnenerbetenen Informationen versorgt“, d.h. Ihnen bereits folgende Auskunft gegeben:

„Weil ich jedoch mit sechzehn noch „minderjährig“ war, nehme ich mal an, war gleich von Anfang an in Westdeutschland das Jugendamt / die Fürsorge involviert.
Und das kann, in meinem Fall, das Jugendamt in Friedland sowohl wie auch das Jugendamt in Ülzen gewesen sein.
Im „Gemischten Flüchtlingslager Ülzen“, in Niedersachsen, verblieb ich dann 6-8 Wochen, bis ich, bevor Jahresende, von einer Fürsorgerin aus Ülzen in das katholische Mädchenerziehungsheim derSchwestern vom Guten Hirtenin Münster verbracht wurde.“

Mehr als das was ich Ihnen in meinen bisherigen Schreiben an Sie bereits mitgeteilt habe weiß ich nicht.

Ich bin mir auch ganz sicher, dass die Mehrheit der Heimkinder über diese Prozedur – „die Heimeinweisung-Verantwortlichkeits-Frage“ – nichts aussagen können weil es ihnen niemals mitgeteilt wurde.

Falls Sie mich jetzt aber an eine andere Antragsstelle verweisen teilen Sie mir bitte genaue Kontakt-Details für eine solche etwaiige andere Antragsstelle mit.

Mit freundlichen Grüßen

Frieda Meier

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Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Aug 16, 2013 7:51 am

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Betreff:

Antrag auf Hilfe aus dem »Fonds "Heimerziehung West"« von einer Antragstellerin in Australien

Sehr geehrte Frau Meier,

ich bin gerne bereit der Zuständigkeitsfrage nachzugehen. Ich bitte daher nochmals um die in meiner Email vom 13.08.2013 erbetenen Unterlagen/Informationen (insbesondere Ausweis und die unterschriebene Einverständniserklärung).

Freundliche Grüße
i.A.
Matthias Lehmkuhl


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BEISPIEL: Antrag auf Hilfe aus dem Hilfsfonds Heimerziehung.

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Aug 17, 2013 1:37 am

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Es gibt momentan noch nichts neues / nichts weiteres zu berichten was den Antrag in Münster auf Hilfe aus dem »Fonds "Heimerziehung West"« der Antragstellerin Frieda Meier / Michelle Meier aus Australien betrifft.
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Aug 20, 2013 4:09 am, insgesamt 1-mal geändert.
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BEISPIEL: Antrag auf Hilfe aus dem Hilfsfonds Heimerziehung.

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Aug 19, 2013 1:40 am

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Momentan warte ich auf weitere Anweisungen seitens der „Antragstellerin“ uns zu treffen und die notwendigen Dokumente (die in ihrem Besitz verweilen) zusammen mit dieser Email loszuschicken. Der nächste Schritt in dieser „Antragstellung“, wenn alles so weit ist, wird also dann der folgende sein:
Seither abgesandt !

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Montag, 19. August 2013



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Sehr geehrter Herr Matthias Lehmkuhl,

wie von Ihnen anfänglich gewünscht und seither von Ihnen auch noch einmal als absolut notwendig hervorgehoben, überweise ich Ihnen jetzt – als Anhänge zu dieser Email –

1.) eine Kopie meines damaligen deutschen Reisepasses.

2.) eine Kopie der Vorder- und Rückseite meines heutigen australischen Führerscheins mit meinem Foto, meiner heutigen Wohnadresse und meiner Unterschrift (da ich keinen australischen Reisepass und auch keinen australischen Personalausweis besitze; wenn man nicht ausserhalb Australien auf Reisen geht braucht man keinen Reisepass; und niemand hier in Australien hat einen Personalausweis).

3.) die von mir unterzeichnete Vollmacht ( "Einverständniserklärung" ), die Sie benötigen.

Ich hoffe das all dies jetzt genügen wird und bitte Sie um eine dementsprechende Empfangsbestätigung und Bestätigung.

Mit freundlichen Grüßen

Frieda Meier

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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Aug 20, 2013 3:02 am

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Dienstag, 20. August 2013



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Sehr geehrter Herr Matthias Lehmkuhl,

Sie bestätigen mir mit Email vom Montag, 19. August 2013

»Ihre Unterlagen habe ich erhalten. Ich melde mich, sobald ich weitere Informationen über Ihre Unterbringung erlangen konnte.

Für einen Rentenersatz ist die Vorlage eines Rentenversicherungsverlaufes erforderlich. Ich will gerne von hier aus versuchen, einen solchen zu erhalten. Dafür hatte ich Sie mit Email vom 13.08.2013 gebeten, mir Informationen über Ihren damaligen
Rentenversicherungsträger zukommen zu lassen.«

Meine Antwort zu Ihrer wiederholten Frage bezüglich „Rentenversicherungsträger“ ist folgende und die einzige die ich Ihnen geben kann:

Ich weiß kaum was ein „Rentversicherungsträger“ ist und ich weiß überhaupt nicht wer das gewesen sein könnte; ich war damals wärend meiner Heimzeit ein unwissendes junges Mädchen, das man über nichts dergleichen aufgeklärt hat und ich kann mich auch heute nicht mehr daran erinnern was da mal, irgend wann mal vor mehr als 50 Jahren, mit einem deutschen „Rentenversicherungsträger“ oder mehreren deutschen „Rentenversicherungsträgern“ gewesen sein mag.
Wie viele verschiedene „Rentversicherungsträger“ gibt es denn in Deutschland, bzw. gab es denn damals in Westdeutschland an den Sozialabgaben und Krankenkassengebühren und Steuern, oder was auch immer sonst noch, von denjenigen in deren ʹObhutʹ ich mich damals in Westdeutschland befand und dessen Vormundschaft und Bevormundung ich damals in der Bundesrepublik Deutschland understand, hätten abgegeben werden müssen?

Sorry, aber solches Wissen wie Sie von mir verlangen habe ich leider nicht.

Ich wäre Ihnen also auch diesbezüglich sehr dankbar wenn Sie auch das für mich herausfinden könnten, würden und werden.

Ich habe mich doch aber auch schon mit meiner Unterschrift – mit „Einveständniserklärungvom19.08.2013“ – damit einverstanden erklärt, „dass die Anlauf- und Beratungsstelle Westfalen-Lippe die für die Feststellung von Hilfen aus dem Fonds erforderlichen Auskünfte einholt [u. a. auch bei] den Rentenversicherungsanstalten und anderen Sozialversicherungsanstalten.

Nach meiner Entlassung aus der Heimsituation – Ende 1962 – und Heirat zu Klaus Krüger im Alter von 19 Jahren war ich vorwiegend Mutter und Hausfrau obwohl ich auch während dieser Zeitperiode, bis zu meiner Auswanderung von Deutschland nach Australien, Anfang November 1965, kurz in zwei damalig existierenden Fabriken und in einem Fleischladen als Verkäuferin gearbeitet habe. An Details zu all dem kann ich mich aber heute nicht mehr erinnern – und habe ich mich in über 50 Jahren auch nie zuvor mit befasst.

Meine Ankunft in Australien zusammen mit meinem seinerzeitigen Ehemann Klaus Krüger und unserer kleinen Tochter war am 5. November 1965 in Sydney. Zu der Zeit war ich natürlich (wie ja auch angezeigt in der Kopie meines Reisepasses die ich Ihnen ja auch schon am 19.08.2013 habe zukommen lassen) Frau Frieda Krüger.

Ich hoffe das diesen spezifischen Angelegenheiten jetzt meinerseits erst einmal Genüge getan ist und bitte Sie, wenn dem so ist, dies mir zu bestätigen.

Mit freundlichen Grüßen

Frieda Meier

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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Aug 20, 2013 1:13 pm

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Dienstag, 20. August 2013



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ich werde mit den in Betracht kommenden Stellen Kontakt aufnehmen und mich melden, sobald mir weitere Informationen vorliegen.

Freundliche Grüße
i.A.
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