Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal.

Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal.

Beitragvon Martin MITCHELL » So Nov 30, 2014 12:34 am

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Information bezüglich der »Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal« : »Kinderhölle Korntal«

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[ seit 2005 in eigener Kanzlei ]
Rechtsanwaltkanzlei
Dr. Martin Hirschmüller
[ Jg. 1939 ]

[
sagt von sich selbst ]

Ich berate und vertrete Privatpersonen und kleine/mittelständische Unternehmen sowie kirchliche Träger (Vereine, Stiftungen, gemeinnützige GmbHs).

Meine Tätigkeitsschwerpunkte sind das Erbrecht, das Arbeitsrecht, allgemein wirtschaftsrechtliche Fragen und
die Beratung von Diakonie- und Sozialstationen. Als „Exoten-Themen“ befasse ich mich mit Transportrecht und – vorwiegend evangelischem – Kirchenrecht.

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QUELLE: Anwaltsverzeichnis.de @ http://www.anwaltsverzeichnis.de/rechtsanwaelte/rechtsanwalt/dr__martin_hirschmueller_stuttgart


Pro - Christliches Medienmagazin [ ein Magazin assoziiert mit der evangelischen Brüdergemeinde Korntal ] ( 12.09.2014 ) @ http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/keine-prozesskostenhilfe-fuer-ehemaliges-heimkind-89398/ berichtet:

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[ Ehemaliges Heimkind ] Detlev Zander war zwischen 1963 und 1977 als vorgeblicher Waise im Kinderheim Hofmannhaus untergebracht. Das Haus gehört noch heute der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal zwischen Ludwigsburg und Stuttgart. Zander will das Heim auf Zahlung von 1,1 Millionen Euro Entschädigung verklagen. Seine Vorwürfe: Er sei im Hofmannhaus als kleiner Junge sexuell missbraucht, geschlagen und gedemütigt worden.

[ ……… ]

[] Zander berichtet, eine Erzieherin sei „sadistisch veranlagt“ gewesen. Der Hausmeister habe ihn „fast täglich sexuell missbraucht“. Der inzwischen verstorbene Heimleiter sei „ein Landwirt mit Hang zu militärischen Methoden“ gewesen, sagt Zander. Dieser habe die Heimjungen auf einer Privatbaustelle hart arbeiten lassen und die sexuellen Übergriffe verschwiegen. Gegenüber der Stuttgarter Zeitung [ @
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.klage-gegen-bruedergemeinde-korntal-ringen-um-wahrheit-und-verantwortung.6c7a799d-88cd-4b94-9072-3684492e2929.html ] sagte Zander: „Die Brüdergemeinde wusste sehr wohl noch zu Lebzeiten, was der Heimleiter gemacht hat“.


[ ……… ]

Der Anwalt der Brüdergemeinde Korntal, Martin Hirschmüller, sagte gegenüber der Stuttgarter Zeitung [ @ http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.klage-gegen-bruedergemeinde-korntal-ringen-um-wahrheit-und-verantwortung-page2.6c7a799d-88cd-4b94-9072-3684492e2929.html ], Zanders Forderung von 1,1 Millionen Euro Schmerzensgeld sei „außerhalb dessen, was deutsche Gerichte zusprechen“. Speziell der Vorwurf der Zwangsarbeit sei richtig Käse, Feldarbeit sei damals üblich gewesen. (pro)
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QUELLE: Pro - Christliches Medienmagazin [ ein Magazin assoziiert mit der evangelischen Brüdergemeinde Korntal ] ( 12.09.2014 ) @ http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/keine-prozesskostenhilfe-fuer-ehemaliges-heimkind-89398/

Und zu diesem evangelischen 'Kinderheim' der Brüdergemeinde Korntal, siehe auch diesen Artikel »Kinderhölle Korntal« mit vielen dazugehörenden Leserkommentaren @ http://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/168/kinderhoelle-korntal-2266.html

Desweiteren, siehe auch @ http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.klage-gegen-bruedergemeinde-korntal-ringen-um-wahrheit-und-verantwortung-page2.6c7a799d-88cd-4b94-9072-3684492e2929.html und @ http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.klage-gegen-bruedergemeinde-korntal-ringen-um-wahrheit-und-verantwortung.6c7a799d-88cd-4b94-9072-3684492e2929.html#comments-form

Last but not least: http://diakonie-korntal.de/index.php?id=1698
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Dez 01, 2014 5:53 am

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Für ehemalige Heimkinder, die damals als Kinder oder Jugendliche in der evangelischen »Kinderhölle Korntal« der »Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal«, in Korntal-Münchingen, in Baden-Württemberg, untergebracht waren, stehen jetzt auch die folgenden Internetangebote zur Verfügung:

http://www.heimopfer-korntal.de/ ( sehr detailliert ! )


http://www.opferhilfe-korntal.de/

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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Dez 02, 2014 4:46 am

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Beteiligung aller religiösen Täterorganisationen am »Fonds Heimerziehung-WEST« ( Anfang des Jahres 2012 ---- oder seither in Raten ).

Was die 10 Millionen Gabe der
DIAKONIE und die 10 Millionen Gabe der CARITAS und sonstigen UNABHÄNGIGEN RELIGIÖSEN INSTITUTIONEN betrifft,

jede
diakonische Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung wurde aufgefordert,

jede
caritative Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung wurde aufgefordert,

jede sonstige von
ORDENSLEUTEN betriebene Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung wurde aufgefordert,

nur ungefähr 50.0000 Euro in Sonderabgaben in den Almosentopf »Fonds Heimerziehung-WEST« – bzw. in den 40 Millionen Anteil dieses Topfes der beiden Kircheneinzuzahlen.

Die
EVANGELISCHE KIRCHE als solche, selbst, zahlte nur eine Gabe von 10 Millionen Euro.

Die
KATHOLISCHE KIRCHE als solche, selbst, zahlte nur eine Gabe von 10 Millionen Euro.

Das ist alles !!

Nachkriegsdeutsche säkulare Heimkinder-Zwangsarbeit-Firmen und deren Banken und Fiananzier und sonstige Nutznießer, Ausbeuter und Profiteure in diesen ganzen Angelegenheiten zahlten bisher garnichts !!

Dies jetzt nur erst einmal generell und als Antwort zur Frage ( Frage 8 ) der Heimopfer derDiakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntalin ihrem Offenen Brief vom 21.10.2014 an diese „Brüdergemeinde“, wiedergegeben @
http://heimopfer-korntal.de/wp-content/uploads/2014/10/2014-10-21-Offener-Brief-1.pdf sowohl wie auch @ https://dierkschaefer.files.wordpress.com/2014/10/2014-10-21-offener-brief-1.pdf

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Dez 14, 2014 5:10 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Dez 03, 2014 12:16 am

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Ich, das ehemalige Heimkind, Martin Mitchell, von Australien aus, habe dann auch dem Rechtsanwalt der »Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal«, Herrn Martin Hirschmüller, persönlich, noch einmal wie folgt genau klar gemacht was ich von seinen öffentlichen Äusserungen in dieser Sache halte (und habe auch das dann sofort an vielen Stellen im Internet weiterverbreitet).

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1. Dezember 2014

Sehr geehrter
Herr Martin Hirschmüller,

zu Ihrer öffentlichen Aussage als
Rechtsanwalt für die Diakonie

»Der Vorwurf der Zwangsarbeit ist richtig Käse“; Feldarbeit war damals üblich gewesen, d.h., 'Zwangsarbeit' / 'Feldarbeit' war damals zwischen 1963 und 1977 in der " Kinderhölle Korntal" der Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal“, und auch in anderen diakonischen Einrichtungen, üblich

teile ich mit

Ich, als „Ehemaliges Heimkind-WEST“ (Jg. 1946), jemand der ebenso als Jugendlicher in diakonischen Einrichtungen geknechtet – gezwangsarbeitet – wurde, erlaube mir
ALL DAS an viellerlei Stellen im Internet jetzt und auch zukünftig GENAU FESTZUHALTEN, u.a., auch hier im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum

@ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=736#p736

und DAMIT und AUCH MIT ALLEN ANDEREN MIR ZUR VERFÜGUNG STEHENDEN MITTELN alle Kinder und Jugendlichen, die damals, in Nachkriegsjahrzehnten von Kirche und Staat (in Germany), ohne entlohnt zu werden, für ihre Arbeitskraft eingesperrt, misshandelt und ausgebeutet wurden ÖFFENTLICH ZU UNTERSTÜTZEN.

Grüße aus Down Under

Martin MITCHELL
Martin
»
martini«
»
Ehemaliges Heimkind«
»
Engagierter Bürger«

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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Feb 08, 2016 12:25 pm

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FÜRSORGE !?

re "Korntal"+"Wilhelmshof"+"Hoffmannhaus"

Dieses Angebot, der evangelischen Brüdergemeinde Korntal, ihren Opfern von vielfach mehrfach an ihnen verübten Taten sexulalisierter Gewalt im Kindesalter und Jugendalter in ihren kirchlichen Kinder- und Jugend-Erziehungseinrichtungen, ist, m.M.n., absolut lachhaft und pervers, einfach nur widerlich --- viel zu gering !! :

Artikel dazu veröffentlicht @ http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/bruedergemeinde-korntal-will-bis-zu-5000-euro-pro-heimkind-zahlen-93582.html
von der "IDEE" = idea e.V.
Evangelische Nachrichtenagentur
(auf der theologischen Basis der Evangelischen Allianz)
[ Siehe das IMPRESSUM @
http://www.idea.de/ueber-uns/impressum.html ]


Die Evangelen meinen natürlich dies sei »eine gute "IDEE"«.

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05. Februar 2016

Sexueller Missbrauch

Brüdergemeinde Korntal will bis zu 5.000 Euro pro Heimkind zahlen

Korntal (idea) – Die Evangelische Brüdergemeinde Korntal will jeweils bis zu 5.000 Euro freiwillig an ehemalige Heimkinder zahlen, die sexuellen Missbrauch zwischen den 1950er und 90er Jahren in den Einrichtungen in Korntal und Wilhelmsdorf erlebt haben. Das gab der Vorsteher, Klaus Andersen (Korntal), am 5. Februar [2016] vor der Presse bekannt. Damit wolle die Gemeinde bei verjährten Fällen zeigen, dass sie das Leid der Betroffenen anerkenne. Die Höhe orientiere sich an vergleichbaren Zahlungen anderer Institutionen. Das genaue Antragsverfahren solle mit ehemaligen Heimkindern ausgehandelt werden. Die Korntaler Diakonie habe sich zu diesem Schritt entschlossen, da das die einzige Möglichkeit sei, den Opfern sexualisierter Gewalt in den Einrichtungen rasch finanzielle Hilfe zukommen zu lassen. „Wir wollen nicht länger warten. In dieser wichtigen Frage müssen wir nun einen neuen Impuls setzen und damit zeigen, dass wir unsere moralische Verantwortung für die Geschehnisse annehmen“, so Andersen. Mit dieser Entscheidung rücke man auch von der Haltung ab, nur Sachleistungen zu gewähren. In den vergangenen Monaten sei den Verantwortlichen klar geworden, dass nur direkte Bargeldleistungen ein „höheres Maß an Anerkennung des Leides“ darstelle. Nach Angaben der „Interessengemeinschaft Heimopfer“ waren insbesondere in den 60er und 70er Jahren rund 200 Jugendliche Opfer des Missbrauchs.
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SELBST WEITERLESEN IM ORIGINAL @ http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/bruedergemeinde-korntal-will-bis-zu-5000-euro-pro-heimkind-zahlen-93582.html

Und bezüglich dieser evangelischen Medienplattform wo dieser Artikel veröffentlicht ist, siehe auch unbedingt: ÜBER "IDEE" = idea e.V. --> „WIR ÜBER UNS“ @ http://www.idea-stiftung.de/
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Feb 09, 2016 3:58 am, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Feb 08, 2016 8:32 pm

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Fühlen sich die Evangelen nicht ebenso mit diesem Appell angesprochen ??

Die Frage, meine Frage, ist gerichtet an die „Brüdergemeinde Kortal“, alle anderen „evangelischen Brüdergemeinden“ (alle, die noch irgendwelche ‘Leichen im Keller’ haben), alle anderen „evangelischen Schwesterngemeinden“ (alle, die noch irgendwelche ‘Leichen im Keller’ haben), die „Innere Mission“, die „Diakonie“ und die „Evangelische Kirche in Deutschland“ („EKD“) und alle zu ihr gehörenden evangelischen Landeskirchen“ und „evangelischen Freikirchen“:

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Appell an den Papst

Kein Recht vernichten, auf Verjährung verzichten !

In Deutschland leben Zehntausende von Opfern kirchlicher Einrichtungen und katholischer Priester. Viele wurden körperlich und seelisch misshandelt, viele sexuell missbraucht und gequält. Zur Wiedergutmachung dieses Leids reicht es nicht, dass der Papst sich entschuldigt und die Opfer von Kirche und Staat mit finanziellen Almosen abgefunden werden.

In diese demütigende Situation kommen die Überlebenden der kirchlichen Gewalt und klerikalen Kinderschändung nur dadurch, dass die Kirche gegenüber Schadensersatzansprüchen die Einrede der Verjährung erhebt. Würde dies nicht geschehen, könnten sämtliche Opfer ihr erlittenes Unrecht, auch wenn es länger als 30 Jahre zurückliegt, vor Gericht geltend machen. Hierzu bedarf es keiner Gesetzesänderung, da die zivilrechtlichen Verjährungsvorschriften (im Gegensatz zu den strafrechtlichen) nicht von Amts wegen, sondern nur aufgrund der rechtsvernichtenden Einrede der schadensersatzpflichtigen Einrichtungen beachtet werden müssen.

Deshalb fordere ich als Rechtsberater von Opfern den Papst auf, alle Bischöfe und katholischen Einrichtungen anzuweisen, bei Schadensersatzansprüchen von Heimkindern und anderen Opfern kirchlicher Gewalt auf die Einrede der Verjährung zu verzichten. Solange dies nicht geschieht, bleiben alle kirchlichen Beteuerungen, dass den Opfern Gerechtigkeit widerfahren soll, scheinheilig.

Dr. Christian Sailer, Rechtsanwalt

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QUELLE: http://www.kanzlei-sailer.de/appell_an_papst_auf_verjaehrung_von_verbrechen_verzichten_050911.pdf

So weit ich weiß, ist Dr. Christian Sailer, Rechtsanwalt, nicht mehr in Deutschland, sondern jetzt schon seit einigen Jahren in Österreich, ansässig.
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Beitragvon Martin MITCHELL » So Apr 02, 2017 2:32 am

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Stuttgarter Nachrichten

QUELLE: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bruedergemeinde-in-korntal-muenchingen-ex-heimkinder-stellen-strafanzeige-wegen-missbrauchs.7642aeb9-ef2b-4e4e-8d6f-1ad45273e35a.html

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Stuttgarter Nachrichten

Missbrauch

Brüdergemeinde in Korntal-Münchingen

Ex-Heimkinder stellen Strafanzeige wegen Missbrauchs

Von Berkan Çakır 25. März 2017 - 16:00 Uhr

Insgesamt gehen 15 Anzeigen gegen die Brüdergemeinde bei der Polizeidiensstelle ein. Die Staatsanwaltschaft muss nun prüfen, ob die Fälle verjährt sind.

Korntal-Münchingen - Die Opfer des Missbrauchsskandals der Brüdergemeinde Korntal haben Anzeige gegen die mutmaßlichen Täter erstattet. Laut Andreas Rehman von der Kriminalpolizei Ludwigsburg wurden sieben Anzeigen wegen schwerem sexuellen Missbrauch an Schutzbefohlenen sowie wegen der Verletzung der Fürsorgepflicht bei der Polizeidienststelle in Korntal-Münchingen aufgenommen.

Alfred Wieland, einer der Betroffenen, die am Freitagnachmittag Anzeige erstatteten, sagte: „Unser Ziel ist, dass der Missbrauch endlich anerkannt wird.“ Wieland besuchte das Hoffmannhaus. Er sei in den Jahren 1960 bis 1965 mehrmals von Mitgliedern der Brüdergemeinde missbraucht worden. Er gehört somit zu den älteren Betroffenen, die an ihm verübten Taten sind bereits verjährt. Dennoch seien die Anzeigen ein wichtiges Signal: „Bei der großen Anzahl an Anzeigen muss sich die Staatsanwaltschaft mit den Fällen beschäftigen.“


Die Staatsanwaltschaft will auf die Betroffenen zugehen

Zudem seien auch im Namen von acht weiteren Betroffenen Anzeigen erstattet worden, deren Fälle noch nicht verjährt sein könnten. „Wir verschaffen uns momentan einen Überblick“, bestätigte Andreas Rehman, „in den nächsten Tagen werden wir in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart auf die weiteren Betroffenen zugehen.“

Laut Detlef Zander, dem Sprecher des Vereins Netzwerk Betroffenenforum und selbst Betroffener sexuellen Missbrauchs in einer Einrichtung der Brüdergemeinde, könnte in einigen Fällen auch eine sogenannte Verjährungsunterbrechung greifen. Viele Betroffene würden ihren Missbrauch verdrängen. Erst im Alter trete das Trauma wieder hervor. Viele würden krank oder litten unter Depressionen, die im Zusammenhang mit dem Missbrauch stünden. „Bei mir trat alles vor fünf Jahren wieder zu Tage“, sagt Zander. Könne ein Betroffener die verzögerten Auswirkungen nachweisen, gelte für die Verjährungsfrist der Moment, in dem das Trauma wieder Besitz von ihm ergreift.

Zander begründet den für die Opfer nicht leichten Schritt, sich mit dem selbst Erlittenen zu offenbaren, als längst überfällig: „Seit zwei Jahren bemühen wir uns in Kooperation mit der Brüdergemeinde um eine unabhängige, betroffenenorientierte Aufklärung und Aufarbeitung. Wir wollten im Guten mit ihnen verhandeln.“ Dieser Weg sei aber von der Brüdergemeinde verlassen worden, sie sei nicht an einer Zusammenarbeit interessiert gewesen.


Der Sprecher der Brüdergemeinde begrüßt jeden Hinweis

Zander kritisiert, dass die Brüdergemeinde eine „Aufklärung im Schnellwaschgang“ favorisiere, die ausschließlich von Personen aus dem Netzwerk der Brüdergemeinde geleistet werden solle. Diese einseitige Vorgehensweise berge das Risiko, die Vergehen zu vertuschen. „Die Betroffenen müssen entscheiden, denn sie sind es, die mit den Aufklärern zu recht kommen müssen.“ Außerdem solle man „endlich Ross und Reiter benennen“, so Zander. Bevor viele Fälle verjähren, sei eine zeitnahe Ermittlung durch die staatlichen Strafverfolgungsbehörden nötig.

Klaus Andersen, Sprecher der Brüdergemeinde, sagte: „Wir befürworten jeden Hinweis, welcher der Aufklärung und Aufarbeitung dienlich ist. Sollten polizeiliche Ermittlungen dies unterstützen, so werden wir uns auch damit auseinandersetzen.“ Den Unmut des Betroffenennetzwerks könne man insoweit nachvollziehen, als dass es den Betroffenen zuletzt mit der gemeinsamen Aufarbeitung nicht schnell genug vorwärts gegangen sei. „Den Vorwurf jedoch, die Brüdergemeinde hätte den Weg einer unabhängigen, betroffenenorientierten Aufklärung und Aufarbeitung verlassen, müssen wir mit Nachdruck zurückweisen, das Gegenteil ist der Fall.“

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Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal.

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Jul 19, 2018 7:46 am

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Wie ja alle Interessierten sicherlich mitbekommen haben, wurde vor kurzem ein 416-seitiger Aufklärungsbericht bezüglich der Brüdergemeinde Korntal veröffentlicht; der Bericht enthält keine wirklich eingehenden juristischen Abhandlungen oder Aufarbeitungen. Dieser offizielle 416-seitige Bericht ist hier zu finden: http://www.aufklaerung-korntal.de/wp-content/uploads/2018/06/Aufarbeitungsbericht.pdf .

Und darüber wird jetzt auch in Berlin diskutiert und gestritten:

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StN.de - STUTTGARTER NACHRICHTEN :

[ QUELLE: https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.missbrauchsskandal-bei-der-bruedergemeinde-berlin-diskutiert-ueber-korntal.aa812241-8f66-4fa1-8793-9451806ff8d0.html ]

Korntal-Münchingen

Missbrauchsskandal bei der Brüdergemeinde

Berlin diskutiert über Korntal

Von fk [ Anm: mutmaßlich von Franziska Kleiner ] 02. Juli 2018 - 17:50 Uhr

Großes Echo auf Kritik am Aufklärungsbericht zum Missbrauch in der Brüdergemeinde.

[ FOTO: „Das Hoffmannhaus ist nach wie vor ein Kinderheim. Foto: factum/Granville]

Korntal-Münchingen - Der Aufklärungsbericht zur sexuellen Gewalt in den Heimen der Korntaler Brüdergemeinde wird zum Zankapfel. Experten streiten, der Missbrauchsbeauftragte des Bundes ist involviert. Damit steht Korntal seit einer Veranstaltung in der vergangenen Woche in Berlin im Fokus einer bundesweiten Debatte: Am Beispiel Korntal zeigt sich, dass es in Deutschland keine Standards für die Aufarbeitung jener Verbrechen gibt.

Die Zöglinge in den Einrichtungen der evangelischen Brüdergemeinde wurden zwischen den Jahren 1950 und 1980 Opfer von physischer, psychischer, aber auch sexualisierter Gewalt. Das geht aus dem Bericht der Aufklärer Benno Hafeneger und Brigitte Baums-Stammberger hervor, der vor wenigen Wochen veröffentlicht wurde. Die Kritik an der Publikation wurde dann vergangene Woche in Berlin öffentlich.

Kritik am Bericht wird in Berlin publik

Der Bericht entspreche in keiner Weise fachlichen Standards, sagt etwa die Traumatherapeutin Ursula Enders. Er vermittle vielmehr den Eindruck einer „Komplizenschaft mit eventuell immer noch in der Brüdergemeinde vorhandenen Bestrebungen der Vertuschung institutionellen Versagens“. Beispielhaft nennt sie den Umgang mit dem ehemaligen Gemeindepfarrer. Opfer bezichtigen ihn der Vergewaltigung. Im Aufklärungsbericht schreibt Brigitte Baums-Stammberger, es gebe dafür keine plausiblen Hinweise. Enders sieht die Missbrauchsopfer ein zweites Mal beschädigt. Baums-Stammberger aber bezweifelt, dass Enders „den Bericht fachlich überhaupt beurteilen kann, da sie nicht über die dafür notwendige Expertise verfügt“. Enders gehörte der Untersuchungskommission der Missbrauchsfälle in der Evangelisch-Lutherischen Nordkirche an.

Enders hatte ihre Kritik anlässlich einer Veranstaltung der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs publik gemacht. Vertreter der Kirchen, der Wissenschaft und Betroffene hatten sich in Anwesenheit des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, mit dem Thema „Kirchen und ihre Verantwortung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“ befasst. Sowohl Vertreter der Brüdergemeinde als auch ehemalige Heimkinder hatten dort das Gespräch mit Rörig gesucht. Sein Fazit: „Auch wenn ein umfassender Bericht zu den sexuellen Gewalttaten erstellt ist und Anerkennungszahlungen an Betroffene geleistet werden, heißt das noch lange nicht, dass Aufarbeitung auch gelungen ist.“ Aufarbeitung in Kirchen und anderen Institutionen sei eine „schwierige und äußerst schmerzhafte Aufgabe, wie sich bisher in fast allen Aufarbeitungsvorhaben gezeigt hat, auch dem der Brüdergemeinde Korntal“.

Nach dem Hearing stehe für ihn fest, „dass Kirchen und andere Institutionen vor und während des Aufarbeitungsprozesses und vielleicht auch danach unbedingt eine sehr gute Beratung von unabhängiger Stelle benötigen“. Sie müsse Betroffenen und Verantwortlichen in Kirchen und Institutionen helfen, diesen Prozess gemeinsam und transparent zu verwirklichen. Er selbst, sagt Rörig, wolle den Dialog mit Betroffenen, Kirchen und Beteiligten an der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der Brüdergemeinde fortsetzen. Mehr noch: „Ich erwarte von der von mir berufenen Aufarbeitungskommission, dass sie bis Anfang 2019 erste Vorschläge für Standards einer gelingenden Aufarbeitung vorlegt“, sagt er.


Brüdergemeinde begrüßt eine Auseinandersetzung mit dem Bericht

Die Kommission wird von der Professorin Sabine Andresen geleitet. „Ein großer Kritikpunkt der Kommission am Aufarbeitungsprozess in Korntal – und allen anderen – ist, dass die Kirche ihn nicht von sich aus angestoßen hat. Sie hat nur so viel getan, wie sie – auf Druck von Betroffenen und der Öffentlichkeit – tun musste“, sagt sie. Sollte das Gremium weiterhin bestehen, blieben Kirchen ein Schwerpunkt ihrer Untersuchungen.

Die
Brüdergemeinde selbst hält sich zurück. [ Siehe @ https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.missbrauchsskandal-in-der-bruedergemeinde-korntal-eine-zerreissprobe-fuer-die-gemeinde.ddf39666-732c-4b47-9e3b-2e4e97a27a9a.html ] Dass die Verarbeitung des Berichts aufgrund verschiedener Sichtweisen zu unterschiedlichen Bewertungen führe, sei nicht verwunderlich, sagt ihr Sprecher Gerd Sander. Die Aufklärer, deren Arbeit man weiter für kompetent halte, habe man um eine Stellungnahme gebeten. „Wenn der Aufklärungsbericht einen konstruktiven Diskurs über die Weiterentwicklung von Standards anregt, leistet er einen weiteren Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion. Eine fachliche und professionelle Auseinandersetzung mit dem Bericht halten wir für sinnvoll und wünschenswert.“


Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in Deutschland

Anlaufstelle Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs soll an oberster Stelle der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung klären. Dabei geht es um Anliegen von Betroffenen, Experten aus Praxis und Wissenschaft und allen, die sich gegen sexuelle Gewalt einsetzen.

Die Kommission

Die aus sechs Personen bestehende Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs untersucht bundesweit derartige Kriminalfälle. Unter Leitung der Professorin Sabine Andresen sollen Ausmaß, Art und Folgen sexueller Gewalt aufgezeigt werden. Die Kommission will damit nach eigenen Worten „eine breite politische und gesellschaftliche Debatte zu einem Thema anstoßen, das noch immer tabuisiert wird“.

Sollte die Laufzeit der Kommission über März 2019 hinaus verlängert werden, blieben Kirchen ein Schwerpunkt der Arbeit, so Andresen. Die Kommission wird sich dann zudem mit Freikirchen, Heimen in kirchlicher Trägerschaft, Orden und Sekten beschäftigen. Kommission und unabhängige Beauftragte stehen im engen Austausch miteinander.


MEHR ZUM THEMA

Missbrauchsskandal in der Brüdergemeinde Korntal - „Eine Zerreißprobe für die Gemeinde“ [ Siehe @ https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.missbrauchsskandal-in-der-bruedergemeinde-korntal-eine-zerreissprobe-fuer-die-gemeinde.ddf39666-732c-4b47-9e3b-2e4e97a27a9a.html ]
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Aug 07, 2018 10:33 pm, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jul 21, 2018 3:23 am

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Auseinandersetzung über den „Abschlussbericht“ geht weiter

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StN.de - STUTTGARTER NACHRICHTEN :

[ QUELLE: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.missbrauchsskandal-bei-korntaler-bruedergemeinde-aufklaerer-entlasten-pfarrer-gruenzweig.10b414f5-38ff-4079-a033-2096dc317b6f.html ]

Missbrauchsskandal bei Korntaler Brüdergemeinde

Aufklärer entlasten Pfarrer Grünzweig

Von Franziska Kleiner
[ Für das Profil von Franziska Kleiner siehe: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.franziska_kleiner.a6d6d93c-a45c-4edc-989a-8ef5ed0be520.html ]

- 17. Juli 2018 - 07:00 Uhr

Aussagen, die den Seelsorger und einen Wohltäter belasten, seien unplausibel. Indes hält die Kritik am Abschlussbericht zum Missbrauchsskandal der Korntaler Brüdergemeinde an. Was das für den weiteren Verlauf der Aufarbeitung bedeutet, ist offen.

[ FOTO: „Detlev Zander zwischen dem Gemeindezentrum und dem Großen Saal auf dem Korntaler Saalplatz. Foto: factum/Granville“ ]

Korntal-Münchingen. - Haben sich Fritz Grünzweig und Jakob Munz an Heimkindern vergangen? Das jedenfalls wird aus den Reihen der Betroffenen behauptet. Der Bericht der Aufklärer Brigitte Baums-Stammberger und Benno Hafeneger kommt zu einem anderen Schluss: Die Vorwürfe der Heimkinder gegen den ehemaligen Pfarrer der Brüdergemeinde und den Mäzen seien „nicht plausibel“. Einer der Betroffenen ist Detlev Zander. Er sagt weiterhin: „Jakob Munz hat mich vergewaltigt, Pfarrer Grünzweig hat mich vergewaltigt.“

Die beiden Aufklärer dagegen begründen ihre Einschätzung unter anderem damit, das niemand außer Zander derartige von dem Pfarrer begangene Taten beschrieben habe. Der Pfarrer soll im Kleinen Saal übergriffig geworden sein. also in einem noch existierenden Saal neben dem Gotteshaus der evangelischen Brüdergemeinde. Im Aufklärungsbericht heißt es dazu, andere Betroffene hätten die Existenz eines solchen Raums bestritten. Zudem widerspreche so ein Verhalten der Intervention des Pfarrers in der Gemeindeverwaltung. Als er von den sexuellen Übergriffen des Hausmeisters hörte, habe er sich „für eine scharfe Reaktion ausgesprochen, weil es vor allem um den Schutz der anvertrauten Kinder ginge“.

Ein pädophiles Netzwerk, in dem der Pfarrer als auch ein Hausmeister verstrickt gewesen sein sollen, habe es nicht gegeben. „Das ist ausgeschlossen“, sagen die Aufklärer. Andernfalls, so Baums-Stammberger, hätte der Pfarrer doch nicht auf den Schutz der ihm anvertrauten Kinder verwiesen.


Neben Zander hatte ein weiteres ehemaliges Heimkind in den Gesprächen mit der Aufklärerin den Pfarrer belastet. Dieser Junge hatte sich nur tagsüber in Korntal aufgehalten und war dort jahrelang vom Hausmeister missbraucht worden. Vom Pfarrer seiner wenige Kilometer entfernten Heimatgemeinde sei er auf eine Weise angesprochen worden, die keinen Zweifel daran ließ, dass der Pfarrer von dem Geschehen in Korntal wusste.

Ähnlich deutlich werten die Aufklärer die Aussagen der Betroffenen zu Jakob Munz. Mit dem Erbe des einstigen Gemeindeglieds ist das Gemeindezentrum am Saalplatz gebaut worden. Munz soll laut Zander mehrere Kinder missbraucht haben. Zander hatte die Namen von drei weiteren Munz-Opfern genannt. Zwei von ihnen seien tot, so die Aufklärer. Der dritte habe dies in den Gesprächen mit der Aufklärerin aber nicht erwähnt. Andere Hinweise hätten sich nicht finden lassen.


Streng, aber nicht übergriffig

Gleichwohl habe der Pfarrer laut den Aufklärern mit physischer Gewalt und psychischem Druck seine sehr strengen Erziehungsvorstellungen durchzusetzen versucht, zumal wenn es um die Vermittlung von Religion und Glauben gegangen sei. Munz hingegen sei extrem ungepflegt gewesen. Aber „kein Betroffener hat Erinnerungen an einen Täter, der diese Merkmale hatte“, so die Aufklärer.

[Richterin a.D.] Baums-Stammberger und [Erziehungswissenschaftler] Hafeneger unterstellen Zander, er wolle der Brüdergemeinde schaden: „Nach allem konnten die Aufklärer nur zu dem Ergebnis kommen, dass der Betroffene mehrere Personen, deren Verstrickung in sexuellen Missbrauch für die Kirche als Heimträger besonders unerfreulich wäre, mit ins Boot nehmen wollte.“ Zander, der die
Gewalt in den Einrichtungen der Brüdergemeinde zwischen 1950 und 1980 publik machte [ Siehe folgendes intensives »INTERVIEW - Missbrauchsskandal in der Brüdergemeinde Korntal - „Eine Zerreißprobe für die Gemeinde“« @ https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.missbrauchsskandal-in-der-bruedergemeinde-korntal-eine-zerreissprobe-fuer-die-gemeinde.cf26e7ba-43c0-4bad-ab5c-1f8d6c5e58dc.html (Di, 13. Oktober 2017 um 18:32 Uhr) ], nimmt dies zu Kenntnis: „Ich weiß, was mir passiert ist“, sagt er und wiederholt die Vergewaltigungsvorwürfe. Die eidesstattliche Versicherung liegt der Zeitung vor.


Derweil geht die Auseinandersetzung über den Abschlussbericht weiter. Die Traumatherapeutin Ursula Enders hatte den Aufklärern unter anderem vorgehalten, dass Beschuldigungen gegenüber Tätern, die nur von einem Betroffenen vorgetragen wurden, als nicht plausibel bewertet worden waren. In ihrer Replik weisen Baums-Stammberger und Hafeneger diese Kritik zurück. Enders scheine „unzufrieden, ihr ist das alles noch nicht genug Skandal“. so die Vermutung der Aufklärer.
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Fr Jul 27, 2018 12:39 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal.

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jul 21, 2018 7:03 am

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Ausgezeichnet begründete vernichtende Stellungnahme und Kritik von Ursula Enders zu dem „von Richterin a.D. Brigitte Baums-Stammberger und dem Marburger Erziehungswissenschaftler Benno Hafeneger vorgelegten Aufklärungsbericht“ zu deren „Untersuchung“ und „Aufarbeitung der Gewalt in Heimen der evangelischen Brüdergemeinde Korntal“ @ https://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/images/Presse/Bericht_Korntal.pdf (insgesamt 20 Seiten) :

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[ Einleitung zur Stellungnahme auf Seite 1 ]

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WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_Enders : Ursula Enders, deutsche Erziehungswissenschaftlerin, Traumatherapeutin und Autorin (Jg. 1953) ]


Ursula Enders

Doppelter Verrat

Demütigende Aufarbeitung der Gewalt in Heimen der evangelischen Brüdergemeinde Korntal

Seit 2015 begleite ich Betroffene, die in ihrer Kindheit und Jugend in den Kinderheimen der ev. Brüdergemeinde Korntal körperliche, psychische und sexuelle Gewalt erlebt haben. Im Laufe der letzten Jahre beobachtete ich, dass die Betroffenen nicht nur von zurückliegenden Gewalterfahrungen betroffen waren, sondern ihnen ebenso eklatante Verletzungen ihrer persönlichen Grenzen durch mit der „Aufklärung“ bzw. Aufarbeitung der zurückliegenden Gewalthandlungen beauftragten „Expert*innen“ zugefügt wurden. Einzelne Betroffene mussten sich aufgrund einer durch die verletzende Aufarbeitung ausgelösten Retraumatisierung in ambulante bzw. stationäre Behandlung begeben.

Am 07.06.2018 legte eine interdisziplinär besetzte unabhängige „wissenschaftliche Aufklärungskommission“ ihren Abschlussbericht vor, der exemplarisch menschliche und fachliche Defizite des nunmehr seit 2014 laufenden „Aufarbeitungsprozesses“ dokumentiert.

Anlässlich des Hearings
„3. Öffentlichen Hearing „Kirchen und ihre Verantwortung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“ der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs am 27.06.2017 habe ich mich entschlossen, nach einer ersten oberflächlichen Sichtung des vorgelegten Abschlussberichtes zu einigen Punkten des Berichtes exemplarisch Stellung zu beziehen. Ich werde zu weiteren, von mir beobachteten opferfeindlichen und demütigenden Vorgehensweisen im Rahmen des Aufarbeitungsprozesses, zu einem späteren Zeitpunkt differenziert Stellung beziehen.

Diese spontane erste, unter Zeitdruck erstellte Stellungnahme zu dem vorgelegten „Aufklärungsbericht“ erhebt weder den Anspruch an Vollständigkeit noch einer wissenschaftlich belegten Argumentation. Sie steht zum Download ab dem 27.06.2018 unter
http://www.zartbitter.de
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Köln, den 27.06.2018 - Ursula Enders
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