Jugendhof in Berlin-Schlachtensee und seine Außenstellen.

Jugendhof in Berlin-Schlachtensee und seine Außenstellen.

Beitragvon Martin MITCHELL » So Dez 27, 2015 10:52 pm

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Die größte »SENATOR FÜR JUGEND UND SPORT« „Erziehungseinrichtungfür 'böse Buben' in Berlin-West, die je existierte (minimum 1950-1977/78), und kaum einer erinnert sich mehr daran.

Eigentlich die einzig nützliche Stelle wo man etwas Genaueres über den »Jugendhof« in Berlin-West im Internet erfahren kann:

Eine ganze Menge über den damaligen »Jugendhof in Berlin-Schlachtensee« (Hauptstandort) in den Baracken an der Potsdamer Chaussee 87-91 (und seine drei dazugehörigen Außenstellen, ebenso situiert in Berlin-West) ist hier zu finden:

in

Heimerziehung in Berlin
West 1945-1975
Ost 1945-1989
Annäherungen an ein verdrängtes Kapitel Berliner Geschichte als Grundlage weiterer Aufarbeitung,
Broschüre (258 Seiten; 4.28 MB)

@
http://www.christian-sachse.de/heimerz_bln1.pdf ( Dort mit der FINDE-FUNKTION auf dieser Webseite nach dem Wort "Jugendhof" suchen, und schon fördert es alle Stellen wo im Text über den "Jugendhof" die Rede ist zu Tage )

Auf Seite 3 dieses 258-seitigen Textes, z.B., ist zu lesen:


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[ Broschüre ] Redaktion: © Gangway e.V. / v. i. S. d. P. Elvira Berndt
Druck: Druckhaus Schöneweide GmbH, Berlin
Vertrieb für den Buchhandel:
http://www.bugrim.de
Privatkunden und Mailorder: http://www.jugendkulturen.de
ISBN: 978-3-940213-68-6
Weitere Materialien zum Thema dieses Berichtes werden im Internet unter
http://www.heimerziehung-berlin.de zur Verfügung gestellt.
im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung 2011

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Auf Seite 59 dieses 258-seitigen Textes, z.B., ist zu lesen:

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Der Jugendhof in den 1950 / 1960er Jahren

Zum Komplex Jugendhof zählen die Heime Jugendhof Schlachtensee, Tannenhof, Kieferngrund und Ortlerweg. Die originäre Funktion des Jugendhofes besteht hauptsächlich in der (Re)Sozialisierung minderjähriger männlicher Jugendlicher. Diese Aufgabe bezieht ihre Miss-Erfolgschancen aus dem wenig gelingenden Zusammenspiel von äußeren und inneren Strukturen, die diese Unternehmung im Wesentlichen beeinflussen (vgl. u. a. ABHJA 1952, S. 22). Der Jugendhof in Berlin ist ein Heim für „schwer erziehbare“ männliche Minderjährige über 14 Jahre mit einer variierenden Kapazität um die 470 Plätze in den 1950 / 1960er Jahren. Er differenziert sich in vier räumlich voneinander getrennte Standorte:
(1) Schlachtensee (zentrale Hauptgebäude), (2) Tannenhof, (3) Kieferngrund und (4) Ortlerweg (allesamt Außenstellen). In Tabelle 2 [ auf Seite 60 ] gibt einen feingliedrigen Überblick über die einzelnen Standorte und ihre jeweiligen Spezifika.

[ Aber auch noch über die 1970er und 1980er Jahre des »Jugenhofes« ist teilweise in dieser Broschüre die Rede. ]

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Auf Seite 59 dieses 258-seitigen Textes, z.B., ist zu lesen:

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Der Bericht „Heimerziehung in Berlin“ wurde erstellt durch: die Mitglieder der Berliner Regionalgruppe Ehemaliger Heimkinder,
interviewt und beim biografischen Schreiben unterstützt durch Daniela Gerstner (Dipl. Sozialpädagogin, Traumaberaterin)

Armin Emrich
ehemaliger Heimerzieher, Heimberater und Mitarbeiter der „Aktion 70“ (ehrenamtlich)

Malte-Friedrich Ebner von Eschenbach
Promotionsstudent (Dr. phil.) an der Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. phil. Silke Birgitta Gahleitner
Professorin für Klinische Psychologie und Sozialarbeit
an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin

Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Gries
Professor für Soziologie und Sozialarbeitswissenschaft an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin

Prof. Dr. Manfred Kappeler
Unterstützerkreis Regionalgruppe Ehemaliger Heimkinder
Professor für Sozialpädagogik (emeritiert)
an der Technischen Universität Berlin (1989–2005)

Prof. Dr. Karsten Laudien
Professor für theologische Ethik an der Evangelischen Hochschule Berlin

Katharina Loerbroks
Referentin bundesweite Anlaufstelle Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren / ehem. Infostelle Runder Tisch [Heimerziehung]

Nils Marvin Ruhl
Studierender an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin

Dr. Christian Sachse
Politikwissenschaftler und Theologe, Freier Publizist in Berlin

Dr. Herbert Scherer
Lehrbeauftragter an der Evangelischen Hochschule Berlin und der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin

sowie weitere Unterstützer_innen, die uns ihr Wissen und ihre Erinnerung vermittelt haben.

Koordination und Lektorat: Elvira Berndt, Geschäftsführerin Gangway e.V. - Straßensozialarbeit
in Berlin und stellv. Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses Berlin

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Sa Jan 02, 2016 9:42 pm, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Dez 28, 2015 12:10 am

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„Schließlich gab die amerikanische Militärregierung dem Druck nach und richtete im Januar 1946 in den Baracken an der Potsdamer Chaussee 87-91 das [ Displaced Persons ] DP-Lager Düppel-Center/Schlachtensee [] ein.“
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QUELLE: (auf Seite 14) @ http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/unterricht/faecher/gesellschaftswissenschaften/geschichte/handreichungen-sek2/hr-s2-juden.pdf ( ingesamt 29 Seiten )

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„Einige Baracken von Düppel wurden zu Flüchtlings-Notwohnungen und eine Baracke zu einem Aufnahmeheim für Obdachlose umgebaut. Im März 1950 zog der „Jugendhoffür schwer erziehbare männliche Jugendliche nach Düppel [ bzw. Berlin-Schlachtensee ]. Seit 1973 sind auf dem Gelände des ehemaligen [ Displaced Persons’ Center, bzw. Jugendhofs ] DP-Lagers ein Jugendausbildungszentrum und mehrere Wohnhäuser untergebracht. Die letzten Holzbaracken wurden erst 1977/78 abgerissen.“
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QUELLE: (auf Seite 17) @ http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/unterricht/faecher/gesellschaftswissenschaften/geschichte/handreichungen-sek2/hr-s2-juden.pdf ( ingesamt 29 Seiten )

Von meinen eigenen Erinnerungen ausgehend:
Haupteingang zum »Jugendhof« war damals nur kurz um die Ecke von der Potsdamer Chausee: Benschallee 2-4 [ heute Lissabonallee ]; am Ende der Benschallee der S-Bahnhof Düppel-Kleinmachnow (im Westen Berlins), direkt an der Stadtgrenze Berlins; Zonengrenze; und dort war auch bis zum 13.08.1961 ein Grenzübergang, der dann aber permanent abgeriegelt wurde; auf der anderen Seite des Stacheldrahtzauns / der Mauer die DDR, bzw. Brandenburg. Ein paar Schwarz-Weiß-Fotos des derzeitigen S-Bahnhofs Düppel-Kleinmachnow sind hier zu sehen @
http://berlin.bahninfo.de/1838bahn.htm
[ Diese damalige „Benschallee“, wo der Eingang zum »Jugendhof« war, ist nicht zu verwechseln mit einer dortigen, nahegelegenen, heutigen „Benschallee“ und dem Verlauf dieser heutigen „Benschallee“ !!! ]

Es müssen doch während der 1950er Jahre, der 1960er Jahre und der 1970er Jahre (ganz genau zwischen 1950 und 1977) insgesamt mehrere zehntausendFürsorgezöglinge“ / „Heimerziehungszöglingeden »Jugendhof« in Berlin-West durchlaufen haben. Es haben sich bisher aber – wenn man alle öffentlich zugänglichen Heimkinder-Foren, die je existiert haben, in Betracht zieht – nur ungefähr ein halbes Dutzen dazu bekannt und gemeldet (einschließlich ich selbst).


Wo sind all die anderen ???
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Mo Apr 23, 2018 2:56 am, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Do Dez 31, 2015 7:06 am

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Doppelstöckige Baracke ähnlich den damaligen Baracken im »Jugendhof« @ http://www.roterhusar.org/bgk/begleitheft/begleitheft14.xhtml

Doppelstöckige Baracken ähnlich den damaligen Baracken im »Jugendhof« @ http://www.berliner-geschichtswerkstatt.de/zwangsarbeit/cz-baracken.jpg

DP Camp Schlachtensee - Webblog des Jugendgeschichtsprojekts zum @ http://dpcamp.de/?p=289

Austellung zum DP Camp Schlachtensee, später »Jugendhof« @ http://dpcamp.de/?p=609

Einige weitere historische Fotos des dem »Jugendhof« nahegelegenen S-Bahnhof Düppel @ http://www.schlachtensee-sued.de/62601.html

Ein hier bestehendes Gästebuch @ http://www.schlachtensee-sued.de/184906/184901.html

Die S-Bahn ( bzw. Bahnen und Bahnstrecken überhaupt – seit 1838 ) in der unmittelbaren Umgebung des West-Berliner »Jugendhofs« Berlin-Schlachtensee / Düppel ( »1950-1977/78« ) @ http://www.stammbahn.de/downloads/stammbahnausstellunga472dpi.pdf ( insgesamt 21 Seiten mit vielen Bildern; 1.90 MB )

Heute an der ungefähren Adresse des damaligen West-Berliner »Jugendhofs« Berlin-Schlachtensee / Düppel ( »1950-1977/78« ) :

Ecke Potsdamer Chaussee und (damals) Benschallee / bzw. (heute) Lissabonallee :

Perspektive Zehlendorf e. V. ( Betreutes Wohnen 50+ )
Potsdamer Chaussee 95
14129 Berlin-Zehlendorf
Tel.: 030-22191065

http://www.perspektive-zehlendorf.de/betreutes_wohnen.php

Perspektive Zehlendorf e. V. ( Betreutes Wohnen 50+ )
Lissabonallee 6
14129 Berlin-Zehlendorf
Tel.: 030-84851795

https://www.berlin.de/adressen/verein/perspektive-zehlendorf-e-v-4f143a16b4fc475f0bf51300.html

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Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Jan 01, 2016 2:30 am

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[ Berlin (West) ] "The first accomplishment in this connection was the establishment of "Jugendhof", a boys detention home, in November, 1946. By the fall of 1948 the population at the institution had increased from 207 to 300. This, however, should not be judged as an indication of increased delinquency, but, rather, that many boys, formerly committed to institutions in the Soviet Sector, were no longer accepted there and that more commitments were now being made to Jugendhof rather than to prisons."
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SOURCE / QUELLE: https://archive.org/stream/AFourYearReport/OfficeOfTheMilitaryGovernmentForGermany-Berlin-sector-4YearsReport1945-1949en1949136P.Scan_djvu.txt


Stadtrand Nachrichten - Online Zeitung für Steglitz-Zehlendorf ( 01.12.2012 ) @ http://www.stadtrand-nachrichten.de/wordpress/pilotprojekt-wird-25-jfe-duppel-feierte-geburtstag/

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Pilotprojekt wird 25: JFE Düppel feierte Geburtstag

1. Dezember 2012

„Jugendfreizeiteinrichtung“ (JFE) … „Von Anfang an [ seit ungefähr Herbst/Winter 1987 ] dabei und damit dienstältester Betreuer ist Ingo Becker. Vor 25 Jahren übernahm er zusammen mit Axel Koller die neue, sportorientierte JFE auf dem Jugendhof-Gelände an der Lissabonalle [ zuvor „Jugendhof-Gelände an der Benschallee] [ Berlin-Schlachtensee ] [ Bezirk Zehlendorf ].“

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Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Jan 01, 2016 11:11 pm

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Aufgespürt mit folgendem SUCHSTRANG:
"Steglitz-Zehlendorf"+"Düppel"+"Schlachtensee"

Erreichbar über die Webseite »
DP Camp Schlachtensee - Weblog des Jugendgeschichtsprojekts zum DP Camp Schlachtensee« @ http://dpcamp.de/ :

Displaced Persons Camp / Jugendhof Berlin-Schlachtensee
Lagerplan / Lageplan @
http://dpcamp.de/audio/IMG_0352.jpg ( wenn maximal vergrößert sind die individuellen Baracken gut zu erkennen )

Das einzige satelit-ähnliche Luftbild des Standortes des damaligen Jugendhofes Berlin-Schlachtensee, und der weiteren Umgebung dieser damaligen Einrichtung, das momentan im Internet zu finden ist, ist dieses @
http://signalarchiv.de/Meldungen/10000421 betitelt »S-Bahn-Anbindung Zehlendorf – Kleinmachnow – Dreilinden – Infrastrukturlösung« ( gerade noch sichtbar wenn man es auf eine separate digitale-Bildauflösung von 125% vergrößert ).
Abbildung aus der Vorstudie zur S-Bahn-Anbindung Zehlendorf – Kleinmachnow – Dreilinden. Quelle: DB International GmbH
Das Gleiche nochmals in folgendem ( vielleicht sogar noch einer bißchen besseren Bildauflösung) PDF-Dokument @
http://bit-ev.de/archiv/dokumente/090603vorstudie_sbahn_zehlendf-europarc.pdf

Siehe auch GOOGLE MAP – Satellitenfoto(s) – Potsdamer Chaussee 87
@
https://www.google.de/maps/@52.4277013,13.2200678,17z
@ http://cities.eurip.com/modul/strassen/berlin/potsdamer+chaussee.html

Jugendhof Gelände ABGEGRENZT bei Mutter-Mochow Weg, Potsdamer Chaussee, Benschallee [ Lissabonallee ].

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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Jan 05, 2016 12:47 am

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"Gasthaus"+"Kulturdenkmal"+"Baudenkmal"+"Gastwirtschaft Mutter Mochow"+"Potsdamer Chaussee 87" ( nördliche Fassade )

"Berlin-Nikolassee Potsdamer-Chaussee 87" ( nördliche Fassade )

"Gasthaus Mutter Mochow"+"Potsdamer Chaussee 87" ( nördliche Fassade )

Die Adresse "Potsdamer Chaussee 87" befindet sich auf der südlichen Seite der Potsdamer Chaussee

gleich nebenan oder auch dazugehörend zum »Jugendhof«-Gelände


https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nikolassee_Potsdamer_Chaussee_87.JPG

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kulturdenkmale_in_Berlin-Nikolassee#/media/File:Nikolassee_Potsdamer_Chaussee_87.JPG

nochmaliger Hinweis zu GOOGLE MAP – Satellitenfoto(s) - Potsdamer Chausee 87
@
https://www.google.de/maps/@52.4277013,13.2200678,17z
@ http://cities.eurip.com/modul/strassen/berlin/potsdamer+chaussee.html

Jugendhof Gelände ABGEGRENZT bei Mutter-Mochow Weg, Potsdamer Chaussee, Benschallee [ Lissabonallee ].

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BERLIN - Jugendhof Schlachtensee

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Aug 22, 2016 1:19 pm

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Falls jemand fragen sollte:

Was hat das "Gasthaus Mutter Mochow" mit dem eigentlichen Thema dieses Threads zu tun?

GEH DOCH MAL DORT HIN und versuche den damaligen „Jugendhof“ heute dort in „Berlin-Zehlendorf“ / „Berlin-Schlachtensee“ / „Berlin-Nikolassee“ / „Berlin-Düppel“ zu finden.

Von dem damaligenJugendhof Geländeexistiert heute nichts mehr anhand dessen man sich orientieren könnte was damals mal wo war. Die Lokalität und Anhaltspunkte dazu sind total verwischt und verschwunden. Andere Gebäude sind seither dort gebaut und errichtet worden.

Das Einzige, was noch daran erinnert wo derJugendhof-Schlachtensee“ / „Jugendhof-Zehlendorfdamals mal war, ist das weiterhin bestehenbleibendeGasthaus Mutter Mochow“, „Potsdamer Chaussee 87“ (nördliche Fassade) „auf der südlichen Seite der Potsdamer Chaussee“.

DerJugendhof“, d.h. das ausgedehnteabgezäunte Jugendhof Gelände“, befand sich damals gleich hinter diesemGasthaus Mutter Mochow“; und genau dort war auch sogleichHaus 12undHaus 11desJugendwerhofs“

So also, und nur so, kann man sich orientieren!

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Aug 23, 2016 1:15 am, insgesamt 1-mal geändert.
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BERLIN - Jugendhof Schlachtensee

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Aug 22, 2016 1:26 pm

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HISTORISCHE FOTOGRAPHIEN

BERLIN - Jugendhof Schlachtensee (Berlin-Zehlendorf): Sportplatz, Turnhalle und zwei der doppelstöckigen Baracken: Wohnbaracken für die Zöglinge auf der Südseite des Jugendhof-Geländes: „Haus 42“ und „Haus 43“, um die 1950er/1960er Jahre: @
http://img21.dreamies.de/img/184/b/1mqonole6jn.jpg

BERLIN - Jugendhof Schlachtensee (Berlin-Zehlendorf): doppelstöckige Holzbarracke: Wohnbarracke für die Zöglinge: „Haus 9“, auf der Nordseite des Jugendhof-Geländes, um die 1950er/1960er Jahre: @ http://img9.dreamies.de/img/441/b/ggubdfomq06.jpg

BERLIN - Jugendhof Schlachtensee (Berlin-Zehlendorf): im Vordergrund ein Werkstattgebäude, im Hintergrund das Jugendhof-Küchengebäude, um die 1950er/1960er Jahre: @ http://img29.dreamies.de/img/604/b/sjeldrvi3ga.jpg

BERLIN - Jugendhof Schlachtensee (Berlin-Zehlendorf): sichtbar im Hintergrund eine der doppelstöckigen Holzbaracken: Wohnbarracke für die Zöglinge; im Vordergrund wird noch gebaut auf dem Jugendhof-Gelände; in den 1950er Jahren: @ http://img1.dreamies.de/img/885/b/de2irte9r5u.jpg

BERLIN - Jugendhof Schlachtensee (Berlin-Zehlendorf): das Haupteingangstor mit Pförtnergebäude: 2-4 Benschallee, Berlin-Zehlendorf, um die 1950er/1960er Jahre: @ http://img29.dreamies.de/img/521/b/c66rzod4aez.jpg

BERLIN - Jugendhof Schlachtensee (Berlin-Zehlendorf): aufgenommen von Nord-West: drei der doppelstöckigen Holzbaracken: Wohnbaracken für die Zöglinge auf der Nordseite des Jugendhof-Geländes: Wohnbaracken „Haus 12“, „Haus 11“ und (im Hintergrund) „Haus 9“; aufgenommen am 16.09.1952; anzuschauen in folgendem Beitrag im HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/15351-BERLIN-Jugendhof-Schlachtensee/?postID=516280&highlight=Jugendhof#post516280

Ich habe diese Fotos jetzt hier mal so aufgeführt, damit sich diese mit den dazugehörigen Erklärungen etwas besser über die verschiedenen Suchmaschienen verbreiten und zukünftig für jeden besser und leichter im Internet auffindbar sind.

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Jugendhof in Berlin-Schlachtensee und seine Außenstellen.

Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Aug 24, 2016 2:08 am

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Ich hatte bezüglich dem „Jugendhof Schlachtensee“, mit dem wir uns hier befassen, schon einmal zuvor in diesem Thread (Gleich am Anfang dieses Threads – im ersten Beitrag!) – unter einer anderen URL als die, die ich jetzt hier in meinem anschließenden Zitat angebe – auf folgende Veröffentlichung hingewiesen:

Martin MITCHELL hat geschrieben:.
Die größte »SENATOR FÜR JUGEND UND SPORT« „Erziehungseinrichtungfür 'böse Buben' in Berlin-West, die je existierte (minimum 1950-1977/78), und kaum einer erinnert sich mehr daran.

Eigentlich die einzig nützliche Stelle wo man etwas Genaueres über den »Jugendhof« in Berlin-West im Internet erfahren kann:

Eine ganze Menge über den damaligen »Jugendhof in Berlin-Schlachtensee« (Hauptstandort) in den Baracken an der Potsdamer Chaussee 87-91 (und seine drei dazugehörigen Außenstellen, ebenso situiert in Berlin-West) ist hier zu finden:

in

Heimerziehung in Berlin
West 1945-1975
Ost 1945-1989
Annäherungen an ein verdrängtes Kapitel Berliner Geschichte als Grundlage weiterer Aufarbeitung,
Broschüre (258 Seiten; 4.28 MB)

@ [
http://www.fhxb-museum.de/fileadmin/user_upload/dokumente/Heimerziehung_in_Berlin.pdf ] ( Dort mit der FINDE-FUNKTION auf dieser Webseite nach dem Wort "Jugendhof" suchen, und schon fördert es alle Stellen wo im Text über den "Jugendhof" die Rede ist zu Tage )

Auf Seite 3 dieses 258-seitigen Textes, z.B., ist zu lesen:


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[ Broschüre ] Redaktion: © Gangway e.V. / v. i. S. d. P. Elvira Berndt
Druck: Druckhaus Schöneweide GmbH, Berlin
Vertrieb für den Buchhandel:
http://www.bugrim.de
Privatkunden und Mailorder: http://www.jugendkulturen.de
ISBN: 978-3-940213-68-6
Weitere Materialien zum Thema dieses Berichtes werden im Internet unter
http://www.heimerziehung-berlin.de zur Verfügung gestellt.
im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung 2011

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Auf Seite 59-60 (digital); Seite 60-61 (wenn ausgedruckt auf Papier) ist zu lesen:

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(1) Der Jugendhof Schlachtensee in Berlin-Lichterfelde [sic] befindet sich auf einem kleinen Barackengelände, welches im Dritten Reich eine Nebenstelle des Konzentrationslagers Sachsenhausen bildete. Die stark renovierungsbedürftigen ehemaligen Wehrmachtsunterkünfte dienen den Jungen als Unterkünfte (vgl. SenJS 1960a, S. 34 auch S. 40; Buchhierl 1956, S. 76). Mit 260 Plätzen ist der Jugendhof Schlachtensee im Verhältnis zu seiner Geländegröße deutlich überbelegt. Wenngleich ein Mangel an Unterkünften die generelle Heimsituation in Berlin beherrscht, wäre doch eine Reduzierung um 100 Plätze erwünscht, von 50 Plätzen jedoch unerlässlich (vgl. SenJS 1960a, S. 33, 35, 37, 52; dazu auch Tamborini 1971, S. 30). Mit der quantitativen Überlastung geht gleichsam eine qualitative einher, die sich in einer Erziehungsatmosphäre äußert, die in ihrer idée directrice mehr mit Verwahrung denn mit Erziehung der Jungen assoziierbar scheint: „Die Pädagogik des Jugendhofes wird zwangsläufig in erster Linie von der Notwendigkeit bestimmt, Ruhe und Ordnung zu halten“ (SenJS 1960a, S. 36). Dieser Eindruck verstärkt sich aufgrund der selbst zugeschriebenen Funktion des Jugendhofes Schlachtensee als Resozialisierungsinstanz. Diese allumfassende und wenig konkrete pädagogische Ausrichtung des Heimes befördert seine Sammelbeckenfunktion unterschiedlicher Bedarfslagen der männlichen Jugendlichen, wodurch der „Verwahrungscharakter“ gestärkt wird (vgl. SenJS 1960a., S. 35, auch 52; Buchhierl 1956, S. 76, 78). In den Versuchen, die Organisation des Jugendhofes Schlachtensee mit Hilfe des Einrichtens von weiteren Gebäuden mit Spezialfunktionen umzubauen wird erkennbar, dass der heterogenen Zusammensetzung der Rahmenbedingungen und Struktur der Heimerziehung in West-Berlin Heimbewohnerschaft seitens der Heimleitung entgegengewirkt werden soll (vgl. Buchhierl 1956, S. 78).

Tabelle 2 [zweite Tabelle in diesem 258-seitigen Gesamttext]

1. JH Schlachtensee (Berlin, Postdammer Straße) –– 260 Plätze
a) Haus 9 ----- Aufnahme- und Durchgangshaus; offene und geschlossene Abteilung –– 50 Plätze
b) Haus 11 –– vorwiegend Minderjährige über 18 Jahre –– 55 Plätze
c) Haus 12 –– vorwiegend Minderjährige unter 18 Jahre –– 45 Plätze
d) Haus 42 –– Abt. 1: Übergangslehrlingsheim;
……………….…….. Abt. 2: Neurotische Minderjährige –– 55 Plätze [insgesamt]
e) Haus 43 –– besonders schwierige Minderjährige –– 55 Plätze

2. Tannenhof (Berlin-Lichtenrade) –– 65 Plätze
3. Kieferngrund (Berlin-Lichtenrade) –– 108 Plätze
a) Haus I –– schwersterziehbare Minderjährige –– 60 Plätze
b) Haus II –- zur Abwendung der Untersuchungshaft –– 48 Plätze

4. Ortler Weg (Berlin-Lichterfelde)

Die Aufteilung in kleinere (familienähnlichere bzw. homogenere) Wohneinheiten orientiert sich an damaligen Heimprinzipien (vgl. SenJS 1960a, S. 34), jedoch wird dieser Differenzierung im Jugendhof Schlachtensee de facto nicht entsprochen: „Jedes einzelne Haus ist und bleibt dennoch der ‚Jugendhof‘, weil sich die Verbindung von Haus zu Haus, während des Sports, der Freizeit und des Urlaubes sowie infolge der Enge des Geländes nicht vermeiden läßt“ (SenJS 1960a, S. 36). Die Aufteilung in mehrere Häuser (9, 11, 12, 42, 43) bringt keine Entlastung und konsolidiert die bereits beschriebenen Missstände. Die psychologische Betreuung der Heimbewohner leidet gleichermaßen an den zu hohen Belegungszahlen und den zu wenig vorhandenen Planstellen für psychologische Dienste. Zu den hauptsächlichen Tätigkeiten der Psychologen zählen Dokumentation, Einschätzung, Diagnoseerstellung und Elternarbeit, wobei sie aufgrund der strukturellen Hindernisse nicht in der Lage sind, alle Aufgaben in ihrem Umfang wahrzunehmen (vgl. SenJS 1960a, S. 49). Die nichtentsprechende medizinisch-psychologische Betreuung wirkt sich zudem negativ auf die Gesamtsituation des Heimes aus. Indikatoren für diese Diagnose lassen sich in der hohen Fluktuation der Heimbewohner sowie des Heimpersonals erkennen (vgl. SenJS 1960a, S. 34 ff.; hierzu auch Widemann 1971; S. 11 ff.).

Im Jugendhof Schlachtensee existieren formal eine Menge von Berufs- und Arbeitsmöglichkeiten: Lehrwerkstätten (28 Jugendliche verteilt auf Tischlerei, Schlosserei, Elektrowerkstatt), Anlernwerkstätten (47 Jugendliche verteilt auf Buchbinderei, Malerei, Weberei, Schneiderei, Klempnerei, Schuhmacherei), dazu Lehr- oder Ausbildungsstätten außerhalb des Heims (50 Jugendliche) und verschiedene einfache Tätigkeiten im Bereich Haus und Gelände (87 Jugendliche verteilt auf Wäscherei, Küche, Sport- und Grünanlagen, Gemüsegarten, Heimarbeiten) (vgl. SenJS 1960a, S. 38). Bei genauerer Betrachtung wird aber deutlich, dass nur die wenigsten Jugendlichen in der Position sind, mit ihrer Berufsausbildung nach der Zeit der Heimerziehung Erfolg zu haben. Der überwiegende Teil der Heimkinder übt einfache Tätigkeiten aus, die im Grunde dem Selbsterhalt des Standortes dienen. Diese „allgemeinen Arbeiten“ (SenJS 1960a, S. 38) sind nicht adäquat und unterfordern die Jugendlichen. Ohne berufliche Perspektiventwicklung erleben wir im Jugendhof Schlachtensee eben jene Phänomene, wie wir sie in der gesamten Bundesrepublik vorfinden. Zur Gesamtsituation äußern sich die Heimerzieher aus dem Jugendhof Schlachtensee Gerhard Ziolkowski und Günther Stühm ebenfalls kritisch, indem sie die Berufsentwicklungschancen in Heimen strukturell vernachlässigt einschätzen: „Hier fehlt eine Differenzierung vollkommen und die Verselbständigung der Jugendlichen wird stark beeinträchtigt. Ein anderes Problem des jugendlichen Arbeitnehmers aus Heimen ist der mangelnde Mut zur sofortigen Vermittlung in externe Arbeitsstellen“ (Ziolkowski / Stühm 1971, S. 36).

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