Ehem. Heimkinder akzeptieren keine Abspeisung mit Peanuts.

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Beitragvon Martin MITCHELL » Do Aug 22, 2013 3:56 am

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[ Nach Korrektur dieser Einleitung (am 23.08.2013) ] Die in diesem (gleich anschließend, weiter unten, geschilderten) institutionellen Missbrauchsfall mandatierten Rechtsanwälte der österreichischen Rechtsanwaltskanzlei RECHTSANWÄLTE BRANDTNER & DOSHI – mit Kläger-Anwalt Sanjay Doshi vorwiegend damit befasst – haben es geschafft für den ersten ihrer vielen Mandanten in solchen Missbrauchsfällen / Misshandlungsfällen eine angemessene Entschädigung“ in Höhe von 250.000 Euro zu erstreiten, bzw. einen Vergleich auszuhandeln ! ( für einen anderen, weiteren ihrer Mandanten hatten sie schon zuvor ungefähr 75.000 Euro erstritten, bzw. einen Vergleich ausgehandelt ) :

( Der deutsche Rechtsanwalt Robert Nieporte und der österreichische Rechtsanwalt Gabriel Lansky, soweit bekannt, befassen sich ebenso – auch weiterhin – mit ähnlichen Missbrauchsfällen / Misshandlungsfällen, auf gleicher Basis, und hoffen ebenso, für ihre Mandanten, „eine angemessene Entschädigung“ zu erstreiten ! )


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[ Österreich ] KURIER.AT @ http://kurier.at/chronik/oesterreich/25 ... ok-like%22

Letztes Update am 21.08.2013, 06:00

[ mit Foto: Das Kloster Mehrerau in Bregenz, Vorarlberg ]

250.000 Euro für ein Missbrauchsopfer

[ das vielfach von einem Pater, Pater Johannes, im Internat vergewaltigt wurde ]

Das Vorarlberger Kloster Mehrerau stimmte einem außergerichtlichen Vergleich zu.

[ und wird auch alle bisher anfallenden Anwaltskosten übernehmen (heißt es aus dem Umfeld der Opfer) ]

Zwischen 5000 und 25.000 Euro gesteht die katholische Kirche jenen Betroffenen zu, die in ihren Einrichtungen körperlicher und sexueller Gewalt ausgesetzt waren.

Nun traf das Zisterzienser-Kloster Mehrerau in Bregenz [ WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrerauer_Kongregation ] eine möglicherweise richtungsweisende Entscheidung: Einem ehemaligen Internatsschüler des Stiftsgymnasiums, den ein Pater Anfang der 1980er-Jahre mehrfach vergewaltigt hatte, sollen außergerichtlich 250.000 Euro zugestanden worden sein. Kloster und Anwalt des Opfers haben über die Entschädigungssumme eine Schweigeklausel vereinbart.

Mit der Rekordsumme an die Öffentlichkeit ging die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt, die den Mann bei seiner Klage finanziell unterstützte. „Natürlich war es der Wunsch des Klosters, dass die Summe geheim bleibt“, erklärte Sepp Rothwangl, Sprecher der Plattform, dem KURIER. „Wir finden es aber eine extrem wichtige Information für alle Opfer von Gewalt, wie viel die Kirche zu zahlen bereit ist, wenn man klagt. Das ist das Zehnfache von den Almosen, die man von der Klasnic-Kommission erhält.“ Laut Rothwangl werde der Prozessausgang Schule machen. „Weniger Fälle als bisher angenommen sind verjährt.“

Das 47-jährige Opfer berichtete von vielfachen Vergewaltigungen durch Pater Johannes. Erschütternd ist die Gleichgültigkeit, mit der das Kloster den amtsbekannten pädokriminellen Pater auf Kinder losgelassen hat. Bereits 1968 war Pater Johannes wegen sexuellen Missbrauchs zweier Buben zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Der damalige Abt suspendierte ihn für einen Monat von kirchlichen Tätigkeiten.

Dann durfte der Mann seinen Dienst im Stiftsgymnasium – als Lehrer, Erzieher und Regens – wieder aufnehmen. Wie Pater Johannes später gestand, hat er bis zu seiner Absetzung weitere „fünf bis zehn“ Internatsschüler sexuell missbraucht. Im Jahr 1982 meldeten Eltern dem Kloster sexuelle Übergriffe durch den Pater. Der wurde jedoch nicht angezeigt, sondern in die Pfarre Sauters in Tirol versetzt.

Erst im Jahr 2004 drohte dem Vergewaltiger Ungemach. Ehemalige Internatsschüler zeigten ihn wegen sexueller Übergriffe an. Pater Johannes legte damals ein Geständnis ab (siehe Faksimile des Vernehmungsprotokolls). Da die Taten bereits strafrechtlich verjährt waren, wurde das Verfahren eingestellt.

Im Vorjahr wagten zwei Opfer einen erneuten Anlauf und klagten das Kloster zivilrechtlich auf Schadenersatz und Verdienstentgang. Sowohl das Landesgericht Feldkirch als auch das Oberlandesgericht Innsbruck lehnten die vom Kloster vorgebrachte Einrede der Verjährung ab. Mit einem Opfer, einem 59-Jährigen, hat sich die Abtei im April 2013 verglichen – als Summe werden 50.000 bis 70.000 Euro genannt.

Der zweite Fall endete nun ebenfalls mit einem außergerichtlichen Vergleich. Die kolportierte Summe von 250.000 Euro ist höher als jede gerichtlich verfügte Schadenersatzzahlung, die bisher in Österreich ausbezahlt wurde.

In den USA greift die katholische Kirche weit tiefer in ihr Erspartes: Alleine in Los Angeles wurden 508 Missbrauchsopfern 660 Millionen Dollar (491 Millionen Euro), knapp 1,3 Millionen Dollar pro Kopf, ausbezahlt.


Geständnis: Der Pater, Pater Johannes, aus Mehrerau hat bereits 2004 sexuelle Übergriffe zugegeben:
»Ich habe gehofft, daß der Bube nichts erzählen wird, was aber nicht der Fall war, denn seine Eltern sind dann ins Kloster gekommen und haben Meldung gemacht. Damals war ich noch stark sexuell auf Buben bezogen. Damals war mein Drang so stark, daß ich die Folgen einfach in Kauf nahm. Heute denke ich mir, daß ich wahnsinnig war …«
»[color=#000066]Pater B……… gab bei seiner Einvernahme am 13.10.2004 von sich aus an, ab den 70er Jahren bis 1982 ingesamt ca 5 bis 10 seinerzeitige Internatsschüler sexuell mißbraucht zu haben, u.a. einen Knaben mit Familiennamen V………… V………… oder ähnlich.
«

[ QUELLE: ] (KURIER) ERSTELLT AM 21.08.2013, 06:02
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Sep 01, 2013 2:24 pm, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon margit » Do Aug 22, 2013 6:39 am

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Ich glaube der deutsche Rechtsanwalt Dr. Robert Nieporte vertritt auch Jenö Molnar!

Musterprozesse führen bis zur Gesetzesänderung.

Meine Rechtsanwältin Dr. Vera Weld, in Wien, will ein Anspruchsschreiben für mindestens 50 ehemalige Heimkinder verfassen, um auf diesem Wege, den Druck an die Verantwortlichen zu erhöhen.

Liebe Grüße, Margit
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Beitragvon margit » Do Aug 22, 2013 7:20 am

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Die Rechtsvertretung der Stadt Wien meinte, dass die Klagen haltlos wären, und eine Beantwortung derselben unnötig sei!

Es wird nun eng für die Verantwortlichen.

»„Wien behandelt Heimkinder menschenverach­tend“ --- Opfer-Anwälte üben harsche Kritik an der Stadt Wien, die Gewaltopfer herabwürdige.« ( 22.08.2013, 06:07 ) @
http://kurier.at/chronik/wien/wien-behandelt-heimkinder-menschenverachtend/23.569.421
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Aug 24, 2013 6:16 am

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Weiterführend zu dem einleitenden Beitrag, meinem eigenen Beitrag, mit dem ich diesen Thread am Donnerstag, 22. August 2013, um 03:56 Uhr eröffent habe.

Zur gleichen Zeit (22./23.08.2013) als ich in diesem Diskussionsforum und auch in anderen Diskussionsforen auf DIE ZAHLUNG AN EHEMALIGE HEIMKINDER, zumindest in Österreich, ANGEMESSENER ENTSCHÄDIGUNG aufmerksam machte, habe ich auch eine gleichlautende Email an meine vielen Freunde in Europa, sowohl wie auch an alle für nur »den „Spatz in der Hand“ für deutsche ehemalige Heimkinder« verantwortlichen Entscheidungsträger und dazu aktiv Mitwirkende in Deutschland versandt, und diese auch weitgehend beim Namen genannt:
Unter anderem in dieser Email aufgezeichnete diesbezügliche Entscheidungsträger und Mitwirkende sind: Ursula von der Leyen (CDU); Dr. Sven-Olaf Obst [CDU]; Dr. Kristina Schröder (CDU); Hermann Kues (CDU); Dr. Antje Vollmer (GRÜNE); Marlene Rupprecht (SPD); Josef Philip Winkler (GRÜNE); Lutz Stroppe (Bundesregierung-Interessenvertreter/BMFSFJ/Kinder- u. Jugendhilfe); Georg Recht (Bundesregierung-Interessenvertreter – Versicherungsangelegenheiten); Nikolaus Schneider (EKD); Johannes Stockmeier (Diakonie); Dr. Hans Ulrich Anke (EKD); Maria Loheide (EKD / DIAKONIE – DWEKD); Johannes Stücker-Brüning (RKK / DBK); Georg Gorrissen (überzeugter Baptist, Jurist, ex-parteiloser Landespolitiker S.-H.); Dr. Peter Schruth; Dr. Christian Schrapper; Dr. Hans Siegfried Wiegand; Erika Tkocz; Eleonore Fleth; Sonja Djurovic; Wolfgang Bahr; Michael-Peter Schiltsky; Wolfgang Petersen; Miccaelá Potter-Dulva; Marianne Döring; Renate Drews; Holger Wendelin; Katharina Loerbroks (EKD / DIAKONIE); GRÜNER Grefrather Ratsherr Andreas B. Sonntag aka »NINGUNO«.
In die genaue eins zu eins Aufzeichnung dieser Email bekommt man in dem schon seit langen Jahren von dem evangelischen Pfarrer i.R. Dierk Schäfer betriebenen Dierk Schäfers Blog in dem Beitrag mit der Überschrift »
Meinten Sie nicht alle „der Spatz“ sei „besser“ für ehemalige Heimkinder „als“ eine angemessene Entschädigung?« @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/08/23/meinten-sie-nicht-alle-der-spatz-sei-besser-fur-ehemalige-heimkinder-als-eine-angemessene-entschadigung/#comments einen Einblick; und eine Kommentarmöglichkeit besteht dort ebenso (und wird auch schon regen Gebrauch von gemacht).
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Beitragvon Martin MITCHELL » So Aug 25, 2013 5:32 am

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Ein um fünf Jahre älterer Mann als ich (Jg.1946), Peter Spegel (Jg. 1941), wohnhaft Schwanden 5, 87544 Blaichach, im Landkreis Oberallgäu, in Bayern (ein Peter Spegel, den ich noch nicht einmal kenne: p.spegel@freenet.de) schrieb mir aus blauem Himmel, übernacht (24./25.08.2013), in Bezug auf die meinerseitige öffentliche BEKANNTGEBUNG »250.000 Euro für ein Missbrauchsopfer« (eine kürzlich anwaltlich ausgehandelte angemessene Entschädigung für ein ehemaliges Heimkind in Österreich), eine BEKANNTGEBUNG, die u.a. auch hier veröffentlicht wurde @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/08/23/meinten-sie-nicht-alle-der-spatz-sei-besser-fur-ehemalige-heimkinder-als-eine-angemessene-entschadigung/#comments, folgende hübsche Nachricht von Deutschland aus nach Australien:

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»Halt doch deine dumme Klappe du ................., (kannst dir denken, was Du willst, nur nichts was einen IntelligenzQuotienten über 10 vermuten lässt:)
Du mit deinem ewigen Besserwissen und Größenwahn hättest es um nichts besser gemacht.
Komisch, warum hast du denn nicht am "Runden Tisch [Heimerziehung]" gesessen? Bestimmt deshalb, weil man ahnte, was dein Motto ist: Wichtigtuerei mit dem starken Drang zu "Alles hört auf mein Kommando ihr Vollidioten - ich zeige euch, wie man das macht."
Du kennst das Smiley :pillepalle: Stecks dir an den Hut.
«

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Beitragvon Martin MITCHELL » So Sep 01, 2013 2:13 pm

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Von wegen ALLE DAMALIGEN VERBRECHEN GEGEN HEIMKINDER seien VERJÄHRT.


Weiterführend zu dem einleitenden Beitrag mit dem ich diesen Thread am Do. 22.08.2013 um 03:56 Uhr eröffnet habe.

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[ Österreich ] KURIER.AT @ http://kurier.at/chronik/oesterreich/missbrauch-auch-ogh-sieht-keine-verjaehrung/24.389.410

[ mit Foto: Das Zisterzienser-Kloster Mehrerau [ Bregenz, Vorarlberg ] ]

Letztes Update am 28.08.2013, 12:51

Missbrauch: Auch OGH sieht keine Verjährung

Orden müssen sich für sexuellen Missbrauch durch Ordensbrüder verantworten.

[ der Oberste Gerichtshof der Republik Österreich ]

Einen bemerkenswerten Beschluss hat der Oberste Gerichtshof (OGH) gefällt: In einem Fall von sexuellen Missbrauch durch einen geistlichen Internatsleiter hat der Richtersenat den von der Zisterzienser-Abtei Mehrerau (Bregenz) eingebrachte Verjährung zurückgewiesen. Und das obwohl der Fall bereits 30 Jahre zurückliegt.


Wie in der Vorwoche berichtet, hat das Kloster, das ein traditionsreiches Internat betreibt, mit einem Missbrauchsopfer einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen [ @ http://kurier.at/chronik/oesterreich/250-000-euro-fuer-ein-missbrauchsopfer/23.442.668 ]. Laut der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt soll das Opfer, ein 47-jähriger Mann aus Vorarlberg, mit 250.000 Euro entschädigt worden sein. Jetzt wird klar, dass die Zisterzienser nicht aus purer christlicher Nächstenliebe tief in die Tasche gegriffen haben. Schließlich war ihnen durch den Spruch des OGH (18. Juli 2013), der die Verjährung gekippt hat, ein Gerichtsprozess sicher, der durch den Vergleich abgewendet werden konnte.
Der OGH hat die Ablehnung der Verjährung (bereits das Landesgericht Feldkirch und das Oberlandesgericht Innsbruck hatten zuvor ähnlich entschieden) auf acht Seiten begründet [ alles genau nachvollziehbar und verfolgbar @
http://www.dieaufdecker.com/index.php?action=recent , dort, insbesondere, unter Punkt 7 ]. Der Sachverhalt stellt sich so dar. Pater Johannes war bereits 1968 wegen sexuellen Missbrauchs zweier Buben zu vier Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Das Kloster wusste von dem Urteil und machte ihn dennoch zum Regens des Internats. Später gab Pater Johannes zu, bis 1982, dem Ende seiner Tätigkeit als Direktor, in dieser Zeit „fünf bis zehn Buben“ missbraucht zu haben.

Im OGH-Beschluss heißt es: „
Damit steht aber auch unbestreitbar fest, dass der Beklagten (dem Zisterziensern, Anm.) ein haftungsbegründender Vorwurf zu machen ist, hatte sie doch den Internatszöglingen gegenüber die Verpflichtung, alles zu unterlassen, was für sie erkennbar eine erhebliche Gefahr darstellen könnte. Mit der Bestellung einer Person, deren kriminellen sexuellen Neigungen den Verantwortlichen bekannt waren, zum Regens eines Internats in dem Schüler zu betreuen sind, die als Opfer dieser Neigungen geradezu prädestiniert sind, liegt ein schuldhaftes Fehlverhalten, das die Beklagte ersatzpflichtig macht, wenn sich die von ihr geschaffene Gefahr – wie im vorliegenden Fall – tatsächlich realisiert.Damit ist es amtlich: Dem Kloster Mehrerau, einer kirchlichen Einrichtung, wird schuldhaftes Fehlverhalten vorgeworfen. Vom Höchstgericht [ dem Obersten Gerichtshof der Republik Österreich ].

Die Einrede der Verjährung durch das Kloster wies der OGH mit ungewöhnlich scharfen Worten zurück: „Somit erweisen sich die Revisionsargumente teilweise als substanzlos, teilweise stehen sie im Widerspruch zur ständigen Judikatur des Obersten Gerichtshofs. Insgesamt erscheint die Argumentation, die in der Behauptung gipfelt, die Beklagte hätte keine wie immer gearteten Einwirkungsmöglichkeiten gehabt, den Missbrauch zu verhindern, angesichts der Einsetzung des Täters als Regens in Kenntnis vorangegangener einschlägiger Straftaten für ein römisch‑katholisches Kloster doch verwunderlich.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass fünf weitere ehemalige Schüler des Klostergymnasiums, bereits im Jahr 2010 wegen sexuellen Missbrauchs geklagt hatten. Damals wurde das Verfahren gegen Pater Johannes allerdings wegen Verjährung eingestellt. „Das ist ein Hohn“, erklärt der Bregenzer Walo Nowak, der sich seit Jahren für Betroffene einsetzt. „Vor drei Jahren waren die Taten verjährt, jetzt sind dieselben Taten nicht verjährt.“ Man müsse die alten Prozesse neu aufrollen und allen Betroffenen die gleichen Rechte zugestehen.

Auch die Stadt Wien beruft sich in ihren, dem KURIER vorliegenden Klagebeantwortungen (ehemalige Heimkinder fordern Schadenersatz) immer auf Verjährung. Der Wiener Opferanwalt Johannes Öhlböck meint zum OGH-Urteil: „Es betrifft nur jene Fälle, die innerhalb der 30-jährigen Frist sind. Allgemein hat es Bedeutung: Orden müssen sich für sexuellen Missbrauch durch Ordensbrüder verantworten.“

(KURIER) Erstellt am 28.08.2013, 12:51


STICHWORTE: › Heimskandal
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QUELLE: KURIER.AT
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Sep 03, 2013 8:02 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Ehem. Heimkinder akzeptieren keine Abspeisung mit Peanuts.

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Sep 03, 2013 3:25 am

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Von wegen ALLE DAMALIGEN VERBRECHEN GEGEN HEIMKINDER seien VERJÄHRT.


Weiterführend zu dem einleitenden Beitrag mit dem ich diesen Thread am Do. 22.08.2013 um 03:56 Uhr eröffnet habe.


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KATH.NET - Katholische Nachrichten @ http://www.kath.net/news/42604

29 August 2013, 23:30

Diözese Bozen muss Schadensersatz an Missbrauchsopfer zahlen

Erstmals in Italien wurde eine Diözese zu Schadensersatzzahlungen nach einem Zivilprozess verurteilt

Mailand (kath.net/KAP) Die Diözese Bozen-Brixen sowie eine Pfarre in Bozen sind vom dortigen Landesgericht im Rahmen eines zivilrechtlichen Prozesses zu 700.000 Euro Schadenersatz an ein Missbrauchsopfer und dessen Eltern verurteilt wurden. Es ist das erste Mal, dass eine italienische Diözese zu einer solchen Zahlung verurteilt wurde, wie die Tageszeitung "Corriere della Sera" (Mittwoch) unter Berufung auf die nationale Bischofskonferenz berichtet.

Die Richter sahen als erwiesen an, dass die Diözese und die Pfarre eine Mitverantwortung trügen, und sprachen dem Missbrauchsopfer 500.000 Euro und beiden Elternteilen je 100.000 Euro zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; der Fall kommt nun vor das Berufungsgericht.
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[ SELBST WEITERLESEN IM ORIGINAL @ http://www.kath.net/news/42604 ]


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SÜDTIROL NEWS @ http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2013/08/27/fall-don-carli-700000-euro-schadenersatz.html

Lokal ---- 27.08.2013 16:40

Fall Don Carli: 700.000 Euro Schadenersatz

Urteil am Bozner Landesgericht

Foto: stnews-lu

Bozen – Die Diözese Bozen-Brixen sowie die Bozner Pfarrei Pio X. wurden von der Ersten Sektion der Abteilung für Zivilsachen am Landesgericht Bozen im Missbrauchsfall Don Giorgio Carli zur Zahlung von 700.000 Euro als Schadenersatz verurteilt. Außerdem müssen sie für die Rechtsspesen aufkommen.

Laut Urteil soll die mittlerweile erwachsene Frau 500.000 Euro erhalten und beide Elternteile jeweils 100.000 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Don Giorgio Carli wurde 2003 wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen in den Jahren zwischen 1989 und 1994 festgenommen. In dieser Zeit war Don Carli Kooperator in der Bozner Pfarrei Pio X.

Der heute 48-jährige Priester hatte stets jede Schuld von sich gewiesen. Er wurde in erster Instanz vom Vorwurf freigesprochen. In zweiter Instanz kam es jedoch zur Verurteilung des Priesters zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft.

Es folgte ein Freispruch wegen Verjährung vom Kassationsgericht im Jahr 2009. Die Schadenersatzzahlung – also der zivilrechtliche Teil - an das Opfer bleibt aber bestehen.

Diözese zeigt sich überrascht und enttäuscht

In der Folge des Strafprozesses gegen Giorgio Carli hat das Landesgericht Bozen mit Teilurteil vom 21. August 2013 zivilrechtlich entschieden, dass nicht nur Giorgio Carli sondern auch die Pfarrei San Pio X. und die Diözese Bozen-Brixen zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt werden – dies, obwohl beim Strafprozess, als Bischof Wilhelm Egger als Zeuge der Anklage vernommen wurde, deutlich wurde, dass dieser von den Vorwürfen gegen Giorgio Carli aus den Jahren 1991-1994 nichts wusste.

Die Diözesanleitung ist überrascht und enttäuscht über dieses Urteil; sie nimmt die Entscheidung des Landesgerichts zur Kenntnis, doch bleibt es unverständlich, dass jemand, der strafrechtlich weder angeklagt noch verurteilt wurde, im Zivilprozess zur Zahlung einer Strafe verurteilt werden kann.


Von: lu
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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Sep 03, 2013 3:39 am

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Von wegen ALLE DAMALIGEN VERBRECHEN GEGEN HEIMKINDER seien VERJÄHRT.


Weiterführend zu dem einleitenden Beitrag mit dem ich diesen Thread am Do. 22.08.2013 um 03:56 Uhr eröffnet habe.


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Salto - CHRONICLE @ http://www.salto.bz/en/article/27082013/dioezese-bozen-brixen-zu-strafzahlung-verurteilt

KIRCHE UND MISSBRAUCH

Diözese Bozen Brixen zu Strafzahlung verurteilt

Nach 10 Jahren kommt nun doch noch eine Art Schuldspruch: die Diözese Bozen Brixen muss 700.000 Euro Schadenersatz im Fall Don Carli zahlen.

By Redaktion/ch [ Schweiz ]

27.08.2013,

„Eigenartig“, findet Martin Pezzei, Pressesprecher der Diözese Bozen-Brixen das Urteil des Landesgerichts Bozen. „Wir sind überrascht und enttäuscht, dass jemand der strafrechtlich weder angeklagt noch verurteilt wurde, im Zivilprozess zur Zahlung einer Strafe verurteilt werden kann.“ In der Folge des Strafprozesses gegen Giorgio Carli hat das Landesgericht Bozen mit Teilurteil vom 21. August 2013 zivilrechtlich entschieden, dass nicht nur Giorgio Carli sondern auch die Pfarrei San Pio X. und die Diözese Bozen-Brixen zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt werden. Auf 700.000, schreibt der Alto Adige, wurde die Summe festgesetzt, wovon 500.000 dem damals minderjährigen Mädchen und je 100.000 seinen Eltern zugesprochen werden sollen.
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[ SELBST WEITERLESEN IM ORIGINAL @ http://www.salto.bz/en/article/27082013/dioezese-bozen-brixen-zu-strafzahlung-verurteilt ]


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DIE NEUE SÜDTIROLER Tageszeitung ONLINE @ http://www.tageszeitung.it/2013/08/27/kurie-muss-700-000-euro-zahlen/

Kurie muss 700.000 Euro zahlen

erstellt: 27. August 2013, 11:08 in: Gesellschaft | Kommentare : 42

Hammer-Urteil im Fall Don Giorgio Carli: Die Diözese muss das Opfer des sexuellen Missbrauchs und die Eltern des Mädchens entschädigen – mit 700.000 Euro. Wie die Kurie auf das Urteil reagiert.

Es ist ein Hammer-Urteil!

Die Erste Sektion der Abteilung für Zivilsachen am Landesgericht in Bozen hat die Diözese Bozen-Brixen bzw. die Pfarrei San Pio X. zur Zahlung des Schadenersatzes im Fall Don Giorgio Carli verurteilt.

Es geht um rund 700.000 Euro.

500.000 Euro wurden dem Opfers des sexuellen Missbrauchs zugesprochen. Jeweils 100.000 Euro bekommen die Eltern des Mädchens, das vor zehn Jahren den Missbrauch durch den Geistlichen angezeigt hatte.

Zur Erinnerung:

Don Giorio Carli war im Juli 2003 wegen fortgesetzten sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen verhaftet worden. Das Mädchen hatte angegeben, dass der Geistliche sie über fünf Jahre hinweg im Pfarrhaus sexuell missbraucht habe. Den ersten Missbrauch habe es gegeben, als das Mädchen gerade mal neun Jahre alt war.

Don Giorgio Carli hatte immer seine Unschuld beteuert. Der Geistliche war in erster Instanz freigesprochen worden. Im Berufungsverfahren wurde der Geistliche dann allerdings zu sieben Jahren sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Der Kassationsgerichtshof hat Don Giorgio Carli schlussendlich wegen der inzwischen eingetretenen Verjährung freigesprochen.

Der Anwalt des Missbrauchsopfers, der Bozner Strafverteidiger Gianni Lanzinger, hat die Zahlung des Schadenersatzes auf zivilrechtlichem Weg auf der Grundlage des zweitinstanzlichen Urteils erwirkt. Lanzinger gegenüber TAGESZEITUNG Online: „Es handelt sich um ein Präzedenzurteil in Italien, für meine Mandantin ist dies zumindest ein moralischer Schadenersatz.”


+++ UPDATE Dienstag 14:59 Uhr +++

Jetzt liegt die erste Stellungnahme der Kurie vor.

Darin heißt es:

„In der Folge des Strafprozesses gegen Giorgio Carli hat das Landesgericht Bozen mit Teilurteil vom 21. August 2013 zivilrechtlich entschieden, dass nicht nur Giorgio Carli sondern auch die Pfarrei San Pio X. und die Diözese Bozen-Brixen zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt werden – dies, obwohl beim Strafprozess, als Bischof Wilhelm Egger als Zeuge der Anklage vernommen wurde, deutlich wurde, dass dieser von den Vorwürfen gegen Giorgio Carli aus den Jahren 1991-1994 nichts wusste.

Die Diözesanleitung ist überrascht und enttäuscht über dieses Urteil; sie nimmt die Entscheidung des Landesgerichts zur Kenntnis, doch bleibt es unverständlich, dass jemand, der strafrechtlich weder angeklagt noch verurteilt wurde, im Zivilprozess zur Zahlung einer Strafe verurteilt werden kann.“

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Re: Ehem. Heimkinder akzeptieren keine Abspeisung mit Peanut

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jan 13, 2014 4:00 am

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Fakt ist

Der völlig unnütze »KLASSENKAMPF« unter den Ehemaligen Heimkindern ( ob sie nun den "Ehemaligen Heimkindern WEST" oder den "Ehemaligen Heimkindern OST" angehören oder älteren oder jüngeren Alters sind ): zwischen (A.) denjenigen die sich völlig mit den ihnen von ihren damaligen PEINIGERN UND AUSBEUTERN zugestandenen mit viel persönlichem Aufwand sehr langsam irgendwann mal ankommenden Hilfsmitteln zufrieden geben und (B.) denjenigen, die von ersteren als „ewig unzufrieden“, „unvernünftig“, „unverbesserlich“, „uneinsichtig“ und „wahnsinnig“ angesehen, beschrieben und beschimft werden, weil sie weiterhin öffentlich ihr Recht einfordern und auf eine anständige und angemessene Entschädigung bestehen.
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