»PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder«

»PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder«

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jun 22, 2013 8:37 am

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Petition Ehemaliger Heimkinder an den Deutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck.

( Ungefähr acht Monate später ) Am Donnerstag, 11. April 2013, um 12:12 U eröffnete die Boardnutzerin »mandolinchen« im HEIMKINDER-FORUM.DE einen weiteren neuen Thread, den sie »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« benannte und worin sie schrieb und mitteilte:


Helft mal bitte alle mit, damit die Millionengrenze überschritten wird!

http://www.avaaz.org/de/petition/Eine_gerechte_Entschadigung_fur_ehemalige_Heimkinder/
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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »mandolinchen« vom Donnerstag, 11. April 2013, um 12:12 Uhr, Beitrag 1 im Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16352-petition-gerechte-entschädigung-für-ehemalige-heimkinder/#post376582 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jun 22, 2013 8:56 am

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Petition Ehemaliger Heimkinder an den Deutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck.

Am Freitag, 12. April 2013, um 12:05 Uhr äusserte ich mich in dem von der Boardnutzerin »mandolinchen« am 11.04.2013 zusätzlich eröffneten Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« wie folgt ( nachdem jemand meinte der Bundespräsident, Joachim Gauck, hätte sich schon längst „NEGATIV“ zur HEIMKINDERSACHE geäussert ):


Wenn der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck sich wie und wo auch immer wirklich schon negative oder positv zur HEIMKINDERSACHE und zur Frage einer „angemessenen Entschädigung“ für das den Ehemaligen Heimkindern widerfahrene Unrecht und Leid geäussert hat --- dann haben wir alle ein Recht dies zu erfahren.

Und derjenige der oder diejenige die weiß was diesbezüglich gesagt oder geschrieben wurde – wenn so etwas denn wirklich existiert – sollte es allen kund tun und nicht für sich behalten.

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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Freitag, 12. April 2013, um 12:05 Uhr, Beitrag 13 im Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16352-petition-gerechte-entschädigung-für-ehemalige-heimkinder/#post376582 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Sa Jun 22, 2013 9:46 am, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jun 22, 2013 9:27 am

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Petition Ehemaliger Heimkinder an den Deutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck.

Am Freitag, 12. April 2013, um 23:46 Uhr äusserte sich der Boardnutzer »Dreamer2013« in dem von der Boardnutzerin »mandolinchen« am 11.04.2013 zusätzlich eröffneten Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« wie folgt ( nachdem verschiedene Boardnutzer versucht hatten die Petition und die Ersteller der Petition nieder zu machen und versucht hatten die Unterzeichnung der Petition als „unnütz“ abzutun ):


Es gibt nur einen Weg: Einigkeit

Doch die Realität sieht anders aus, weil es so viele Kapitäne für nur ein Schiff gibt und sich demokratische Strukturen nicht durchsetzen, da Ehemalige über gepflegte Empfindlichkeiten gegenüber Obrigkeiten verfügen.

Wir schaffen es nicht uns zu organisieren, uns zu einer ernst zu nehmenden Masse zu vereinen, verpulvern lieber unsere Energie gegeneinander und verharren in zu verteidigende Positionen, als wenn es nicht wichtiger wäre gemeinsame Schnittmengen zu finden.

Wahrnehmung in der Gesellschaft einfordern und sich dabei ausserhalb gesellschaftlicher Ordnung zu bewegen, kann und wird nicht funktionieren, wenn wir uns selber nicht disziplinieren, nicht lernen als Einheit unsere Forderungen in die Öffentlichkeit zu transportieren, werden wir niemals mehr erreichen als eine Demonstration unserer Uneinigkeit.

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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »Dreamer2013« vom Freitag, Freitag, 12. April 2013, um 23:46 Uhr, Beitrag 28 im Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16352-petition-gerechte-entschädigung-für-ehemalige-heimkinder/#post376582 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jun 22, 2013 9:54 am

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Petition Ehemaliger Heimkinder an den Deutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck.

Am Sonntag, 14. April 2013, um 15:09 Uhr äusserte ich mich in dem von der Boardnutzerin »mandolinchen« am 11.04.2013 zusätzlich eröffneten Thread Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« wie folgt ( nachdem verschiedene Boardnutzer versucht hatten die Petition und die Ersteller der Petition nieder zu machen und versucht hatten die Unterzeichnung der Petition als „unnütz“ abzutun ):


Nicht nur ein „Gegenwind“, aber ein Sturm der Indignation gegen die Forderung der Ehemaligen Heimkinder einer „gerechten Entschädigung“ / einer „angemessenen Entschädigung“ und die Organisierung einer diesbezüglichen PETITION ! ---- Von wem solch ein Sturm der Indignation wohl ausgeht kann man sich leicht vorstellen.
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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Sonntag, 14. April 2013, um 15:09 Uhr, Beitrag 37 im Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16352-petition-gerechte-entschädigung-für-ehemalige-heimkinder/index2.html#post377103 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jun 22, 2013 12:31 pm

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Petition Ehemaliger Heimkinder an den Deutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck.

Am Montag, 15. April 2013, um 05:28 Uhr äusserte ich mich in dem von der Boardnutzerin »mandolinchen« am 11.04.2013 zusätzlich eröffneten Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« wie folgt ( nachdem verschiedene Boardnutzer versucht hatten die Petition und die Ersteller der Petition nieder zu machen und versucht hatten die Unterzeichnung der Petition als „unnütz“ abzutun ):


Suche mit folgendem Suchstrang, einschließlich den Anführungsstrichen und den Pluszeichen :

GOOGLE : "VEH"+"Petition"+"Bundespräsident"+"Joachim Gauk"

Worauf, unter anderem, folgende Suchergebnisse geliefert werden :

»Petition Ehemaliger Heimkinder an den Deutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck.« ( 08.07.2012 ) @ http://heimkinderopfer.blogspot.com.au/2012/07/petition-ehemaliger-heimkinder-den.html

»Die Petition des VEH e. V.« ( 05.07.2012 ) @ http://veh-ev.eu/Der_Verein/Petition/petition.html ( der gesamte Text auf dieser Seite der Vereinswebseite erklärt diese Petition noch viel umfassender )

»Heimopfer-Petition an den Bundespräsidenten Joachim Gauck.« ( 06.07.2012 ) @
http://www.chefduzen.de/index.php?PHPSESSID=880bfc06e1838538fa57d60fc3518e50&topic=10331.msg261054#msg261054

…und GENAU DIES IST DIE PETITION auf die Boardnutzerin »mandolinchen« jetzt HIER im HEIMKINDER-FORUM.DE noch einmal aufmerksam macht und zu welchem Zweck sie diesen Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« am Do. 11.04.2013, um 12:12 Uhr eröffnet hat.

Ich persönlich sehe jegliche „Haarspalterei“ sowohl wie „das Haar in der Suppe suchen“ als Zeitverschwendung an. Wo immer es um ernste Dinge geht ist mir meine Zeit viel zu kostbar als mich mit solchen Spielchen, und mit jeglichen anderen Spielen und Spielereien überhaupt, zu befassen oder mich von dem eigentlichen Ziel ablenken zu lassen.

Wenn andere Heimopfer – seien sie aus dem WESTEN oder dem OSTEN – jedoch unbedingt das Ziel aus den Augen verlieren wollen so ist das ihre eigene Angelegenheit und ich kann und will diejenigen auch nicht davon abhalten.

„Wie man sich bettet so schläft man.“ – „Und wer anderen eine Grube gräbt hat noch lange kein Tiefbaugeschäft, geschweige denn ein Hochbaugeschäft.“

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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Montag, 15. April 2013, um 05:28 Uhr, Beitrag 48 im Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16352-petition-gerechte-entschädigung-für-ehemalige-heimkinder/index2.html#post377212 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jun 22, 2013 1:27 pm

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Petition Ehemaliger Heimkinder an den Deutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck.

Am Mittwoch, 8. Mai 2013, um 06:09 Uhr präsentierte ich in dem von der Boardnutzerin »mandolinchen« am 11.04.2013 zusätzlich eröffneten Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« einen von Helmut Jacob um diese Zeit veröffentlichten Artikel zum Thema "Gerechte Entschädigung für Ehemalige Heimkinder" ( nachdem verschiedene Boardnutzer versucht hatten die Petition und die Ersteller der Petition nieder zu machen und versucht hatten die Unterzeichnung der Petition als „unnütz“ abzutun ):


READERS EDITION @ http://www.readers-edition.de/2013/05/07/soviel-du-brauchst-misshandelte-heimkinder-brauchen-wenig/

DIE "HEIMKINDER" UND DER KIRCHENTAG 2013 [ Evangelische Kirche in Deutschland ! ]

„Soviel du brauchst“Misshandelte Heimkinder brauchen wenig

Helmut Jacob | 7. Mai 2013, 19:02 Uhr

„Soviel du brauchst“. Diese Formulierung in Anlehnung an den Bibelvers aus dem 2. Buch Mose, Kapitel 16, 18 (1) war das Motto des Kirchentags 2013 in Hamburg. Phoenix-TV zur Thematik: „So viel du brauchst – dahinter steht die Frage: Was brauchen wir eigentlich, um gut zu leben? Wir als Gemeinschaft, aber auch jeder Einzelne? Haben wir noch Wünsche? Ist mehr besser? Wann sind wir zufrieden? Und wie viel ist genug? …“ (2)

Es gibt eine große Gruppe von Menschen in unserem Land, die braucht nicht viel. Ihr genügt etwa 300 Euro Rente bis zum Lebensende oder etwa 50.000 bar ausgezahlt. Damit ist diese Gruppe schon zufrieden und dafür hat sie bereits sehr viele Vorleistungen erbracht. Es sind die ehemaligen Heimkinder, die in den Nachkriegsjahrzehnten zusammengetreten, vergewaltigt, in Angst und Schrecken versetzt, gesundheitlich ruiniert wurden. An einige wenige von ihnen möchte ich noch einmal erinnern, um klar zu machen, dass ihre Ansprüche eigentlich ungerechtfertigt bescheiden sind.

Da ist das kleine Mädchen, das nachts aus dem Schlafsaal gezerrt wurde, die Treppen hinunter in den Heimgarten. Dort drückte ihr die Nonne eine Schaufel in die Hand und herrschte sie an: Du gräbst jetzt Dein eigenes Grab; und dann legst Du Dich rein und ich schaufele Dich zu.

Da ist der junge Ministrant, dem der Priester in der Sakristei in die Hose griff und ihn gegen seinen Willen (sonst hätte der Ministrant nicht Jahrzehnte später darüber geschrieben) solange bearbeitete, bis der Priester seine Hand von dem Ergebnis seiner Schweinerei besudelte. Mangels Waschbecken in der Sakristei wischte er sich diese besudelte Hand an seinem Priestergewand (3) ab und gab im anschließenden Gottesdienst der Gemeinde die Kommunion.

Da ist die Lehrerin, die mit ihren Pranken wenigstens zwei, drei behinderten Kindern die Trommelfelle zertrümmerte und mit diesem Gewaltakt Schwerhörige hinterließ.

Da sind kleine, sechs- bis siebenjährige Schulkinder, denen die zarten Finger mit schwerem Gehstock grün und blau geschlagen wurden, wenn sie etwas Schmutz unter den Fingernägeln hatten.

Da ist der Arzt, der wenigstens vier, fünf behinderte Kinder orthopädisch so falsch behandelte, dass sie seit 50 Jahren bis heute unter Schmerzen ihre Tage fristen.

Da ist der Junge, der von einem Priester mehrmals vergewaltigt und dem Jahrzehnte danach ein Schweigegeld bezahlt wurde (4).

Da sind Jungen, die im Moor Torf stechen mussten, bis zu 12 Stunden täglich, im Winter ohne kälteschützende Bekleidung, die dafür nichts bekamen außer billigen Anstaltsfraß und den Schäferhund auf die Fersen gehetzt, wenn sie nicht dem „Hausvater“ gehorchten.

Da sind die kleinen Kinder, die schon mit sieben, acht Jahren, manche nur wenig älter, Pflegearbeiten leisten mussten, um den kirchlich geführten Betrieb überhaupt aufrecht erhalten und damit den Ruhm der Kirchen mehren zu können.

Da sind junge Männer und Frauen, die mit Strafe und Belohnung dazu dressiert wurden, ihre Mitleidenden zu kontrollieren und sie bei angeblichem Ungehorsam zusammenzuschlagen, und somit mit weniger nötigem Aufsichts- und Hilfspersonal die Kosten des Heimes zu drücken.

Da sind die Kinder, die wegen dieser jahrelangen Zwangsarbeit keine ausreichende Schulausbildung erfahren, keine vernünftige Lehre absolvieren konnten und schon darum im Leben nichts oder nur Tagelöhnergelder verdienten, die sie nun, im Alter, zum Sozialhilfeempfänger werden lassen.

Da sind die Jungen in einer Eliteschule, denen der Pater unter die Bettdecke griff, oder sie in sein Zimmer einlud oder sie an pädophile Freunde verschacherte.

Da ist das Kind, das von einem Priester misshandelt wurde. Das Keuchen und Stöhnen des Priesters dabei soll allerdings nicht im Rahmen der sexuellen Vergewaltigung des Kindes hörbar gewesen sein, sondern Folge der Anstrengung bei der Züchtigung des Kindes.

Da sind die Heimkinder, denen vorgelogen wurde, sie hätten keine Eltern mehr, die seien gestorben und denen mit dieser Lüge und der Einbehaltung der Korrespondenz die Verbindung zum Elternhaus gekappt wurde.

Da sind die Kinder und jungen Menschen, die stundenlang, tagelang in die „Klabause“ gesperrt wurden oder in andere Räume in Kellern oder auf Dachböden oder sogar in die Leichenhallen zu den verstorbenen Nonnen. Kinder, die vor Angst sprachlos oder zu Stotterern wurden.

Ich könnte fortfahren, Seite um Seite, von brutalen psychischen, physischen und sexuellen Misshandlungen berichten, – aber soviel Gewalt komprimiert zusammenzufassen, tut selbst dem Unterzeichner weh und meine Schreiberin neben mir damit zu belasten, wäre verantwortungslos. Sie sind nachzulesen in Büchern, im Internet (die Eingabe „Gewalt+Heimkinder“ ergibt bereits 86.000 Ergebnisse) und auf Homepageseiten einer Gruppe behinderter Heimopfer der Orthopädischen Anstalten Volmarstein, heute Evangelische Stiftung. Auf den Seiten „Blick über den Tellerrand“ ist ein kleiner Auszug dieser Verbrechen dokumentiert (5-11).

Eins mussten all die gequälten Kinder und jungen Menschen erneut erfahren: erneute psychische Gewalt im Rahmen der Aufarbeitung dieses schwarzen Kapitels der Bundesregierung in den Nachkriegsjahrzehnten. Die Manipulationen am „Runden Tisch Heimerziehung“, die Lügereien und Abwertungen der Verbrechen – auch unter Bezug auf die Bibel – seitens der Tätervertreter, die Unterschlagung von Beweismitteln in Heimen und Behörden, und nicht zuletzt das verlogene Entschuldigungsgestammel der damals Verantwortlichen oder ihrer Rechtsnachfolger, dem keine echte Wiedergutmachung folgte, – das alles empfinden heute viele Opfer dieser Zeit als weitere Gewalt.

300 Euro oder 54.000 Euro bar, mehr wollen die meisten Geschändeten und Gequälten nicht. Und das brauchen sie. Zum Beispiel zum Bestechen des Pflegepersonals, damit sie nicht erneut – und sei es durch Entzug der Zuwendung – in Alten- und Pflegeheimen gequält werden. Das brauchen sie, um endlich mal den Blick über den Horizont wagen zu können, einen Urlaub zu erleben, irgendwo in fremden Ländern, von denen sie schon als Kind viel hörten. Das brauchen sie, um sich Hilfsmittel kaufen zu können, die ihre körperliche Leiden mildern, aber von den Krankenkassen nicht bezahlt werden.

„Soviel du brauchst“ – Soviel brauchen sie! Und wenigstens soviel steht ihnen zu. Mich wundert es allerdings nicht, dass das Leid der ehemaligen Heimkinder auf dem nunmehr vergangenen Kirchentag keine Rolle mehr spielte. Dieses Kapitel hat, in diesem Fall die evangelische Kirche, mit einem frechen Grinsen abgehakt.

(1) http://www.bibleserver.com/text/LUT/2.Mose16
(2) http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_programm/wie_viel_ist_genug_/684980
(3) http://www.kathpedia.com/index.php?title=Priesterkleidung
(4) http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43510763.html
(5) http://gewalt-im-jhh.de/Blick_uber_den_Tellerrand/blick_uber_den_tellerrand.html
(6) http://gewalt-im-jhh.de/Blick_uber_den_Tellerrand_2_/blick_uber_den_tellerrand_2_.html
(7) http://gewalt-im-jhh.de/Blick_uber_den_Tellerrand_3_-_/blick_uber_den_tellerrand_3_-_.html
(8 ) http://www.gewalt-im-jhh.de/hp2/Blick_uber_den_Tellerrand_4/blick_uber_den_tellerrand_4.html
(9) http://www.gewalt-im-jhh.de/hp2/Blick_uber_den_Tellerrand_5/blick_uber_den_tellerrand_5.html
(10) http://www.gewalt-im-jhh.de/hp2/Blick_uber_den_Tellerrand_6/blick_uber_den_tellerrand_6.html
(11) http://www.gewalt-im-jhh.de/hp2/Blick_uber_den_Tellerrand_7/blick_uber_den_tellerrand_7.html
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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Mittwoch, 8. Mai 2013, um 06:09 Uhr, Beitrag 79 im Thread »PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder« @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16352-petition-gerechte-entschädigung-für-ehemalige-heimkinder/index3.html#post381370 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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»PETITION : Gerechte Entschädigung für ehemalige Heimkinder«

Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Apr 24, 2019 5:35 am

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