Heimkinder-Wartezeiten bei den Anlauf- und Beratungsstellen.

Heimkinder-Wartezeiten bei den Anlauf- und Beratungsstellen.

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Aug 12, 2013 3:14 am

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Ehemalige Heimkinder WEST sowohl wie auch Ehemalige Heimkinder OST scheinen überall das gleiche Problem zu haben: SEHR, SEHR LANGE WARTEZEITEN:

Die momentane WARTEZEIT und die auch weiterhin zu erwartende WARTEZEIT ein Erstinterview-Termin bei der Stuttgarter Anlaufstelle zu bekommen beträgt ca. 6 MONATE.

Die momentane WARTEZEIT und die auch weiterhin zu erwartende WARTEZEIT ein Erstinterview-Termin bei der Berliner Anlaufstelle zu bekommen beträgt ca. 12 MONATE.

Die momentane WARTEZEIT und die auch weiterhin zu erwartende WARTEZEIT ein Erstinterview-Termin bei der Potdamer Anlaufstelle zu bekommen beträgt ca. 18 MONATE.

Die momentane WARTEZEIT und die auch weiterhin zu erwartende WARTEZEIT ein Erstinterview-Termin bei der Erfurter Anlaufstelle zu bekommen beträgt ca. 9 MONATE.

Die momentane WARTEZEIT und die auch weiterhin zu erwartende WARTEZEIT ein Erstinterview-Termin bei der Leipziger Anlaufstelle zu bekommen beträgt 24 MONATE.

Die momentane WARTEZEIT und die auch weiterhin zu erwartende WARTEZEIT ein Erstinterview-Termin bei der Münster Anlaufstelle zu bekommen beträgt ca. 6 MONATE.

Die momentane WARTEZEITT und die auch weiterhin zu erwartende WARTEZEIT ein Erstinterview-Termin bei der Bremer Anlaufstelle zu bekommen beträgt ca. 6-8 WOCHEN.

Wer genaue Information hat was die WARTEZEITEN für ein Erstinterview-Termin in Bezug auf auch andere Bundesländer und Städte sind, bitte Bescheid geben.

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Heimkinder-Wartezeiten bei den Anlauf- und Beratungsstellen.

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Aug 17, 2013 5:37 am

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Aber es geht hier nicht nur um die anfänglichen Wartezeiten bei den vielen verschiedenen Anlauf- und Beratungsstellen, sondern auch um die abschließenden Antragsbearbeitungszeiten-Wartezeiten bei der Entscheidungsstelle in Köln, den weiteren Wartezeiten beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben [ BAFzA ].


@ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board127-rehabilitation-urteile-infos/14898-fonds-auszahlungen/index9.html#post400682

im HEIMKINDER-FORUM.DE im Beitrag 258 ( auf Seite 9 - „auf Seite 9“ vorausgesetzt man ist dort registriert und angemeldet ! ) im Thread »Fonds-Auszahlung« schrieb ich heute morgen, Samstag, 17. August 2013, um 04:22 Uhr:

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Boardnutzerin »mandolinchen« teilte uns hier in unserem HEIMKINDER-FORUM.DE in dem anderen zu diesem Thread parallel-laufenden Thread »Fondsumsetzung« freundlicherweise am Donnerstag, 15. August 2013, um 18:36 Uhr, in Beitrag 1446 @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/13997-fondsumsetzung/index49.html#post400321 mit:

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Die derzeitige Wartezeit für die Bearbeitung der Anträge [ in Köln ] beträgt 8 bis 12 Wochen.
Eventuell wird demnächst [ bei dieser entgültigen Antragsentscheidungsstelle in Köln ] Personal aufgestockt, dann könnte es schneller gehen.

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Mann sucht und sucht und sucht und durchforstet das ganze Internet um neue Bekanntgebungen, d.h. Bekanntgebungen bezüglich der Verbesserung und Beschleunigung der ganzen Antragsprozedur und Bewilligungsprozedur seitens der Fondsmanager und der Antragsentscheidungsstelle / der Geschäftsstelle in Köln – Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben [ BAFzA ] – zu finden.

Fehlanzeige !

Das Neuste, zum Beispiel , auf der diesbezüglichen bayrischen Anlaufstelle-Webseite ist dies

@ http://www.blja.bayern.de/heimkinder.html :

( dieser Webseite entnommen am 17.08.2013 )

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REGIONALE ANLAUF- UND BERATUNGSSTELLE FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER IN BAYERN

[ Die einzige solche Stelle in Bayern befindet sich in München ]

IM RAHMEN DES FONDS „HEIMERZIEHUNG IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND IN DEN JAHREN 1949 BIS 1975“

Stand: 13.06.2013

[ ……… ]

3. Die Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in Bayern

Die regionale Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in Bayern wird ab dem 01.01.2012 beim Zentrum Bayern Familie Soziales – Bayerisches Landesjugendamt eingerichtet.
Die Anlaufstelle unterstützt ehemalige Heimkinder in Bayern bestmöglich im Sinne des Abschlussberichts des Runden Tisches Heimerziehung (vgl. v. a. S. 36ff.) bzw. der Fondssatzung und wirkt maßgeblich an der Aufarbeitung der bayerischen Heimerziehung der Jahre 1949 bis 1975 mit. Die Anlaufstelle legt dabei besonderen Wert auf transparente und vernetzte Arbeitsweisen und auf die Einbeziehung ehemaliger Heimkinder.

3.1 Aufgaben/Angebote

1. Wir beraten und unterstützen ehemalige Heimkinder bei jeglichen Anliegen, die Ihre Heimerziehung im genannten Zeitraum betreffen.

2. Wir beraten ehemalige Heimkinder im Hinblick auf Leistungen des Fonds. Sofern Sie Leistungen des Fonds beantragen möchten, erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen ihren Antrag, der dann an die bundeszentrale Geschäftsstelle in Köln versandt wird. Eine mehrmalige Antragstellung ist – bis zu der Obergrenze von Leistungen für Folgeschäden in Höhe von 10.000,00 Euro möglich.

3. Wir leisten einen Beitrag zu der überindividuellen Aufarbeitung der Heimerziehung in Bayern.
Schließlich leisten wir mit den gewonnenen Erkenntnissen und Erfahrungswerten einen Beitrag für zukunftsgestaltende und präventive Maßnahmen und Strategien der Jugendhilfe und insbesondere der stationären Jugendhilfe.

3.2. Beteiligung ehemaliger Heimkinder

Es ist unser Ziel, ehemalige Heimkinder an der Aufarbeitung der Heimerziehung der Jahre 1949 bis 1975 soweit als möglich zu beteiligen. Dieses Ziel erwächst direkt aus den Empfehlungen des Runden Tisches (vgl. Abschlussbericht S. 36 ff.). Um dieses Ziel zu verwirklichen, werden wir einen Beirat aufbauen, an dem Ehemalige beteiligt sind. Die genauen Aufgaben und Kompetenzen des Beirats werden gegenwärtig entwickelt.

3.3 Antragstellung

Die Anträge auf Fondsmittel können bei der Anlauf- und Beratungsstelle gestellt bzw. gemeinsam erarbeitet werden. Von dort aus werden sie an die bundeszentrale Geschäftsstelle des Fonds in Köln weiter geleitet. Mit deren Zustimmung erlangt der Antrag Wirksamkeit.
Die genauen Modalitäten der Leistungsgewährung werden momentan noch geklärt.
Wir werden hier tagesaktuell über die weiteren Entwicklungen informieren.

3.4 Beschwerdewege

Es ist unser Ziel, ehemalige Heimkinder so gut als möglich zu beraten und zu unterstützen. Sollten Sie dennoch mit der Beratung, dem Prozess oder dem Ergebnis der Antragstellung auf Leistungen des Fonds unzufrieden sein und sich beschweren wollen, steht der Leiter der Anlaufstelle Herr Rösler für Vermittlungsgespräche zur Verfügung. Kann auch im Rahmen von Vermittlungsgesprächen keine gemeinsame Lösung gefunden werden, richten Sie Ihre Beschwerde bitte an die Geschäftsstelle des Fonds [ in Köln ] [ siehe @ ( aber der von Bayern angegebene LINK funktioniert leider nicht ].

3.5 Kontakt:

Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in Bayern
Zentrum Bayern Familie und Soziales – Bayerisches Landesjugendamt
Büroräume: Zentrum Bayern Familie und Soziales – Region Oberbayern
Bayerstraße 32
80335 München
Telefon: 089/18966-1211
Telefax: 089/18966-1499
E-Mail: anlaufstelle@zbfs.bayern.de oder stefan.roesler@zbfs.bayern.de

[ ......... ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Aug 17, 2013 6:23 am

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Ich habe jetzt, nach weiterem Suchen, aber doch noch etwas Relevantes gefunden @ http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/144/1714487.pdf ( insgeamt 5 Seiten vom 05.08.2013 )

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Deutscher Bundestag - Drucksache 17/14487
17. Wahlperiode - 05. 08. 2013

Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend vom 2. August 2013 übermittelt.

Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.

Antwort
der Bundesregierung

auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Katja Dörner, Ekin Deligöz, Kai Gehring,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 17/14409 –


[ bezüglich der ] Arbeit der Geschäftsstelle des Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“

[ Antwort der Bundesregierung in Amtsdeutsch --- in politic speak --- in spin ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Aug 28, 2013 2:39 am

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Falls es noch nicht alle wissen:

ERSTENS.

Die Errichter des Fonds nennen diesen für ehemalige Heimkinder ( westdeutsche Bürger ) errichteten Hilfsfonds »Fonds "Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975"«

Weil dies zu lang is nenne ich und auch andere Leute diesen Hilfsfonds in diesem Zusammenhang einfach nur »Hilfsfonds "Heimerziehung WEST"«

ZWEITENS.

Die Errichter des Fonds nennen diesen für ehemalige Heimkinder ( DDR Bürger ) errichteten Hilfsfonds »Fonds "Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990"«

Weil dies zu lang is nenne ich und auch andere Leute diesen Hilfsfonds in diesem Zusammenhang einfach nur »Hilfsfonds "Heimerziehung OST"«

DRITTENS.

Bezüglich den extrem langen Wartezeiten bis zu einem Ersttermin bei den Anlauf- und Beratungsstellen um interviewt zu werden und überhaupt erst einen Antrag auf »Hilfe aus dem Hilfsfonds Heimerziehung WEST« oder einen Antrag auf »Hilfe aus dem Hilfsfonds Heimerziehung OST« stellen zu können

… kommt jetzt von verlässlicher Stelle …

re „Schlüssigkeitsbescheid“/„Antragsbewilligung“ von BAFzA in Köln

Seitens der entgültigen Entscheidungsstelle aller Anträge in Köln – d.h. seitens des BUNDESAMTES FÜR FAMILIE UND ZIVILGESELLSCHAFTLICHE AUFGABEN [ BAFzA ] sind jetzt zusätzliche „Wartezeiten bis zu 7 Monaten zu erwarten“.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Aug 30, 2013 12:41 am

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Ein mir schon seit vielen Jahren bekanntes ziemlich verlässliches Ehemaliges Heimkind WEST ( meine ich ) schreibt mir am Spätnachmittag Donnerstag, 29. August 2013 ( Mitteleuropäische Zeit ) wie folgt:

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Hallo Martin,

ich habe Antwort von meiner Anlaufstelle erhalten. Eine richtige Quelle hat der gute Mann mir aber nicht genannt. Man muss den Leuten alles aus der Nase ziehen. Wie es nun in meinem Fall weitergeht, weiß ich nicht. Ich habe ja Anfang August 1000 € beantragt. Solltest Du meine Info verwerten wollen, kannst Du sie gerne veröffentlichen. Lasse dann aber bitte meinen Namen, als auch den von meinem Sachbearbeiter weg.
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Dieses mir schon seit vielen Jahren bekannte ziemlich verlässliche Ehemaliges Heimkind WEST ( meine ich ) berichtet mir dazu, gleichzeitig, weiter wie folgt:

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Ich habe mich noch einmal intensiv und inhaltlich mit der neuen Regelung auseinandergesetzt, wonach ehemalige Heimkinder unterschieden werden, ob sie denn vor oder nach dem 26. August 2013 einen Antrag gestellt haben. Wer vor dem 26. August 2013 einen Antrag gestellt hat, bekommt 1000€ bewilligt, wer es danach getan hat, bekommt 2000€ bewilligt. Wer hat sich denn nur so etwas ausgedacht? In diesem Zusammenhang geht es um Bargeldzahlungen, ohne Rechnungsbeleg.

Ich finde diesen Vorgang ungeheuerlich. Ich möchte dich bitten diese Information weiterzuverbreiten und dadurch dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen auch wirklich Verantwortung für alle diesbezüglichen Entscheidungen die sie da treffen übernehmen und tragen.
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Dieses mir schon seit vielen Jahren bekannte Ehemalige Heimkind WEST selbst wurde von einem leitenden Mitarbeiter einer Anlaufstelle im Westen Deutschlands ( d.h. in einer Anlaufstelle in den alten Bundesländern ) wie folgt informiert, bzw. am Spätnachmittag Donnerstag, 29. August 2013 ( Mitteleuropäische Zeit ) schriftlich unterrichtet:

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Ihre Informationen sind richtig. Jedoch gilt diese Regelung (= kalenderjährlich bis zu 2.000,00 € für „Dinge des täglichen Bedarfs“) für „Neufälle“, d.h. für diejenigen, die ab dem 26.08.2013 in den Anlauf- und Beratungsstellen für ehemaligen Heimkinder vorgesprochen haben.
Für die sogenannten „Altfälle“, d.h. für diejenigen, die vor dem 26.08.2013 vorgesprochen haben, bzw. diese Leistung für 2013 bereits wie Sie beantragt haben, gibt es noch keine Regelung. Hier ist noch eine eventuelle „Übergangsregelung“ geplant. Wann es eine solche Übergangsregelung geben wird, ist noch offen.

Mit freundlichen Grüßen

[ Sachbearbeiter / Mitarbeiter ]

Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder [ … (in einer Großstadt) … ]

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Beitragvon Martin MITCHELL » Do Sep 05, 2013 2:12 am

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Fonds Heimerziehung

Fonds Heimerziehunhg WEST und Fonds Heimerziehung OST


ERSTER HINWEIS AUF „NEUE VERFAHRENSÄNDERUNGEN“ @ http://www.fonds-heimerziehung.de/aktuelles/aktuelle-meldungen.html

Aktuelle Meldungen

04.09.2013 - Vereinfachung des Verfahrens zum Abschluss von Vereinbarungen über materielle Hilfebedarfe

Die Lenkungsausschüsse der Fonds „Heimerziehung West“ und „Heimerziehung in der DDR“ haben umfangreiche Vereinfachungen des Verfahrens zum Abschluss von Vereinbarungen über materielle Hilfebedarfe beschlossen.
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MEHR ZU DIESEN „NEUEN VERFAHRENSÄNDERUNGEN“ @ http://www.fonds-heimerziehung.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/meldung/article/vereinfachung-des-verfahrens-zum-abschluss-von-vereinbarungen-ueber-materielle-hilfebedarfe.html

Aktuelle Meldungen

04.09.2013 - Vereinfachung des Verfahrens zum Abschluss von Vereinbarungen über materielle Hilfebedarfe

Die Lenkungsausschüsse der Fonds „Heimerziehung West“ und „Heimerziehung in der DDR“ haben umfangreiche Vereinfachungen des Verfahrens zum Abschluss von Vereinbarungen über materielle Hilfebedarfe beschlossen.

Über diese Vereinfachungen informieren die Anlauf- und Beratungsstellen im Beratungsgespräch im Detail. Grundsätzlich wurde folgendes beschlossen:

1. Rahmenvereinbarungen über Kategorien von Hilfebedarfen

Ab dem 26.08.2013 können in den vier Bereichen

● Wohnung (z.B. Mobiliar, Haushaltsgeräte „weiße Ware“, Renovierungsmaßnahmen)

● Mobilität (z.B. Auto, Fahrrad, Zeitkarte für ÖPNV)

● soziale Kontakte und Integration (z.B. TV-Gerät, Computer, Theaterkarten)

● Gesundheit und Erholung (z.B. Therapie, Kuraufenthalt, Urlaub)

Gesamtwerte für die vereinbarten Hilfeleistungen in Form von Rahmenvereinbarungen individuell und flexibel (innerhalb der Höchstgrenze von 10.000,00 Euro für materielle Bedarfe) festgelegt werden. Innerhalb der Rahmenvereinbarungen können Einzelbedarfe auf Wunsch geändert werden, ohne dass die Vereinbarung selbst geändert werden muss und ohne dass die Änderung begründet werden muss. Es ist lediglich darauf zu achten, dass die Höhe des vereinbarten Rahmens für die jeweilige Kategorie insgesamt eingehalten wird.

2. Erweiterung des vereinfachten Nachweisverfahrens

Die Beschränkung auf maximal eine Vereinbarung über Hilfeleistungen zu „Dingen des täglichen Bedarfs“ bis zu 1.000,00 Euro pro Jahr wird aufgehoben. Stattdessen können ab sofort innerhalb der Fondslaufzeit bis zu zwei Vereinbarungen im Gesamtwert von bis zu 3.000,00 Euro über Hilfeleistungen zu „Dingen des täglichen Bedarfs“ im vereinfachten Nachweisverfahren abgeschlossen werden. Auf den Zeitpunkt des Abschlusses – ob innerhalb von einem, zwei oder drei Jahren – kommt es dabei nicht an.

Es kann

● die erste dieser Vereinbarungen bis zu einer Höhe von 2.000,00 Euro und

● die zweite dieser Vereinbarungen bis zu einer Höhe von 1.000,00 Euro abgeschlossen werden.

Für Betroffene, die bereits in 2012 und 2013 das vereinfachte Nachweisverfahren in Anspruch genommen haben, gilt die Sonderreglung, dass sie nochmals 1.000,00 Euro im vereinfachten Nachweisverfahren vereinbaren können. Die getroffenen Verfahrensänderungen dienen einer höheren Flexibilität innerhalb der Vereinbarungen und einer Verkürzung der Bearbeitungszeiten.

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