Unterschiede: Heimkinder-Gedenkstätte-OST und -WEST.

Unterschiede: Heimkinder-Gedenkstätte-OST und -WEST.

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Dez 08, 2015 8:53 am

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Was ist der Unterschied zwischen Heimkinder-Gedenkstätte-OST („Erinnerungsort“ »Torgau«) und Heimkinder-Gedenkstätte-WEST („Erinnerungsort“ »Halfeshof«) aus Sicht der Opfer selbst?

»Torgau« - Ostdeutsche Gedenkstätte für dieOpfer der nachkriegsdeutschen Heimerziehung-OST“.
Budgetgelder und Zuschüsse vom Bund: gedeckt.
Budgetgelder und Zuschüsse vom Land, Sachsen: gedeckt.
Webseite:
http://www.jugendwerkhof-torgau.de/ (uneingeschränkt aufrufbar vom Inland sowohl wie auch vom Ausland aus).
Öffentlichkeitsarbeit: regelmäßig und vielseitig.
Interesse der Betroffenen selbst: reges Interesse.
Bezahlte und ehrenamtliche Mitarbeiter: viele.

»Halfeshof« - Westdeutsche Gedenkstätte für dieOpfer der nachkriegsdeutschen Heimerziehung-WEST“.
Budgetgelder und Zuschüsse vom Bund: soweit bekannt,
KEINE.
Budgetgelder und Zuschüsse vom Land, NRW: soweit bekannt,
KEINE.
Webseite: soweit bekannt,
KEINE.
Öffentlichkeitsarbeit: soweit bekannt,
KEINE.
Interesse der Betroffenen selbst:
KAUM BIS GARKEIN INTERESSE WEIL WEITGEHEND UNBEKANNT.
Bezahlte und ehrenamtliche Mitarbeiter: soweit bekannt,
KEINE.


Beschlagwortet TAGS / LABELS: Heimkinder , Ehemalige Heimkinder, Heimkinder-OST, Heimkinder-WEST, Ehemalige Heimkinder-OST, Ehemalige Heimkinder-WEST, Heimkinder-Gedenkstätte, Heimkinder-Gedenkstätte-OST, Heimkinder-Gedenkstätte-WEST, Gedenkstätte, Gedenkstätte Torgau, Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau, Torgau, Gedenkstätte Halfeshof, Erinnerungsort Halfeshof, Jugendwerkhof Torgau, Halfeshof, Erziehungsanstalt Halfeshof, ostdeutsche Gedenkstätte, westdeutsche Gedenkstätte, Opfer, nachkriegsdeutschen Heimerziehung, Heimerziehung, Heimerziehungsopfer, Heimkinderopfer, Budgetgelder, Budgetgelder vom Bund, Budgetgelder vom Land, Sachsen, NRW, Nordrhein-Westfalen, http://www.jugendwerkhof-torgau.de/, Webseite, uneingeschränkt aufrufbar, Öffentlichkeitsarbeit, Interesse der Betroffenen, reges Interesse, ehrenamtlich, ehrenamtliche Mitarbeiter, Heimerziehung-WEST, Heimerziehung-OST, Zuschüsse, Zuschüsse vom Bund, Zuschüsse vom Land, weitgehend unbekannt, wenig Interesse, garkein Interesse,
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Martin MITCHELL
 
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Unterschiede: Heimkinder-Gedenkstätte-OST und -WEST.

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Dez 10, 2015 11:42 am

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Statt des erstmalig und letztmalig Ende des Jahres 2013 / Anfang des Jahres 2014 erwähnten sogenannten HEIMKINDER-WESTErinnerungsortes“ »Halfeshof« / HEIMKINDER-WESTGedenkortesin Solingen, gibt es heute im WESTEN DEUTSCHLANDS diesbezüglich nur folgende Werbung:

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»Fachabteilung "Traumapädagogik"«
LVR - Landschaftsverband Rheinland

Qualitat für Menschen

Der »Halfeshof« im Überblick

Halfeshof 1
42651 Solingen
Telefon: +49 (0) 212 / 40 07 0

ERZIEHEN - BILDEN - GESTALTEN

Der »Halfeshof« in Solingen

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QUELLEN: http://www.jugendhilfe-rheinland.lvr.de/de/nav_main/halfeshof/halfeshof_1.html und http://www.jugendhilfe-rheinland.lvr.de/de/nav_main/aktuelles_5/fachabteilung_traumapaedagogik/Inhaltsseite.html

Von Erinnerungsort“ / „Gedenkort ist nirgens mehr die Rede und ist nirgens mehr etwas zu finden !!
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Unterschiede: Heimkinder-Gedenkstätte-OST und -WEST.

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Dez 25, 2015 4:57 am

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»Halfeshof« - Westdeutsche Gedenkstätte für die Opfer der nachkriegsdeutschen Heimerziehung. | Erinnerungsort für Opfer der westdeutschen Fürsorgehöllen.

Was ist der Unterschied zwischen Heimkinder-Gedenkstätte-OST („Erinnerungsort“ »Torgau«) und Heimkinder-Gedenkstätte-WEST („Erinnerungsort“ »Halfeshof«) aus Sicht der Opfer selbst?

Der sogenannteErinnerungsortim Westen Deutschlandsim Bundesland Nordrhein-Westfalen eingerichtet (unter den Auspezien des Kölner Landschaftsverbandes Reinland (LWR) stehend!) – wurde am 20.11.2015 aus den folgenden Gründen und für die folgenden Zwecke (so ließ man derzeit verlauten) konzipiert und ins Leben gerufen:

( Nur wenige Jahre später – so meint Martin MITCHELL in Australien – scheint dieser „Erinnerungsort“ jedoch wieder weitgehend in Vergessenheit geraten zu sein. )


ERSTENS.


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Begründung (Sitzungsvorlage 13-2591 vom 20.11.2012) heißt es u.a.

Einrichtung eines Erinnerungsortes an die schwarze Pädagogik der Heimerziehung in den 1950er bis 1970er Jahre [ womit man, es ist anzunehmen, die damalige ʻHeimerziehungʼ in Westdeutschland meint(e) – MM ]

[ ……… ]

In Zusammenarbeit mit Dezernat 9 (Dr. Nabrings [ d.h. Archivar und Historiker, Dr. Arie Nabrings ]) wurden die folgenden Eckpunkte zur Ausgestaltung und zum Betrieb des Erinnerungsortes erarbeitet:

● Zielgruppen sind Betroffene, Schüler (von Fachschulen), Studierende an Fachhochschulen und Universitäten sozialer Fachrichtungen und weitere Interessierte.

● Besucher (-gruppen) werden nach Anmeldung begleitet, zunächst durch Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter des Halfeshofes. Perspektivisch können Ehrenamtler eingebunden werden.

● Die Originalität der Stätte soll so weit wie eben möglich erhalten bleiben, um so den damaligen Zeitgeist ungefiltert spüren lassen.

● Daher werden Informationsmedien (Fotos, Texttafeln...) spärlich und dezent eingesetzt. Für Besucher mit weitergehenden Informationsbedürfnissen wird ein Flyer auf der Basis der LVR-Studie „Verspätete Modernisierung“ entwickelt und ausgelegt.

● Außen soll eine Tafel auf den Erinnerungsort und die Modalitäten von Besichtigungen hinweisen.

Der Landesjugendhilfeausschuss fasst einstimmig folgenden empfehlenden Beschluss:

Die Verwaltung wird gemäß Vorlage Nr. 13/2591 mit der Realisierung des Erinnerungsortes an die schwarze Pädagogik der Heimerziehung in den 1950er bis 1970er Jahren beauftragt. Die notwendigen Mittel sind im LVR-Haushalt 2013 bereitzustellen.

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[ PLEASE NOTE: Die meisten Hervorhebungen und Unterstreichungen wurden von MM hinzugefügt. ]


ZWEITENS.


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Von: Christoph Simon ( ernst-christoph.simon@----------.de )
Gesendet: Freitag, 11. Dezember 2015 08:55
An:
ernst.christoph.simon@----------- ; LD Büro
CC: LR 4 Büro; Karin Schmitt-Promny
Betreff: Erinnerungsstätte ehemaliger Heimkinder Halfeshof

[ Landesdirektorin Ulrike Lubek, Landschaftsverband Rheinland (LWR) ( Siehe auch @
https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrike_Lubek ) ]

Sehr geehrte Frau Lubeck,

im Jahre 2012 hatte ich Ihnen vorgeschlagen für die ehemaligen Heimkinder eine Erinnerungsstätte zu schaffen.

Diesen Vorschlag haben Sie in Ihren Gremien dankeswerterweise unterstützt. Der Erinnerungsort in Halfeshof wurde renoviert und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Medial habe ich alles unternommen um den Erinnerungsort bekannt zu machen.

Leider scheint heute der Erinngerungsort auf den Websiten des LVR irgendwo in die dritte Reihe geschoben zu sein.

Irgendwie ist dem Erinnerungsort die notwendige Wertschätzung beim LVR verlorengegangen.

Wir (Arbeitskreis ehemalige Heimkinder beim LVR) würden es begrüßen, wenn der Erinnerungsort wieder mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit kommen würde und das Wirken finanziell unterstützt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Ernst Christoph Simon

Arbeitskreis ehemaliger Heimkinder beim LVR

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[ PLEASE NOTE: Die meisten Hervorhebungen und Unterstreichungen wurden von MM hinzugefügt. ]


DRITTENS.


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Am 16.12.15 um 09:47 schrieb Bahr, Lorenz:

Sehr geehrter Herr Simon,

recht herzlichen Dank für Ihre Mail vom 11. Dezember 2015, in der Sie die öffentliche Präsenz des Erinnerungsortes für ehemalige Heimkinder in Solingen im Halfeshof anmahnen. Frau Landesdirektorin Lubek hat mich gebeten, Ihnen auf Ihre Mail zuständigkeitshalber zu antworten.

Wir nehmen Ihre Mail zum Anlass, zu prüfen, wie wir den Ort auch in unseren Medien besser präsentieren können. Wir freuen uns allerdings, dass der Erinnerungsort insgesamt sehr gut aufgenommen worden ist und auch besucht wird. Insofern war Ihre Initiative seinerzeit richtig und wichtig, den Erinnerungsort überhaupt einzurichten.

An einem Punkt wollen wir Ihnen bzw. der Mail von Herrn Mitchell, die uns ebenfalls erreicht hat und die sie vollständig zitieren, aber widersprechen. Anders als der Erinnerungsort in Torgau ist
unserer im Halfeshof nicht der ´Erinnerungsort West´, sondern unserer des LVR und der Jugendhilfe Rheinland. Er ist auch nicht als Museum konzipiert. Für dieses doch deutlich ´kleinere´, weil privatere und deshalb der persönlichen Erinnerung dienende Konzept würden wir uns auch weiterhin als Träger der Jugendhilfeeinrichtung Halfeshof mit seiner wechselnden Geschichte aussprechen, weil der Erinnerungsort sich nur so direkt an unsere ehemaligen Heimkinder wendet.

Mit freundlichen Grüßen

Lorenz Bahr-Hedemann

LVR-Dezernent Jugend

------------------------------
Tel 0221/ 809 - 4003
Fax 0221/ 809 – 4009

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[ PLEASE NOTE: Die meisten Hervorhebungen und Unterstreichungen wurden von MM hinzugefügt. ]


VIERTENS.


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Betreff: Re: WG: Erinnerungsstätte ehemaliger Heimkinder Halfeshof
Datum: Fr., 18 Dez 2015 15:27
Von: Christoph Simon (
ernst-christoph.simon@----------.de )
An:
Bahr, Lorenz (
Lorenz.Bahr@----------.de )
Kopie (CC): Schmitt-Promny M.A., Karin (
Karin.Schmitt-Promny@----------.de )

Sehr geehrter Herr Bahr,

vielen Dank für die Rückäußerung.

Inhaltlich passt sie aber nicht zu der beschlossenen Vorlage aus dem Jahr 2012. Dort ist keine Beschränkung wie Sie in Ihrer Email [ aufzeichnen ] "weil der Erinnerungsort sich nur so direkt an unsere ehemaligen Heimkinder wendet" [ enthalten ].

Dies entspricht nicht dem damaligen einstimmig gefassten Votum des LJHA (siehe unten [ - d.h. die Anlage unter dem ERSTEN Punkt dieser Aufführungen, oben in diesem Beitrag, wiedergegeben ]).

Ich bitte Ihre Stellungsnahme nochmals zu überdenken.

Gruß

Christoph Simon

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[ PLEASE NOTE: Die meisten Hervorhebungen und Unterstreichungen wurden von MM hinzugefügt. ]
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Unterschiede: Heimkinder-Gedenkstätte-OST und -WEST.

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Dez 26, 2015 3:26 am

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Weiterführend zum unmittelbar vorhergehenden Beitrag zu diesem spezifischen Thema – einem Vergleich von »Halfeshof« mit »Torgau« alsErinnerungsorte“ – hier in diesem Thread.

Bundespolitikerin Katja Dörner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, wird berichtet sich am 20.01.2014 bezüglich dem Ehemaligen-Heimkinder-Erinnerungsort Halfeshof, situiert in Solingen in Nordrhein-Westfalen, wie folgt geäußert zu haben:


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„Wer diesen Ort gesehen hat, weiß, wie wichtig es ist, dass Thema Heimerziehung in der Nachkriegszeit nicht mehr unter den Teppich zu kehren. Ich habe im Bundestag die Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tischs Heimerziehung begleitet und dabei viel über die Schicksale zahlreicher Betroffener erfahren. Dieser Ort belegt das Ergebnis der zweijährigen Arbeit am Runden Tisch: In der Heimerziehung der frühen Bundesrepublik wurden die Rechte der Heimkinder durch körperliche Züchtigungen, sexuelle Gewalt, religiösen Zwang und Arbeitszwang massiv verletzt. Es ist wichtig, dass sich der Bund wie auch die Länder und Kommunen ihrer Verantwortung stellen.“
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QUELLE: http://katja-doerner.de/2014/01/20/erinnerung-an-das-leid-der-ehemaligen-heimkinder/


Landespolitikerin Sylvia Löhrmann, NRW-Schulministerin, wird berichtet sich am 20.01.2014 bezüglich dem Ehemaligen-Heimkinder-Erinnerungsort Halfeshof, situiert in Solingen in Nordrhein-Westfalen, wie folgt geäußert zu haben:

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„Es ist wichtig, das Geschehen in den Kinder- und Jugendheimen in der Nachkriegszeit klar zu benennen. In vielen Einrichtungen, so auch im Halfeshof, wurden Kinder- und Jugendliche grausam und entwürdigend behandelt. Ich bin dem Landschaftverband sehr dankbar, dass er diesen Ort erhalten hat, um der heutigen Generation diese Seite der Pädagogik der Nachkriegszeit anschaulich zu machen.“
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QUELLE: http://katja-doerner.de/2014/01/20/erinnerung-an-das-leid-der-ehemaligen-heimkinder/


Kommunalpolitiker Lorenz Bahr, jugendpolitischer Sprecher von Bündnis 90/ Die Grünen in der Landschaftsversammlung Rheinland, wird berichtet sich am 20.01.2014 bezüglich dem Ehemaligen-Heimkinder-Erinnerungsort Halfeshof, situiert in Solingen in Nordrhein-Westfalen, wie folgt geäußert zu haben:

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„Der Landschaftsverband Rheinland stellt sich seiner Verantwortung. Schon sehr früh in der Debatte über die ´schwarze Pädagogik´ der 50er und 60er Jahre [in der frühen Bundesrepublik] hat der Landschaftsverband Rheinland in einer Studie über Einrichtungen wie etwa den Halfeshof deutlich gemacht, welcher zum Teil unwürdigen Behandlung Heimkinder im Rheinland ausgesetzt waren. Deshalb ist es auch selbstverständlich, dass wir diese Orte heute zugänglich machen.“
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QUELLE: http://katja-doerner.de/2014/01/20/erinnerung-an-das-leid-der-ehemaligen-heimkinder/


Und der Freie Journalist, DJ Plewka, berichtete schon am 20.09.2013 in seinem Internetauftritt NEWSPOL bezüglich dem Ehemaligen-Heimkinder-Erinnerungsort Halfeshof, situiert in Solingen in Nordrhein-Westfalen, wie folgt:

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Nordrhein-Westfalen

HEIMKINDER-ERINNERUNGSORT IM SOLINGER HALFESHOF

Heimkinder-Erinnerungsort im Solinger Halfeshof

September 18, 2013 – Redaktion – 2 Kommentare

Der Arrestzellentrakt im Solinger Jugendheim Halfeshof ist ein erschütterndes Zeugnis der Erziehungspraktiken, die in der Nachkriegszeit und bis in die Siebzigerjahre in deutschen Heimen an der Tagesordnung waren. Der Landschaftsverband Rheinland (
LVR) hat in dem Keller seiner Solinger Jugendhilfe-Einrichtung nun einen Erinnerungsort eingerichtet. Die Kellerräume sind weitestgehend im Originalzustand erhalten und sollen Gästen einen ungefilterten Eindruck des damaligen Zeitgeistes vermitteln. Historische Dokumente in Form von Fotos und Schriftstücken sowie Informationsmedien klären Besucherinnen und Besucher über die dunklen Kapitel der Heimerziehung im Rheinland auf.

Die Anlauf- und Beratungsstellen für ehemalige Heimkinder von LVR und Landschaftsverband Westfalen-Lippe (
LWL) werden in zwei begleitenden Arbeitskreisen von Betroffenen bei ihrer Arbeit unterstützt. In Solingen haben sich nun Vertreterinnen und Vertreter aus beiden Anlaufstellen und Arbeitskreisen zu einer gemeinsamen Sitzung und Besichtigung des Erinnerungsortes getroffen. Nachdem LVR-Jugenddezernent Reinhard Elzer sich bereits im Rahmen einer Betriebsausschusssitzung der LVR-Jugendhilfe Rheinland einen Eindruck von den Räumen verschafft hatte, besuchte im Rahmen des Treffens nun auch Hans Meyer, Jugenddezernent des LWL, den Erinnerungsort.

Die Einrichtung eines Ortes, der an die Heimerziehung der 50er bis 70er-Jahre erinnert, ist Teil der Aufklärungsbemühungen der Landschaftsverbände. LWL und LVR haben bereits im Jahr 2009 je eine Telefon-Hotline für ehemalige Heimkinder eingerichtet. Diese hat seitdem viele Betroffene bei der Recherche in der eigenen Vergangenheit unterstützt, etwa durch Hilfe bei der Suche nach Heimakten.

In Heimkinderstudien haben LWL und LVR die Vorgänge in ihren Jugendhilfe-Einrichtungen und die Rolle ihrer Landesjugendämter als Heimaufsicht im Zeitraum vom Kriegsende bis in die 1970er Jahre von Forschern untersuchen lassen. Seit 2012 arbeiten bei den beiden Landschaftsverbänden Anlauf- und Beratungsstellen für ehemalige Heimkinder, die Betroffene bei ihren Anliegen unterstützen. Im Rheinland können Betroffene unter 0800 8094001 auch Vereinbarungen über Leistungen aus dem bundesweiten Fonds Heimerziehung abschließen.

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QUELLE: http://newspol.de/heimkinder-erinnerungsort-im-solinger-halfeshof/
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