Peter Wensierski auf Tour

Peter Wensierski auf Tour

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Sep 29, 2015 1:31 am

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Zur Veranstaltung mit Peter Wensierski am Fr. 02.10.2015 um 18:00 Uhr im Stadtmuseum Tübingen, Kornhausstraße 10, 72070 Tübingen

Veranstaltungshinweis @
http://www.locaside.com/event/Tuebingen/Stadtmuseum-Tuebingen/Peter-Wensierski3A-Schlaege-im-Namen-des-Herrn/1058423 und Stadtkarte @ https://www.google.de/maps/place/Kornhaus,+Kornhausstra%C3%9Fe+10,+72070+T%C3%BCbingen/@48.5212345,9.0532511,17z/data=!3m1!4b1!4m2!3m1!1s0x4799fad45f04567d:0xda89a91776343a19


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Weitere Infos zu Peter Wensierski: Schläge im Namen des Herrn

Der SPIEGEL-Autor Peter Wensierski berichtet über seine Recherchen zum Thema Heimerziehung in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit. Zahlreiche ehemalige Heimkinder, die bis heute teilweise massiv unter einer menschenverachtenden Behandlung in vorwiegend kirchlichen Heimen litten, brachen ihr Schweigen. Die Recherchen führten zum Buch "Schläge im Namen des Herrn" und zum ZDF-Spielfilm "Und alle haben geschwiegen" mit Senta Berger und Matthias Habich. Seine Recherchen trugen zur Einrichtung des Runden Tisches Heimerziehung bei, der die Missstände aufarbeiten und für eine Entschädigung der Opfer sorgen sollte.

Aus der Buchrezension: "Ein noch ganz dem Nationalsozialismus verhaftetes System der Sozialfürsorge entsorgte 25 Jahre lang unangepasste Jugendliche, nahm alleinstehenden Frauen oder anders auffälligen Eltern die Kinder weg und steckte sie in meist christliche Heime. Ordensschwestern und Ordensbrüder betätigten sich als Zuchtmeister und Kinderquäler, ungestört tyrannisierten sie hinter den Mauern ihrer Klöster und Heime Jungen und Mädchen."

Peter Wensierski wird im Stadtmuseum aus seinem Buch lesen und Filmmaterial zum Thema vorstellen.

Genügend Zeit für
Publikumsfragen und Diskussion ist eingeplant.

Eintritt: 2 Euro an der Abendkasse.

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Peter Wensierski auf Tour

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Okt 02, 2015 5:54 am

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Nochmalige Erinnerung an diesen heutigen Termin: http://www.party-reutlingen.de/events/view/id/137626/date/1443736800

Schläge im Namen des Herrn: SPIEGEL-Journalist Peter Wensierski zu Gast im Stadtmuseum

Anlässlich der aktuellen Sonderausstellung "Menschen(s)kinder!" ist Peter Wensierski zu Gast im Stadtmuseum.
Der SPIEGEL-Journalist spricht über das Thema Heimerziehung in der Bundesrepublik in den 1950er- und 1960er-Jahren. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen am Freitag, 2. Oktober 2015, 18 Uhr, im Stadtmuseum Tübingen, Kornhausstraße 10.
Peter Wensierski liest Auszüge aus seinem "Schläge im Namen des Herrn" (2006) vor. Ergänzend dazu zeigt er Ausschnitte aus seinem Fernsehfilm "Und alle haben geschwiegen" (2012) und anderen Dokumentarfilmen.


Im Anschluss daran gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

Der Eintritt kostet zwei Euro.

Fürsorge- und Heimerziehung war in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg noch weitgehend von militärisch-repressiven Strukturen durchzogen. Sie diente oft dazu, von der Norm abweichende Kinder und Jugendliche „in Linie“ zu bringen. Enge Hosen, die falsche Musik oder Familiensituationen mit einem allein erziehenden Elternteil konnten für das Jugendamt hinreichende Gründe sein, einzuschreiten. Die Erzieher, meist Ordensschwestern und -brüder, unterzogen ihre Schützlinge einer äußerst strengen Zucht. Viele blieben bis ins Erwachsenenalter traumatisiert, beschämt und waren erst Jahrzehnte später in der Lage, über ihre Erlebnisse zu reden.

Peter Wensierski, 1954 in Heiligenhaus geboren, recherchiert seit vielen Jahren zum Thema Heimerziehung in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit. Seine Recherchen trugen unter anderem zur Gründung des »Runden Tisches Heimerziehung« bei, der sich um Entschädigungen und Entschuldigungen für erlittenes Unrecht in deutschen Kinderheimen bemüht hat. Für sein Engagement wurde Peter Wensierski mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Die Ausstellung "Menschen(s)kinder! Vom Rettungshaus zur Kinder- und Jugendhilfe" ist noch bis Sonntag, 4. Oktober 2015, im Stadtmuseum Tübingen zu sehen. Sie beleuchtet die 175-jährige Entwicklung der Sophienpflege.

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