Heimkinder-Demo in Hannover, Di. 8. Sep. 2015, 10-14 Uhr

Heimkinder-Demo in Hannover, Di. 8. Sep. 2015, 10-14 Uhr

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Aug 31, 2015 5:07 am

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Heimkinder-Demo in Hannover, Dienstag, 8. September 2015

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Veröffentlicht am 25. August. 2015

08.09.2015: Demo in Hannover

Wir wollen, was uns zusteht: Eine angemessene Entschädigung!
[ Das Original wurde nachträglich um diese Zeile erweitert am 01.09.2015 ]

Friedliche Demo ehemaliger Heimkinder vor dem evangelischen Landeskirchenamt in Hannover, Rote Reihe 6, 10:00 Uhr bis ca. 14:00 Uhr.

Wir hoffen auf rege Beteiligung und schön große, ausdrucksstarke mitgebrachte Transparente!

[ Google Map @
https://www.google.de/maps/place/Rote+Reihe+6,+30169+Hannover/@52.37191,9.72789,17z/data=!3m1!4b1!4m2!3m1!1s0x47b074bc0297cf0f:0x2f9a5a55e264627a ]


Noch Fragen? Bitte melden bei
Walter Hans, Tel.: 04102-31547
[ Es handelt sich um einen Festnetz-Anschluss. Die Vorwahl 04102 gehört zum Ortsnetz von Ahrensburg, Schleswig-Holstein ]
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QUELLE / ORIGINAL @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/uncategorized/08-09-2015-demo-in-hannover/ ( Erstveröffentlichung am 25.08.2015 )

PS. Vielleicht interessiert die jetzige Heimkinder-Demo vor dem ev. Landeskirchenamt in Hannover ja auch den einen oder anderen hier, besonders unter denjenigen die in Hannover und Umgebung wohnen.
Ideale Chance ein paar Ehemalige Heimkinder im fortgeschrittenen Alter auch mal persönlich kennen zu lernen und diese zu unterstützen.

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Sep 06, 2015 1:23 pm, insgesamt 2-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
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Heimkinder-Demo in Hannover, Di. 8. Sep. 2015, 10-14 Uhr

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Sep 03, 2015 3:09 am

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Aus gegebenem Anlass war ich – der Australier Martin MITCHELL, der in Australien ansässig ist – am Mittwoch, 2. September 2015, um 06:09 Uhr (MEZ/CET) gezwungen folgende Stellungnahme in einem gleichlautenden Diskussionsfaden / Thread, der sich mit dieser geplanten Heimkinder-Demo in Hannover befasst, im HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18103-Heimkinder-Demo-in-Hannover-Dienstag-8-September-2015-10-Uhr-bis-14-Uhr/ abzugeben:

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Walter Hans, der ja der eigentliche Organisator dieser jetzigen hannoverschen Heimkinder-Demo ist und diese polizeilich angemeldet hat, ist genauso wie Du und ich ein Ehemaliges Heimkind im Alter von über 65 Jahren. Er selbst, und auch niemand in seiner Familie besitzt einen Komputer und er weiß daher auch nicht damit umzugehen. Er kennt die Vorteile des Internets nicht. Von den Vorwürfen, die Ihr ihm und mir hier macht weiß er nichts. Zur Kommunikation nutzt er, das was er kennt, das Telefon. Wollt Ihr ihn daher ausgrenzen und ihm „Dummheit“ und „Blödheit“ vorwerfen?

Individuelle Telefonanrufe sind billig in Deutschland, währendessen Anrufe aus Australien nach Deutschland ziemlich teuer sind; und noch viel teurer sind wenn sie sich ausdehnen. Es ist also viel einfacher für Ehemalige Heimkinder in Deutschland einander anzurufen, mit einander zu reden und Dinge zu besprechen und zu organisieren.

All diejenigen, die mich schon seit Jahren kennen, wissen genau, dass ich immer und so detailliert wie möglich genaue Information zur Verfügung stelle, vorausgesetzt, dass ich sie habe. Wenn ich hier also nicht mehr Information zur Verfügung gestellt habe, bedeutet das, dass auch ich nicht mehr weiß, als das was ich dazu im Internet finden konnte und Euch berichtet habe.

Die Heimkinder-Demo am Di. 09.8.2015 in Hannover wurde erstmalig am 25.08.2015, auf Bitte des Organisators
Walter Hans ( the non computer user ) auf der VEH e.V. Facebook-Seite erwähnt. Als ich das kürzlich sah, habe ich versucht diesbezüglich zu recherchieren, worauf ich dann diese von mir gepostete limitierte Information @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/uncategorized/08-09-2015-demo-in-hannover/ gefunden habe --- und diese Information sofort mit Euch geteilt habe.

Walter Hans – den ich persönlich nicht näher kenne – ist u.a. ein ex-Freistätter und ex-Stephanstiftler der 1960er Jahre und hat so wie manch einer von Euch auch viele leidvolle Jahre hinter sich. Es wäre schön wenn Ihr ihm Eure Solidarität zeigen würdet.

Wenn es im Internet seitens des VEH e.V. bisher keine weitere Information zu dieser Demo gibt, könnte dies vielleicht daran liegen, dass Vorstandsmitglieder zur Zeit krank sind und das Bett hüten (ich kann sie aus Australien nämlich momentan auch nicht erreichen).


Aber man kann jederzeit den Organisator Walter Hans unter der Festnetz-Rufnummer 04102-31547 erreichen, insbesodere wenn man in Deutschland lebt.
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PS. Vielleicht interessiert die jetzige Heimkinder-Demo vor dem ev. Landeskirchenamt in Hannover ja auch den einen oder anderen hier, besonders unter denjenigen die in Hannover und Umgebung wohnen.
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Re: Heimkinder-Demo in Hannover, Di. 8. Sep. 2015, 10-14 Uhr

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Sep 08, 2015 4:05 am

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Noch einmal hochgeholt für all diejenigen, die an der Heimkinder-Demo in Hannover teilnehmen wollten, bzw. möchten – zur Erinnerung:

DAS IST HEUTE !!


Martin MITCHELL hat geschrieben:.
Heimkinder-Demo in Hannover, Dienstag, 8. September 2015

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Veröffentlicht am 25. August. 2015

08.09.2015: Demo in Hannover

Wir wollen, was uns zusteht: Eine angemessene Entschädigung!
[ Das Original wurde nachträglich um diese Zeile erweitert am 01.09.2015 ]

Friedliche Demo ehemaliger Heimkinder vor dem evangelischen Landeskirchenamt in Hannover, Rote Reihe 6, 10:00 Uhr bis ca. 14:00 Uhr.

Wir hoffen auf rege Beteiligung und schön große, ausdrucksstarke mitgebrachte Transparente!

[ Google Map @
https://www.google.de/maps/place/Rote+Reihe+6,+30169+Hannover/@52.37191,9.72789,17z/data=!3m1!4b1!4m2!3m1!1s0x47b074bc0297cf0f:0x2f9a5a55e264627a ]


Noch Fragen? Bitte melden bei
Walter Hans, Tel.: 04102-31547
[ Es handelt sich um einen Festnetz-Anschluss. Die Vorwahl 04102 gehört zum Ortsnetz von Ahrensburg, Schleswig-Holstein ]
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QUELLE / ORIGINAL @ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/uncategorized/08-09-2015-demo-in-hannover/ ( Erstveröffentlichung am 25.08.2015 )

PS. Vielleicht interessiert die jetzige Heimkinder-Demo vor dem ev. Landeskirchenamt in Hannover ja auch den einen oder anderen hier, besonders unter denjenigen die in Hannover und Umgebung wohnen.
Ideale Chance ein paar Ehemalige Heimkinder im fortgeschrittenen Alter auch mal persönlich kennen zu lernen und diese zu unterstützen.

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Heimkinder-Demo in Hannover, Di. 8. Sep. 2015, 10-14 Uhr

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Sep 14, 2015 9:14 am

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Bezüglich der hannoverschen Demo organisiert von Walter Hans und ein paar anderen Heimkinder-Senioren.

Neue Presse - Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG -
Dienstag 08.09.2015 | 22:38 Uhr | Von Andreas Krasselt - Heimkinder - Hannover: Gerechtigkeit statt Almosen @ http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Hannover-Gerechtigkeit-statt-Almosen


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Heimkinder

Hannover: Gerechtigkeit statt Almosen
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Horst Windschers kam 1955 mit einem Jahr ins Heim. Warum - das wusste er auch 20 Jahre später noch immer nicht. Im Heim wurde er ruhiggestellt. „Ich bekam dreimal täglich Megafen und Haloperidol“, berichtet er, „ich habe auch Stromstöße bekommen.“ Bei den Medikamenten handelt es sich um gebräuchliche Psychopharmaka. Gestern stand Windschers mit Leidensgenossen vorm Landeskirchenamt. Demonstration einer Randgruppe, die um Gehör kämpft. „Wir wollen keine Almosen, wir fordern gerechte Entschädigung“ steht auf einem Transparent.

Hannover. Windschers war, 21 Jahre alt, nach seiner Entlassung eigentlich fertig mit dem Leben. „Ich habe danach sechs Jahre auf der Straße gelebt, angefangen zu trinken. Meine ganze Jugend ist weg. Die konnten mit einem machen, was sie wollten.“

Schulbesuch gehörte offenbar nicht dazu. Die Kinder wurden lieber zum Bauern aufs Feld geschickt, für 50 Pfennig am Tag. „Ich kann weder lesen noch schreiben“, bekennt Windschers. Manchmal plagen ihn Weinkrämpfe. „Ins Grab nehmen wir das alle mit“, sagt er.

Auch
Siegfried Massat (72), 1947 ins Heim gekommen, wird die Erinnerungen nicht los. „Die Misshandlungen haben sich wie Fußabdrücke ins Hirn gegraben“, sagt er, „die Erzieher damals waren ja ehemalige Soldaten aus dem Weltkrieg. Was meinen Sie, was da abging?“ Es habe lange gedauert, bis er sich jemandem anvertrauen konnte: „Erst nach 40 Jahren Ehe habe ich das erste Mal mit meiner Frau darüber sprechen können. Als Mann kann man so was ja niemandem erzählen.“

Siegfried Schöpe (77) gehörte zu den Kriegswaisen, die 1946 mit einem Kindertransport aus dem Osten nach Hannover kamen. „Im Herbst 1945 habe ich mitansehen müssen, wie ein polnischer Soldat meine Mutter ermordete“, berichtet er. In Hannover kam er ins Stephansstift. Auch hier wurden die Heimkinder in der Landwirtschaft eingesetzt. Eine Lehrstelle bei der Eisenbahn durfte er nicht antreten. Erst später fand Schöpe seinen eigenen Weg. Er ging zur Bundeswehr, machte dort eine Ausbildung, besuchte die Abendschule und war sogar vier Jahre bei der Nato im belgischen Mons.

Verweigerte Bildung, fehlende Rentenbeiträge, fehlende Unterlagen - viele ehemalige Heimkinder leben am Rande des Existenzminimums. Auch Johannes Neukirch, Sprecher des Landeskirchenamts, findet die Geschichten, die er sich gestern anhörte, erschütternd. „Die Landeskirche hat drei Millionen Euro in den Heimkinderfonds eingezahlt, aber es ist schwer, Gerechtigkeit herzustellen“, sagt er. Natürlich müsse man immer überlegen, ob das ausreiche: „Aber kein Geld kann das Leid aufwiegen.“

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Bezüglich der hannoverschen Demo organisiert von Walter Hans und ein paar anderen Heimkinder-Senioren.

Hannoversche Allgemeine - Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG -
Dienstag, 08.09.2015 - 21:49 Uhr - Von Gabriele Schulte - „Einst gedemütigt, heute abgespeist“ - Ehemalige Heimkinder fordern Entschädigung @ http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Ehemalige-Heimkinder-fordern-Entschaedigung


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„Einst gedemütigt, heute abgespeist“

Ehemalige Heimkinder fordern Entschädigung

[color=#000040Sie waren Kinder, als sie in Heimen der Kirche geschlagen, ausgebeutet, missbraucht wurden. Inzwischen sind die Frauen und Männer, die am Dienstag in Hannover demonstrierten, im Rentenalter. Sie fordern Entschädigung für das, was ihnen angetan wurde – und zwar das Zehnfache davon, was ihnen bislang ausbezahlt wurde.

Hannover. „Ehemalige Heimkinder fordern gerechte Entschädigung - keine Almosen“ steht auf einem Transparent, das sie bei sich tragen.

Der Protest richtet sich gegen das Kirchenamt der hannoverschen Landeskirche, vier Stunden lang harrt das gute Dutzend Senioren dort aus. „Unsere 500 Mitglieder stehen hinter uns“, sagt Heidi Dettinger. Die 68-Jährige aus Neustadt am Rübenberge ist die Bundesvorsitzende des Vereins Ehemaliger Heimkinder. Ungefähr das Zehnfache der für das erwiesene Unrecht gezahlten Summen müssten aus Sicht des Vereins fließen.

Die Landeskirche hat, wie auch die katholische Kirche, ihre Schuld vor sechs Jahren anerkannt und zusätzlich die Zustände in ihren diakonischen Heimen in der Zeit zwischen 1949 und 1975 umfassend dokumentiert - dahinter stehen Tausende Einzelschicksale. „Wir wurden gedemütigt und ausgebeutet, jetzt werden wir abgespeist“, sagt ein 73-Jähriger aus Hannover bei der Demonstration. Im Alter von 16 bis 18 Jahren habe er im berüchtigten evangelischen Heim für angeblich schwer erziehbare Jugendliche in Freistatt (Kreis Diepholz) ohne Entgelt Torf stechen müssen, durfte nicht zur Schule gehen, sei sexuell missbraucht und geschlagen worden. „Ich habe zugesehen, wie sie einen Freund von mir totgeschlagen haben“, erzählt der Hannoveraner. „Das läuft dir dein Leben lang nach.“

Walter Hans, der vom Jugendamt Holzminden nach Freistatt geschickt worden war und dort als junger Torfstecher bei einem Unfall alle Zähne verlor, hat eine Rechnung mitgebracht: 27 500 Euro habe er aus den Töpfen des Bundesfonds Heimerziehung und von der Landeskirche, hier speziell als Schmerzensgeld für Opfer sexueller Gewalt, bekommen, 280 000 hätten es seiner Ansicht nach sein müssen. Sein Rücken sei kaputt, die Seele auch. Er habe nicht lange am Stück arbeiten können, lebe in Armut, berichtet der 68-Jährige.

„Die Geschichten sind erschütternd“, sagt Johannes Neukirch, Sprecher der Landeskirche, der lange zugehört hat. „Das kann man nicht mit Geld aufwiegen.“ Diakoniesprecher Sven Quittkat ergänzt, dass der Fonds Heimerziehung deutlich aufgestockt worden sei. „Dort versteht man die Zahlung aber nicht als Entschädigung, sondern als Unterstützung für das jetzige Leben, in Anerkennung des Leids.“ Die Antragsfrist für den Fonds ist 2014 abgelaufen. Opfer sexuellen Missbrauchs aber können sich weiterhin an die Kommission bei der Landeskirche wenden.

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