FONDS HEIMERZIEHUNG "Pech gehabt", "»Anmeldefrist« versäumt"

FONDS HEIMERZIEHUNG "Pech gehabt", "»Anmeldefrist« versäumt"

Beitragvon Martin MITCHELL » So Jul 26, 2015 4:40 am

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»FONDS HEIMERZIEHUNG« "Pech gehabt" - "»Anmeldefrist« versäumt"

Siehe die neue diesbezügliche Stellungnahme von dem Evangelischen Pfarrer i.R. Dierk Schäfer, Diplom-Pädagoge und Diplom-Psychologe, in seinem Blog, Dierk Schaefers Blog vom Fr. 24.07.2015, um 22:23 Uhr (MEZ/CET) »Die Rechtsnachfolger in den Täterorganisationen haben gut kalkuliert.« @ https://dierkschaefer.wordpress.com/2015/07/24/die-rechtsnachfolger-in-den-taeterorganisation-haben-gut-kalkuliert/#comments

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Die Rechtsnachfolger in den Täterorganisationen haben gut kalkuliert.

Die Dead-line für Zahlungen aus den Heimkinderfonds hat funktioniert. Viele haben die Frist verpasst[
1]. Über das Warum und Wieso gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Aber die Täterorganisationen aus Staat und Kirche haben das, was sie ohnehin wollten: sie haben gespart. Für einen Skandal halten das ohnehin nur die negativ Betroffenen.

Natürlich ist es auch ein Skandal, dass selbst Qualitätszeitungen wie die Süddeutsche immer noch von „Entschädigungen“ schreiben. Denn das sollen die Zahlungen aus „gutem“ Grund nicht sein. Es handelt sich um freiwillig und auf Antrag gewährte Erleichterungen in heimbedingt schwierigen Lebenslagen. Wären es Entschädigungen gäbe es einen Anspruch. Und den soll und darf es nicht geben. So geraten selbst Rentenersatzleistungen und Therapiekosten zu freiwillig gewährten Leistungen der Täterorganisationen. Dabei wären solche Leistungen nicht einmal Entschädigungen, sondern selbstverständliche Pflicht und Schuldigkeit. Die ehemaligen Heimkinder wurden in eine Bittstellerposition gedrängt.

„Wir sind Bettler. Das ist wahr.“[
2] Doch so hatte Luther das auf seinem Sterbebett wohl nicht gemeint. Der Kollege, der mit der Sammelbüchse „bettelnd“ unterwegs war, schreibt: „Die, die etwas gegeben haben, die gingen gewöhnlich froh weiter. Die sich verweigerten, waren nachher nicht glücklicher, sondern griesgrämig.“[3] Wenn ich mir die betrügerischen Machenschaften von Kirchen und Staat anschaue, um die Kosten für die Versündigungen ihrer Vorgänger gering zu halten, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass sie in gutem Sinne froh waren, sondern eher griesgrämig, weil sie überhaupt etwas zahlen mussten. Sie haben die Sünden der Väter taktisch fortgesetzt. Mögen sie an ihrem Erfolg verrecken.

[
1] http://www.sz-online.de/sachsen/hunderte-ex-heimkinder-ohne-entschaedigung-3156994.html Freitag, 24. Juli 2015

[
2] http://www.update-seele.de/fr/impuls-der-woche/impulse-april/wir-sind-bettler-das-ist-wahr/

[3] http://www.update-seele.de/fr/impuls-der-woche/impulse-april/wir-sind-bettler-das-ist-wahr/

Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Heimkinder, Kinderrechte, Kirche, Staat

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Siehe auch rbb-online.de POLITIK: »Bilanz zum Hilfsfonds "Heimerziehung in der DDR" - Jedes zehnte ehemalige Heimkind geht leer aus« (24.07.2015) @ http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2015/07/Fonds-Heimkinder-Bilanz-jedes-zehnte-leer.html
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FONDS HEIMERZIEHUNG "Pech gehabt", "»Anmeldefrist« versäumt"

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jul 27, 2015 2:23 am

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HEIMERZIEHUNGS FONDS „Antragsfristverlängerung“ / „Meldefristverlängerung“ notwendig

Nach weitgehendem zu vorherigem Lobbying des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. :

wurde zumindest seitens des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen entschieden :

ERSTENS: - Münster

Schreiben des Direktors des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe an den „
Lenkungsausschuss“ des Fonds Heimerziehung-WEST :
Re »Antragsfristverlängerung« : »Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975« (Münster, 1. August 2014) @
http://www.veh-ev.eu/Downloadbereich/2_pdfsam_LWL-Fondsverlangerung.pdf
"die Antragsfrist für Betroffene beim Fonds Heimerziehung West um zwei Jahre bis zum 31.12.2016 zu verlängern."

ZWEITENS: - Köln

Beschlussfassung des Landesjugendhilfeausschusses Rheinland :
Re »Antragsfristverlängerung« : »Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975« (Köln, 20.08.2014) @
https://dom.lvr.de/lvis/lvr_rechercheWWW.nsf/0/A2B2F084BFC64C5EC1257D3B00311351?OpenDocument
"4. Der Landesjugendhilfeausschuss Rheinland appelliert an das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW, bei den Fondserrichtern darauf hinzuwirken, die Antragsfrist für Betroffene beim Fonds "Heimerziehung West" um zwei Jahre, bis zum 31.12.2016, zu verlängern."

Der „
Lenkungsausschuss“ des Fonds Heimerziehung-WEST gab dem aber bisher nicht statt.

Ich persönlich wüßte von keiner Betroffenen, die / keinem Betroffenen, der die Antragsfristverlängerung jemals abgelehnt hat oder aktuell oder zukünftig ablehnen würde.

Die diesbezügliche Einstellung zu dieser Frage (a) aller anderen Bundesländer (in diesem Fall „aller anderen alten Bundesländer“), (b) der beiden christlichen Kirchen und (c) des Bundes, war bisher nicht festzustellen; es ist leider nichts darüber im Internet zu finden.

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Aug 04, 2015 12:02 am, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Jul 28, 2015 1:46 am

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HEIMERZIEHUNGS FONDS „Antragsfristverlängerung“ / „Meldefristverlängerung“ notwendig

Verein ehemaliger Heimkinder e.V. auf seiner FACEBOOKSEITE (27.07.2015)

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https://www.facebook.com/VEHeV


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Nach wie vor ist der VEH e.V. der Meinung, dass der Fonds im besten Fall eine mittelfristige Lösung sein kann. Denn - egal wie oft die Presse meint, das verkünden zu müssen - eine Entschädigung ist es NICHT! Eine solche aber streben wir an - nach wie vor!
Solange es aber für die meisten von uns kaum eine andere Möglichkeit gibt, zumindest etwas Geld zu bekommen, ist die Befristung des Fonds schändlich und dient einzig und allein den EInzahlern, so viel Geld zu sparen, wie es geht... und zwar von der absolut ERBÄRMLICHEN SUMME, die überhaupt nur eingezahlt wurde!

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Verein ehemaliger Heimkinder e.V. auf seiner VEREINSWEBSEITE (26.07.2015)

@
http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/uncategorized/petiton-zur-entfristung-des-fonds/


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Petiton zur Entfristung des Fonds

Am 11.11.2014 schrieb der VEH e.V. folgende Petition an den Bundestag:

Petition Text
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der Fonds Heimerziehung (Ost wie West) entfristet wird und Anmeldungen sowie Zahlungen für ehemalige Heimkinder damit wieder möglich werden.

Begründung:
In der Zeit von 1949 bis 1975 lebten etwa 700.000 bis 800.000 Kinder und Jugendliche in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen in der Bundesrepublik Deutschland. Andere Schätzungen sprechen von 800.000 bis 1.000.000 Personen. Hinzu kamen Kinder und Jugendliche, die über einen längeren oder kürzeren Zeitraum in der Psychiatrie eingesperrt waren und tausende von Kindern in Einrichtungen für Behinderte.

Dieser Zahl entspricht eine geschätzten Zahl von 270.000 Kindern und Jugendlichen, die gezwungen waren, in Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen in der ehemaligen DDR zu leben.

Der Heimaufenthalt war vielfach von traumatisierenden Lebens- und Erziehungsverhältnissen geprägt: Misshandlungen, sexuelle Gewalt, Zwangsarbeit, Bildungsentzug waren systembedingt und an der Tagesordnung.

Wem während der Heimunterbringung im vorgenannten Zeitraum in der Bundesrepublik Deutschland bzw. in den Heimen der ehemaligen DDR Unrecht und Leid zugefügt wurde, das heute noch zu Beeinträchtigungen führt, „kann Unterstützung“ gewährt werden.

Aus einer Übereinkunft von Bund, westdeutschen Bundesländern und Kirchen ist der Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ hervorgegangen, der zum 1. Januar 2012 errichtet wurde.

Der Fonds „Heimerziehung Ost“, zuständig für Menschen, die in den Heimen der ehemaligen DDR ein ähnliches Schicksal wie in Westdeutschland erlitten, wurde erst zum 01.07.2012 eingerichtet, ist aber bereits seit dem 30.09.2014 für Neuanmeldungen geschlossen.

Die Anmeldefrist für ehemalige Heimkinder beim Fonds West war bis zum 31.12.2014 befristet, auch diese Frist ist also demnächst abgelaufen, obwohl:

1. davon ausgegangen werden kann, dass lediglich etwa 1 - 2 % der Anspruchsberechtigten West und weniger als 10 % der Anspruchsberechtigten Ost sich bislang überhaupt bei einer der Anlauf- und Beratungsstellen gemeldet haben;

2. der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. auch heute noch täglich Anrufe von Ehemaligen bekommt, die noch nie von diesem Fonds und dessen (wenn auch eingeschränkten) Möglichkeiten erfahren haben;

3. sich auf Grund weiterer Auswertungen von Akten und Unterlagen neue Tatsachen (u.a. auch zu dem festgelegten Zeitfenster 1949 – 1975 Fonds West) ergeben können und tatsächlich ergeben, aus denen sich Ansprüche ableiten lassen;

4. es nie eine ausreichende Bekanntmachung der Möglichkeiten der Inanspruchnahme des Fonds gegeben hat;

5. es sattsam bekannt ist, dass viele ehemalige Heimkinder es erst nach langer Zeit überhaupt wagen, den Verein, eine Behörde oder Anlauf- und Beratungsstelle aufzusuchen, selbst wenn sie von dem Fonds gehört oder gelesen haben;

6. die Namen der ehemaligen Heimkinder, die aus den unterschiedlichen Gründen in Heime der ehemaligen DDR eingewiesen wurden, den entsprechenden Behörden vorliegen, diese jedoch eine Benachrichtigung der Personengruppe aus „datenschutzrechtlichen Gründen“ verweigert;

7. es nicht mit dem Grundsatz zu vereinbaren ist, nach dem alle Menschen gleich seien und ihnen demnach die gleichen Möglichkeiten offen stehen müssen. Es kann und darf nicht sein, dass, wer erst nach dem 30.09.2014 (Ost) bzw. dem 31.12.2014 (West) von dem Fonds erfahren oder die Kraft gefunden hat, sich an diesen zu wenden, einfach leer ausgeht.

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––


Einige Zeit später bekamen wir die Nachricht, dass die Petition nicht online gestellt werde, da es sich um die Petition einer Gruppe ( VEH e.V. ) handele.
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Verein ehemaliger Heimkinder e.V. auf seiner VEREINSWEBSEITE (26.07.2015)

@
http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/uncategorized/petiton-zur-entfristung-des-fonds/


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Vor einem Monat erreichte uns dieses Schreiben

Deutscher Bundestag
Petitionsausschuss

Berlin, 24. Juni 2015
Bezug: mein Schreiben vom 9. April 2015

Referat Pet 3
AA, BKAmt, BMAS (Soz.), BMBF,
BMEL, BMFSF, BPrA

Oberamtsrätin Sonja Schuffla

Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: +49 30 227-39346
Fax: +49 30 227-30013

vorzimmer.pet3@bundestag.de


Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
Frau Heidi Dettinger
Gartenstr 21
31535 Neustadt am Rübenberge


Petitionsrecht

Pet 3-18-17-1030-018066 (Bitte bei allen Zuschriften angeben)

Sehr geehrte Frau Dettinger,

Ihre Eingabe habe ich den Abgeordneten, die dem Petitionsausschuss zu Ihrem Anliegen bericht erstatten werden, zugeleitet.

Nach abschließender Behandlung Ihrer Petition durch den Deutschen Bundestag werden Sie unaufgefordert über das Ergebnis unterrichtet werden. Ich bitte Sie sich bis dahin zu gedulden.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Sonja Schuffla

Sonja Schuffla

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Aug 04, 2015 12:00 am, insgesamt 1-mal geändert.
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FONDS HEIMERZIEHUNG "Pech gehabt", "»Anmeldefrist« versäumt"

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Aug 01, 2015 4:47 am

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HEIMERZIEHUNGS FONDS „Antragsfristverlängerung“ / „Meldefristverlängerung“ notwendig

Es gibt vereinzelte Stimmen im Internet, die jetzt laut werden und meinen der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. hätte diese kürzlich vom Verein ins Netz gestellte »Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages für eine Antragsfristverlängerung des "Fonds Heimerziehung-WEST" sowohl wie des "Fonds Heimerziehung-OST"« „nicht zügig genug eingereicht“.

Zu all diesen Kritikern sage ich und verbreite ich jetzt überall öffentlich im Internet:


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UNABHÄNGIG VON DIESER VORLIEGENDEN PETITION DES VEREINS

Jeder von Euch hätte, jederzeit, unabhängig und individuell, ebenso solch eine »Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages für eine Antragsfristverlängerung des "Fonds Heimerziehung-WEST" sowohl wie des "Fonds Heimerziehung-OST"« einreichen können, und nichts hindert sie/ihn daran auch jetzt noch solch eine Petition einzureichen!!

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Mo Aug 03, 2015 11:57 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Aug 01, 2015 4:56 am

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HEIMERZIEHUNGS FONDS „Antragsfristverlängerung“ / „Meldefristverlängerung“ notwendig

Zusätzlich zum Bundesland Nordrhein-Westfalen haben sich auch noch weitere Bundesländer / Parteifraktionen / Politiker für eine „Fristverlängerung“ beider FONDS HEIMERZIEHUNGOST und WESTeingesetzt.

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Bayerischer Landtag, 17. Wahlperiode - 11.11.2014Drucksache 17/4180
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http://www.gruene-fraktion-bayern.de/sites/default/files/14_11_11_drs.4180_berechtigte_ansprueche_ehemaliger_heimkinder_erfuellen_-_laufzeit_des_fonds_heimerziehung_verlaengern.pdf

[ Auszug ]


Dringlichkeitsantrag

der Abgeordneten Margarete Bause, Ludwig Hart-mann, Christine Kamm, Thomas Gehring, Ulrike Gote, Verena Osgyan, Katharina Schulze, Kerstin Celina, Ulrich Leiner, Claudia Stamm und Fraktion (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Berechtigte Ansprüche ehemaliger Heimkinder erfüllen – Laufzeit des Fonds Heimerziehung verlängern und Fondsmittel bedarfsorientiert aufstocken

Der Landtag wolle beschließen:


Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich beim Lenkungsausschuss des Fonds Heimerziehung für eine Verlängerung der Ende 2014 auslaufenden Anmeldefrist für die Beantragung von Leistungen des Fonds einzusetzen.
Da immer noch nicht alle ehemaligen Heimkinder von den Angeboten des Fonds erfahren haben, muss die Laufzeit um mindestens ein weiteres Jahr bis zum 31. Dezember 2015 verlängert werden.

[ ……… ]

Begründung:

Die Frist für die Anmeldung von Leistungen des Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1945 bis 1972“ läuft am 31. Dezember 2014 ab. Laut der zentralen [Münchener] „Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in Bayern“ haben bisher weit über 2.000 Menschen in Bayern Leistungen des Fonds beantragen können. Die Anlaufstelle geht jedoch ebenfalls davon aus, dass „trotz umfassender Öffentlichkeitsarbeit, medialer Berichterstattung und ‚Mund-zu-Mund-Propaganda‘ noch nicht alle ehemaligen Heimkinder von den Angeboten des Fonds erfahren haben“.
Der Ausschuss, für Soziales, Familie und Arbeit hat sich bereits mit einem interfraktionellen Beschluss vom 12. Juli 2013 für eine Verlängerung der Antragsfristen des Fonds bis zum 31. Dezember 2015 ausgesprochen. Angesichts der zeitlichen Dringlichkeit wird die Staatsregierung des-halb aufgefordert, sich im Lenkungsausschuss des Fonds noch einmal mit Nachdruck für eine Verlänge-rung der Antragsfristen und der Laufzeit des Fonds einzusetzen.

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DIE LINKE. FRAKTION IM HESSISCHEN LANDTAG ( 11.12.2014 ) @ http://www.linksfraktion-hessen.de/cms/abgeordnete/die-abgeordneten/marjana-schott/pressemitteilungen/5221-ehemalige-heimkinder-frist-fuer-antrag-auf-entschaedigung-endet.html

[ Auszug ]

Leider hätten nach Angaben von Expertinnen und Experten nur wenige der Betroffenen im Westen bisher einen Antrag auf Entschädigung gestellt. DIE LINKE hatte das hessische Sozialministerium gebeten, in einer öffentlichen Kampagne auf den Fonds hinzuweisen. Leider sei dazu zu wenig von Seiten des Landes passiert.
Deshalb werde DIE LINKE die Landesregierung auffordern, den Fonds zu entfristen und auch über das Jahr 2014 hinaus noch Anträge entgegen zu nehmen.

Schott: „Es gibt gute Gründe, warum jemand noch keinen Antrag gestellt hat. Viele kennen die Möglichkeiten zur Inanspruchnahme des Fonds nicht, andere wagen es erst nach langer Zeit überhaupt einen Verein oder eine Anlauf- und Beratungsstelle aufzusuchen. Es kann nicht sein, dass jemand, der oder die erst 2015 einen Antrag stellen will, einfach leer ausgehen wird.[color=#00040]“

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Freie Demokraten - FDP

09.07.2014 | FDP | Innen

@
http://www.liberale.de/content/barth-befristung-fuer-antragstellung-bei-hilfsfonds-aufheben

[ Auszug ]

BARTH:
Befristung für Antragstellung bei Hilfsfonds aufheben

Berlin. Zur vom Kabinett beschlossenen Aufstockung des Hilfsfonds für ehemalige Heimkinder im Osten erklärt der stellvertretende FDP‑Bundesvorsitzende UWE BARTH:

Wem eine Entschädigung zusteht, der muss sie auch bekommen. Deshalb begrüßen wir die Aufstockung des Hilfsfonds für ehemalige Heimkinder im Osten Deutschlands und fordern die Bundesregierung zudem auf, die zeitliche Befristung für eine Antragstellung aufzuheben. Die Erlebnisse in DDR-Heimen begleiten die Opfer ihr Leben lang. Das kann man weder zeitlich begrenzen, noch den Fonds lediglich mit unzureichenden finanziellen Mitteln ausstatten.

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Do Apr 26, 2018 3:59 am, insgesamt 2-mal geändert.
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FONDS HEIMERZIEHUNG "Pech gehabt", "»Anmeldefrist« versäumt"

Beitragvon Martin MITCHELL » So Aug 02, 2015 12:35 am

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HEIMERZIEHUNGS FONDS „Antragsfristverlängerung“ / „Meldefristverlängerung“ notwendig

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rbb online.de ( 27.07.2015 ) @ http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2015/07/Fonds-Heimkinder-Bilanz-jedes-zehnte-leer.html

Bilanz zum Hilfsfonds "Heimerziehung in der DDR"
- Jedes zehnte ehemalige Heimkind geht leer aus

[ Auszug ]

[ ……… ]

[] So lautet die Zwischenbilanz des von der Bundesregierung aufgelegten Hilfsfonds. Hunderte andere Ex-Heimkinder bekommen jedoch nichts - weil sie ihren Antrag zu spät gestellt haben.


Rund 630 ehemalige Heimkinder aus Berlin haben die Chance auf eine Entschädigung verpasst [ Und das betrifft bisher nur Berlin und anscheinend nur Betroffene aus dem Osten! - MM ]. "Sie haben sich leider zu spät bei uns gemeldet", sagte Herbert Scherer von der Berliner Anlauf- und Beratungsstelle. Die Frist lief im Oktober 2014 [ bzw. am 30.09.2015 - MM ] aus. Scherer bedauert, dass so viele Betroffene nun keine Leistungen bekämen. "Für sie ist es eine herbe Enttäuschung, dass sie wieder mal zu spät kommen", so Scherer.

[ ……… ]

Stand von 27.07.2015

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Ein Beispiel einer offiziellen Absage an einen Betroffenen im Westen

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vom LVR - Landschaftsverband Rheinland - in Köln

15. Juni 2015

Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“

Sehr geehrter Herr S………

Sie haben sich am 02.06.2015 telefonisch hier gemeldet, um sich für den o.g. Fonds registrieren zu lassen.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Betroffene ihre Anspruche lediglich bis zum 31. Dezember 2014 Anmelden konnten. Neuanmeldungen können seitdem nicht mehr entgegen genommen werden (s.a.:
http://www.fonds-heimerziehung.de).

Die Errichter des Fonds haben dazu entschieden

»Betroffene, die sich nach dem 31.12.2015 erstmals in einer Anlauf- und Beratungsstelle melden, konnen keine Leistungen des Fonds „ Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland“ erhalten. Dies gilt auch in Fällen, in denen die Betroffenen angeben, nicht rechtzeitig von der Existenz des Fonds oder von der Anmeldefrist erfahren zu haben.«

Ich bedauere Ihnen keine günstigere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Die Direktorin des Lanschaftsverbandes Rheinland

Im Auftrag
[ Unterschrift anonymisiert ]
[ Angestellte Identität anonymisiert ]

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Einem anderen Betroffenen, ebenso im Westen, wurde kürzlich von einer anderen Anlauf- und Beratungstelle, u.a., in einer weiteren schriftlichen Absage diesbezüglich folgendes mitgeteilt:

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Leider müssen wir ihnen mitteilen, dass die Anmeldefrist des Fonds Heimerziehung West am 31. 12. 2014 abgelaufen ist. Neuanmeldungen nach dem 31.12.2014 können nicht mehr entgegen genommen werden. Ausnahmen davon sind ausschließlich denkbar, wenn Betroffenen ohne eigenes Verschulden nachweislich daran gehindert waren, die Anmeldefrist einzuhalten (beispielsweise bei einem unvorhergesehenen, längeren Krankenhausaufenthalt). Sollte bei ihnen ein triftiger Grund für ihre verspätete Anmeldung vorliegen, dann sagen Sie uns bitte Bescheid, damit wir das prüfen können. [ ... ]
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UNABHÄNGIG VON DIESER VORLIEGENDEN PETITION DES VEREINS [ aufgeführt in einem Beitrag OBEN ]

Jeder von Euch hätte, jederzeit, unabhängig und individuell, ebenso solch eine Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages für eine Antragsfristverlängerung des "Fonds Heimerziehung-WEST" sowohl wie des "Fonds Heimerziehung-OST" einreichen können, und nichts hindert sie/ihn daran auch jetzt noch solch eine Petition einzureichen!!

HAT SCHON JEMAND VON DEN ZUSPÄTKOMMMENDEN SELBST SOLCH EINE PETITION EINGEREICHT ??

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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Feb 06, 2016 7:26 am

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DER FONDS HEIMERZIEHUNG TEILT ALLEN BETROFFENEN MIT !!

Der „Lenkungsausschuss“ hat jetzt bestimmt !!


Bekanntgebung @ https://www.fonds-heimerziehung.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/meldung.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=96&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a2f354546a0c15c101f9bae707c9de72

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Aktuelle Meldungen

16.11.2015 - Fonds „Heimerziehung in der DDR“: Ende der Ausnahmeregelung


Für Leistungen aus dem FondsHeimerziehung in der DDR“ galt die Anmeldefrist 30. September 2014. Betroffene, die sich nach Ablauf dieser Frist erstmals bei einer Anlauf- und Beratungsstelle gemeldet haben, konnten keine Fondsleistungen mehr erhalten. Das galt auch für Betroffene, die angaben, nicht rechtzeitig von der Existenz des FondsHeimerziehung in der DDR“ und/oder von der Anmeldefrist erfahren zu haben.
In Fällen, in denen Betroffene ohne eigenes Verschulden daran gehindert waren, die Anmeldefrist einzuhalten, fand eine Einzelfallprüfung durch den Lenkungsausschuss statt. Der Lenkungsausschuss hatte dafür in enger Anlehnung an § 32 Verwaltungsverfahrensgesetz („Wiedereinsetzung in den vorigen Stand“) eine Ausnahmeregelung festgelegt. Nach § 32 VwVfG kann nach einem Jahr seit dem Ende der versäumten Frist die Wiedereinsetzung nicht mehr beantragt werden.
Am 30. September 2015 endete somit auch die Frist für Anmeldungen, die nach der Ausnahmeregelung einzeln geprüft wurden. Das heißt: Es gibt jetzt keine Möglichkeit mehr, sich neu für Leistungen aus dem FondsHeimerziehung in der DDR“ anzumelden.

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DER FONDS HEIMERZIEHUNG TEILT ALLEN BETROFFENEN MIT !!

Der „Lenkungsausschuss“ hat jetzt bestimmt !!


@ https://www.fonds-heimerziehung.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/meldung.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=98&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8cbeb383efa48f19f2a0a9b61b943448

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Aktuelle Meldungen

26.01.2016 - Fonds „Heimerziehung West“: Ende der Ausnahmeregelung


Für Leistungen aus dem FondsHeimerziehung West“ galt die Anmeldefrist 31. Dezember 2014. Betroffene, die sich nach Ablauf dieser Frist erstmals bei einer Anlauf- und Beratungsstelle gemeldet haben, konnten keine Fondsleistungen mehr erhalten. Das galt auch für Betroffene, die angaben, nicht rechtzeitig von der Existenz des FondsHeimerziehung West“ und/oder von der Anmeldefrist erfahren zu haben.
In Fällen, in denen Betroffene ohne eigenes Verschulden daran gehindert waren, die Anmeldefrist einzuhalten, fand eine Einzelfallprüfung durch den Lenkungsausschuss statt. Der Lenkungsausschuss hatte dafür in enger Anlehnung an § 32 Verwaltungsverfahrensgesetz („Wiedereinsetzung in den vorigen Stand“) eine Ausnahmeregelung festgelegt. Nach § 32 VwVfG kann nach einem Jahr seit dem Ende der versäumten Frist die Wiedereinsetzung nicht mehr beantragt werden.
Am 31. Dezember 2015 endete somit auch die Frist für Anmeldungen, die nach der Ausnahmeregelung einzeln geprüft wurden. Das heißt: Es gibt jetzt keine Möglichkeit mehr, sich neu für Leistungen aus dem FondsHeimerziehung West“ anzumelden.

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Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Feb 12, 2016 8:33 pm

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Was diese jetzigen BEKANNTGEBUNGEN der Geschäftsstelle des FONDS HEIMERZIEHUNG (in Köln) betrifft, teilte mir Heidi Dettinger, die 1. Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.), gerade mit:

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[ 07.02.2016 ]

Ich habe mit vielen - wirklich vielen! - Leuten geredet, die sich nicht rechtzeitig beim Fonds melden konnten. Darunter gab es Krankenfälle mit langem Krankenhausaufenthalt, Auslandsaufenthalte (z.B. eine Frau lebte jahrelang in Peru, hatte nichts gehört und kam gerade zum Jahresende nach Deutschland zurück).

Ein einziger Fall war dabei, bei dem tatsächlich eine Ausnahme gemacht wurde. Und das nur deshalb, weil er nachweisen konnte, dass sein Antrag bei der Anlaufstelle verschlampt wurde. Er hat also gewartet, bis er eine Nachricht bekommt und als er - dann 2015 - bei der Anlaufstelle anrief, wurde ihm gesagt, er sei nicht gemeldet. Die Mail, die ihm als Nachweis diente, wurde als Fälschung unterstellt. Erst das Einschalten des Fam-Ministerium gab den Ausschlag und er wurde wieder auf die Liste genommen.

Bei Leuten aus DDR-Heimen habe ich von keiner einzigen Ausnahme gehört.

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