Todkrankes ehemaliges Heimkind braucht Hilfe! Spendenaufruf.

Todkrankes ehemaliges Heimkind braucht Hilfe! Spendenaufruf.

Beitragvon Martin MITCHELL » So Mär 22, 2015 2:30 am

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Todkrankes ehemaliges Heimkind braucht Hilfe! Spendenaufruf | Verein ehemaliger Heimkinder e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wenden uns in einem sehr dringenden Fall um Hilfe und Unterstützung an Sie.

Ein ehemaliges Heimkind, Franz Anthöfer, Sohn eines vormaligen US-Soldaten in Deutschland und einer deutschen Mutter, ist 1971 in die USA eingereist um seinen Vater zu finden. Nach langer Suche fand er ihn tatsächlich - der Vater war allerdings vor gerade fünf Wochen verstorben. Eine Exhumierung und ein Genabgleich bestätigten die Vaterschaft zweifelsfrei.

Seitdem lebt Herr Anthöfer mit Unterbrechungen in den USA. Heute leidet er an Magenkrebs und liegt im Krankenhaus Fairmont, West Virginia. Sein letzter Wunsch ist es, zum Sterben zurück nach Deutschland reisen zu können. Für einen Ambulanzflug aber fehlt ihm das Geld, da er völlig mittellos ist. Er steht auf der Liste der Auszuzahlenden des Fonds Heimerziehung in der Bundesrepublik. Allerdings kann diese Auszahlung für ihn zu spät kommen!

Da Herr Anthöfer unbedingt eine Begleitung braucht, werden auch die 10.000 Euro Sachleistungen, die er aus dem Fonds erwartet, nicht ausreichend sein, die Kosten für den Flug zu tragen. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen, einen Spendenaufruf zu starten.

Konto: Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
Bank: Hamburger Sparkasse
IBAN: DE52 2005 0550 1026 2144 76
BIC: HASPADEHHXXX
Stichwort: Anthöfer


Alle Spenden werden ohne Abzüge für die Transportkosten von Herrn Anthöfer verwendet werden!

Herr Anthöfer ist todkrank, verzweifelt und mutlos. Im Krankenhaus bekommt er keine adequaten Schmerzmittel, da die Minimalversicherung (medic-aid) diese nicht übernimmt. Der Gedanke daran ist so grausam und unerträglich, dass uns die Worte fehlen.

Wir bitten Sie inständig, dieses Hilfegesuch für ein geschundenes ehemaliges Heimkind, dass nur noch einen Wunsch hat: In seine alte Heimat, sein Geburtsland zurück zu kehren, [
in Ihrem Blatt / überall] zu veröffentlichen - zusammen mit dem Spendenaufruf. Helfen Sie uns dabei, ihm diesen letzten Wunsch möglich zu machen.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen jederzeit für Nachfragen und Informationen zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Heidi Dettinger
Verein ehemaliger Heimkinder e.V., Vorstand

Tel. 05032-964647

E-Mail
h.dettinger@veh-ev.eu

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Martin MITCHELL
 
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Todkrankes ehemaliges Heimkind braucht Hilfe! Spendenaufruf.

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Mai 01, 2015 10:58 pm

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Veröffentlicht am 30. April 2015

@ http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/uncategorized/geschafft/

GESCHAFFT

Franz Anthöfer hat es geschafft!

Er landete am 29.04.2015 in aller Früh in Frankfurt, wo er erst einmal ein paar Tage in einer Klinik ausruhen und sich erholen wird, ehe er den Rest des Weges aus West Virginia nach Köln in einem Krankenwagen zurücklegen wird.

Ermöglicht wurde dem schwerst krebskranken Franz Anthöfer dieser Wunsch, weil sich eine Reihe von Menschen zusammengetan hatten, und wochenlang alles daran setzten, die Deutsche Botschaft in Washington DC, das Auswärtige Amt in Berlin, das Familienministerium und den Fonds Heimerziehung zu überzeugen, eine helfende Hand auszustrecken.

Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. hat dazu beigetragen, was ihm möglich war: Zahllose Anrufe, Briefe und E-Mails an die Botschaft, das AA, das Ministerium, Sozialbehörden, den LVR, ein Spendenaufruf und ständiger Kontakt mit Franz Anthöfer via Skype haben es letztendlich vermocht, was am Anfang wie ein unmögliches Unterfangen erschien.


Wir möchten uns bei allen Beteiligten bedanken:

■ bei Erich Müller, der sich als interessierte und äußerst rührige Einzelperson bei Franz meldete und bei dem zeitweilig alle Fäden zusammenliefen,
■ bei Dr. Zoll, der mit seinem Fachwissen und seinem Engagement in nicht geringem Maße dazu beitrug, dass Franz die Bescheinigung der Flugfähigkeit von den amerikanischen Ärzten ausgestellt bekam und der außerdem dafür sorgte, dass Franz ein Bett in einem Kölner Krankenhaus bekommt,
■ bei Frau Bergmann vom BMFSFJ, die sich als freundlicher und zugänglicher Gegenüber erwies und die Umwidmung und Auszahlung der Sachleistungssumme aus dem Fonds Heimerziehung für Franz auf das Anderkonto von RA Nieporte sehr schnell ermöglichte,
■ bei RA Nieporte, der keinen Moment zögerte, sein Anderkonto gebührenfrei zur Verfügung für die Überweisung zur Verfügung zu stellen,
■ bei Herrn Eck von der Deutschen Botschaft in Washington DC, der sich dafür einsetzte, dass Franz ganz unbürokratisch einen gültigen deutschen Pass (seiner war ihm gestohlen worden) für die Einreise bekam und Franz selbst in West Virginia besuchte, um sich von der Dringlichkeit des Anliegens selbst zu überzeugen,
■ bei der Deutschen Lufthansa, die den Preis für den sicher aufwendigen und medizinisch begleiteten Flug bezahlbar machten,
■ bei dem Maltesern in den USA, die Franz kostenfrei von West Virginia nach Washington zum Flughafen brachten.
■ bei den vielen Ehemaligen Heimkindern, die einen wichtigen Teil zum guten Ausgang des Unterfangens beitrugen, indem sie spendeten, Franz anriefen, ihm ermunternde Mails schickten, sich nach ihm erkundigten, ihn mit ihren Gedanken und Wünschen begleiteten,
■ und bei all denen, die hier nicht ausdrücklich genannt sind: Ob es eine freundliche E-Mail war, ein Anruf, eine Auskunft, der Kauf eines Tablets für Franz, ein paar aufmunternde Worte, ein Ausdruck der Sorge oder des Mitgefühls – jede noch so kleine Geste war hilfreich!

Sie alle haben bewiesen, dass Solidarität und Empathie keine leeren Worte sind und selbst das schier Unmögliche ermöglichen können.

Wir freuen uns mit Franz, sind erleichtert mit ihm und hoffen mit ihm und für ihn, dass ihm noch ein paar gute Jahre in seiner Heimatstadt Köln gegönnt seien!

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Todkrankes ehemaliges Heimkind braucht Hilfe! Spendenaufruf.

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Mai 01, 2015 11:09 pm

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Kölner Stadt-Anzeiger @ http://www.ksta.de/koeln/vater-in-den-usa-gesucht-todkranker-franz-anthoefer-kehrt-dankt-spenden-nach-koeln-zurueck,15187530,30550020.html

Vater in den USA gesucht

Todkranker Franz Anthöfer kehrt dank Spenden nach Köln zurück

Erstellt 28.04.2015

[ Bild: „Franz Anthöfer im Krankenhaus in Weston (USA) Foto: privat“ ]

Für Franz Anthöfer geht sein größter Wunsch in Erfüllung: Er kommt zurück nach Köln. Nach einem Bericht im „Kölner Stadt-Anzeiger“ wird dem Schwerkranken die Heimreise ermöglicht.


Von Claudia Hauser

Köln. Franz Anthöfer hat es geschafft. Er kann endlich zurück nach Köln – das war sein größter Wunsch. „Es ist eine riesengroße Erleichterung“, schrieb er am Dienstag per E-Mail. Am Mittwoch soll er frühmorgens mit einer Boeing 747 aus Washington in Frankfurt landen. Die Lufthansa hat für den schwer kranken 63-Jährigen eine spezielle Transportkabine installiert, die einer Intensivstation gleicht. Ein Arzt begleitet ihn.

Nachdem der „Kölner Stadt-Anzeiger“ zuletzt Ende Februar über den Fall des Kölners berichtet hat, der sein Leben lang auf der Suche nach seinem amerikanischen Vater war, und nun im Sterben liegt, hat sich ein kleines Netzwerk von Menschen gegründet, die ihm helfen wollten.

Anthöfer zieht es jetzt, nach vielen Jahren in den USA, zurück in seine Heimat. „Ich würde gerne den Rest meines Lebens in Deutschland verbringen“, sagte er. Er hat Magenkrebs, wiegt kaum noch 50 Kilogramm und musste in einem Pflegeheim in Morgantown im US-Bundesstaat West Virginia zeitweise künstlich ernährt werden.

Im Heim aufgewachsen

Franz Anthöfer kam 1951 als sogenanntes Besatzungskind zur Welt. Sein Vater, ein amerikanischer GI, war längst wieder in den USA, als Anthöfer in Köln geboren wurde und seine Mutter ihn in ein Heim gab. 1971 fand er den Wohnort seines Vaters in West Virginia – tragischerweise war sein Vater wenige Wochen vorher verstorben. Eine Exhumierung und ein Gen-Abgleich bestätigten die Vaterschaft aber zweifelsfrei. Und so blieb Anthöfer in dem Ort, in dem der Vater zu Hause war.

Der „Verein ehemaliger Heimkinder“ organisierte eine Spendenaktion, Anthöfer steht außerdem Geld aus dem Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zu. 8000 Euro sind auf diese Weise zusammengekommen. Doch das reichte nicht für einen Ambulanzflug, der bis zu 70.000 Euro kosten kann.

Ein pensionierter Arzt aus Erftstadt, Wolf-Rüdiger Zoll, und Erich Müller, ein Kölner Ingenieur, gehören zu den Menschen, die Anthöfer helfen wollten, obwohl sie ihn nicht persönlich kennen. Zoll möchte Anthöfer im Marien-Hospital in Erftstadt unterbringen, möglicherweise auch im stationären Hospiz. Er war 25 Jahre lang Chef der Inneren Medizin in diesem Krankenhaus. „Wir haben in Deutschland viel mehr Möglichkeiten, ihm zu helfen“, sagt er. Anthöfer war in den USA unterversichert, er bekam deswegen nur eine Grundversorgung.

Den Domglocken lauschen

Erich Müller wandte sich an die Lufthansa und bat die Fluggesellschaft, Anthöfer nach Deutschland zu fliegen. Müller setzte sich in vielen Mails auch mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft in Washington auseinander. Schließlich senkte die Lufthansa die Kosten für den Krankentransport. „Wir unterstützen den Transport, möchten uns im Sinne des Patienten aber nicht zu weiteren Details äußern“, teilte eine Sprecherin mit. Rund 17.000 Euro soll er immer noch kosten. Die 8000 Euro fließen ein, den Rest übernimmt das Auswärtige Amt.

Erich Müller und Wolf-Rüdiger Zoll wollen Anthöfer am Flughafen begrüßen. „Ich bin froh, dass alles geklappt hat“, sagt Müller. „Ich wünsche mir, dass Herr Anthöfer noch ein paar schöne Jahre in Deutschland haben wird.“ Franz Anthöfer selbst schrieb am Dienstag: „Ich freue mich auf eine Tasse Schokolade und ein Stück Eissplittertorte im Café Reichard.“ Er will dabei den Blick auf den Dom genießen und „den Glocken lauschen“.


QUELLE: @ http://www.ksta.de/koeln/vater-in-den-usa-gesucht-todkranker-franz-anthoefer-kehrt-dankt-spenden-nach-koeln-zurueck,15187530,30550020.html .
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Siehe auch den vorhergehenden Artikel in dieser Sache im Kölner Stadt-Anzeiger, von Claudia Hauser, vom 26.02.2015, unter der Überschrift »Sein letzter Wunsch: Zurück nach Köln« @ http://www.ksta.de/koeln/koelner-schicksal-sein-letzter-wunsch--zurueck-nach-koeln,15187530,29980392.html .

Keine weiteren Spenden für Franz Anthöfer sind mehr notwendig. - Der Spendenaufruf ist hiermit beendet. - Wir danken allen Spendern.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jun 29, 2015 6:23 am

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Veröffentlicht am 24. Juni 2015

Franz Anthöfer

Gestern Abend um 23:00 Uhr erlag Franz seiner schweren Krankheit. Er schlief friedlich und ohne Schmerzen ein.

Wir trauern um einen, der nie aufgegeben hat, zu kämpfen. Sein letzter Wunsch war es, aus den USA in seine Heimatstadt Köln zum Sterben zurückzukehren. Das wurde ihm dank eines Unterstützerkreises von interessierten und engagierten Einzelpersonen, dem VEH e.V. sowie einiger offizieller Stellen ermöglicht. Das er den Kölner Dom und einige andere Stätten seiner Kindheit und Jugend noch einmal wiedersehen konnte, hat ihn in seinen letzten Wochen mit Freude erfüllt.

Wir sind froh und dankbar, dass er nicht allein gelassen wurde, die täglichen Besuche seiner Unterstützer haben ihm bis zuletzt geholfen, seinen schweren Weg zu gehen. Dank dafür.

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QUELLE: http://www.veh-ev.eu/Verstorbene/unsere-verstorbenen/franz-anthoefer/
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