HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Bundesrepublik Deutschland!

HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Bundesrepublik Deutschland.

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Jun 20, 2013 2:44 am

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HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/3322-warum-wurden-damalige-„heimkinder-zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-arbeit-bezahlt/index12.html#post345582 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]

Beitrag 358 – Beitrag von »martini« vom Dienstag, 21. August 2012, um 03:34 Uhr:

Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?

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Heimkinder-Zwangsarbeit wurde systematisch angewandt und betrieben !!!

Heimkinder-Zwangsarbeit in geschlossenen Kinder- und Jugendeinrichtungen betrieben von Kirche und Staat in Deutschland und Österreich über viele Jahrzehnte hinweg nach dem Krieg !!!
Viele namhafte Firmen zum Zwecke der Gewinnmaximierung hatten SOLCHE ARRANGEMENTS MIT DEN 'HEIMEN' UND 'ANSTALTEN' und waren wissentlich voll und ganz an dieser Heimkinder-Zwangsarbeit beteiligt !!!

Ich bin der Meinung, die damaligen Geschäftsführungen all dieser Firmen, die sich zum Zwecke der Gewinnmaximierung an Heimkinder-Zwangsarbeit beteiligt haben wußten es und wußten auch alle diesbezüglichen Details – und die heutigen Geschäftführungen all dieser Firmen, wenn sie sich informieren und logische Schlüsse ziehen, und auch wirklich bereit sind diese logischen Schlüsse zu ziehen und nicht einfach jetzt ihre Augen und Ohren verschließen, wissen es ebenso.



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Ganz objektiv und den TATSACHEN entsprechend:

( 1. ) Zu Nazizeiten haben deutsche und österreichische Firmen – Hersteller, Großhandel und Kleinhandel: Geschäftsleute und Landwirte – für DAS 'RECHT' ZUR ARBEITSAUSBEUTUNG von männlichen und weiblichen Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus fremden Ländern an die SS ( die 'HEIMLEITUNG' ) als BETREIBER DER KONZENTRATIONSLAGER UND AUSSENSTELLEN bezahlt, wohlwissend dass der Lohn nicht an die Insassen fließen würde. Das Wichtigste und Ausschlaggebenste war die Gewinnmaximierung.

( 2. ) In der Bundesrepublik Deutschland und in der Bundesrepublik Österreich haben deutsche und österreichische Firmen – Hersteller, Großhandel und Kleinhandel: Geschäftsleute und Landwirte – für DAS 'RECHT' ZUR ARBEITSAUSBEUTUNG von männlichen und weiblichen Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen des jeweilig eigenen Landes an die BETREIBER ( an die HEIMLEITUNG ) DIESER KINDERHEIME UND ANSTALTEN bezahlt, wohlwissend dass der Lohn nicht an die schutzbefohlenen meist minderjährigen Insassen fließen würde. Das Wichtigste und Ausschlaggebenste war die Gewinnmaximierung.

( 3. ) Kirche, Staat und FirmenALLE WAREN NUTZNIEßER und HABEN VON DIESER ARBEITSAUSBEUTUNG PROFITIERT.
Darum müssen ALLE IRGENDWIE UND AUF IRGENDEINE WEISE AN DIESEN VERBRECHEN UND MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN BETEILIGTEN jetzt endlich in die Pflicht genommen werden und den Opfernob KZ-Opfern oder Heimopfern, d.h. den ARBEITSAUSGEBEUTETEN / MISSHANDELTEN / GESCHÄDIGTENeineangemessene Entschädigungzahlen.

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( 4. ) Diesbezügliche wichtige Bekanntgebung aus dem Jahre 2004

11. Juni 2004

Achtung "Ehemalige Heimkinder"!
Gerichtsurteil betreffs unentlohnter "Kinderzwangsarbeit"


Präzedenzfall: Jugendlicher Zwangsarbeiter klagt im Landgericht!

Wie berichtet von mir, ungekürzt, auf meiner Webseite HEIMKINDER-UEBERLEBENDE.ORG @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Jugendlicher_Zwangsarbeiter_Adolf_Diamant_1957_Urteil.html ( Erstveröffentlichung: 11. Juni 2004 )

»Im April 1945 wurde Diamant [aus dem KZ] befreit. Geld hatten die KZ-Häftlinge natürlich nie erhalten, den Lohn zahlte die Firma [Büssing] direkt an die Verwaltung des KZ Neuengamme. Deshalb versuchte die Firma [Büssing], sich auch mit dem Hinweis, sie sei nicht für Geldforderungen zuständig, sondern «die Bundesregierung» als Rechtsnachfolger, aus der Verantwortung zu entziehen. Ohne Erfolg.

Das Gericht entschied, "NIEMAND SEI BERECHTIGT, DIE ARBEITSKRAFT EINER PERSON ZU KAUFEN, DIE RECHTSWIDRIG IHRER FREIHEIT BERAUBT IST". Der Vertrag sei unwirksam. Die Firma Büssing wurde zur Nachzahlung verurteilt."«
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Siehe auch selbst hier im HEIMKINDER-FORUM.DE im speziell von mir zu diesem Thema eingerichteten Thread ( im Mai 2010 eingerichteten Thread und fortgeführt bis Mai 2012 ! ) »Die Rechtslage betreffend „Heimkinder-Zwangsarbeit“ in der BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND !«, insbesondere Beitrag 27 und Beitrag 28 wo all dies schon einmal zuvor – und auch das "Adolf Diamant Gerichtsurteil", Braunschweiger Landgericht, aus dem Jahre 1957 – und in anderen weiteren Beiträgen in diesem Rechtslage-Thread auch zwei weitere relevante jüngere Gerichtsurteile bezüglich jüngeren Menschenrechtsverbrechen / Arbeitsausbeutung-Verbrechen / Lebenschancen-beeinträchtigende Verbrechen / Gesundheit-schädigende Verbrechen – genaustens erklärt wurde ( @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/10633-die-rechtslage-betreffend-„heimkinder-zwangsarbeit“-in-der-bundesrepublik-deutschland/#post218782 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ] ).
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Apr 21, 2019 4:01 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Do Jun 20, 2013 3:24 am

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HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/3322-warum-wurden-damalige-„heimkinder-zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-arbeit-bezahlt/index12.html#post345852 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]

Beitrag 356 – Beitrag von »martini« vom Dienstag, 21. August 2012, um 09:17 Uhr:

Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?

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»Die Rechtslage betreffend „Heimkinder-Zwangsarbeit“ in der BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND !«.

Ich verweise einfach nochmals auf den Gesamtinhalt meines vorherigen Beitrages in diesem Thread »Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?« – Beitrag 358 ! – und auch auf alles was darin diesbezüglich verwiesen wird und wurde.

Desweiteren und schon allein: Jegliches EINSPERREN / WEGSPERREN auf Dauer einer Person ( für Stunden / Tage / Monate / Jahre ) ohne gerichtliches Urteil, zur Bestrafung einer Straftat als Voraussetzung, ist FREIHEITSBERAUBUNG.
Obendrein ist jegliche ZWANGSARBEIT in sich selbst in allen Rechtsstaaten verboten.

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Beitragvon Martin MITCHELL » Do Jun 20, 2013 4:21 am

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HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/3322-warum-wurden-damalige-„heimkinder-zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-arbeit-bezahlt/index13.html#post345877 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]


ANFANG DER VOLLSTÄNDIGEN WIDERGABE DIESES BEITRAGS AUS DEM HEIMKINDER-FORUM.DE


Beitrag 362 – Beitrag von »martini« vom Dienstag, 21. August 2012, um 13:12 Uhr:

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Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?

Diese wiederholten schon jahrelang andauernden Angriffe auf meine Person seitens dem namenlosen nordrheinwestfälischen GRÜNEN Kommunalpolitiker, Boardnutzer »NINGUNO«, habe ich mich entschlossen einfach total zu ignorieren. Stattdessen erlaube ich mir in diesem von mir am 7. August 2008, um 08:43 Uhr eröffneten Thread »Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?« noch einmal, insbesondere, auf folgende von mir in diesem Thread verfasste Beiträge zu verweisen:


( Zwischen Di. 22. Mai 2012 und Fr. 17. August 2012 war Sendepause in diesem Thread. )


»martini« - Beitrag 355 - verfasst Fr. 17.08.2012 um 03:49 Uhr

Insbesondere in Bezug auf meine vorherigen Beiträge IN DIESER SACHE:

Beitrag 349, Beitrag 350, Beitrag 351, Beitrag 352, Beitrag 353 und Beitrag 354 ( oben ) hier in diesem Thread.


Nutznießer-Firmen von Heimkinder-Zwangsarbeit müssen zahlen ! - Sie müssen dazu gezwungen werden sich an Entschädigungszahlungen zu beteiligen !


Zwangsarbeit ehemaliger Heimkinder.
= Child slave labour of children in care.




EUROPA

EHEMALIGE HEIMKINDER SOLIDARISIEREN SICH

In Österreich geht es anders als in Deutschland.
In Österreich kommt etwas ins rollen.
In Deutschland ist soetwas von den Verantwortlichen nicht gewollt.


Das Heim St. Martin: Grausame Erziehungsmethoden und Ausbeutung.

Firmenchef Martin Darbo sucht das Gespräch mit ehemaligen Heimkindern, die für sein Unternehmen gearbeitet haben.

Z I T A T

KURIER @ http://kurier.at/nachrichten/4508479-heimskandal-darbo-will-loehne-nochmals-zahlen.php

LETZTES UPDATE AM 16.08.2012, 19:46

Heimskandal: Darbo will Löhne nochmals zahlen
Wenn Gelder für die Arbeit von Heimkindern einbehalten wurden, will Martin Darbo die Betroffenen entschädigen, erklärt er im KURIER-Interview.


Neben Swarovski [ http://kurier.at/nachrichten/4508244-heimkinder-schufteten-fuer-swarovski.php (14.08.2012, 18:43 ) ] und anderen Unternehmen vergab auch der Marmeladenfabrikant Darbo [ http://kurier.at/nachrichten/4508329-auch-darbo-liess-heimkinder-arbeiten.php ( 16.08.2012, 10:44 ) ] Arbeiten an das Tiroler Landeserziehungsheim St. Martin. Firmenchef Martin Darbo im KURIER-Gespräch über die Aufarbeitung der Vergangenheit und mögliche Entschädigungen.

KURIER: Wann haben Sie zum ersten Mal von der Heimkinder-Arbeit für Darbo erfahren?

MARTIN DARBO: Dass 15-Jährige oder ältere Jugendliche, die in St. Martin gewohnt haben, im besagten Zeitraum bei uns beschäftigt waren, ist nicht neu. Neu ist jedoch jetzt seit vorgestern der Verdacht, dass diesen der von uns bezahlte Lohn offenbar vorenthalten wurde.

KURIER: Wann wurden Arbeiten an die Landeserziehungsanstalt St. Martin vergeben?

DARBO: Vor zirka 30 Jahren.

KURIER: Wissen Sie schon Näheres, welche Arbeiten von den Mädchen verrichtet wurden?

DARBO: Wie bereits gesagt im Bereich Verpackung, Einsätze in anderen Abteilungen konnte ich nicht erheben. (Dem KURIER gegenüber sprach ein ehemaliges Mädchen aus dem Heim St. Martin auch von Arbeiten an einer Maschine, Anm.)

KURIER: Die Verrechnung der Löhne wurde mit dem Heim durchgeführt. Lässt sich nachvollziehen, wie das abgelaufen ist?

DARBO: Über die konkreten Abrechnungsmodalitäten konnte ich bis jetzt nichts in Erfahrung bringen.

KURIER: In einer Stellungnahme sagten Sie, es sei Ihnen wichtig, dass niemand umsonst für Ihr Unternehmen arbeiten muss. Was bedeutet das konkret?

DARBO: Ich will wissen ob bzw. wie viel des von uns bezahlten Lohns den Mitarbeiterinnen dann auch zugekommen ist. Es muss sichergestellt werden, dass unser Lohn von damals endlich jenen zukommt, die auch gearbeitet haben.

KURIER: Sie wollen den Lohn nachzahlen?

DARBO: Wenn die ehemaligen Mitarbeiterinnen, die bei uns gearbeitet haben, bei den tatsächlich Verantwortlichen mit ihren rechtmäßigen Ansprüchen nicht durchdringen sollten, dann werden wir den vor über dreißig Jahren bezahlten Lohn ein zweites Mal, und diesmal direkt zahlen.

"Großes und unentschuldbares Unrecht"

KURIER: Träger des Heimes St. Martin war das Land Tirol. Hatten Sie schon Kontakt?

DARBO: Ich habe mich gestern direkt an das Heim gewandt, von dort wurde meine Anfrage an das Amt der Tiroler Landesregierung weitergeleitet, wie mir bestätigt wurde.

KURIER: Sie sprachen von eventuellen Regressansprüchen gegen Dritte. Wie gehen Sie vor?

DARBO: Vorab ist zu klären, welche Ansprüche bestehen, dann kann über die Art des weiteren Vorgehens gesprochen werden.

KURIER: Die Firma Swarovski will die Arbeit von Heimkindern historisch aufarbeiten lassen. Wäre das auch für Darbo ein gangbarer Weg?

DARBO: Für mich ist der direkte Weg der Kontakt mit jenen damals Jugendlichen, die vor zirka 30 Jahren bei uns gearbeitet haben und – wie jetzt naheliegt – nichts von dem Geld erhalten haben, dass wir vereinbarungsgemäß gezahlt haben. Auf diese Weise wird am meisten festzustellen sein.

KURIER: Was würden Sie einem Heimkind, das für Ihre Firma gearbeitet hat und vermutlich vom Heim kein Geld gesehen hat, heute sagen?

DARBO: Ich würde mich nach deren Sicht der Dinge erkundigen und danach, wo aus Sicht der ehemaligen Mitarbeiterin der vorenthaltene Lohn schuldwidrig einbehalten worden sein könnte. Und ich würde meine Ansicht ausdrücken, dass nicht weitergeleiteter Lohn für geleistete Arbeit jedenfalls ein großes und unentschuldbares Unrecht den Betroffenen gegenüber darstellt.

Auf Bitte von Martin Darbo wird der KURIER den Kontakt mit den Frauen herstellen.



EUROPA

EHEMALIGE HEIMKINDER SOLIDARISIEREN SICH

In Österreich geht es anders als in Deutschland.
In Österreich kommt etwas ins rollen.
In Deutschland ist soetwas von den Verantwortlichen nicht gewollt.


Österreichischer Firmenchef sucht das Gespräch mit ehemaligen Heimkindern, die für sein Unternehmen haben arbeiten müssen.

In Deutschland ist soetwas von den Verantwortlichen – d.h. von den Nutznießern und Profiteuren all solcher unentlohnten HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT und all denjenigen, die es erlaubt haben und unterstützt haben – nicht gewollt. Sie wollen keine Gespräche mit den Heimopfern DARÜBER führen und auch KEINE DIESBEZÜGLICHE WIEDERGUTMACHUNG leisten. Und derer Verantwortlichen sind sehr viele in Deutschland, sehr viel mehr als in Österreich: Siehe einen diesbezüglichen Artikel vom 17. Juli 2010 im EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG NR. 1 @ http://heimkinderopfer.blogspot.com.au/2010/07/ehemalige-heimkinder-heimkinder.html »EHEMALIGE HEIMKINDER – „Heimkinder-Zwangsarbeit“ – Wo sind all die Kinder, die in Westdeutschland zwischen 1945 und 1992 Zwangsarbeit leisten mussten?«, wo eine große Zahl dieser in dieser HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT involvierten deutschen und internationalen Firmen beim Namen genannt werden ( und diese Firmenliste gibt nicht an vollständig zu sein ).
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ENDE DER VOLLSTÄNDIGEN WIDERGABE DIESES BEITRAGS AUS DEM HEIMKINDER-FORUM.DE
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HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Bundesrepublik Deutschland.

Beitragvon Martin MITCHELL » So Jun 23, 2013 2:12 am

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HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/3322-warum-wurden-damalige-„heimkinder-zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-arbeit-bezahlt/index13.html#post346007 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]

Beitrag 364 – Beitrag von »martini« vom Mittwoch, 22. August 2012, um 02:56 Uhr:

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Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?


Nutznießer-Firmen von Heimkinder-Zwangsarbeit müssen zahlen ! - Sie müssen dazu gezwungen werden sich an Entschädigungszahlungen zu beteiligen !


Zwangsarbeit ehemaliger Heimkinder.
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KURIER @ http://kurier.at/nachrichten/4509030-heimskandal-firma-beweist-zahlungen.php

LETZTES UPDATE AM 21.08.2012, 15:37

Heimskandal: Firma beweist Zahlungen.
32 Jahre alte Erlagscheine belegen Überweisungen für die Arbeit von Heimzöglingen an das Erziehungsheim.

Allein im Arbeitsmonat November 1980 hat Claudia K. Lampenschirme für 7298,41 Schilling angefertigt. Das Geld wurde von der Firma EGLO-Leuchten am 4. Dezember 1980 überwiesen. Nicht an Claudia K., sondern vereinbarungsgemäß an die Landeserziehungsanstalt St. Martin in Schwaz in Tirol.

Wie der KURIER berichtete, haben ehemalige Heimkinder bis in die 1980er-Jahre für externe Firmen gearbeitet. Für Swarovski (Anfertigung von Kristallbändern) und das Bundesheer (Wäsche waschen und bügeln) wurden die Arbeiten im Heim St. Martin durchgeführt. Der Marme­laden-Hersteller Darbo ließ die 15- bis 18-jährigen Mädchen im eigenen Werk arbeiten, für die Firma EGLO-Leuchten sind beide Arbeitsweisen dokumentiert.

Bei allen gleich (nur bei Swarovski derzeit noch nicht belegt): Der Verdienst ging direkt ans Heim. Viele ehemalige Heimkinder – die Vorwürfe reichen bis in die 1960er-Jahre zurück – beklagen heute, dass die Erziehungsanstalt ihnen den Lohn größtenteils oder komplett vorenthalten habe.

Das Beispiel Claudia K. zeigt, dass reichlich Geld in die Heimkassa gespült wurde: Die 7298,41 Schilling aus 1980 entsprechen inflationsbereinigt der heutigen Kaufkraft von rund 1200 Euro. "Das ist aber nur ein Monat und nur eine Arbeiterin", sagt Ludwig Obwieser, Gesellschafter von EGLO. Da viele Heimzöglinge für Firmen gearbeitet haben, sei davon auszugehen, dass monatlich zigtausend Schilling auf das Konto des Heimes überwiesen wurden.


Nicht versichert

Zusätzlich zum Tragen kommt, dass keines der Mädchen aus St. Martin pensions- oder krankenversichert war. Wie der Historiker Horst Schreiber berichtet, hat die Tiroler Opferschutzkommission darauf bereits im Juli 2010 hingewiesen und der Landesregierung empfohlen: Es "sollen daher all jene Heimzeiten angerechnet werden, in denen sie nicht sozialversichert waren".

Der Druck von Medien und Firmen hat die Tiroler Landesregierung veranlasst, eine Kommission zur Arbeit in Heimen einzurichten. Am Dienstag , so hieß es aus dem Büro von Soziallandesrat Gerhard Reheis (SPÖ), soll die Zusammensetzung des Gremiums besprochen worden sein.

Swarovski, Darbo und EGLO haben bereits Kontakt mit ehemaligen Heimkindern aufgenommen. Ludwig Obwieser von EGLO fordert die Tiroler Politik auf, rasch zu klären, in welchen Kanälen der Lohn der Heimkinder möglicherweise versickert ist.

Dem Land kann bei der Suche geholfen werden: Die noch immer existierende Kontonummer des Tiroler Landeserziehungsheimes St. Martin bei der Sparkasse Schwaz ist der Firma EGLO und dem KURIER bekannt.

Heer sucht Kontakt zu Betroffener

Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Bundesheer-Soldaten haben den Tiroler Militärkommandanten Herbert Bauer "schwer erschüttert". Mittels der im KURIER erschienenen Fotos, die den Maskenball im Heim St. Martin zeigen, bei dem zumindest eine 16-Jährige vergewaltigt worden sein soll, und durch ein Gespräch mit der Betroffenen, der heute 61-jährigen Hanni P., will Bauer der Sache auf den Grund gehen.

Am Montag hat Generalmajor Bauer eine dreiköpfige Untersuchungskommission gegründet, der er selbst vorsitzt. Dem Gespräch mit dem mutmaßlichen Vergewaltigungsopfer Hanni P. wird auch deren Psychologin beiwohnen. Einen Termin gibt es noch nicht.

Dann gilt es zu klären, welche ehemaligen Offiziere oder Unteroffiziere auf den Fotos erkennbar sind. Sie könnten wichtige Zeugen sein.

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Beitragvon Martin MITCHELL » So Jun 23, 2013 3:00 am

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HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/3322-warum-wurden-damalige-„heimkinder-zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-arbeit-bezahlt/index13.html#post346010 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]

Beitrag 365 – Beitrag von »martini« vom Mittwoch, 22. August 2012, um 05:22 Uhr:


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In Österreich geht es anders als in Deutschland.
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Di. 21.08.2012, 20:57 – Leserkommentar eines österreichischen ehemaligen Heimkindes, Ingrid Oktober:
QUELLE: KURIER.AT @ http://kurier.at/nachrichten/4509030-heimskandal-firma-beweist-zahlungen.php :

Dafür, dass die Kinder/Jugendlichen für ein Butterbrot arbeiten mussten, hat ihnen das Heim die Freizeitgestalltung doch "nett" gemacht.
Sie wurden verprügelt (meine nicht die gesunde Watschn)! in den Karzer gesperrt, gedemütigt, vernachlässigt, oft noch vergewaltigt.
Die Berufsausbildung war kein Thema und Vorbereitung fürs Leben fand nicht statt - und das alles unter der Aufsicht des Jugendamtes, des Landes, der Stadt Innsbruck! Oder gab es nicht mal diese "Aufsicht"?
Wie sehen das die heutigen Verantwortlichen? Jetzt nachdem das jahrelange "wir haben nichts gewußt" nicht mehr durchgeht?
Diese Einstellung herrschte in ganz Österreich und alle Jugendämter, Landeskaiser, Bürgermeister, Magistrate, psychologische Gutachter, Parteien....... spielten da mit.
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Und die QUELLE all dieser folgenden Leserkommentare, von deutschen ehemaligen Heimkindern, ist http://www.openpetition.de/petition/kommentare/zwangsarbeit-ehemaliger-heimkinder - und all diese Leserkommentare wurden dort im Juni/Juli 2012 abgegeben:

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[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Ich bin nicht freiwillig 18½ lange Jahre: von 1944-1964 in die Heime gegangen. Für alle von uns verrichteten Arbeiten wurden wir gezwungen. Wir hatten nur die Wahl zu arbeiten oder Prügel zu beziehen und weggesperrt zu werden. Über die Firmen Welscher und Voss (Wuppertal) erhielten wir von diversen Hotels und Krankenhäusern Bettwäsche, Tischdecken, die wir mangelten sowie blaue Arbeitslatzhosen (Blaumänner) von den Zechen, die wir bügeln mussten. Wir Mädchen wurden sage und schreibe mit einem Marienbildchen entlohnt. Da hatten Kirchen, Firmen und der Staat gewaltig an uns verdient. Deswegen fehlen mir heute 6 Jahre wo keine Rentenbeiträge eingezahlt wurden.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

"HOLEN WIR UNS UNSER GELD ZURÜCK".
Ausbeutung durch Kinderarbeit, Zwangsarbeit/Arbeitszwang haben sich einzelne Unternehmen; Kirche und Staat an uns bereichert. Nachweislich kann ich dokumentieren durch ein Fürsorgekostenblatt, welches vom LWV Hessen mit Sitz in Kassel, wer für mich 13 Jahre Heimaufenthalt alles eingezahlt hat, bei mir, beide Elterteile, Verwandschaft, Kindergeldkasse Nürnberg, Diozöse Augsburg usw. und doch mußte ich von 1960-1971 für den Selbserhalt der Heime durch Arbeit meiner Hände beitragen. Ausgebeutet, geschunden durch körperliche Arbeit bis zur Erschöpfung haben wir zur Bereicherung der Heime beigetragen. Jetzt wollen sie sich aus der Verantwortung ziehen. Alle wußten davon und keiner hat was dagegen getan. Es gab und gibt es heute noch Verträge der Amtshaftung und Staatshaftung. Verjährung wollen sie uns durch Manipulation einreden. Für alles gibt es eine Stiftung, warum nicht für uns??? Wir wollen gerecht entlohnt werden und nicht mit ein paar Euro abgespeist werden.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

THE FEDERAL REPUBLIK OF GERMANY OWES A DEBT ( 1949-2012 )
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND IN DER PFLICHT ( 1949-2012 )

Nutznießer-Firmen von Heimkinder-Zwangsarbeit müssen zahlen ! - Sie müssen dazu gezwungen werden sich an Entschädigungszahlungen zu beteiligen !

Zwangsarbeit ehemaliger Heimkinder. = Child slave labour of children in care.
Child slave labour of children in care. = Zwangsarbeit ehemaliger Heimkinder.

Kirche, Staat und alle involvierten Industrie- und Landwirtschaftsbetriebe sind die Schuldigen und somit die Schuldner.

"Abuse was not the failure of the system, abuse was the system !"
„Abusus war nicht das Verfehlen des Systems, Abusus war das System !

The profiteers of child slave labour must be taken to task. The profiteers of child slave labour must pay compensation.

Zu berücksichtigen in der HEIMKINDER-ENTSCHÄDIGUNGSFRAGE, ist, daß wir ja keinen Krieg mehr hatten als diese Geschehen stattfanden, daß es keinen Führer mehr gab, der solche Dinge wie sie Heimkindern in Westdeutschland widerfahren sind angeordnet hatte, und dessen Befehl man auszuführen hatte. Mit solchen Ausreden können sich die Täter und ihre Rechtsnachfolger also nicht herausreden. Und gerade dieser Unterschied, sollte, m.E., auch immer und immer wieder hervorgehoben werden. Die Verbrechen, die gegen UNS begangen wurden, zu Friedenszeiten, und in einer "Demokratie", müssen daher, unter jeder Rechtsordnung, rechtsmäßig als viel, viel schlimmer eingestuft und bewertet werden, als Verbrechen begangen in einer "Diktatur"; und eine und jede den Opfern zustehende ENTSCHÄDIGUNG muß auch dies in Betracht ziehen und berücksichtigen, und die einem jeden zustehende ENTSCHÄDIGUNG muß daran gemessen werden.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

1946 gab es viele "freiwillige" Trümmerfrauen. Ich aber wurde im Heim zum Steineklopfen gezwungen, ohne Wekzeug, sondern mit bloßen Händen, weil dieses Heim vom Krieg beschädigt war. Ich hatte keine andere Wahl. Endweder gab es Klöppe oder man wurde weggesperrt.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Mir ist die Entschädigung ehemaliger Heimkinder sehr wichtig - es ist nur eine kleine Entschädigung für erlittenes Leid, aber eine Anerkennung.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Die Heimkinder die die zu Zwangsarbeit verpflichtet wurden, sollten auf jeden Fall entschädigt werden, die Firmen die davon profitiert haben sollten dazu verpflichtet werden.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Wir verlangen eine ENTSCHÄDIGUNG für die geleistete Zwangsarbeit - nicht ein Almosen, um das wir auch noch betteln müssen!


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Bereits ab dem 9. Lebensjahr musste ich - unter Androhung von Schlägen mit dem Rohrstock - zwangsweise auf den Feldern des selbstversorgenden Heimes bis zu 8 Std. pro Tag arbeiten, ohne dafür auch nur 1 Pfennig zu bekommen. Auch wurde ich in den Ferien an Bauern der Umgebung zur schweren körperlichen Arbeit ausgeliehen. Bekommen habe ich NICHTS. Das war verbotene Kinderzwangsarbeit. Wohlgemerkt: alles im Alter von 9 - 14 Jahren!!!


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Betroffener, Opfer der Diakone des Kinder-KZ Stephansstift Hannover, Opfer der perversen, menschenverachtenden Diakone, die heute die Opfer verhöhnen!

Ich fordere Entschädigung, weil: 1.) ich einen lebenslangen Schaden durch die Schwerstarbeit, die ich als Kind leisten musste, davontrug. 2.) weil mir, da ich die Arbeit leistete, auch das entsprechende Entgelt in adäquater Höhe zusteht, was ich bis heute noch nicht erhalten habe. Durch meine Kinderhände-Arbeit hat das Heim enorme Personalkosten in verschiedenen Bereichen eingespart. 3.) weil Kinder- und Zwangsarbeit gegen das Grundgesetz verstößt, und von daher mit Strafe und Entschädigungszahlung geahndet werden müsste. Warum sollte das in meinem Fall nicht gelten? Wenn ich jemanden schädigen und seinen Verdienst einbehalten würde


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Weil den Opfern Entschädigung nach den Konventionen der Rechte der Kinder zusteht. Artikel 39. Eingliederung in die Gesellschaft, dass die Würde wiederhergestellt ist. Würde wiederherstellen heißt Entschädigen. Eine freiwillige Hilfe von Kirche und Land, ist keine Entschädigung, sondern nur Sozialhilfeerweiterung. Deutschland verstößt damit gegen Völkerrechtsverträge.
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Beitragvon Martin MITCHELL » So Jun 23, 2013 8:38 am

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Beitrag 366 – Beitrag von »martini« vom Donnerstag, 23. August 2012, um 01:13 Uhr:


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1. TEIL einer zweiteiligen weiteren Berichterstattung

1. TEIL - Heimkinder wurden zweifellos bestohlen: sie wurden um ihren Lohn und um ihre Zukunftschancen gebracht.


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Zwangsarbeit ehemaliger Heimkinder.
= Child slave labour of children in care.




EUROPA

EHEMALIGE HEIMKINDER SOLIDARISIEREN SICH

In Österreich geht es anders als in Deutschland.
In Österreich kommt etwas ins rollen.
In Deutschland ist soetwas von den Verantwortlichen nicht gewollt.



Misshandlungen von Heimkindern [ Inhaltsverzeichnis zu weiteren Artikeln @ http://derstandard.at/r1328507252249/Misshandlungen-von-Heimkindern ]



Die aktuelle Situation bezüglich Aufarbeitung in Österreich.



"Die Kinder wurden zweifellos bestohlen"

INTERVIEW | VERENA LANGEGGER, 22. August 2012, 05:30

DER STANDARD @ http://derstandard.at/1345164759479/Die-Kinder-wurden-zweifellos-bestohlen

Der Zeithistoriker Horst Schreiber hat Tiroler Heimkinder der 60er Jahre interviewt. Zwangsarbeit sei ein Erziehungsmittel gewesen.

STANDARD: Seit 2010 wird versucht, Missbrauch und Ausbeutung von Kindern in Heimen aufzuarbeiten. Wie kommt es, dass jetzt wieder neue Taskforces und Kommissionen eingerichtet werden. Nach Missbrauch wird nun Zwangsarbeit untersucht. Ist das Thema wirklich plötzlich aufgetaucht?

Horst Schreiber: Vieles wurde ganz einfach nicht zur Kenntnis genommen. Die Vorwürfe sind ja schon zwei Jahre alt. Aber oft kommt wohl auf mediales Erscheinen erst die politische Erkenntnis.

STANDARD: Obwohl Archive und Quellen aus Heimen schon zweieinhalb Jahre untersucht werden, gibt es kaum wissenschaftlichen Output. Woran liegt das?

Schreiber: Die Thematik der Heimkinder hat politisch bisher kaum jemanden interessiert. Erst jetzt wird Geld für Forschungsarbeit freigegeben. Für mein Buch "Im Namen der Ordnung" habe ich bereits 2010 ohne Auftrag sehr viele Gespräche mit Betroffenen geführt. Würden Politiker sich mehr mit der Thematik befassen, dann wären sie medial nicht immer die Getriebenen.

STANDARD: Heimkinder wurden gezwungen zu arbeiten. Entsprach Kinderarbeit in den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts dem Zeitgeist?

Schreiber: Die Zwangsarbeit war Teil der Zwangserziehung. Deshalb wurden die Heimkinder zur Zwangsarbeit geschickt. Sie wurde oft bei Buben eingesetzt, die als arbeitsscheu galten. Mädchen wurden als Dienstboten angesehen. Innerhalb der Heime galt Arbeit als Erziehungsstil oder als Strafmittel. Oft waren es auch durchwegs sinnlose Arbeiten.

STANDARD: Die Zöglinge bekamen kaum bis gar kein Geld. Das Gehalt wurde, wie es vom Land Oberösterreich auch zugegeben wurde, für anfallende Heimkosten verwendet. War das damals legal?

Schreiber: Man wollte sich damals in den österreichischen Heimen ganz viel Geld ersparen. Lehrlingen wurde ein Teil des Gehalts abgezogen, das war legal. In Oberösterreich wurde dies dafür eingesetzt, die Kosten ihres Aufenthaltes zu decken. In katholischen Heimen mussten Zöglinge in der Landwirtschaft arbeiten.

STANDARD: Beschuldigte Firmen wie Swarovski, Darbo oder Eglo-Leuchten sagten sofort nach den Vorwürfen von ehemaligen Heimkindern, sie hätten keinen Lohn bekommen, an, sie hätten durchaus für die Arbeiten bezahlt.

Schreiber: Ich musste schon fast lachen, bei der Betroffenheit der Firmenchefs. Man muss ganz klar sagen. Der Lohn wurde bezahlt. Aber diese Firmen haben sich diese Burschen und Mädchen aus den Heimen ganz bewusst ausgesucht, weil sie keine Sozialversicherung zahlen wollten. Und diese Ausbeutung von Schwachen hat auch nie aufgehört. Menschen mit Behinderung etwa werden auch heute noch auf Taschengeld- Basis bezahlt. Und sehr oft für Arbeiten verwendet, die sie öfter gar nicht machen wollen.

STANDARD: Viele minderjährige Heimkinder bis zum Alter von 15 Jahren wurden, etwa in Vorarlberg, zur Erntearbeit eingesetzt. Galt das in den Sechzigern nicht als normal?

Schreiber: Damals galt Arbeit durchaus als Hauptzweck des Lebens. Das war der damals herrschende gesellschaftliche Konsens. Alle sollten arbeiten, auch die Kinder. Natürlich auch Bauernkinder. In Tirol etwa waren Schulen zu manchen Zeiten schlecht besucht, weil die Kinder mithelfen mussten. Der Unterschied ist: Ob du auf einem Hof mitarbeitest, der dir einmal gehören wird. Oder auf einem fremden Hof, auf dem du geschlagen, ausgebeutet und keine Ausbildung bekommst. Und grundsätzlich war Kinderarbeit auch damals nicht erlaubt. Vereinzelt berichteten ehemalige Heimkinder aber auch Positives. Etwa, dass es während dieser Erntearbeiten zumindest etwas Anständiges zu essen gab.

STANDARD: Bezahlung gab es für die Kinder natürlich keine ...

Schreiber: Wozu hätte man Minderjährige bezahlen sollen? Und für deren Aufenthalt im Heim kamen Mütter, Väter oder Jugendamt auf. Und diese Arbeit war Ausbeutung.

STANDARD: Also blieb Geld, das für die Arbeiten bezahlt wurde, bei der jeweiligen Heimleitung hängen?

Schreiber: Vielen Kindern wurde nur ein Teil ausbezahlt. Nicht einmal die Verpflegungssätze wurden in Nahrung investiert. Viele ehemalige Zöglinge erzählen von Hungererfahrungen. Für mich wurden die Kinder zweifellos bestohlen. Das muss nur mehr wissenschaftlich aufgearbeitet werden.

STANDARD: Woher kam diese Form der Heimpädagogik?

Schreiber: Nach dem Zweiten Weltkrieg waren ein Großteil der Erzieher in Jugendheimen und Erziehungsanstalten Nationalsozialisten. Diese Heime entwickelten sich aus Arbeitshäusern und Korrektionsanstalten.

STANDARD: Kinder, die nach dem Willen der Behörden nicht in der eigenen Familie bleiben durften, wurden auch oft zu Pflegeeltern gegeben. Ging es Pflegekindern besser?

Schreiber: Nein. In bäuerlichen Gegenden wünschten die Bauern Pflegekinder. Viele dieser Kinder erzählten von brutalen Erfahrungen. Sie galten ebenfalls als billige Arbeitskräfte und waren oft sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Versichert waren sie ohnehin nie. Mit dem Bereich der Pflegekinder muss sich die Forschung ebenfalls noch stärker auseinandersetzen (Verena Langegger, DER STANDARD, 22.8.2012)

Horst Schreiber, (51) ist Historiker an der Uni Innsbruck. Er forscht zu NS-Zeit, Bildung und Erziehung. 2010 erschien "Im Namen der Ordnung".
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ENDE DER VOLLSTÄNDIGEN WIDERGABE DIESES BEITRAGS AUS DEM HEIMKINDER-FORUM.DE
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Beitragvon Martin MITCHELL » So Jun 23, 2013 9:00 am

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HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/3322-warum-wurden-damalige-„heimkinder-zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-arbeit-bezahlt/index13.html#post346215 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]

Beitrag 367 – Beitrag von »martini« vom Donnerstag, 23. August 2012, um 04:06 Uhr:


ANFANG DER VOLLSTÄNDIGEN WIDERGABE DIESES BEITRAGS AUS DEM HEIMKINDER-FORUM.DE


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Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?


2. TEIL einer zweiteiligen weiteren Berichterstattung

2. TEIL - Heimkinder wurden zweifellos bestohlen: sie wurden um ihren Lohn und um ihre Zukunftschancen gebracht.


Nutznießer-Firmen von Heimkinder-Zwangsarbeit müssen zahlen ! - Sie müssen dazu gezwungen werden sich an Entschädigungszahlungen zu beteiligen !



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Misshandlungen von Heimkindern [ Inhaltsverzeichnis zu weiteren Artikeln @ http://derstandard.at/r1328507252249/Misshandlungen-von-Heimkindern ]



Die aktuelle Situation bezüglich Aufarbeitung in Österreich.



Der deutsche Erziehungswissenschaftler / Fachmann und Gutachter Prof. Dr. Manfred Kappeler und seine Stellungnahme zur nachkriegsdeutschen Heimerziehung.

Stellungnahme, bzw. Interview vom 18.08.2009:

QUELLE: Frankfurter Rundschau @ http://www.fr-online.de/rhein-main/interview-mit-psychotherapeut-kappeler--die-opfer-hat-man-damals-vergessen-,1472796,3287266.html

INTERVIEW MIT PSYCHOTHERAPEUT KAPPELER

"Die Opfer hat man damals vergessen"

Der Psychotherapeut Manfred Kappeler über brutale Heimerziehung.

[ ……… ]

FRANKFURTER RUNDSCHAU: In wie weit wirkte die Nazi-Ideologie in der Quälerei der Heimkinder fort?

PROF. KAPPELER: Die Anstaltserziehung war auch schon vor 1933 ein autoritäres System. Die Nazis haben die Demütigungen und Misshandlungen dann noch verschärft. Nach dem Krieg ist das nahtlos fortgesetzt worden. Zum Teil wurden KZ und Zwangsarbeiterlager zu Erziehungsanstalten umfunktioniert. Die ehemalige Anstalt in Guxhagen in Nordhessen ist ein Paradebeispiel dafür. In Glücksstadt ließ man die Heimkinder sogar die KZ-Kleidung auftragen, um Geld zu sparen.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Di. 14.08.2012, 21:05 – Leserkommentar eines österreichischen ehemaligen Heimkindes, Heidi Färber:
QUELLE: KURIER.AT @ http://kurier.at/nachrichten/4508244-heimkinder-schufteten-fuer-swarovski.php

Meine Schilderungen beziehen sich übrigens auf den Zeitraum 14.10.1977 bis 29.6.1985.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Di. 14.08.2012, 17:18 und 17:38 – Leserkommentar eines österreichischen ehemaligen Heimkindes, Heidi Färber:
QUELLE: KURIER.AT @ http://kurier.at/nachrichten/4508244-heimkinder-schufteten-fuer-swarovski.php

Was den Kindern und Jugendlichen in österreichischen Kindergefängnis-Institutionen zugemutet und angetan wurde, war schlimmste Kindersklaven-Arbeit, Ausbeutung von wehrlosen Minderjährigen, ohne Skrupel. Nutznießer dieser Verbrechen an Kindern waren Kirche, Staat und Firmen. Personalkosten wurden in Millionenhöhe eingespart. Teilweise waren viele Schufterei-Vorgänge ähnlich wie in Konzentrationslagern.
Tagelanges schuften auf kilometerlangen Äckern, ohne Trinken und WC aufsuchen. Wenn Mädchen ihre Menstruation hatten, rann das Blut an den Beinen hinab. Wattebinden und OB waren Sünde. Es dienten hiefür, aus mehrlagigen alten verschlissenen Leintüchern selbstgenähte Binden mit Knopflöchern, die in einer alten abgeschnittenen Strumpfhose eingeknöpft wurden. Diese wurden montags in einem Blechschaffel mit einer Saugglocke mehrmals mit abgefangener Lauge von den Mädchen ausgepumpt, gewaschen und in eine Schachtel zur Wiederbenützung gegeben. Man bekam keine Erlaubnis vor getaner Arbeit "auszutreten". In der Waschküche wurde von 200 Mädchen die gesamte Wäsche händisch mit der Waschrumpel in Steintrögen vorgewaschen, ausgewrungen, in der Maschine gewaschen und kochheiss wieder ausgewrungen, geschleudert und nur im Freien aufgehängt, auch bei Minusgraden. Auch die Binden, die für jeden sichtbar waren.
Dienstag Bügel-Flick- und Nähtag. Wäschestücke mussten mit dem Lineal zusammen gelegt werden. Wenn ein Wäschestück nur einen Millimeter nicht passte, wurde der ganze Stoß umgeworfen.
Zweimal im Jahr mussten die Matratzen ins Freie gelegt werden zum beidseitig ausklopfen mit dem Pragger, schwere alte geteilte Matratzen, über viele Stiegen und Stockwerke, unter Beleidigungen, Demütigungen und lautes Antreiben von Schwestern. Die Holzbetten mussten gereinigt werden mit Lauge.
Einmal im Jahr kamen zwei LKW´s mit Fleisch für den Jahresbedarf. Rinder- und Schweinehälften. In den 14 Tagen Energieferien musste das von den Mädchen verarbeitet werden.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Di. 14.08.2012, 17:46 und 17:48 – Leserkommentar eines österreichischen ehemaligen Heimkindes, Heidi Färber:
QUELLE: KURIER.AT @ http://kurier.at/nachrichten/4508244-heimkinder-schufteten-fuer-swarovski.php

Die Jauchegrube musste von den Mädchen selbst ausgeschöpft werden, mit langem Holzstiel und Blechkelle dran. In Scheibtruhen wurde die Jauche aufs Feld gebracht, verteilt und umgestochen.
ALLES in Küche, Hof, Landwirtschaft, Haustrakten musste von den Mädchen erledigt werden. Es gab keinen einzigen Angestellten.
Schwere Apfelkisten mussten in die Keller geschleppt werden.
In den vielen Gemüsegärten mussten stundenlang Wasserkübel Steintreppen hochgeschleppt werden, zum Gießen.
Viele Mädchen waren bei diesen Schuftereien gerade mal 9 Jahre alt, wie ich.
Es gäbe noch so vieles, was aufzuzählen wäre, an sadistischen Arbeitsmethoden. Das würde den Rahmen sprengen.
Jedes Heimkind hat das Recht, die Jahre zur Pension angerechnet zu bekommen.
Wir bekamen NICHTS dafür, kein Geld, nichts, ausser Beschimpfungen, Schläge, Demütigungen.
Die geschickten Mädchen mussten für Privatleute außerhalb Unmengen an Seidenkunststrickdecken produzieren, Unmengen an schönen Handarbeiten, die in Auftrag gegeben wurden und teuer verkauft wurden. Wir bekamen nichts. Ausbeutung ohne Ende.



[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Di. 14.08.2012, 21:18 – Leserkommentar eines österreichischen ehemaligen Heimkindes, Heidi Färber:
QUELLE: KURIER.AT @ http://kurier.at/nachrichten/4508244-heimkinder-schufteten-fuer-swarovski.php

Gut, dann vergleichen wir weiter:

Arbeitnehmer werden nicht eingesperrt, verprügelt, zum Essen gezwungen, sexueller Gewalt ausgeliefert, weder vom AMS noch von Leihfirmen. Arbeitnehmer sind erwachsen, wir waren Kinder. Arbeitnehmer können dagegen was unternehmen, wir konnten das nicht. Das ist der Unterschied, das ist es, um was es geht.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Do. 16.08.2012, 08:43 Leserkommentar eines österreichischen ehemaligen Heimkindes, Meinhard Heinitsch:
QUELLE: KURIER.AT @ http://kurier.at/nachrichten/4508329-auch-darbo-liess-heimkinder-arbeiten.php

Steiermark ( Hartberg ) war nicht besser. Wir mußten in den Ferien in das sog. Waldlager. Holzarbeiten, Ausforsten Baumsetzen für das Adelsgeschlecht Maier Melnhof, Besitzer der meisten Wälder in der Steiermark. Arbeiten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, Schläge mit einem Holzknüppel wenn der Erzieher der Meinung war "Pensum nicht erreicht" aber nie auch nur einen Groschen an Lohn gesehen und erhalten. Selbst erlebt 1961 und 1962.


[ Ein weiterer Leserkommentar wird hier zitiert: ]

Mo. 20.8.2012, 20:15 – Leserkommentar eines österreichischen Staatsbürgers, »atomkraft neindanke«:
QUELLE: DER STANDARD @ http://derstandard.at/1345164631979/Vorwurf-der-Vergewaltigung-von-Heimkindern-Bundesheer-sucht-Zeitzeugen

Ja, diese Heimkinder, wo auch immer, sie verabscheuen die Scheinheiligkeit unserer Institutionen, ob Kirche, ob staatliche Fürsorge oder Exekutive, sie kennen die Wahrheit, kannten sie immer schon!

Wir haben weggeschaut, weil wir nicht glauben wollten, wie gewalttätig die Staatsgewalt im Einzelfall wohl sein kann!

Damals schon haben wir die Werte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und damit auch die Demokratie begraben, denn gilt Demokratie nur mehr für jene, die sich zur Not auch gegen die Staatsgewalt wehren können, und nicht mehr für alle, auch für die Wehrlosen, dann ist das der Untergangen für eine gerechte Gesellschaft!
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ENDE DER VOLLSTÄNDIGEN WIDERGABE DIESES BEITRAGS AUS DEM HEIMKINDER-FORUM.DE
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Beitragvon Martin MITCHELL » So Jun 23, 2013 11:21 am

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In BRÖ und BRD --- Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt?


nachkriegs- HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT im deutschsprachigen Raum aufgedeckt und eingestanden ( nur nicht seitens Deutschland, weder bezüglich Deutschland selbst noch bezüglich Österreich !!! )

Nach zehn Tagen täglichen Berichten DARÜBER in Österreich ( und nur innerhalb der Grenzen Österreichs !!! )

bisher wohl der erste und einzigste Bericht DARÜBER in der Bundesrepublik Deutschland ( Wenn ich nicht von der Schweiz aus darauf aufmerksam gemacht worden wäre wüßte ich auch DAVON DAVON dass nicht DARÜBER in Deutschland berichtet wird – nichts !!! ).

… aber das nicht in Bezug auf Deutschland, sondern nur in Bezug auf Österreich …

ZITAT — ANFANG meines Zitats aus TELEPOLIS.


Der Minderjährige arbeitet – und das Heim kassiert

Peter Mühlbauer, 21.08.2012

In Österreich sollen Fürsorgezöglinge bis in die 1980er Jahre hinein durch Zwangsarbeit ausgebeutet worden sein

Im letzten Jahrzehnt wurden Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkrieges für deutsche und österreichische Firmen arbeiten mussten, mit insgesamt 4,8 Milliarden Euro entschädigt. Zwangsarbeit hörte 1945 allerdings nicht vollständig auf, sondern existierte in Kinder- und Jugendheimen weiter. Obwohl diese Praxis bis in die 1980er Jahre Bestand hatte, dringen die Fälle erst jetzt an die Öffentlichkeit. Derzeit melden sich vor allem Betroffene aus Österreich, für deren Behandlung in staatlichen und kirchlichen Erziehungseinrichtungen sich Medien erst Jahrzehnte später interessieren.

So berichteten ehemalige Heiminsassen der österreichischen Zeitung Kurier beispielsweise, dass sie in den 1960er Jahren in der Tiroler Landeserziehungsanstalt St. Martin bei Schwaz (die vorher ein Arbeitshaus und ein Gefängnis war) für die Firma Swarovski am Fließband Kristalle sortieren und an Stoffbändern befestigen mussten – wofür sie mit "maximal ein paar Groschen" entlohnt worden seien. Auch die Konfitürenfirma Darbo und der Lampenfabrikant Eglo sollen Minderjährige aus Heimen beschäftigt haben, die heute darüber klagen, dass eine angemessene Bezahlung ausblieb. Bei einer Weigerung, an den Arbeiten teilzunehmen, hätten den Heiminsassen ihren eigenen Angaben zufolge Strafen wie tagelange Dunkelhaft gedroht.

Bei Swarovski gab man sich nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe überrascht und "betroffen" und kündigte an, man wolle die Fälle von einem unabhängigen Historiker untersuchen lassen eine eventuelle "Verantwortung vollständig wahrnehmen". Seine Rolle im Dritten Reich lässt das Unternehmen derzeit von Dieter Stiefel untersuchen, der im nächsten Jahr ein Buch dazu angekündigt hat. Eigene Recherchen von Swarovski im Firmenarchiv haben bislang angeblich keine Daten über "Auftragsvergaben" an Heime zutage gefördert.

Darbo und Elgo gestanden die Beschäftigung von Heimkindern ein, verwiesen aber darauf, dass man dafür Lohn entrichtet habe. Beide Firmen äußerten den Verdacht, dass dieser Lohn vom Heimpersonal möglicherweise nicht in vollem Umfang an die Schützlinge weitergereicht wurde. Der Darbo-Vorstandsvorsitzende Martin Darbo erklärte sich deshalb öffentlich bereit, die Arbeitsvergütung noch einmal auszuzahlen, falls dies der Fall gewesen sein sollte und die Zwangsarbeiter mit Ansprüchen gegen den Heimträger scheitern. Offen ließ er, inwieweit diese Zahlungen einfach von Schilling in Euro umgerechnet oder verzinst werden.

Die örtlich zuständige Innsbrucker Staatsanwaltschaft verlautbarte, man werde keine strafrechtlichen Ermittlungen anstellen werde, weil in Frage kommende Delikte wie Untreue bereits verjährt seien. Stattdessen kündigte der Tiroler Soziallandesrat Gerhard Reheis (SPÖ) eine Landeskommission zur Aufklärung der Vorwürfe an. Die Erziehungswissenschaftlerin Michaela Ralser hatte nach der Befragung ehemaliger Fürsorgezöglinge und einen Einblick in alte Akten aus Tirol und Vorarlberg schon vor zwei Monaten angeregt, dass die Geschichte der Heime in St. Martin, Fügen und Jagdberg sowie die der Psychiatrischen Kinderbeobachtungsstation in Innsbruck in Detailstudien aufgearbeitet werden sollte.
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ZITAT — ENDE meines Zitats aus TELEPOLIS.

QUELLE: TELEPOLIS @ http://www.heise.de/tp/artikel/37/37472/1.html ( einschließlich, bisher, 53 darauf folgende Leserkommentare ! )


Keine Medienorganisation innerhalb der Grenzen Deutschlands ist bereit bezüglich dieser HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT zu berichten und keine solchen AUS DEUTSCHLAND STAMMENDEN MEDIENBERICHTE DARÜBER sind bei GOOGLE.DE oder GOOGLE.COM von Australien aus oder auch von Deutschland aus im Internet zu finden. Worauf ist das zurückzuführen ?

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Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )
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Beitragvon Martin MITCHELL » So Jun 23, 2013 12:36 pm

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HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/3322-warum-wurden-damalige-„heimkinder-zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-arbeit-bezahlt/index13.html#post346484 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]

Beitrag 369 – Beitrag von Boardnutzerin »mandolinchen« vom Freitag, 24. August 2012, um 02:04 Uhr:

»mandolinchen« zitiert »martini« und dann fährt fort und berichtet :

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Worauf ist das zurückzuführen ?


Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? In Deutschland ist die Lobby der Wirtschaft zu mächtig, mächtiger als die Politik.


Aber Du bist nicht auf dem Laufenden, guckst Du hier........[ Letztes Update 23.08.2012, 19:45 ]
http://kurier.at/politik/die-firma-darbo-zahlt-die-loehne-nach/809.198

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Die Firma Darbo zahlt die Löhne nach

Ehemalige Heimkinder werden für ihre Arbeit für das Unternehmen entschädigt. Darbo setzt das Land Tirol unter Druck.

Das sind ja so nette Burschen, so menschlich, das hätte ich mir nicht erwartet", sagt das ehemalige Heimkind Christine J. Sie war Ende der 1970er-Jahre in der berüchtigten Erziehungsanstalt St. Martin in Schwaz in Tirol und arbeitete einige Monate außerhalb der Heimmauern für den Marmeladen- und Fruchtsaft-Konzern Darbo.

Die "netten Burschen" sind Martin Darbo und einer seiner Brüder. Sie leiten das Familienunternehmen und waren am Mittwoch bei Christine J. zu Gast. "Es kann nicht sein, dass jemand umsonst für uns gearbeitet hat", sagte Martin Darbo bereits vergangene Woche im KURIER-Interview.

Äpfel sortieren

Die 50-jährige Christine J. ist Ende der 1970er-Jahre für etwa zweieinhalb Monate bei Darbo beschäftigt gewesen. "Kartons zerschneiden, Äpfel sortieren und so." Sie sei, wie andere aus St. Martin, "froh gewesen", dass sie dort arbeiten konnte. "Da sind wir wenigstens einmal aus dem Heim rausgekommen." Dennoch – Darbo hat, wie andere Firmen auch, den Lohn vereinbarungs­gemäß direkt an die Er­ziehungsanstalt St. Martin überwiesen. Was mit dem Geld dort geschah, ist nach wie vor rätselhaft. Die 15 bis 18 Jahre alten Mädchen sollen davon so gut wie nichts gesehen haben.

Die Brüder Darbo besuchten mittlerweile mehrere ehemalige Arbeiterinnen aus dem Heim. "Wir haben bereits persönliche Ge­spräche geführt", sagt Martin Darbo. "Diese haben allerdings in vertraulichem Rahmen stattgefunden, weshalb ich über den Inhalt nichts nach außen tragen will.

Heutiges Gehalt

Die ehemaligen Arbeiterinnen berichten jedoch, dass Darbo ihnen die Löhne nachzahlt. Lydia, ebenfalls in den späten ’70ern von St. Martin aus im Darbo-Werk tätig, bekommt vier Monatslöhne. "Dabei wollt ich nur aufzeigen, was die im Heim mit uns gemacht haben. Dass ich Geld kriege, hab’ ich gar nicht gewusst."

Christine J. bekommt etwa zweieinhalb Monate Lohn von Darbo überwiesen. "Ich hab’ den Brüdern gesagt, dass ich nicht einsehe, dass sie nochmal für uns bezahlen. Sie haben ja den Lohn bereits einmal ans Heim geschickt." statt. "Der Lohn für die damals geleistete Arbeit wird nach 30 Jahren ein zweites Mal und dem heutigen Lohnniveau entsprechend überwiesen", erklärt Martin Darbo, "Wir werden die doppelt bezahlten Löhne von denjenigen zurückfordern, die das Geld damals pflichtwidrig einbehalten haben." Damit steigt der Druck auf das Land Tirol, beziehungsweise auf die damalige Leitung des mittlerweile geschlossenen Landeserziehungsheimes.

Wie berichtet, hat das Land Tirol kurz nach dem Erscheinen der KURIER-Berichte über die vermutlich einbehaltenen Löhne der ehemaligen Heimkinder eine eigene Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Neben Darbo haben sich auch das Kristall-Unternehmen Swarovski und der Leuchtenhersteller EGLO bereit erklärt, die Arbeitsbedinungen in Tiroler Heimen aufzuarbeiten. Mittlerweile tauchen bereits Namen weiterer Firmen auf, für die Heimkinder arbeiten mussten.

[ ……… ]

QUELLE: http://kurier.at/nachrichten/4509318-die-firma-darbo-zahlt-die-loehne-nach.php


In Deutschland unvorstellbar!
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Beitragvon Martin MITCHELL » So Jun 23, 2013 1:21 pm

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HEIMKINDER-FORUM.DE @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/3322-warum-wurden-damalige-„heimkinder-zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-arbeit-bezahlt/index13.html?s=079436b7a14d001c7b4f0e88ae7ece1978841280#post346497 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]

Beitrag 370 – Beitrag von »martini« vom Freitag, 24. August 2012, um 03:11 Uhr:

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In BRÖ und BRD --- Warum wurden damalige „Heimkinder-Zwangsarbeiter“ nicht für ihre Arbeit bezahlt? --- Zwangsarbeit/Arbeitsausbeutung auch in der Bundesrepublik Deutschland in ganz großem Stil.

Meine Frage Worauf ist das zurückzuführen ? bezog sich auf die Tatsache, dass, in den österreichischen Medien sehr wohl, aber nirgens in den deutschen Medien DARÜBER berichtet wird und nichts bezüglich DIESEM THEMA: HEIMKINDER-ZWEIGSARBEIT in den deutschen ( GOOGLE.DE ) und in den englischen ( GOOGLE.COM ) Suchindexen, aus Deutschland, zu finden ist.

Die Frage sollte vielleicht daher vielmehr lauten: Wer unterdrückt die Verbreitung solcher Information was das Land Deutschland betrifft ?

Mein hier geposteter Beitrag, Beitrag 368 ( oben ), wurde von mir schon am Donnerstag Nachmittag ( MEZ ) in Vorschrift formuliert. Ich kann daher wohl kaum am Donnerstag, 23. August 2012 um 16:00 Uhr ( MEZ ) darüber informiert sein und etwas weitergeben, über das was in Österreich erst um 19:45 Uhr ( MEZ ) in den Medien berichtet wird und erscheint.

Noch ist – soweit ich weiß – weder in den österreichischen Medien, noch in den deutschen Medien von DEUTSCHEN HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN, die zwischen 1945 und 1992 in Westdeutschland haben arbeiten lassen die Rede.
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Mo Jun 24, 2013 10:21 am, insgesamt 3-mal geändert.
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