Heutige Kinderheimhöllen – Horrorgeschichte wiederholt sich.

Heutige Kinderheimhöllen – Horrorgeschichte wiederholt sich.

Beitragvon Martin MITCHELL » So Jun 30, 2013 7:24 am

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taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 13.02.2012 ) @ http://www.taz.de/Kritik-an-der-Haasenburg/!107410/

KINDERHEIME HAASENBURGKRITIK AN DER HAASENBURG Wegsperren oder was?

Nach taz-Bericht über 15 Jugendliche in Brandenburger Heim fordern Grüne und Linke, dass die zuständige Hamburger Aufsichtskommission die Insassen besucht.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 18.12.2012 ) @ http://www.taz.de/Geschlossene-Unterbringung/!107698/

KINDERHEIME HAASENBURG GESCHLOSSENE UNTERBRINGUNG Hilferufe aus der Haasenburg

Von 15 Hamburger Jugendlichen in Brandenburger Heimen stehen mindestens elf auf der Isolations-Stufe "rot". Laut Senat gab es neun Beschwerden.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 20.0.2013 ) @ http://www.taz.de/Geschlossene-Heime/!109383/

KINDERHEIME HAASENBURG GESCHLOSSENE HEIME Auf dem Bett liegen verboten

In der Haasenburg bringt Hamburg verhaltensauffällige Jugendliche unter.. Über den Inhalt der Betreuungsverträge ist nichts zu erfahren.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 25.01.2013 ) @ http://www.taz.de/Hamburger-Jugendlicher-ueber-die-Haasenburg/!109826/

KINDERHEIME HAASENBURG HAMBURGER JUGENDLICHER ÜBER DIE HAASENBURG "Alle sagen: Scheiße, ich will hier raus"

Nicht am Fenster stehen, nicht aufs Bett setzen, Kontrolle selbst beim Duschen. Ein Hamburger Jugendlicher kommt zurück aus dem Heim in Brandenburg und berichtet.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 15.02.2013 ) @ http://www.taz.de/!111169/

KINDERHEIME HAASENBURG GESCHLOSSENENE HEIMUNTERBRINGUNG "HAASENBURG" Doppeltes Spiel mit Hausregeln

Die brandenburgischen "Haasenburg"-Heime, in denen auch Hamburger Jugendliche festgehalten werden, verwenden offenbar weiterhin von den Behörden monierte, autoritäre Hausregeln. Offiziell sind sie längst abgeschafft.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 25.04.2013 ) @ http://www.taz.de/!115216/

KINDERHEIME HAASENBURG APPELL AN DIE STADT „Wegsperren ist keine Lösung“

Hamburg solle keine Kinder mehr in der Haasenburg unterbringen, fordert die Gewerschaft Ver.di. Der Senat will sich nicht festlegen, Forscher benennen Alternativen.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 15.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118139/

KINDERHEIME HAASENBURG KINDERHEIM IN BRANDENBURG Der Horror am Waldrand

Der Staat schickt Kinder und Jugendliche in Heime der Haasenburg GmbH, in denen brutaler Drill herrscht. Die Behörden wissen von den Missständen.




hpd Humanistischer Pressedienst ( 17.06.2013 ) @ http://hpd.de/node/16166

TAZ deckt Missbrauch in Kinderheim auf

In den Heimen der Haasenburg GmbH am brandenburgischen Schwielochsee, genauer gesagt in Jessern, werden Kinder offenbar systematisch gequält. Die TAZ zitiert aus einem Protokoll einer sog. "Anti-Aggressionsmaßnahme", das ein Teil einer tausende Seiten starken Dokumentensammlung ist, die der Zeitung vorliegen.

"Die Haasenburg GmbH ist eine Firma, die mit dem Betrieb geschlossener Kinderheime Millionen vom Staat kassiert." In den Heimen wird mit drastischen Mitteln den Kindern und Jugendlichen, die oft aus problematischen Familienverhältnissen stammen, der eigene Wille gebrochen. Das erinnert an "schwarze Pädagogik" - von der angenommen wurde, dass sie nur noch in wenigen - meist fundamentalistischen - Kreisen angewandt wird.

Bisherige Anzeigen - auch von ehemaligen Heiminsassen - brachten bisher keine Änderungen an der Situation der Eingeschlossenen.

Die Haasenburg GmbH gibt öffentlich bekannt, dass die der TAZ vorliegende regide Hausordnung nicht angewandt wird; Betroffene und Erzieher der Anstalt widersprechen dem jedoch.

In einem Interview mit der TAZ fordert Christian Sachse die sofortige Auflösung des Heimes.


Weiterlesen im Original [ TAZ @ http://www.taz.de/Kinderheim-in-Brandenburg/!118139/ ]




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 17.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118225/

KINDERHEIME HAASENBURG JUGENDHEIMFORSCHER ÜBER HAASENBURG-HEIME „Das erinnert an die DDR“

Forscher Christian Sachse fordert, die Einrichtungen der Haasenburg GmbH aufzulösen. Dort gebe es zu viele Ähnlichkeiten mit den ehemaligen Jugendwerkhöfen.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 17.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118277/

KINDERHEIME HAASENBURG HAASENBURG-HEIME IN BRANDENBURG Kinder raus, zumachen

Nach dem Bericht über Misshandlungen in einem Kinderheim tritt der Leiter der Hamburger Aufsichtskommission für geschlossene Heime zurück




Neues Deutschland ( 19.06.2013 ) @ http://www.neues-deutschland.de/artikel/824812.vorwuerfe-gegen-kinderheim-haasenburg.html

BRANDENBURGVorwürfe gegen Kinderheim Haasenburg

Potsdamer Ministerium leitet Untersuchung ein

In einem brandenburgischen Heim sollen junge Menschen misshandelt worden sein. Das Land richtet deshalb eine Untersuchungskommission ein.

In den geschlossenen Heimen der Haasenburg GmbH herrschen Zustände wie einst in den Jugendwerkhöfen der DDR, heißt es, und das ist selbstverständlich nicht als Kompliment gemeint. Unter der Überschrift »Der Horror am Waldrand« berichtete die »tageszeitung« (taz) am Wochenende über ein Heim im Unterspreewald, in dem ein strenges Regime mit drakonischen Strafen für kleinste Vergehen herrschen soll.

Demnach versuchen die Erzieher, den Willen ihrer problematischen Zöglinge zu brechen. Sie wenden dazu auch Gewalt an, fesseln oder verabreichen Psychopharmaka mit gefährlichen Nebenwirkungen. Sogar ein Knochenbruch soll die Folge gewesen sein. Die taz beruft sich auf betroffene Jugendliche, ehemalige Mitarbeiter und Dokumente, die der Redaktion vorliegen sollen.


[ BITTE IM ORIGINAL WEITERLESEN ]




taz.detaz verlags u. vertriebs GmbH ( 20.6.2013 ) @ http://www.taz.de/!118483/

KINDERHEIME HAASENBURG SKANDAL UM HAASENBURG-HEIME Das Versagen in Cottbus

Eigentlich müsste die Staatsanwaltschaft Cottbus längst ermitteln, sagt ein Hauptkommissar a. D. Doch die Behörde tut nichts. Und es ist noch schlimmer.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 21.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118571/

KINDERHEIME HAASENBURG BRANDENBURGER SKANDALHEIME Kein Nachschub für die Haasenburg

Der Hamburger Sozialsenator Detlev Scheele will keine weiteren Kinder und Jugendlichen in das Heim schicken. Derzeit sind aber noch zwölf dort.




taz.detaz verlags u. vertriebs GmbH ( 20.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118426/

KINDERHEIME HAASENBURG SKANDAL UM HAASENBURG-HEIME Betroffene misstrauen der Hotline

Von Knochenbrüchen in den Haasenburg-Heimen weiß Brandenburgs Landesregierung nichts. Die Besetzung der Untersuchungskommission ist noch unklar.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 20.06.2013 ) @ http://www.taz.de/!118623/

KINDERHEIME HAASENBURG STAATSANWALTSCHAFT UND HAASENBURG Unklare Ursachen für Knochenbrüche

Es gibt widersprüchliche Unterlagen dazu, wie sich drei Mädchen in einem Haasenburg-Jugendheim die Arme gebrochen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 23.06.2013 ) @ http://www.taz.de/Staatsanwaltschaft-und-Haasenburg/!118623/

KINDERHEIME HAASENBURG STAATSANWALTSCHAFT UND HAASENBURG Unklare Ursachen für Knochenbrüche

Es gibt widersprüchliche Unterlagen dazu, wie sich drei Mädchen in einem Haasenburg-Jugendheim die Arme gebrochen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 28.06.2013 ) @ http://www.taz.de/Untersuchung-der-Haasenburg-Heime/!118948/

KINDERHEIME HAASENBURG UNTERSUCHUNG DER HAASENBURG „Massive Menschenrechtsverletzungen“

Eine Expertenkommission untersucht jetzt die Misshandlungsvorwürfe gegenüber der Haasenburg GmbH. Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt in zwei Fällen.




taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH ( 06.07.2013 ) @ http://www.taz.de/Flucht-aus-Haasenburg-Kinderheim/!119347/

KINDERHEIME HAASENBURG FLUCHT AUS HAASENBURG-KINDERHEIM Jugendliche klettern aus Klofenster

Drei Jungen sind geflohen. Ein Anwalt kämpft für ihre Freiheit. Was das Trio im Heim der Haasenburg GmbH mitmachen musste, sei „schockierend“.




DER TAGESSPIEGEL ( 05.07.2013 ) @ http://www.tagesspiegel.de/berlin/razzia-im-kinderheim/8450882.html

Berlin. – Razzia im Kinderheim.

Nach Missbrauchsvorwürfen in geschlossener Unterbringung beschlagnahmen 50 Fahnder sensible Akten.
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Sa Jul 06, 2013 11:52 pm, insgesamt 3-mal geändert.
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Heutige Kinderheimhöllen – Horrorgeschichte wiederholt sich.

Beitragvon Martin MITCHELL » So Jun 30, 2013 7:39 am

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Nie wieder Kindesmisshandlungen!
[ und schon garnicht in geschlossener Unterbringung! ]

Was wird aus Kindern die verbogen, belogen, missbraucht, geprügelt werden, denen man Bildung vorenthält und die durch Zwangsarbeit oder den Zwang zur Arbeit ausgebeutet werden? Was wird aus Kindern die ohne Urteile und Prüfung eingesperrt und Drill ausgesetzt werden? Was wird aus Kindern die das ertragen mussten ohne die Möglichkeit, sich zu wehren oder Schutz zu finden? Ich kann das sicher nicht allgemein beurteilen, aber aus mir ist ein Mann von 58 Jahren geworden.

Seit mehr als 40 Jahren vermeide ich viele Alltäglichkeiten, ohne dass es jemand sehen kann. Ich übe mich in Unauffälligkeit. Ich vermeide geschlossene Räume von denen ich die Türen nicht sehen kann. Ich könnte eingesperrt werden! Ich fahre nicht einmal mit der Bahn, weil es ist ein abgeschlossener Raum, den ich nicht freiwillig verlassen kann. Das geht nur wenn der Zug hält. Ich könnte ein Konzert besuchen, kann ich aber nicht, mir jagen viele Menschen, die gemeinsam an Veranstaltungen teilnehmen, Angst und Panik ein. Ich kann nicht entkommen wenn ich möchte. Ich könnte mit Freunden gemeinsam essen gehen, das normalste von der Welt, kann ich aber nicht, es ist eine Tortur für mich, warten zu müssen bis alle Ihr Essen haben, es könnte mir gestohlen werden. Ich werde zappelig und unsicher, also vermeide ich es. Ich bin misstrauisch und argwöhnisch und beleuchte alles und Jeden der sich mir nähert. Ja, ich zerstöre unbewusst vielleicht konstruktive Synergien. Das sind ein paar wenige der Auffälligkeiten, die mir selbst auffallen. Sicher gibt es aber noch so einige Dinge, die ich gar nicht weiß und selbst bemerke, wissenschaftlich betrachtet.

Es ist für mich zur Gewohnheit geworden so zu sein, so zu handeln und so zu leben. Aber wie viel Leben ist das eigentlich? Wenig genug und sehr, sehr anstrengend. Das weiß ich von mir. Was hat die Gesellschaft versäumt und was hätte ich ohne diese Einschränkungen, die ich selbst indessen als Behinderung empfinde, erreichen können?
Eine Milliarden behinderte Menschen, die ähnliche oder gleiche Einschränkungen haben und wir reden über Inklusion? Wir reden über Menschenwürde und Menschenrechte und über die Bereicherung von Gesellschaften durch kritische Bürger, die Ihre Rechte auf der Straße einfordern. Wir belehren andere, Demonstrationen als Bürgerbeteiligung wahr zu nehmen und nicht als Bedrohung zu empfinden. Natürlich tun wir das, oder mindestens unsere Vertreter auf Zeit. Richtig und gut, aber sollten wir nicht zuerst dafür Sorge tragen, dass wir den heute Betroffenen von Heimerziehung – in welcher Form auch immer – die Würde zurück geben und Ihnen ein finanziell gesicherten Lebensabend trotz Behinderung oder gerade deshalb ermöglichen. Wir haben in diesem Land einiges wieder gut zu machen, in Form angemessener Renten und Entschädigung für erlittenes Unrecht und Ausbeutung.

Sollten wir nicht endlich damit aufhören, diese Opfer zu produzieren? Sollten wir nicht endlich solche Formen des Umganges mit Kindern beenden? Sollten wir nicht endlich alles in unserer Macht stehende unternehmen, die Täter solcher „Erziehungspraktiken“ zu verurteilen? Sollten wir nicht endlich unserer Kinder mit Rechten ausstatten, die diese auch einfordern können, weil Sie diese verstehen? Sollten wir uns nicht endlich fragen, wie viel Schaden wir durch nichts tun anrichten?

Ich denke, wir müssen!

Wir müssen das einfordern. Bildermann kenn ich nicht, aber ich bilde mir ein, dass wir uns das alle fragen lassen müssen, auch und aktuell zuerst in Brandenburg. Es ist so eine Sache mit „nie wieder“ in unserem Land, ist es nicht an der Zeit damit endlich anzufangen?

Ich dachte, hoffte und glaubte letztendlich auch, dass wir etwas gelernt haben. So als Land, als eine Gesellschaft Gesellschaft , als das sogenannte Volk.

Offenbar haben wir das nicht. Oder wollen wir vielleicht nicht? Es wirkt auf mich, als wollten wir nicht. Als litten wir alle unter Amnesie und offenbar haben wir sie gern, unsere Amnesie. Sonst müssten wir uns ja täglich mit Fragen auseinandersetzen auf die es Antworten gibt.

Antworten zum Beispiel auf die Frage: Woher kommt der NSU. Wer hat das gewusst und zugelassen? Wir oder die, die dafür bezahlt werden so etwas zu bemerken, öffentlich zu machen, ja, auch die Bürger zu schützen. Die haben es gewusst und offensichtlich auch bemerkt , nur weder öffentlich gemacht noch die Ihnen anvertraute Sicherheit der Bürger im Auge behalten.

Ich habe keine Amnesie und bemerke das sich vieles wiederholt. Zum Besipiel die Art und Weise, wie ich in einem Spezialheim der DDR erzogen wurde. Diese Methoden wiederholen sich nun in einem privatisierten geschossenen Kinderheim in Deutschland. Und das, nachdem wir geschädigten Heimkinder von damals bis heute nicht entschädigt haben für diese Misshandlungen. Nun geschehen diese Misshandlungen wieder. Was haben wir also tatsächlich gelernt als Gesellschaft? Nach zwei großen Kriegen haben wir uns die Beteuerung „Nie wieder“ auf die Fahnen geschrieben. Nach der Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen an der Odenwaldschule riefen wir wieder: „Nie wieder“

Und nun? Die Fortsetzung soz. Erziehungsmethoden in einer GmbH in Brandenburg. Nein, kein bedauerlicher Einzelfall, sondern die konsequente Fortsetzung und Folge der Nicht-Bewältigung, der Nicht-Aufarbeitung , Nicht-Verhinderung, und der nicht angemessenen Entschädigung der Opfer solchen Tuns. Es reicht einfach nicht „Nie wieder“ zu sagen. Wir müssen diese Geschichten gemeinsam aufarbeiten und bewältigen. Wir können nur verhindern, was wir verstanden und beendet haben. Wie groß soll der angerichtete Schaden an den Kinderseelen noch werden?

[ die einleitende Erklärung zu diesem Artikel hier plaziert: ] Gastbeitrag von Lutz Adler. Lutz Adler ist ehemaliges Heimkind aus einem der DDR-Spezialheime. Er ist der 1. Vorsitzende des DEMO „Die ehemaligen minderjährigen Opfer“ (Landesverbandes Hessen e.V.) und engagiert sich für die Rehabilitierung der Opfer.
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QUELLE: MUTTERSEELENALLEINERZIEHEND @ http://mutterseelenalleinerziehend.de/?p=1713

Dieser Artikel ist auch ein Leserkommentar seitens Lutz Adler hier in Dierk Schaefers Blog @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/06/29/4316/#comment-4300 und wurde daraufhin auch noch einmal separat von dem ev. Pfarrer i.R. Dierk Schäfer hier in seinem Dierk Schaefers Blog wiedergegeben @ http://dierkschaefer.wordpress.com/2013/06/29/nie-wieder/
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Heutige Kinderheimhöllen – Horrorgeschichte wiederholt sich.

Beitragvon Martin MITCHELL » So Dez 01, 2013 1:12 am

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In den Medien in Österreich wird berichtet:

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Mentale Verbindung zu DDR-Umerziehung: Kinderheime geschlossen
7. November 2013 11:56
Brandenburgs Bildungsministerin reagiert auf vernichtenden Bericht einer Untersuchungskommission

http://derstandard.at/1381371156764/Mentale-Verbindung-zu-DDR-Umerziehung-Deutsche-Kinderheime-werden-geschlossen ( frei, derStandard.at, 07.11.2013 )

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In der Bundeshautpstadt, in Berlin, BRD, wird berichtet:

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Berliner Morgenpost @ http://mobil.morgenpost.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/berlinbrandenburg_nt/article122104144/Keine-Kommission-zu-Vorgaengen-um-Haasenburg-Heime.html

Keine Kommission zu Vorgängen um Haasenburg-Heime

Potsdam - In Brandenburg [ ausserhalb der Stadtgrenze von Berlin ] wird es keine unabhängige Kommission zur Untersuchung der Versäumnisse bei den Haasenburg-Heimen geben. Das Parlament [ des neuen Bundeslandes Brandenburg ] lehnte am Mittwoch [ 20.11.2013 ] einen Antrag von CDU, Bündnis 90/Grüne und FDP ab.

In den [
sich allein im neuen Bundesland Brandenburg befindenden ] teils geschlossenen Haasenburg-Heimen für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland sollen [ die dort eingewiesenen minderjährigen ] Bewohner gedemütigt und misshandelt worden sein. Eine Untersuchungskommission hatte gravierende Missstände angeprangert. Das Jugendministerium [ des neuen Bundeslandes Brandenburg ] hatte daraufhin die Einrichtungen geschlossen [ d.h. die Betriebserlaubnis entzogen ]. Der Heimbetreiber [ Geschäftsunternehmer: »Therapeutisches Kinder-, Jugend- und Elternzentrum HAASENBURG GmbH« ] wies die Vorwürfe zurück und will sich juristisch wehren.

Strukturen hätten eklatant versagt, betonte die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Grüne, Marie-Luise von Halem [
Abgeordnete im Landtag von Brandenburg ]. Die Vorgänge dürften nicht nur intern und hinter geschlossenen Türen aufgearbeitet werden. Das wecke Misstrauen.

[
Die ] Bildungsministerin [ des neuen Bundeslandes Brandenburg ] Martina Münch (SPD) kündigte weitere Aufklärung an. «Wir werden Fragen beantworten und werden es offen tun», betonte sie. Im Frühjahr [ 2014 ] sei eine Fachtagung zur geschlossenen Unterbringung geplant. Frühere Heimbewohner werden zu einem Aufarbeitungsworkshop eingeladen.

Tagesordnung 20.11. [
@ http://www.landtag.brandenburg.de/de/termine/83._sitzung_des_landtages_brandenburg/571300?_referer=534455&terminart=bb1.c.267951.de ]

Artikel erschienen am 20.11.2013

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Dez 01, 2013 7:23 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » So Dez 01, 2013 2:51 am

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Medienbericht bei T-online

( weiterführend zum unmittelbar vorhergehenden Beitrag zu diesem Thread )

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25.11.2013, 14:39 Uhr | dpa
http://www.t-online.de/regionales/id_66680366/haasenburg-heime-noch-nicht-geschlossen.html

Soziales

Haasenburg-Heime noch nicht geschlossen

25.11.2013, 14:39 Uhr | dpa

Potsdam (dpa/bb) - Die angekündigte Schließung der umstrittenen Haasenburg-Heime in Brandenburg ist noch nicht eingeleitet. Das Jugendministerium [
des neuen Bundeslandes Brandenburg ] arbeite noch an dem Entzug der Betriebserlaubnis, sagte ein Behördensprecher am Montag [ 24.11.2013 ]. "Die juristischen Hürden sind hoch", erklärte er. Die von einer Untersuchungskommission festgestellten Missstände allein reichten nicht aus für die Verfügung. "Wir gehen von einer latenten Kindeswohlgefährdung aus und müssen nachweisen, dass der Betreiber nicht Willens und nicht in der Lage ist, diese zu verhindern", sagte der Sprecher. Ursprünglich wollte [ die ] Jugendministerin [ des neuen Bundeslandes Brandenburg ] Martina Münch (SPD) die Schließung in der vergangenen Woche durchsetzen.


Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt wegen Misshandlungsvorwürfen gegen Erzieher und Betreiber in etwa 70 Verfahren. Zudem wird geprüft, ob es Anhaltspunkte für wirtschaftliche Unregelmäßigkeiten bei der Haasenburg GmbH gibt. Eine unabhängige Untersuchungskommission hatte gravierende Mängel angeprangert im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen. Zudem stieß das Gremium auf Hinweise, dass aus Kostengründen nicht so viel Personal eingestellt wurde wie angegeben. Der Heimbetreiber [ Geschäftsunternehmer: »Therapeutisches Kinder-, Jugend- und Elternzentrum HAASENBURG GmbH« ] weist die Vorwürfe zurück.

Dem Ministerium [
für Jugend, Bildung und Sport (MJBS) des neuen Bundeslandes Brandenburg ] liegen nach eigenen Angaben keine Zahlen dazu vor, wie viele Bewohner aktuell noch in den [ brandenburgischen Haasenburg ] Heimen leben, wo Jugendämter aus ganz Deutschland schwer erziehbare Kinder und Jugendliche untergebracht haben. Zuletzt waren es 37 Bewohner. Die zuständigen Jugendämter suchen jedoch nach anderen Unterbringungsorten. Von dem Betreiber [ Geschäftsunternehmer: »Therapeutisches Kinder-, Jugend- und Elternzentrum HAASENBURG GmbH« ] waren zunächst keine Angaben erhältlich.

Wegen der Misshandlungsvorwürfe hatte das Ministerium [
für Jugend, Bildung und Sport (MJBS) des neuen Bundeslandes Brandenburg ] bis Mitte Oktober ein Verbot von Neuaufnahmen für die Einrichtungen in Jessern (Dahme-Spreewald) und Müncheberg (Märkisch-Oderland) ausgesprochen. Für Neuendorf am See (Dahme-Spreewald) galten Einschränkungen. Den Belegungsstopp hatte das Verwaltungsgericht Cottbus vor knapp drei Wochen im Eilverfahren für nichtig erklärt. Die Richter bemängelten, dass die für das Heim in Neuendorf genannten Auflagen zu ungenau benannt worden seien.

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Dez 01, 2013 7:27 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » So Dez 01, 2013 7:15 am

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Weiterführend, insbesondere, zu den letzten drei bis vier Beiträgen hier in diesem Thread.

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[ Parlamentarier des Landesparlaments der Freien und Hansestadt Hamburg / des Senats / der Bürgerschaft ] Detlef Scheele (geboren 30. September 1956 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist seit März 2011 Hamburger Senator für Arbeit, Soziales, Familie und Integration. Von 2008 bis 2009 war er beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales [ in Berlin, unter Olaf Scholz (SPD) ].
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QUELLE: WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Detlef_Scheele

[ re Hamburger Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) ]

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Nord Hamburg - 27.11.2013

KAIJA KUTTER - Redakteurin taz-Hamburg

taz.de – taz verlags u. vertriebs GmbH @
http://www.taz.de/Wohin-mit-jugendlichen-Intensivtaetern/!128365/

Wohin mit jugendlichen Intensivtätern?


Am Frühstückstisch entschieden

Sozialsenator

Detlev Scheele (SPD) will bis zum kommenden Sommer ein Konzept für die geschlossene Unterbringung Jugendlicher unter eigener Regie vorlegen.

Eine breite Koalition aus SPD, CDU und FDP [ in Hamburg ! ] will so schnell wie möglich eine geschlossene Unterbringung für jugendliche Intensivtäter aufs Gleis bringen, Grüne und Linke sind vehement dagegen. Die Abgeordneten der Regierungsfraktion und der schwarz-gelben Oppositionsparteien sehen darin unisono „die letzte Chance“ für etwa ein Dutzend Jugendliche, „bei denen alle anderen Mittel versagt haben“ und für die die einzige Alternative zu geschlossener Heimunterbringung der Jugendknast sei.

Grüne und Linke hingegen betonten am Mittwoch [
25.11.2013 ] in der Bürgerschaft, der Senat müsse aus dem Scheitern der geschlossenen Heime Feuerbergstraße [ in Hamburg ] und Haasenburg [ im neuen Bundesland Brandenburg ] Konsequenzen ziehen und das Konzept „des Wegsperrens von Jugendlichen“ endlich in die Tonne treten.

Während sich die Bürgerschaftsfraktionen einen heftigen Schlagabtausch lieferten, schwieg der SPD-Senat – wie zuletzt oft bei diesem Thema. Der zuständige Sozialsenator Detlef Scheele weilte auf einer Bundesministerkonferenz und auch kein anderer Senatsvertreter [
des Hamburger Senats / Paralaments ] mochte an seiner Stelle in die Bütt steigen, um der Regierung eine Stimme zu geben.

Scheele hatte aber am Abend zuvor im Familienausschuss vor sehr begrenzter Öffentlichkeit seine Pläne geschildert. Nachdem er von der bevorstehenden Schließung der Haasenburg erfahren hatte, habe er mit seiner Frau am Frühstückstisch überlegt, was er nun tun solle.

Sie habe ihm geraten, notfalls einen eigenen städtischen Träger zu gründen, der ein geschlossenes Heim betreibt. Denn die Hamburger Träger der Jugendhilfe hatten dem Senator früh klargemacht, das sie für den Aufbau eines Jugendknasts light nicht zur Verfügung stünden.

Nun aber hätten sich doch noch freie Träger gemeldet, die bereit wären, so ein Heim zu betreiben, sagte Scheele, ohne Namen zu nennen. „Wir sind guten Mutes“, freute sich der Senator. „Wenn wir einen Träger oder Trägerverbünde gefunden haben, werden wir eine Liegenschaft finden und gucken, wie man das an Ort und Stelle hinbekommt.“

Wichtig sei, dass dies ein Standort ist, „an dem sich die Jugendlichen willkommen fühlen“ und der mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie kooperiere. Das neue Heim solle acht bis zwölf Plätze haben und außerhalb der Hamburger Stadtgrenzen liegen.

Die Politikerinnen der Grünen, Eva Gümbel und Christiane Blömecke, hatten am Dienstag [
24.11.2013 ] darauf hingewiesen, dass die Landesregierungen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins geschlossene Heime ablehnen. Scheele will trotzdem auf beide Länder „zugehen, wenn wir ein Konzept haben“. Das werde in sechs, sieben Monaten vorliegen.

Die Grünen hingegen fordern in einem Antrag, dass Hamburg kein eigenes Heim gründet und das bislang für die Haasenburg [
Einrichtungen in Brandenburg ] verwendete Geld in Alternativen investiert. „Wir brauchen maßgeschneiderte Einzellösungen mit konsequenter Erziehung und enger Führung der Jugendlichen in einer Eins-zu-Eins-Betreuung rund um die Uhr.“

Dies könne in der Wohnung eines Pädagogen geschehen oder im sozialen Umfeld des Jugendlichen. Blömeke: „Es kann auch sinnvoll sein, dass ein Jugendlicher erst mal drei Monate mit einem Sozialpädagogen durch die Natur wandert.“

Wichtig sei dafür ein „Kooperationspool“ freier Träger der Jugendhilfe, um im Verbund individuelle Lösungen für diese Zielgruppe anzubieten. Laut Diakonie führt die Sozialbehörde derzeit Gespräche mit Hamburger Trägern über alternative Betreuungsformen. Scheele wies dies zurück: „Ein solches Kooperationsmodell ist uns nicht auf den Tisch gelegt worden.“

Der zuständige Amtsleiter Uwe Riez [
Leiter des Amts für Familie, Jugend und Sozialordnung in der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BAZFI) ] sagte, nach seiner Kenntnis werde die Haasenburg „zum Jahresende geschlossen“ [ 2013 ]. Derzeit sind noch zwei Hamburger Jungen in dem Heim. Der eine werde vom Familieninterventionsteam (FIT), der andere vom Bezirk Bergedorf betreut. Dessen Maßnahme solle im Dezember auslaufen. Danach solle er eine Lehre beginnen. Für die Unterbringung des anderen gebe es Gespräche mit einem Träger.

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GESCHLOSSENE HEIME

Hamburg hat seit 2008 insgesamt 52 Kinder und Jugendliche im geschlossenen Heim Haasenburg in Brandenburg untergebracht. Derzeit sind dort noch zwei Jungen.

Die Haasenburg schließen will Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch (SPD), wie sie am 6. November [
2013 ] angekündigt hat. Der Entzug der Betriebserlaubnis ist im Ministerium in Arbeit.

Bundesweit gibt es noch 330 Plätze für geschlossene Unterbringung. Die meisten Heime befinden sich in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Kein eigenes geschlossenes Heim haben die Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

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