Betroffene zum ZDF-Spielfilm "Und alle haben geschwiegen".

Betroffene zum ZDF-Spielfilm "Und alle haben geschwiegen".

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jun 17, 2013 9:17 am

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Am Montag, 8. April 2013, um 19:39 Uhr und Montag, 8. April 2013, um 19:42 Uhr berichtete ich in einem »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN«-Film-Thread im HEIMKINDER-FORUM.DE wie folgt:

Gezielte Entmutigung seitens des früheren heute ca. 43-jährigen Internatschülers Boardnutzer »markus_889« in seinem Beitrag in einem anderen Thread: Beitrag 4 vom Montag, 8. April 2013, um 10:26 Uhr, in dem von Boardnutzer »ninguno« gerade neu eröffneten Thread »"....und die Welt dreht sich trotzdem weiter."« ( in Anspielung auf den Filmtitel des ZDF-SPIELFILMS über das Schicksal der Ehemaligen Heimkinder im westlichen Nachkriegsdeutschland "Und alle haben geschwiegen" ):

>>> »martini« : Mal mal weiter für uns alle den Teufel an die Wand. <<<



>>> »markus_889« Na; wie wäre es denn, wenn du dich selber mal von einigen deiner utopischen Vorstellungen verabschieden würdest ? <<<



…womit er, Boardnutzer »markus_889«, wohl nicht nur mich, sondern alle Ehemaligen Heimkinder, die Gerechtigkeit und angemessene Wiedergutmachung fordern, anspricht.



Alles hoffnungslos ?


Botschaft des Staates Israel in BerlinOffizieller Blog @ http://www.botschaftisrael.de/2013/02/15/der-kampf-des-enkels-eines-ss-mannes-um-die-renten-fur-die-uberlebenden-der-ghettos/

Ein kürzlich in der israelischen Zeitung HAARETZ erschiener Artikel, der sich mit deutschem Recht und Gesetz befasst.

Der Kampf des Enkels eines SS-Mannes um die Renten für die Überlebenden der Ghettos

Im Folgenden dokumentieren wir die Übersetzung eines Artikels, der am 15.02.2013 in der Tageszeitung HAARETZ erschienen ist.

Von Ofer Adret

Uri Hanoch war 13, als seine Familie 1941 ins Ghetto Kauen (Kaunas) in Litauen gebracht wurde. Im Ghetto arbeitete er als Bote des deutschen Reichsarbeitsministeriums. Unter Einsatz seines Lebens stahl er Bescheinigungen, mit deren Hilfe es vielen Menschen gelang, aus dem Ghetto zu fliehen. Hanoch verlor seinen Vater, seine Mutter und seine Schwester, die ermordet wurden. Er wurde durch eine weitere Arbeit gerettet, die ihm zugewiesen wurde – der Lagerkommandant beauftragte ihn mit der Reinigung seines Büros. 1945 wollte man ihn mit einem Zug ins Konzentrationslager Dachau deportieren, der auf dem Weg bombardiert wurde. Es gelang Hanoch, aus dem Zug zu springen und in den Wald zu fliehen, obwohl er beschossen wurde. Nach Kriegsende wanderte er mit seinem Bruder Dani ins damalige Britische Mandatsgebiet Palästina aus.

Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Hanoch hat sich in Israel ein neues Leben aufgebaut, eine Familie gegründet und hatte leitende Funktionen in Organisationen zur Unterstützung von Holocaust-Überlebenden inne. Eines Tages, vor etwa 15 Jahren, „passierte etwas Merkwürdiges“, wie er sagt. In Deutschland stellte sich heraus, dass sogar in der Zeit der Shoah Sozialversicherungsbeiträge für einen Teil der Juden in den Ghettos abgeführt wurden, die bei Deutschen gearbeitet hatten. Dies bedeutete, dass diesen Juden eine Rente zustünde.

„Als wir im Ghetto waren, wussten wir davon nichts. Uns wäre im Leben nicht in den Sinn gekommen, dass man uns bezahlen würde. Wir wussten nur, dass wir zur Arbeit gehen und abends wieder nach Hause – außer, wenn man uns in ein Konzentrationslager schickt, um uns umzubringen“, sagt Hanoch. In jedem Ghetto gab es andere Verfahrensweisen. Im Ghetto Kauen, wo Hanoch arbeitete, zahlten die Deutschen die Löhne für die Arbeit an den Judenrat – der von dem Geld notwendige Produkte erwarb. „Es ist verrückt. Einerseits werden wir abgeschlachtet, andererseits werden Sozialversicherungsbeiträge abgeführt“, so Hanoch.

Emmanuel Nahshon, Gesandter an der Botschaft des Staates Israel in Berlin, hat aus der Nähe die komplexen juristischen Abläufe verfolgt, die sich entwickelten, nachdem bekannt wurde, dass für die jüdischen Arbeiter Beiträge abgeführt worden waren. „Das ist verrückt und absurd“, so Nahshon. „Die Deutschen, die so organisiert waren, haben Sozialversicherungsbeiträge für Menschen gezahlt, denen der Tod bestimmt war.“

2002 wurde in Deutschland ein Gesetz verabschiedet, das es Menschen, die in den Ghettos gearbeitet hatten, ermöglichen sollte, die Renten zu erhalten, die ihnen zustehen. Anfangs wurde das Gesetz hoch gelobt, doch schnell begannen die Probleme. Etwa 70.000 Überlebende – die Hälfte von ihnen Israelis – reichten Rentenanträge ein. Mehr als 90% davon wurden abschlägig beschieden.

Die Argumente waren beinahe ebenso absurd wie die Tatsache, dass überhaupt Rentenbeiträge für Juden abgeführt wurden, die die Deutschen umzubringen planten. „Die Sozialgerichte verlangten von den Überlebenden Lohnabrechnungen und Nachweise dafür, dass sie tatsächlich gearbeitet hatten. Es war ein beispielloser Skandal“, erzählt Nahshon.

Eine unerwartete Wendung erhielt die Angelegenheit, als einer der deutschen Richter, die mit der Bearbeitung der Rentenanträge befasst waren, sich entschied, sich an die Seite der Überlebenden zu stellen. Der Richter Jan-Robert von Renesse kritisierte seine Richterkollegen offen und scharf. Von Renesse, 47, ist Enkel eines SS-Mannes. Seine Frau ist Polin, deren Großvater in einem Konzentrationslager ermordet wurde.

„Ich war schockiert, dass die Richter, meine Kollegen, sich nicht an Historiker und Experten gewandt hatten – und die Anträge der Überlebenden auf Basis von nicht wissenschaftlichen Quellen wie Wikipedia ablehnten“, sagte er diese Woche „Haaretz“. „Sie sind einfach auf Wikipedia gegangen und haben sich von dort eine unvollständige Liste der Ghettos heruntergeladen. Wenn ein Überlebender einen Antrag gestellt hat, der in einem Ghetto war, das auf der Liste nicht auftauchte – wurde sein Antrag abgelehnt. Ich habe ihnen gesagt, dass das so nicht geht, dass wir einen beratenden Historiker brauchen. Sie erklärten mir, dass das zu teuer sei, dass das zu lange dauern würde und Wikipedia ausreichend sei.“

Von Renesse tat sich schwer mit der Forderung, die Überlebenden müssten Dokumente vorweisen, die belegen, dass sie Zwangsarbeit geleistet hätten. „Der einzige Beweis dafür, was sie durchgemacht haben, über den die meisten Überlebenden verfügen, ist die Nummer auf dem Arm. Es hat schließlich niemand von der SS ein Dokument erhalten, in dem ihm für seine Arbeit gedankt wird oder etwa einen Rentenbescheid. Wir, die Deutschen, können ihnen doch nicht sagen: ‚Ihr seid selbst schuld, wenn Ihr das nicht nachweisen könnt‘. Im Gegenteil – wir sind schuld“, erläutert von Renesse. „Es handelt sich hier um Menschen, die während des Krieges gearbeitet haben und für die Rentenbeiträge abgeführt wurden. Warum sollen sie das Geld dann nicht bekommen? Wie kann es sein, dass Deutsche, die während des Krieges gearbeitet haben, ihre Rente erhalten und jüdische Überlebende nicht? Das ist einfach inakzeptabel.“

In seinen Anstrengungen, angemessen auf diese Nöte einzugehen, tat von Renesse etwas, das in den deutsch-israelischen Beziehungen einzigartig war. Er öffnete in Israel eine Art Vertretung des deutschen Sozialgerichts, um den Überlebenden die Möglichkeit zu geben, persönlich vor einem deutschen Sozialrichter zu erscheinen und dort auszusagen, anstelle lediglich Antragsformulare auszufüllen.

Zwischen 2007 und 2010 besuchte von Renesse Israel acht Mal und nahm Aussagen von etwa 120 Menschen auf. Er verpflichtete sogar das Direktorium der Deutschen Rentenversicherung dazu, zu Verhandlungen nach Israel zu reisen. Wer sich weigerte, wurde mit einer Geldbuße belegt. „Meiner Ansicht nach war das der richtige und notwendige Gang der Dinge. Bei jeder normalen Gerichtsverhandlung spricht der Richter mit den beiden Seiten. Das ist selbstverständlich. Aus welchem Grund sollte es mir verboten sein, mit den Überlebenden zu sprechen?“

Rechtsanwalt Yoel Levy, Gründer der Deutsch-Israelischen Juristen-Vereinigung, nahm als Zuschauer an diesen Verhandlungen teil. „Die Überlebenden waren sehr aufgeregt, angesichts dessen, dass ein deutscher Richter sie anhört. Für einen Teil von ihnen war es das erste Mal, dass überhaupt jemand ihre Geschichte angehört hat. Es war wirklich sehr außergewöhnlich“, so Levy.

Von Renesse gab sich mit den Aussagen, die er gesammelt hatte, nicht zufrieden. Er richtete ein Team von Dutzenden Historikern ein, die eine umfassende Studie erstellten und mehr als 500 Berichte zur Arbeit von Juden in den Ghettos abfassten. „In einem bürokratischen System wie dem deutschen gab es keine echte Möglichkeit, Augenzeugenberichte zu vernichten. Die Deutschen wollten die Juden zwar umbringen und die Beweise dafür vernichten, aber für jeden Brief oder jede Erwähnung gibt es einen Durchschlag. Wenn das Archiv des Ghettos vernichtet wurde, kann man dafür die Kopien im Archiv der Steuerbehörde finden. Mit genug Zeit und Mitarbeitern kann man eine überwältigende Zahl von Beweisen finden“, erklärt von Renesse.

Die Statistik änderte sich auf diese Weise schnell zugunsten der Überlebenden. Etwa 90% der Anträge, die durch von Renesse verhandelt wurden, wurde stattgegeben. Tausende erhielten dank seiner die Renten, die ihnen zustanden. Die deutschen Behörden waren davon weniger begeistert. Hintergrund für die Position der Deutschen war die Sorge vor einer Klagewelle, die den deutschen Steuerzahler viel Geld gekostet hätte. Auch die deutsche Bürokratie verhinderte, dass die Beamten die Menschen hinter den Anträgen hätten sehen können. Der Gesandte Nahshon von der Botschaft des Staates Israel in Berlin schätzt, dass Deutschland heute noch etwa 50.000 Überlebenden aus den Ghettos noch etwa 500 Millionen Euro schuldet. Das heißt also, etwa 10.000 Euro pro Überlebenden.

Von Renesse blieb mit seinem Engagement allein. Seine Kollegen und Vorgesetzten taten alles, um ihn in seiner Arbeit zu behindern. „Sie haben begonnen, ihn zu schikanieren und gegen ihn zu intrigieren. Sie haben gegen ihn Disziplinarverfahren wegen übertriebener Benutzung der Heizung in seinem Büro eingeleitet und ihn sogar in ein Büro neben der Toilette versetzt“, erzählt Rechtsanwalt Levy. Der aufmüpfige Richter wurde letzten Endes gegen seinen Willen auf einen anderen Posten versetzt – und die Fälle, die er bearbeitete, wurden ihm entzogen. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen wollte sich auf Anfrage von „Haaretz“ zu dem Fall nicht äußern.

Israel stellte sich allerdings an seine Seite. Er wurde eingeladen, in der Knesset zu sprechen, traf Präsident Shimon Peres und wurde von Rechtsanwalt Levy unterstützt, der sich im Namen der Anwaltskammer an jede nur denkbare Behörde in Deutschland wandte. „Er ist ein Heiliger in Sodom und ein Gerechter unter den Völkern“, so Levy. „Er ist ein Held des jüdischen Volkes“, so Nahshon.

„Ich kämpfe nicht für mich und auch nicht für die Überlebenden. Ich tue das für das Erbe des deutschen Rechtswesens an sich. Wenn ein Richter das Gefühl hat, dass auf ihn unrechtmäßiger Druck ausgeübt wird und seine richterliche Unabhängigkeit davon berührt ist – muss er so handeln, wie ich es tue“, erklärt von Renesse.

2009 hat von Renesse auch Unterstützung vom Bundesverfassungsgericht erhalten, das Regeln aufgestellt hat, die einen Teil der bürokratischen Hürden in der Angelegenheit beilegen. Doch viele der Hürden bestehen fort, unter anderem die Frage, was mit den Anträgen passiert, die in der Vergangenheit abgelehnt wurden.

In der Zwischenzeit wird das Thema in der Bundesregierung und im Bundestag auf höchster Ebene diskutiert. Vor etwa zwei Monaten wurde Uri Hanoch eingeladen, vor dem Sonderausschuss des Bundestages zu erscheinen, der mit der Angelegenheit befasst ist. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie das Gesetz ändern müssen, weil wir gerade jetzt, im Alter, das Geld brauchen. Das sind keine Entschädigungszahlungen – es ist Geld, das uns zusteht für Arbeit, die wir geleistet haben“, so Hanoch.

In einigen Wochen wird der Bundestag sich in einer Sonderdebatte mit dem Thema beschäftigen. Die Überlebenden hoffen, dass an ihrem Ende eine Änderung des Gesetzes zu ihren Gunsten steht und die bürokratischen und prozeduralen Hürden beseitigt werden, die bisher zwischen ihnen und den Renten stehen. „Die Zeit ist reif“, so Emmanuel Nahshon. „Die Bundesregierung und die Bundestagsfraktionen müssen jetzt eine Entscheidung treffen und einen Weg finden, diesen Überlebenden zu helfen. Es muss eine politische Entscheidung sein, keine juristische. Und sie wird ein weiteres Kapitel in den komplizierten Beziehungen zwischen Israel und Deutschland schreiben.“

( Haaretz, 15.02.13 )
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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Montag, 8. April 2013, um 19:39 Uhr und Montag, 8. April 2013, um 19:42 Uhr, Beitrag 92 und Beitrag 93 im Thread »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« ( auf der vierten Seite dieses Threads ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376292 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ] und @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376295 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jun 17, 2013 9:45 am

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Am Montag, 8. April 2013, um 21:40 Uhr berichtete ich in einem »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN«-Film-Thread im HEIMKINDER-FORUM.DE wie folgt:

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Für jeden verständlich:

( …und zum verdrehen gibt es dabei schon mal garnichts… )

GANZ EINFACH: Die Paralelen sind formal-juristisch eindeutig klar (1.) entgangener Lohn für geleistete Arbeit ( erzwungene Arbeit : ZWANGSARBEIT ! ) und (2.) zustehende Renten für vielfach jahrelang geleistete Arbeit in einem oder anderen ARBEITSZWANGSLAGER.

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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Montag, 8. April 2013, um 21:40 Uhr, Beitrag 97 im Thread »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« ( auf der vierten Seite dieses Threads ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376337 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jun 17, 2013 10:29 am

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Am Montag, 8. April 2013, um 21:40 Uhr berichtete ich in einem »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN«-Film-Thread im HEIMKINDER-FORUM.DE wie folgt:


ICH ZEICHNE NUR AUF: (1.) Es gab Opfer im 3. Reich die legetime Ansprüche haben; und ein deutscher Richter ( Dr. Jan-Robert von Renesse ) steht ihnen jetzt diesbezüglich zur Seite. (2.) Es gab Opfer in Westdeutschland die ähnliche Ansprüche haben. – Und wer steht ihnen bisher zur Seite ?
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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Montag, 8. April 2013, um 22:52 Uhr, Beitrag 100 im Thread »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« ( auf der vierten Seite dieses Threads ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376348 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jun 17, 2013 11:54 am

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Am Dienstag, 9. April 2013, um 01:43 Uhr berichtete ich in einem »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN«-Film-Thread im HEIMKINDER-FORUM.DE wie folgt:


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Für jeden verständlich:

( …und zum verdrehen gibt es dabei schon mal garnichts… )

GANZ EINFACH: Die Paralelen sind formal-juristisch eindeutig klar (1.) entgangener Lohn für geleistete Arbeit ( erzwungene Arbeit : ZWANGSARBEIT ! ) und (2.) zustehende Renten für vielfach jahrelang geleistete Arbeit in einem oder anderen ARBEITSZWANGSLAGER.

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QUERVERWEIS zu einem anderen Thread

worin von einem solchen weiterhin im Nachkriegsdeutschland ( in Westdeutschland ! ) bestehenden ARBEITSZWANGSLAGER die Rede ist und wo alles was man über dieses ARBEITSZWANGSLAGER in Erfahrung bringen kann zusammengetragen wurde:

» FreistattDiakonie FreistattBethel «

ARBEITSZWANGSLAGER FREISTATT IM WIETINGSMOOR

Seite 1 @ http://heimkinder-forum.de/v3/board49-heimliste-nach-orten/board61-heime-f/460-freistatt-diakonie-freistatt-bethel/ [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ] ( mit dem INTERNET EXPLORER Browser )

Seite 2 @ http://heimkinder-forum.de/v3/board49-heimliste-nach-orten/board61-heime-f/460-freistatt-diakonie-freistatt-bethel/index2.html [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ] ( mit dem INTERNET EXPLORER Browser )

Seite 3 @ http://heimkinder-forum.de/v3/board49-heimliste-nach-orten/board61-heime-f/460-freistatt-diakonie-freistatt-bethel/index3.html [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ] ( mit dem INTERNET EXPLORER Browser )

Seite 4 @ http://heimkinder-forum.de/v3/board49-heimliste-nach-orten/board61-heime-f/460-freistatt-diakonie-freistatt-bethel/index4.html [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ] ( mit dem INTERNET EXPLORER Browser )
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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Dienstag, 9. April 2013, um 01:43 Uhr, Beitrag 102 im Thread »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« ( auf der vierten Seite dieses Threads ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376355 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Mo Jun 17, 2013 11:50 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jun 17, 2013 1:59 pm

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Am Dienstag, 9. April 2013,um 05:28 Uhr berichtete ich in einem »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN«-Film-Thread im HEIMKINDER-FORUM.DE wie folgt:


ANFANG DER VOLLSTÄNDIGEN WIDERGABE DIESES BEITRAGS AUS DEM HEIMKINDER-FORUM.DE


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>>> »martini« :
ICH ZEICHNE NUR AUF: (1.) Es gab Opfer im 3. Reich die legetime Ansprüche haben; und ein deutscher Richter ( Dr. Jan-Robert von Renesse ) steht ihnen jetzt diesbezüglich zur Seite. (2.) Es gab Opfer in Westdeutschland die ähnliche Ansprüche haben. – Und wer steht ihnen bisher zur Seite ? <<<



>>> »martini« :
Für jeden verständlich:

( …und zum verdrehen gibt es dabei schon mal garnichts… )

GANZ EINFACH: Die Paralelen sind formal-juristisch eindeutig klar (1.) entgangener Lohn für geleistete Arbeit ( erzwungene Arbeit : ZWANGSARBEIT ! ) und (2.) zustehende Renten für vielfach jahrelang geleistete Arbeit in einem oder anderen ARBEITSZWANGSLAGER. <<<

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Alles hoffnungslos ?


Tatsache ist, man befasste sich gerade erst erneut wieder genau mit einem dieser Aspekte in Bezug auf eine dieser beiden Opfergruppen im Deutschen Bundestag !


Plenarprotokoll-Inhaltsverzeichnis @ http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17224.pdf

Plenarprotokoll 17/224

Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 224. Sitzung.
Berlin, Mittwoch, den 27. Februar 2013

III

Lösungsvorschläge für die Auszahlung von Gettorenten rückwirkend ab dem Jahr 1997

Antwort
Dr. Ralf Brauksiepe, Parl. Staatssekretär BMAS ----- 27849A

Zusatzfragen
Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) ----- 27849A
Ulla Jelpke (DIE LINKE) ----- 27850A
Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) ----- 27850A
Max Straubinger (CDU/CSU) ----- 27851A
Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) ----- 27851A
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) ----- 27852A
Anton Schaaf (SPD) ----- 27852A

IV

Mündliche Frage 23
Anton Schaaf (SPD)

Verwaltungsaufwand der rückwirkenden Rentenzahlungen für Beschäftigungen in einem Getto ab dem Jahr 1997

Antwort
Dr. Ralf Brauksiepe, Parl. Staatssekretär BMAS ----- 27853B

Zusatzfragen
Anton Schaaf (SPD) ----- 27853C
Peter Weiß (Emmendingen) (CDU/CSU) ----- 27854D
Max Straubinger (CDU/CSU) ----- 27855A

V

Anlage 9
Mündliche Frage 24
Anton Schaaf (SPD) -----

Interesse der ehemaligen Gettoarbeiterinnen und Gettoarbeiter an einer pauschalen Entschädigungszahlung

Antwort
Steffen Kampeter, Parl. Staatssekretär BMF ----- 27876A

Anlage 10
Mündliche Frage 25
Matthias W. Birkwald (DIE LINKE)

Position der israelischen Regierung zur rückwirkenden Zahlbarmachung von Gettorenten

Antwort
Dr. Ralf Brauksiepe, Parl. Staatssekretär BMAS ----- 27876B

Anlage 11
Mündliche Frage 26
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Gesetzgeberischer Handlungsbedarf zur Lösung in der Frage der Gettorenten

Antwort
Dr. Ralf Brauksiepe, Parl. Staatssekretär BMAS. ----- 27876C

Anlage 12
Mündliche Frage 27
Volker Beck (Köln) (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Umsetzung der Lösung zur rückwirkenden Zahlbarmachung von Renten nach dem ZRBG ab dem Jahr 1997

Antwort
Dr. Ralf Brauksiepe, Parl. Staatssekretär BMAS ----- 27876C

Anlage 13
Mündliche Fragen 28 und 29
Ulla Jelpke (DIE LINKE) -----

Einbeziehung bisher ausgeschlossener ehemaliger Gettoarbeiter in eine gesetzliche Lösung für eine Gettorente

Antwort
Dr. Ralf Brauksiepe, Parl. Staatssekretär BMAS ----- 27876D

[ dieses Inhaltsverzeichnis nutzen und selbst in die Reden Einblick nehmen ]


Plenarprotokoll-Text @ http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/plenarprotokolle/plenarprotokolle/17231.txt ( das Wort „Gettorenten“ erscheint 8 mal in diesem Protokoll ab dem vierten Quartal dieser Webseite. ------ Dieser Plenarprotokoll-Text, in diesem Original, geht ziemlich weit in die Breite, und muss, um ein Lesen desselben zu vereinfachen in ein MICROSOFT WORD DOKUMENT übertragen werden. )

Plenarprotokoll 17/231

Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 224. Sitzung.
Berlin, Donnerstag, den 21. März 2013


[ selbst das Plenarprotokoll konsultieren und in die Reden Einblick nehmen ]


ENDE DER VOLLSTÄNDIGEN WIDERGABE DIESES BEITRAGS AUS DEM HEIMKINDER-FORUM.DE


QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Dienstag, 9. April 2013,um 05:28 Uhr, Beitrag 103 im Thread »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« ( auf der vierten Seite dieses Threads ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376355 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Jun 18, 2013 1:25 am

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Am Dienstag, 9. April 2013,um 06:05 Uhr berichtete ich in einem »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN«-Film-Thread im HEIMKINDER-FORUM.DE wie folgt:


ANFANG DER VOLLSTÄNDIGEN WIDERGABE DIESES BEITRAGS AUS DEM HEIMKINDER-FORUM.DE


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>>> »martini« :
ICH ZEICHNE NUR AUF: (1.) Es gab Opfer im 3. Reich die legetime Ansprüche haben; und ein deutscher Richter ( Dr. Jan-Robert von Renesse ) steht ihnen jetzt diesbezüglich zur Seite. (2.) Es gab Opfer in Westdeutschland die ähnliche Ansprüche haben. – Und wer steht ihnen bisher zur Seite ? <<<



>>> »martini« :
Für jeden verständlich:

( …und zum verdrehen gibt es dabei schon mal garnichts… )

GANZ EINFACH: Die Paralelen sind formal-juristisch eindeutig klar (1.) entgangener Lohn für geleistete Arbeit ( erzwungene Arbeit : ZWANGSARBEIT ! ) und (2.) zustehende Renten für vielfach jahrelang geleistete Arbeit in einem oder anderen ARBEITSZWANGSLAGER. <<<

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Alles hoffnungslos ?


Tatsache ist, man befasste sich gerade erst erneut wieder genau mit einem dieser Aspekte in Bezug auf eine dieser beiden Opfergruppen im Deutschen Bundestag !


DIE LINKE IM BUNDESTAG

DIE LINKE @ http://www.linksfraktion.de/reden/ghettorenten-auszahlen-kein-diebstahl-ns-opfern/

REDE
[ Protokoll einer Rede im Plenarsaal des Deutschen Bundestags ]

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22.03.2013 – ULLA JELPKE
[ Bundestagsabgeordnete – DIE LINKE ]

Ghettorenten auszahlen - kein Diebstahl an NS-Opfern!

Herr Präsident! Meine Damen und Herren!

Ich möchte zunächst gerne den Gesandten der israelischen Botschaft begrüßen, Herrn Emmanuel Nahshon, der heute hier sitzt, um die Debatte zu verfolgen, und der sehr für die Opfer gekämpft hat, dafür, dass diese Rente gezahlt wird.

(Beifall bei der LINKEN, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU)

Wenn sich die Union und die FDP heute tatsächlich den Anträgen der Opposition verweigern, die Gettorenten in vollem Umfang – und darum geht es – auszuzahlen, dann bedeutet das nicht nur, dass sich die Opfer erneut verhöhnt fühlen werden, sondern es bedeutet auch – das finde ich besonders schlimm –, dass sie das Gefühl haben werden, dass ihnen Gerechtigkeit genommen wird. Herr Kolb, es geht tatsächlich darum, Gerechtigkeit für alle Opfer und Betroffenen herzustellen.

(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Meine Damen und Herren, um es einfach einmal deutlich zu sagen: Gettorenten sind keine Form von Entschädigung, bei der man darüber streiten kann, wer sie erhalten soll oder wie hoch sie ausfallen soll. Wir wissen, wie knauserig die Bundesregierung in den vergangenen Jahren mit Entschädigungen umgegangen ist. Es bedurfte immer Druck von außen, damit überhaupt gehandelt wurde.

Gettorenten liegen – das muss einfach klar sein – rentenrechtlich begründete Ansprüche zugrunde. Die Menschen, die im Getto gearbeitet haben, haben einen Hungerlohn bekommen. Angeblich wurden von den Nazis Beiträge an die Rentenkassen abgeführt. Dass die Nazis nie vorhatten, Jüdinnen und Juden oder auch Sinti und Roma Renten auszuzahlen, wissen wir längst. Heute gibt es aber eigentlich keinen Grund, ihnen ihre Rentenansprüche nicht zuzugestehen. Ich denke, die Ansprüche sind seit 2005 völlig klar. Insofern streiten wir jetzt darum, dass die Betroffenen, die diese Rente nicht bekommen haben, Nachzahlungen bekommen.

Der Bundestag hat vor elf Jahren einstimmig beschlossen – das hat der Kollege Anton Schaaf schon gesagt –, die Rentenansprüche rückwirkend ab 1997 auszuzahlen. Aber es gab Fehler. Kaum ein Beamter, kaum ein Richter hat sich wirklich in die Materie hineinversetzt. Wer es doch tat, wie zum Beispiel Jan-Robert von Renesse, wurde unter anderem Opfer von Mobbing und Schikane.

Über 90 Prozent der Anträge wurden damals abgelehnt, was wirklich ein Skandal war, ein Armutszeugnis für Deutschland. Nach vielen Jahren sprach dann das Bundessozialgericht endlich ein Machtwort, woraufhin die Rentenkassen die Anträge neu überprüfen mussten. 7 000 Berechtigte überlebten diese Überprüfung übrigens nicht. Auch wenn es zynisch klingt, muss man sagen: Dazu ist es auch gekommen, weil hier verschleppt wurde und weil man offensichtlich Geld sparen wollte.

Aber auch danach setzte sich das Unrecht leider fort. Die Renten für noch 22 000 NS-Opfer wurden nicht, wie einmal beschlossen, 1997, sondern erst ab 2005 ausgezahlt. Es fehlten über sieben Jahre. Meine Damen und Herren von den Regierungsfraktionen, insbesondere Herr Kolb, wenn Sie jetzt behaupten, durch den höheren Zugangsfaktor werde der spätere Auszahlungsbeginn ausgeglichen, ist das schlicht und einfach unwahr.

(Beifall des Abg. Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])

Denn dazu müssten die Betroffenen noch viele Jahre leben. Jeder hier im Raum weiß doch, dass 80- bis 90-Jährige einfach nicht mehr sehr viele Jahre leben werden. Deswegen haben zum Beispiel die Sachverständigen in der Anhörung sofortigen Handlungsbedarf gesehen. Es geht zum Teil um Nachzahlungen von wenigen Tausend Euro. Wir wissen, dass die soziale Situation von Überlebenden des Holocaust häufig prekär ist, und schon deswegen will die Linke eine zügige Lösung.

(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD)

Werte Kolleginnen und Kollegen, wir erwarten von Ihnen allen, dass Sie diese Frage zu einer Gewissensfrage machen. Wollen Sie diese Menschen wirklich um wenige Tausend Euro bringen, obwohl das ihre Rentenansprüche sind? Ich fordere Sie auf: Verweigern Sie sich nicht den Anträgen der Opposition. Gewähren Sie den Überlebenden ihre Rechte, und schließen Sie sich den Anträgen von Linken und Grünen an. Es ist in der Tat beschämend für dieses Haus – das ist hier von vielen schon gesagt worden –, um diese wenigen Tausend Euro zu feilschen.

Danke schön.

(Beifall bei der LINKEN, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


ANFANG DER VOLLSTÄNDIGEN WIDERGABE DIESES BEITRAGS AUS DEM HEIMKINDER-FORUM.DE


QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Dienstag, 9. April 2013,um 06:05 Uhr, Beitrag 104 im Thread »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« ( auf der vierten Seite dieses Threads ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376357 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Jun 18, 2013 1:52 am

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Am Dienstag, 9. April 2013,um 11:41 Uhr berichtete ich in einem »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN«-Film-Thread im HEIMKINDER-FORUM.DE wie folgt:

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Ich hatte die Boardnutzerin, Frau »xyz«, auf Grund ihrer, m.E., dummen, abwertenden und spottenden Bemerkungen in Beitrag 101 ( oben ) – die, ich der Meinung war und auch weiterhin bin, hier bei diesem ernsten Thema völlig fehl am Platze sind – darauf aufmerksam machen wollen ( sozusagen ), dass sie doch mal ihr Gehirn einschalten solle bevor sie solch dummes Zeug von sich gibt. Ich konnte bei meiner BEWERTUNG ihrer völlig wertlosen und niederträchtigen Kommentare, diese ja nicht nun auch noch aufwerten indem ich sie positiv bewerte.

Ich hatte und habe der Boardnutzerin, Frau »xyz«, einfach nur mitteilen wollen ( wofür mir, an der BEWERTUNGSSTELLE nur maximal 255 Zeichen zur Verfügung stehen ) – Di. 09.04.2013, um 01:56 Uhr:

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JETZT ÜBERLEG DOCH MAL: Wer von den von dir beim Namen genannten steht dir persönlich gegenüber in der Pflicht ? – Andererseits aber: Die Kirche nicht ? – Der Staat nicht ? – Der Gesetzgeber nicht ? – Die Staatsanwaltschaft nicht ? – Die Gerichte nicht ?
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Sie aber, die Boardnutzerin, Frau »xyz«, will, wie sich zeigt, ihren Spott und ihre Niederträchtigkeit unbedingt aufrechterhalten und fortsetzen, anstatt sich mal mit wichtigeren Dingen zu befassen – die ihr ja auch hier und vieler andererorts dargeboten werden – , weiterhin wie ein Kleinkind im Kindergarten einfach nur zu streiten and andere zu sticheln und versuchen zu ärgern.
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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Dienstag, 9. April 2013,um 11:41 Uhr, Beitrag 106 im Thread »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« ( auf der vierten Seite dieses Threads ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376371 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Jun 18, 2013 2:04 am

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Am Dienstag, 9. April 2013, um 23:15 Uhr berichtete der Boardnutzer »Dreamer2013« in einem »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN«-Film-Thread im HEIMKINDER-FORUM.DE wie folgt:

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Was spricht eigentlich dagegen in einen Heimkinderforum dem Verschweigen entgegen zu wirken?!
Wer oder Was befähigt uns eigentlich über andere den Stab zu brechen?!

Wie kann es Ehemalige(?) geben die den Wunsch nach Aufklärung von Verbrechen, in einem demokratischen Rechtsstaat, negativ gegenüber stehen?!

Es ist ein Verbrechen an die Opfer dieser Kinderheimhöllen, wenn man uns zum Schweigen auffordert.

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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »Dreamer2013« vom Dienstag, 9. April 2013, um 23:15 Uhr, Beitrag 112 im Thread »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« ( auf der vierten Seite dieses Threads ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376440 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Jun 18, 2013 2:19 am

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Am Mittwoch, 10. April 2013, um 00:42 Uhr berichtete der Boardnutzerin »Micky« in einem »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN«-Film-Thread im HEIMKINDER-FORUM.DE wie folgt:

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Danke »Dreamer2013]«. Leider sind es sehr wenige ehemalige Heimkinder die wirklich noch kämpfen, u.a. »Martini«. Sicher sind seine vielen Links für manche Personen zu viel – allerdings kann sich jeder die passenden Links raussuchen – . Obwohl wer sich nicht nur für die eigene Heimgeschichte interessiert, sehr viel rauslesen kann, dass es im gesammten Deutschland viele gemeinsame Schicksale gibt. An dieser Stelle möchte ich die[jenigen] [die] Martinis Links nicht mögen, warum auch immer, [darauf hinweisen] dann lest es doch nicht.

Liebe Grüße

Micky
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QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »Micky« vom Mittwoch, 10. April 2013, um 00:42 Uhr, Beitrag 114 im Thread »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« ( auf der vierten Seite dieses Threads ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376451 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Jun 18, 2013 2:53 am

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Am Mittwoch, 10. April 2013, um 07:23 Uhr berichtete ich in einem »UND ALLE HABEN GESCHWIEGEN«-Film-Thread im HEIMKINDER-FORUM.DE wie folgt:

Meine weitergehenden Recherchen bezüglich der nachkriegsdeutschen Heimerziehung zeigen und ergeben klar und deutlich:

„Verwahrloste“, „assoziale“, „sexuell schwer gefährdete“, „kriminelle“, „systemgegnerische“ oder „nicht anpassungsfähige“ Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 22 Jahren ( d.h. alle Kinder und Jugendliche, die von den Behörden als solche klassifiziert und abgestempelt wurden --- und „ein Verdacht“ genügte durchaus ) wurden im 3. Reich in Kooperation mit Jugendämtern, Fürsorgebehörden und kriminalpolizeilichen Dienststellen, aber auch seitens der Gestapo, in, in Deutschland, in Österreich und in Polen existierende JugendKZ, und einige ähnliche Aussenstellen, überführt. Diese JugendKZ waren keine Vernichtungslager. Sie waren aber durchaus Arbeitszwangslager und die darin internierten / inhaftierten minderjährigen Insassen überall zur ZWANGSARBEIT verpflichtet.
In Nachkriegsjahrzehnten wurden diese im 3. Reich existierenden JugendKZ und Aussenstellen auch, zeitweilig, als "Fürsorgeeinrichtungen" geschrieben, bzw. als "Lager für kriminelle, schwererziehbare Mädchen" oder "Jungen" und damit gleichzeitig auch als gerechtfertigt angesehen.

QUELLEN für diese meinerseitigen zusammenfassenden Aussagen hier, u.a.: Österreichische Lagergemeinschaft RAVENSBRÜCK & Freundinnen @ http://www.ravensbrueck.at/html/kap4_1.htm und @ http://www.ravensbrueck.at/html/kap4_2.htm .

QUELLE: HEIMKINDER-FORUM.DE, Beitrag von »martini« vom Mittwoch, 10. April 2013, um 07:23 Uhr, Beitrag 115 im Thread »ÖFFENTLICHE DEBATTE zum ZDF-Film "Und alle haben geschwiegen" ausgestrahlt im TV europaweit am 04.03.2013. --- Öffentliche Zuschauer-Kommentare dazu: SAMMELSTELLE:« ( auf der vierten Seite dieses Threads ) @ http://heimkinder-forum.de/v3/board3-heim-talk/board7-offener-talk-heime/16287-öffentliche-debatte-zum-zdf-film-und-alle-haben-geschwiegen-ausgestrahlt-im-tv-europaweit-am-04-03-2013-öffentliche-zuschauer-kommentare-dazu-sammelstelle/index4.html#post376456 [ Link manuell in die Adresszeile eines neuen Browserfensters eingeben ]
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