Corona-Virus-Gefahr --- Bleib verdammt nochmal zu Hause!

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Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Apr 29, 2020 11:57 am

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Corona-Virus Covid-19 ----- Der Kampf gegen Covid-19 und wie er in verschiedenen Ländern gehandhabt wurde und wird.

Was hat Südkorea bisher richtig oder falsch gemacht?

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FOCUS.DE

Weniger Neuinfektionen

„Zeichen der Hoffnung“: Südkorea bekam Corona in den Griff - ohne kompletten Shutdown

https://www.focus.de/gesundheit/news/weniger-als-100-neuinfektionen-am-tag-ohne-das-oeffentliche-leben-stillzulegen-so-bekam-suedkorea-corona-in-den-griff_id_11788161.html

FOCUS-Autor Michael Odenwald

Freitag, 20.03.2020, 15:31 Uhr

Während in Deutschland die Fallzahlen der mit dem Coronavirus Infizierten rasant steigen, nimmt die Zahl in Südkorea seit Tagen rapide ab - und das, ganz ohne die Sperrung ganzer Städte und Reisebeschränkungen. Das hat einen entscheidenden Grund.

Weltweit nehmen die Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 sprunghaft zu, Epizentrum der Pandemie ist dabei Europa. In Deutschland stieg die Zahl der mit dem neuartigen Corona-19-Virus Infizierten laut dem Corona Resource Center der US-amerikanischen Johns Hopkins University bis zum 18. März auf 12.327, das sind 2960 mehr als noch am Vortag. Zwei der Erkrankten starben an diesem Tag.

Anders in Südkorea. Dort verzeichneten das Center for Disease Control and Prevention (KCDC) des Landes im gleichen Zeitraum gerade 152 neue Infektionen, bei insgesamt 8413 Fällen. Auf dem Höhepunkt der Epidemie am 29. Februar waren es noch 909. Bislang forderte das Leiden 91 Opfer, 1540 Patienten gelten als geheilt.


Südkorea führte ausgedehntes Testprogramm durch

Dabei sanken die Fallzahlen ganz ohne die Sperrung ganzer Städte und Reisebeschränkungen. „Südkorea ist eine demokratische Republik, wir glauben, Abriegelungen sind keine vernünftige Wahl“, sagte der Infektiologe Kim Woo-Joo von der Korea University in Seoul dem Wissenschaftsjournal Science.

Der gravierende Unterschied hat einen Grund: Südkorea führte „das weltweit ausgedehnteste und bestorganisierte Testprogramm durch, verbunden mit starken Anstrengungen, infizierte Personen zu isolieren und auch ihre Kontakte aufzuspüren und unter Quarantäne zu stellen“, berichtet Science.


Differenziertes Bewegungsprofil eines Virusträgers wird an Nachbarn gesandt

Insgesamt wurden mehr als 270.000 Menschen auf das Corona-19-Virus untersucht, was bei 51 Millionen Einwohnern über 5200 Tests pro einer Million Südkoreaner entspricht (dazu wurden landesweit auch 50 Drive-in-Teststationen eingerichtet). Das ist laut dem Internetportal Worldometer mehr als in jedem anderen Land der Welt, ausgenommen das kleine Bahrein. In den USA dagegen wurden der Gesundheitsbehörde CDC zufolge gerade 74 Personen pro einer Million Einwohner getestet. Für Deutschland erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, es habe in der vergangenen Woche allein bei kassenärztlichen Laboren mehr als 100.000 Tests gegeben.

Spannend, aber gerade keine Zeit?

Mit dieser Entwicklung sende Südkorea angesichts der düsteren Trends „ein Zeichen der Hoffnung“ aus, und sein Modell sei zur Nachahmung empfohlen, so Science weiter. Zudem dürfte eine ungewöhnliche Aktion der Behörden die Entwicklung beflügelt haben: Sie sandten an die Bewohner bestimmter Bezirke Textnachrichten, in denen sie auf die Bewegungen von Leuten in der Nähe hinwiesen, die mit dem Virus infiziert sind. Dabei werden Geschlecht, Alter und ein detailliertes Bewegungsprofil der Betroffenen an das Handy gesendet.

Einige Bezirke teilen sogar mit, welche Räume innerhalb eines Gebäudes ein Virusträger aufgesucht hat, und ob er dabei eine Gesichtsmaske trug. Selbst Aufenthalte in „love motels“ wurden schon gemeldet. Mittlerweile sammeln und verbreiten zahlreiche Apps und Internetseiten solche Daten und Karten, sie abzurufen gehört für viele Südkoreaner längst zum Alltag.


Die Maßnahmen könnten für andere Länder vorbildlich sein

Ob der Erfolg anhalten wird, ist indes unklar. Denn der drastische Rückgang der Fallzahlen steht mit einer Häufung der Ansteckungen in der sogenannten Shincheonji-Kirche in Verbindung. Rund 5000 Mitglieder dieser messianischen Sekte erwiesen sich als infiziert, was 60 Prozent aller Fälle in Südkorea entspricht. Die 130 „Krankheitsdetektive“ des KCDC kamen kaum hinterher. In einer herkulischen Anstrengung spürten die Behörden die Betroffenen aber doch auf, um sie zu isolieren und so weitere Ansteckungen zu verhindern.

Die Maßnahmen könnten für andere Länder vorbildlich sein. „Große diagnostische Kapazitäten sind der Schlüssel zur Kontrolle der Epidemie“, konstatiert die Seuchenexpertin Raina MacIntyre von der australischen University of New South Wales in
Sydney in Science. „Aber auch die Verfolgung von Kontakten sowie die Isolierung haben großen Einfluss.


Doch ob sie der Weisheit letzter Schluss sind, ist offen. „Aufgrund der Shincheonji-Aktion haben wir nicht genau auf andere Teile Südkoreas geschaut“, bekennt der Epidemiologe Oh Myoung-Don von der Seoul National University. Tatsächlich gibt es bereits neue Häufungen von Fällen. So entdeckten die Behörden in der vergangenen Woche 129 Neuinfektionen, die mit einem Callcenter in Seoul in Verbindung stehen.

Infektiologen fürchten nun, dies könne der Beginn eines Ausbruchs in der Stadt und ihrer Umgebung sein. Dort leben 23 Millionen Menschen. Mittlerweile forderte der Bürgermeister der Metropole Karaokebars, Cafés und Klubs auf, den Betrieb einzustellen.

In einem weiteren Cluster-Ausbruch in Daegu hatten sich zuletzt den Angaben zufolge in einem Pflegeheim für Senioren in Daegu mehr als 70 Insassen und Pfleger mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt.


„Die MERS-Erfahrung hat uns sicher geholfen, Hospital-Infektionen zu vermeiden“

Nun hofft die Regierung, die Verbreitung des Erregers auf die gleiche Weise kontrollieren zu können wie bei der Sekte. Dazu wurde die Testkapazität landesweit erhöht, auf 15.000 mögliche Untersuchungen pro Tag. Zudem beschaffte Südkoreas Innenministerium eine Handy-App, die in Quarantäne befindliche Menschen überwachen und Daten zu Symptomen aufzeichnen kann.

Dabei sollen drakonische Strafen Betroffene dazu bringen, zu kooperieren: Quarantäneverletzern droht eine Geldbuße von drei Millionen Won (ca. 2500 US-Dollar). Ein neuer Gesetzentwurf sieht sogar bis zu zehn Millionen Won vor, dazu ein Jahr Gefängnis.

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, musste Südkorea auf die harte Tour lernen. Im Jahr 2015 schleppte ein Geschäftsmann das Middle East Respiratory Syndrome (MERS) ein. Bevor die Krankheit bei ihm diagnostiziert wurde, hatte er 186 Menschen angesteckt – darunter viele Mitarbeiter des Gesundheitswesens –, von denen 36 starben.

Danach wurden 17.000 Südkoreaner getestet und gegebenenfalls isoliert, was die Epidemie nach zwei Monaten beendete. „Die MERS-Erfahrung hat uns sicher geholfen, Hospital-Infektionen zu vermeiden“, urteilt Epidemiologe Oh. Tatsächlich wurde im Land aktuell kein Gesundheitsarbeiter infiziert.


Behörden sammeln Handy-, Kreditkarten- und weitere Daten

Natürlich werden auch die üblichen Sicherheitsregeln wie Händewaschen, soziale Distanz, das Tragen von Gesichtsmasken, Heimarbeit, der online-Besuch von Gottesdiensten statt persönlicher Anwesenheit und Ähnliches mehr propagiert. Zudem sammeln die Behörden Handy-, Kreditkarten- und weitere Daten von infizierten Personen, um ihren Aufenthaltsort zu bestimmen.

Epidemiologen erhoffen sich davon ausreichend detaillierte Informationen, um Infektionsketten und damit die Ausbreitung des Virus noch genauer modellieren zu können.

Einigen Menschenrechtsaktivisten geht diese Sammelwut zu weit. Sie seien so detailliert, dass Betroffene leicht zu identifizieren sind, argumentieren sie. Dies könne zu einem sozialen Stigma führen und manche Menschen davon abhalten, sich testen zu lassen.

„Die breite Öffentlichkeit unterstützt die Veröffentlichung der persönlichen Bewegungen durch die Regierung“, hält der Gesundheitsexperte Youngkee Ju von der Hallym University in Chuncheon im Fachjournal Nature dagegen. Dies habe eine Umfrage mit über 1000 Teilnehmern ergeben.

Offenbar siegt in Südkorea wie auch in anderen asiatischen Ländern der Gemeinsinn über Egoismus und Bequemlichkeit. Daneben zeigt Südkorea auch, wie eine Demokratie auf die bedrohliche Epidemie reagieren kann, der andere Länder mit der Einschränkung bürgerlicher Freiheiten begegnen, nämlich mit Transparenz und dem groß angelegten Einsatz von Medizintechnik – ganz wie es Infektiologe Kim von der Korea University gesagt hat. Damit wird das Land doch noch zu einem globalen Vorbild.

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Und all diejenigen, die auch der englischen Sprache mächtig sind, können sich auch hier bezüglich all diesen Aspekten weiter informieren:

CNBC @
https://www.cnbc.com/2020/04/23/coronavirus-world-should-look-to-south-koreas-efforts-to-contain-outbreak.html :


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ASIA ECONOMY

The world should look at South Korea as an ‘exit strategy’ to recover from pandemic, economist says

PUBLISHED THU., APR. 23 2020, 1:54 AM EDT | [ CONSTANTLY UPDATED ! ]

Saheli Roy Choudhury


KEY POINTS

● The world should look to South Korea’s handling of the coronavirus outbreak as a way to emerge from the pandemic without severely affecting economic growth, Trinh Nguyen from Natixis told CNBC.

● South Korea saw a rapid increase in cases starting late February and by mid-April, daily reported cases of infection fell well below 100 due to mass testing and strict social isolation measures.

● As a result, it contained the virus outbreak without suppressing economic activities, Nguyen said.

● Earlier Thursday, the Bank of Korea reported preliminary first-quarter numbers, where GDP grew 1.3% year-on-year.

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BITTE SELBST WEITERLESEN IM ORIGINAL DIESES ENGLSCHSPRACHIGEN ARTIKELS.

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WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/CNBC :
»CNBC [siˌʲɛnbiˈsiː] (ursprünglich eine Abkürzung für Consumer News and Business Channel; übersetzt: Verbrauchernachrichten- und Wirtschaftskanal) ist eine Gruppe von Nachrichtensendern. Sie gehören zur Senderfamilie von NBCUniversal, einer Tochtergesellschaft von Comcast. CNBC und seine internationalen Ableger übertragen Wirtschaftsnachrichten und informieren live vom Geschehen an den Finanzmärkten. Nach eigenen Angaben erreichen die Sender insgesamt rund 390 Millionen Zuschauer weltweit.«

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Mai 10, 2020 12:37 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Do Apr 30, 2020 6:06 am

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Corona-Virus Covid-19 ----- Der Kampf gegen Covid-19 und wie er in verschiedenen Ländern gehandhabt wurde und wird.

Was hat Griechenland bisher richtig oder falsch gemacht?

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tagesschau.de / ARD1

Umgang mit Coronavirus

Vorzeigestaat Griechenland

https://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-cronavirus-101.html

Stand: 29.04.2020 04:22 Uhr

Viele Griechen zeigen sich selbst erstaunt über ihre Disziplin im Umgang mit dem Coronavirus und das gute Krisen-Management der Regierung. Die sieht Griechenland gern als Musterland in der Bekämpfung der Pandemie.

Von Thomas Bormann, ARD-Studio Istanbul

In einer Fernsehansprache zog Ministerpräsident Mitsotakis gestern eine positive Zwischenbilanz im Kampf gegen Corona und kündigte an, dass die Ausgangssperre am kommenden Montag gelockert wird. Doch die Hauptperson im griechischen Kampf gegen Corona ist nicht der Ministerpräsident, sondern ein 55-jähriger Mediziner. Wenn dessen Stimme jeden Abend um Punkt 18 Uhr im griechischen Fernsehen leise einen "Guten Abend" wünscht, dann ermahnen Eltern ihre Kinder: Seid ruhig. Doktor Tsiodras ist im Fernsehen.

Sotiris Tsiodras trägt mit monotoner Stimme die aktuellen Zahlen vor: wie viele neue Corona-Infektionen es gab; wie viele Todesfälle. Gestern waren zwei hinzugekommen; insgesamt zählt Griechenland seit Ausbruch der Pandemie 138 Corona-Tote, vergleichsweise wenig - denn Griechenland war auf die Pandemie gut vorbereitet.


Griechenland war auf die Pandemie vorbereitet

Den Virologen Sotiris Tsiodras hatte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis schon Ende vergangenen Jahres zu seinem Corona-Sonderberater ernannt. Als Ende Februar die erste Griechin positiv auf Corona getestet wurde, ließ die Regierung auf Tsiodras‘ Rat sofort alle Karnevals-Umzüge verbieten. Früher als in anderen Ländern wurden in Griechenland Schulen und Unis, Restaurants und Cafes geschlossen. So blieb die Zahl der Neu-Infektionen von Anfang an niedrig. Und wer von heute auf morgen die Arbeit verlor, bekam das frisch eingeführte Kurzarbeitergeld - 800 Euro pro Person.

Seit fünf Wochen regelt eine Ausgangssperre, dass die Griechen nur noch in Ausnahmefällen ihre Wohnung verlassen dürfen. "Das musste so entschieden werden, das geht gar nicht anders, damit wir alle geschützt sind", sagt ein Mann in Athen. "Wir gewöhnen uns dran. Das ist das Beste für alle", meint die Frau auf dem Weg zum Supermarkt.


Breite Zustimmung für Krisenmanagement der Regierung

Mehr als 85 Prozent der Griechen loben das Krisen-Management der Regierung Mitsotakis - und er selbst stimmt gern in die Lobeshymne ein. Mitsotakis gestern Abend in der Fernseh-Ansprache:

"Gegen das Virus hat sich hier ein gut organisierter Staat aufgestellt. Der Staat hat die Bürger geschützt und gleichzeitig ihr Vertrauen gewonnen. Und die griechischen Bürger haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Sie haben die Regeln beachtet und damit ihre eigene Gesundheit geschützt sowie die Gesundheit ihrer Nachbarn."

Die Ausgangssperre wird deshalb am kommenden Montag gelockert. Ab dem 4. Mai dürfen Griechen also wieder ohne besonderen Grund ihre Wohnung verlassen, aber es gelten weiter strenge Regeln. Strände bleiben geschlossen; auch Restaurants und Einkaufszentren.

Gesundheitssystem war gewappnet

Griechenland hat gerade erst die jahrelange Wirtschaftskrise überstanden; Krankenhäuser hatten während der Krisenjahre stark gelitten und viel Personal verloren. Aber auch hier legte Mitsotakis eine stolze Bilanz vor: Tausende Ärzte habe seine Regierung neu eingestellt; Intensiv-Stationen ausgebaut. Kein Corona-Patient habe wegen überfüllter Stationen abgewiesen werden müssen, und das werde auch so bleiben, versprach Mitsotakis.

Das Gesundheitssystem sei gut gewappnet gegen die Corona-Pandemie. Und wir haben noch zwei Verbündete gegen Corona, sagte der Regierungschef:


"Zum einen das gute Wetter, das uns erlauben wird, mehr Zeit draußen zu verbringen. Und das Wichtigste: die Bürger sind sensibilisiert, gut informiert. Sie wissen genau, was sie tun können und was sie lieber lassen sollen."

Doktor Tsiodras, der Chef-Virologe Griechenlands, belässt es lieber bei einer nüchtern vorgetragenen Mahnung: "Wir dürfen jetzt nicht fahrlässig werden", sagt er. "Sonst könnten wir alles zunichte machen, was wir bisher erreicht haben". Worte, die den Griechen bei jedem Gang vor die Haustür im Hinterkopf bleiben.
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https://www.worldometers.info/coronavirus/country/greece/ :

Last updated: April 30, 2020, 04:09 GMT

Greece

Coronavirus Cases: 2'576

Deaths:
139

Recovered: 577

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Die Corona-Virus-Statistiken auch vieler anderen Länder (alle paar Tage updated) werden hier ebenso aufgeführt.
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Mai 10, 2020 12:36 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Corona-Virus-Gefahr --- Bleib verdammt nochmal zu Hause!

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Mai 01, 2020 2:17 am

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Corona-Virus Covid-19 ----- Notwendige Gegenmaßnahmen ----- und Verschwörungstheorien und irre Gegenmaßnahmen gegen die notwendigen Gegenmaßnahmen.

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Frankenpost

https://www.frankenpost.de/deutschlandwelt/faktencheck/art671921,7220680

Corona Ticker

Veröffentlicht am:
24. 04. 2020
16:27 Uhr


Faktencheck

Beweisen RKI-Zahlen, dass das Kontaktverbot überflüssig ist?

Wusste die Bundesregierung vor dem Lockdown, dass er gar nicht nötig ist? Diese These macht derzeit die Runde, selbst im Bundestag wird die Frage diskutiert. Ein Faktencheck zu Behauptungen des Ökonomen Stefan Homburg.

Der Lockdown, ein wahnwitziger Schritt wider besseres Wissen?

Ein Ökonom der Universität Hannover versucht sich derzeit als Mahner: Stefan Homburg, Professor für Öffentliche Finanzen, erreicht mit seinen Thesen ein Millionenpublikum, auf Youtube, im Fernsehen und in der Presse. Mittlerweile haben sie sogar den Bundestag erreicht.

BEHAUPTUNG: Man müsse kein Mediziner sein, um die Daten zu verstehen: Laut den Zahlen des Robert Koch-Instituts sei der Lockdown unnötig gewesen - und müsse deshalb beendet werden. «Die Eliten» wüssten das schon lange.


BEWERTUNG: Falsch!

FAKTEN: Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am 15. April eine Grafik mit Angaben zur sogenannten Reproduktionszahl (R). Sie sagt etwas darüber aus, wie viele andere Menschen ein mit Sars-CoV-2 Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Liegt R bei unter 1, sinkt die Zahl der Neuinfizierten. Als das weitgehende Kontaktverbot am 23. März in Kraft trat, lag die Reproduktionszahl laut RKI bereits bei unter 1.

Homburg behauptet, dass der Lockdown unnötig und unwirksam gewesen sei. Er bezieht sich dabei auf die Reproduktionszahl, die vor dem Lockdown vom 23. März bereits unter 1 und danach in etwa auf demselben Niveau geblieben war. «Die Eliten wissen um den wahren Sachverhalt», so Homburg.

Das RKI konnte laut einer Sprecherin die Reproduktionszahl erst dann bestimmen, als der maximale Verzug zwischen einer Infektion und der Meldung beim RKI bekannt war. Das sei erst Ende März der Fall gewesen. Dann habe man das Modell angepasst und validiert. «Grundsätzlich schätzt das Modell eine Reproduktionszahl, die das Infektionsgeschehen vor 10-11 Tagen abbildet», teilte die Sprecherin mit.

Am 22. März konnte demnach niemandem anhand von RKI-Zahlen bekannt gewesen sein, wie hoch damals die Reproduktionszahl war. Bekannt war hingegen, dass die Zahl der Neuinfektionen bis zum 22. März massiv anstieg. Sowohl die Berechnungsmethoden als auch die damals bekannten Fallzahlen lassen sich in dem RKI-Dokument vom 15. April nachlesen.

Der sogenannte Lockdown ab dem 23. März war ohnehin nur der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Reihe von Maßnahmen. Gemäß der Vereinbarung von Bund und Ländern wurden schon nach dem 16. März nicht nur Bars, Kinos, Clubs, Schwimmbäder und Museen geschlossen. Auch viele Läden des Einzelhandels mussten dichtmachen. Übernachtungen in Hotels waren für Touristen ebenso nicht mehr möglich. Zu diesem Zeitpunkt lag die Reproduktionszahl in Deutschland noch deutlich über 1.

Homburg suggeriert zudem, vor allem die Beschlüsse der Bundesregierung vom 22. März hätten die Wirtschaft gewissermaßen lahmgelegt. Großkonzerne wie Daimler und VW hatten allerdings schon in der Woche zuvor Fabriken geschlossen. Den Autobauern waren Absatzmärkte weggebrochen, außerdem hatten sie Lieferschwierigkeiten etwa wegen der Lage in Italien und China. Ausschlaggebend waren auch Sorgen um die Ansteckungsgefahr für die Mitarbeiter. Viele Konzerne in Deutschland schlossen also nicht, weil der Staat es angeblich so anordnete, sondern weil die Produktion im bisherigen Umfang nicht mehr möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll war.

Aber was ist nun mit den Maßnahmen, die ab dem 23. März galten: Waren sie so sinnlos, wie Homburg behauptet? Der Statistiker Helmut Küchenhoff aus München widerspricht entschieden, dass die RKI-Grafik das hergibt. «Die Aussage, dass man allein aus der Reproduktionszahl die Unwirksamkeit der Maßnahmen ableiten kann, ist einfach nicht richtig. Das ist eine falsche Interpretation der Grafik.»

Warum aber blieb die Reproduktionszahl in Deutschland etwa auf dem gleichen Niveau, seitdem die Kontaktsperre in Kraft ist? Das RKI verweist unter anderem auf mehrere Ausbrüche in Pflege- und Altenheimen Ende März. Sobald sich das Virus dort erst mal ausbreitet, lässt sich dem auch mit den derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen kaum begegnen. Selbst wenn dann die Reproduktionszahl zur gleichen Zeit andernorts sinkt, bleibt sie im Mittel etwa gleich. Laut RKI werden zudem durch das Kontaktverbot die Ansteckungen zwischen verschiedenen Haushalten verringert.

Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation warnt ebenfalls davor, die Daten leichtfertig zu interpretieren: «Es ist sehr schwierig, allein anhand dieser Grafik Ursache und Wirkung abzulesen.» Faktoren wie Schulschließungen, Kontaktbeschränkungen und andere ließen sich nicht so leicht auseinandernehmen. Ihren eigenen Berechnungen zufolge zeige sich eine klare Wirkung der Kontaktsperre vom 22. März.

Der R-Wert ist außerdem ein bundesweiter Durchschnitt. Er überdeckt, dass es regional große Unterschiede geben kann. Ein exponentielles Wachstum der Infiziertenzahl ist allerdings immer gefährlich, egal ob auf Bundes-, Landes- oder Kreisebene.

Viele Epidemiologen sehen es als sinnvoll an, den R-Wert mit entsprechenden Maßnahmen dauerhaft sehr deutlich unter 1 zu drücken, um der Covid-19-Epidemie in Deutschland Herr zu werden. Von voreiligen Schlüssen hält der Statistiker Küchenhoff wenig. «Man muss Zahlen richtig lesen können - und dafür muss man sich eben ein bisschen mit Epidemiologie beschäftigen.»

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Und siehe auch https://correctiv.org/faktencheck/2020/04/22/faktencheck-zu-stefan-homburg-warum-seine-argumente-zur-reproduktionszahl-des-coronavirus-zu-kurz-greifen

MAN INFORMIERE SICH.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Mai 01, 2020 2:50 am

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Corona-Virus Covid-19 ----- Notwendige Gegenmaßnahmen ----- und Verschwörungstheorien und irre Gegenmaßnahmen gegen die notwendigen Gegenmaßnahmen.

Zusätzlich zu meinem unmittelbar vorhergehenden Beitrag, mache ich ebenso aufmerksam auf:

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CORRECTIV.ORG @ https://correctiv.org/faktencheck/2020/04/02/coronavirus-nicht-gefaehrlicher-als-grippe-warum-stefan-hockertz-behauptungen-in-die-irre-fuehre :

BEWERTUNG: TEILWEISE FALSCH

Coronavirus nicht gefährlicher als Grippe? Warum Stefan Hockertz’ Behauptungen in die Irre führen


von Lea Weinmann

02. April 2020

Der Immunologe Stefan Hockertz behauptet in einem Radiointerview, das neuartige Coronavirus sei nicht gefährlicher als die Grippe, die Reaktion der Politik sei maßlos und überzogen. Der Mitschnitt verbreitet sich rasant, vor allem auf Whatsapp. Seine Behauptungen sind jedoch teilweise irreführend.

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MAN INFORMIERE SICH.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Mai 01, 2020 8:31 am

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Corona-Virus Covid-19 ----- Der Kampf gegen Covid-19 und wie er in verschiedenen Ländern gehandhabt wurde und wird.

Was hat Griechenland bisher richtig oder falsch gemacht?

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Umgang mit Coronavirus

Vorzeigestaat Griechenland

https://www.tagesschau.de/ausland/griechenland-cronavirus-101.html

Stand: 29.04.2020 04:22 Uhr

Viele Griechen zeigen sich selbst erstaunt über ihre Disziplin im Umgang mit dem Coronavirus und das gute Krisen-Management der Regierung. Die sieht Griechenland gern als Musterland in der Bekämpfung der Pandemie.

Von Thomas Bormann, ARD-Studio Istanbul

In einer Fernsehansprache zog Ministerpräsident Mitsotakis gestern eine positive Zwischenbilanz im Kampf gegen Corona und kündigte an, dass die Ausgangssperre am kommenden Montag gelockert wird. Doch die Hauptperson im griechischen Kampf gegen Corona ist nicht der Ministerpräsident, sondern ein 55-jähriger Mediziner. Wenn dessen Stimme jeden Abend um Punkt 18 Uhr im griechischen Fernsehen leise einen "Guten Abend" wünscht, dann ermahnen Eltern ihre Kinder: Seid ruhig. Doktor Tsiodras ist im Fernsehen.

Sotiris Tsiodras trägt mit monotoner Stimme die aktuellen Zahlen vor: wie viele neue Corona-Infektionen es gab; wie viele Todesfälle. Gestern waren zwei hinzugekommen; insgesamt zählt Griechenland seit Ausbruch der Pandemie 138 Corona-Tote, vergleichsweise wenig - denn Griechenland war auf die Pandemie gut vorbereitet.


Griechenland war auf die Pandemie vorbereitet

Den Virologen Sotiris Tsiodras hatte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis schon Ende vergangenen Jahres zu seinem Corona-Sonderberater ernannt. Als Ende Februar die erste Griechin positiv auf Corona getestet wurde, ließ die Regierung auf Tsiodras‘ Rat sofort alle Karnevals-Umzüge verbieten. Früher als in anderen Ländern wurden in Griechenland Schulen und Unis, Restaurants und Cafes geschlossen. So blieb die Zahl der Neu-Infektionen von Anfang an niedrig. Und wer von heute auf morgen die Arbeit verlor, bekam das frisch eingeführte Kurzarbeitergeld - 800 Euro pro Person.

Seit fünf Wochen regelt eine Ausgangssperre, dass die Griechen nur noch in Ausnahmefällen ihre Wohnung verlassen dürfen. "Das musste so entschieden werden, das geht gar nicht anders, damit wir alle geschützt sind", sagt ein Mann in Athen. "Wir gewöhnen uns dran. Das ist das Beste für alle", meint die Frau auf dem Weg zum Supermarkt.


Breite Zustimmung für Krisenmanagement der Regierung

Mehr als 85 Prozent der Griechen loben das Krisen-Management der Regierung Mitsotakis - und er selbst stimmt gern in die Lobeshymne ein. Mitsotakis gestern Abend in der Fernseh-Ansprache:

"Gegen das Virus hat sich hier ein gut organisierter Staat aufgestellt. Der Staat hat die Bürger geschützt und gleichzeitig ihr Vertrauen gewonnen. Und die griechischen Bürger haben sich von ihrer besten Seite gezeigt. Sie haben die Regeln beachtet und damit ihre eigene Gesundheit geschützt sowie die Gesundheit ihrer Nachbarn."

Die Ausgangssperre wird deshalb am kommenden Montag gelockert. Ab dem 4. Mai dürfen Griechen also wieder ohne besonderen Grund ihre Wohnung verlassen, aber es gelten weiter strenge Regeln. Strände bleiben geschlossen; auch Restaurants und Einkaufszentren.

Gesundheitssystem war gewappnet

Griechenland hat gerade erst die jahrelange Wirtschaftskrise überstanden; Krankenhäuser hatten während der Krisenjahre stark gelitten und viel Personal verloren. Aber auch hier legte Mitsotakis eine stolze Bilanz vor: Tausende Ärzte habe seine Regierung neu eingestellt; Intensiv-Stationen ausgebaut. Kein Corona-Patient habe wegen überfüllter Stationen abgewiesen werden müssen, und das werde auch so bleiben, versprach Mitsotakis.

Das Gesundheitssystem sei gut gewappnet gegen die Corona-Pandemie. Und wir haben noch zwei Verbündete gegen Corona, sagte der Regierungschef:


"Zum einen das gute Wetter, das uns erlauben wird, mehr Zeit draußen zu verbringen. Und das Wichtigste: die Bürger sind sensibilisiert, gut informiert. Sie wissen genau, was sie tun können und was sie lieber lassen sollen."

Doktor Tsiodras, der Chef-Virologe Griechenlands, belässt es lieber bei einer nüchtern vorgetragenen Mahnung: "Wir dürfen jetzt nicht fahrlässig werden", sagt er. "Sonst könnten wir alles zunichte machen, was wir bisher erreicht haben". Worte, die den Griechen bei jedem Gang vor die Haustür im Hinterkopf bleiben.
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https://www.worldometers.info/coronavirus/country/greece/ :

Last updated: April 30, 2020, 04:09 GMT

Greece

Coronavirus Cases: 2'576

Deaths:
139

Recovered: 577

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Die Corona-Virus-Statistiken auch vieler anderen Länder (alle paar Tage updated) werden hier ebenso aufgeführt.
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Mai 10, 2020 12:34 am, insgesamt 1-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
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Corona-Virus-Gefahr --- Bleib verdammt nochmal zu Hause!

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Mai 02, 2020 6:00 am

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Corona-Virus Covid-19 ----- Der Kampf gegen Covid-19 und wie er in verschiedenen Ländern gehandhabt wurde und wird.

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Was hat Australien bisher richtig oder falsch gemacht?

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SA = South Australia = Süd Australien (auch Südaustralien)

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Schon seit 9 Tagen hat in Süd Australien, wo ich wohne, niemand mehr auf Covid-19 positiv getestet !

Aktuelle Nachrichten

[Mittwoch] 22.04.2020

https://www.de24.news/2020/04/coronavirus-australien-nur-vier-personen-testen-an-einem-tag-positiv.html :


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Coronavirus Australien: Nur VIER Personen testen an einem Tag positiv
[ das war also am Mittwoch, 22. April 2020, und betraf ganz Australien ]

Innerhalb von 24 Stunden wurden in Australien nur vier neue Fälle von Coronavirus bestätigt, wobei das Land auf dem richtigen Weg schien, die tödliche Krankheit innerhalb von Wochen zu besiegen.


Australiens Umgang mit der COVID-19-Krise wird schnell zum Neid der Welt, da die Infektionsrate weiter sinkt – bekannt als Abflachung der Kurve.

Am Mittwoch [22.04.2020] um 15 Uhr gab es in den letzten 24 Stunden landesweit nur vier neue COVID-19-Fälle, bestätigten Gesundheitsbeamte.

Dies trotz des Hochfahrens der Tests, bei denen am vergangenen Tag landesweit mehr als 12.000 Tests durchgeführt wurden.

Die Infektionsraten in Australien stehen in starkem Gegensatz zu denen in vielen anderen G20-Ländern, einschließlich Großbritannien, den USA, Italien und Spanien.

Professor Paul Kelly, der stellvertretende Chefarzt des Landes, sagte, die vielversprechenden Zahlen hätten die Regierung veranlasst, die Lockerung strenger Sperrmaßnahmen innerhalb von nur drei Wochen in Betracht zu ziehen.

FOTO:
Ein elektronischer Bildschirm kündigt kostenlose COVID-19-Tests an, die am Mittwoch [22.04.2020] am Bondi Beach in Sydney [NSW] angeboten werden (siehe Abbildung), während Australien seine Testzahlen erhöht.

»Sehr wenige Fälle seit gestern Nachmittag um drei Uhr«, sagte er am Mittwoch [22.04.2020].

‚Nur vier neue Fälle. Es kann mehr geben [cases] später, aber wir scheinen diese Kurve im Moment sicherlich sehr erfolgreich zu glätten.‘

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die dazu beigetragen haben, dass das Land die Kurve so schnell abflachen kann.

[ = Bundeskanzler ] Premierminister Scott Morrison traf am Freitag, den 20. März [2020], frühzeitig die Entscheidung, die Landesgrenzen zu schließen.

Er machte damals den drastischen Schritt, weil 80 Prozent der 636 australischen Coronavirus-Fälle zu dieser Zeit aus dem Ausland stammten.

Nur wenige Tage später begannen die Staaten, ihre Grenzen für Reisende aus anderen Teilen des Landes zu schließen, und es wurden strenge Maßnahmen zur sozialen Distanzierung ergriffen, einschließlich der Schließung nicht wesentlicher Dienste wie Pubs und Fitnessstudios.

Die Regierung begann daraufhin mit
umfangreichen Tests und Nachverfolgungen, so dass der Premierminister sagte, sie seien die höchsten Ebenen der Welt.

Während Großbritannien und die USA Schwierigkeiten haben, Tests in den Griff zu bekommen, werden immer noch
täglich Tausende Australier getestet.

Bis heute hat Australien eine der höchsten Pro-Kopf-Testraten der Welt.

Am Mittwoch [22.04.2020] um 20 Uhr bestätigten Beamte in Tasmanien [TAS] vier neue Fälle des Virus, darunter zwei Mitarbeiter des Nordwestkrankenhauses.

TABELLE: "AUSTRALIA FLATTENING THE CURVE – DAILY INFECTION RATE"

Insgesamt wurden am Mittwoch [22.04.2020] nur 12 neue Fälle von Coronavirus registriert, gegenüber 460 auf dem Höhepunkt Ende März.

FOTO eines zutreffenden Wandbilds:
Ein Wandbild zu Ehren der Mediziner, die derzeit im Kampf gegen COVID-19 helfen, ist am Mittwoch [22.04.2020] in Melbourne [VIC] zu sehen (Bild).

FOTO:
Strandbesucher schwimmen und trainieren am Mittwoch [22.04.2020] im Sand am Coogee Beach in Sydney [NSW] (Bild), nachdem Beamte das Gebiet geöffnet haben.

Im 24-Stunden-Zeitraum ab Mitternacht am Dienstag [21.04.2020] gab es landesweit 12 bestätigte Fälle.

Mark Veitch, Direktor für öffentliche Gesundheit in Tasmanien [TAS], sagte, die vier neuen Fälle des Staates stammten alle aus dem Nordwesten und waren drei Frauen und ein Mann.

Ein Patient ist in den Zwanzigern, einer in den Dreißigern, einer in den Vierzigern und einer in den Fünfzigern, so dass die Gesamtzahl des Staates [TAS] bei 205 liegt.

„Zwei der Fälle sind Beschäftigte im Gesundheitswesen, die entweder im North West Regional Hospital oder im North West Private Hospital [in TAS] gearbeitet haben“, sagte Dr. Veitch am Mittwochabend [22.04.2020].

‚Ein anderer Fall ist ein enger Kontakt zu einem bestätigten Fall. Der andere Fall wird noch untersucht.‘

Der einzige neue Fall in Südaustralien [SA] ist eine Person in den Zwanzigern, die nach ihrer Rückkehr aus Übersee leichte Symptome zeigte, aber keine Bedenken äußerte.

Beamte des Staates [SA] befürchten, dass der Urlauber, der nach seiner Rückkehr nach Hause 14 Tage lang isoliert war, aber später positiv getestet wurde, andere infiziert haben könnte.

Der stellvertretende Gesundheitsbeauftragte des Staates [SA], Dr. Michael Cusack, sagte, die Person habe anfangs so leichte Symptome gehabt, dass sie nicht untersucht werde, sondern nur, wenn sich ihr Zustand verschlechtere.

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Mitarbeiter des Gesundheitswesens im Sir Charles Gairdner-Krankenhaus in Perth [WA] (Bild) testen, ob ein vorhandener Tuberkulose-Impfstoff dazu beitragen kann, die COVID-19-Infektionsrate zu senken.

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Ein Paar trägt am Montag in Brisbane [QLD] Gesichtsmasken (Bild), da die Rate der Coronavirus-Infektionen in Australien weiter sinkt.

AUSTRALIEN UND COVID-19: NACH ZAHLEN

Insgesamt 6.649 Australier haben sich mit dem Virus infiziert. In den 24 Stunden vor 15 Uhr am Mittwoch [22.04.2020] wurden nur vier Neuinfektionen gemeldet.


Mehr als 4.200 Patienten haben sich erholt.

Es gab 74 Todesfälle: 33 in NSW, 15 in VIC, vier in QLD, sieben in WA, acht in TAS, drei in ACT und vier in SA.

21 dieser Todesfälle waren Passagiere auf dem Kreuzfahrtschiff Ruby Princess.

Queenslands Maut [QLD] schließt zwei Personen aus, die in anderen Bundesstaaten gestorben sind.

Die Polizei von Victoria [VIC] hat in den letzten 24 Stunden eine Geldstrafe von 95 Personen wegen Verstoßes gegen Gesundheitsmaßnahmen verhängt, darunter ein Trio, das angab, eine Unterkunft für Kurzaufenthalte gebucht zu haben, um „abzuhängen und Drogen zu nehmen“.

Die Abteilung für die Kontrolle übertragbarer Krankheiten identifiziert jetzt dringend die engen Kontakte der Person und hat eine unbekannte Anzahl von Personen in die Isolation gezwungen.

„Das Kontaktverfolgungsteam [VIC] hat sehr hart daran gearbeitet. Alle Personen, mit denen diese Person Kontakt hatte und die wir identifiziert haben, wurden kontaktiert und sind selbst unter Quarantäne gestellt“, sagte er am Donnerstag [23.04.2020].

Die anderen Fälle betrafen New South Wales [NSW] und Victoria [VIC], wobei in Westaustralien [WA], im Australian Capital Territory [ACT = Canberra], im Northern Territory [NT] oder in Queensland [QLD] keine neuen Patienten identifiziert wurden.

In Victoria [VIC] wurden am Dienstag [21.04.2020] zwei neue Fälle hinzugefügt – aber zwei bestehende Fälle wurden in einen anderen Staat umgegliedert, was bedeutet, dass sich die Gesamtzahl der Fälle [in VIC] nicht geändert hat.

Derzeit sind in Victoria [VIC] 29 Personen im Krankenhaus, darunter 12 Patienten auf der Intensivstation.

Von den 2.971 Fällen von NSW haben sich 1.926 Patienten erholt.

Drei der zuvor bestätigten Fälle von NSW wurden nun ausgeschlossen.

Am Montag [20.04.2020] gab es 23 neue COVID-19-Fälle in ganz Australien und nur 13 am Vortag, nach einem Höchststand von 460 am 28. März.

„Das Ganze an der Epidemiekurve war anfangs, dass wir sie abflachen wollten“, sagte der Arzt und Mikrobiologe für Infektionskrankheiten der Australian National University Medical School, Peter Collignon.

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Eine Frau trägt am Mittwoch in Sydney [NSW] (Bild) während der Coronavirus-Pandemie eine Gesichtsmaske (Bild).

TABELLE: [Landkarte von Australien; alle Bundesstaaten sind darauf markiert]
In Australien wurden am Mittwochabend [22.04.2020] 6.652 Fälle von Coronavirus mit
74 Todesfällen bestätigt.

„Wir haben es besser gemacht. Wir haben es tatsächlich geschafft, es umzudrehen und nach Süden zu fahren.“

Die Australier wurden jedoch gewarnt, sich nicht über mögliche Infektionen zu beklagen, insbesondere für ältere und schutzbedürftige Menschen.

Während Prof. Kelly die Einschätzung von Premierminister Scott Morrison wiederholte, dass Besuche in Altenpflegeeinrichtungen stattfinden könnten, warnte er, dass „digitale Verbindungen“ vorerst sicherer sind, wenn ältere Familienmitglieder noch zu Hause leben.

„Die Erklärung von gestern hat diese Position gegenüber Altenpflegeeinrichtungen wirklich gestärkt, um darüber nachzudenken, was sie in Bezug auf Besuche an Ort und Stelle haben“, sagte Prof. Kelly in seinem Briefing am Donnerstag [23.04.2020].

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Am [Samstag] 10. April [2020] patrouillieren Polizisten am Cottesloe Beach in Perth [WA] (Bild), während Australien weiterhin strenge Sperrmaßnahmen durchführt.

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Die Leute stehen am [Montag] 20. April [2020] vor einem Centrelink-Büro in Melbourne [VIC] an (im Bild), nachdem die Sperrung des Coronavirus Tausende arbeitslos gemacht hat.

DOPPELTABELLE - ZU INFECTIONSZAHLEN UND TODESZAHLEN IN UK:
"NUMBER OF DEATHS PER DAY" – "NUMBER OF INFECTIONS PER DAY".

Im Vereinigten Königreich [ = Großbritannien = UK] gab es am [Samstag] 18. April [2020] mehr als 5.000 neue Fälle und 888 Todesfälle.

[ zurück zu Australien: ]

[ …eine verwirrende passage in diesem Bericht, die mir keinen Sinn zu machten scheint… ]

[was Altenpflegeeinrichtungen betrifft] „Denken Sie an die digitalen Verbindungen, andere Verbindungen, die vorerst keinen sehr engen Kontakt beinhalten.“

Die Situation wird neben den meisten anderen Coronavirus-Einschränkungen in einigen Wochen überprüft – und möglicherweise aufgehoben, wenn sich die Kurve weiter abflacht.

„Mal sehen, wie es uns in ein paar Wochen oder drei Wochen geht, und dann wird es Ankündigungen geben, einige dieser Maßnahmen [auf] unseren Rat zu lockern“, sagte er.

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In ganz Melbourne [VIC] ist die Polizei in großer Zahl unterwegs, um Menschen zu befragen, um sicherzustellen, dass sie nicht gegen die Beschränkungen für Coronaviren verstoßen (siehe Abbildung am Montag [20.04.2020]).

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Am Mittwoch [22.04.2020] stehen am Bondi Beach in Sydney [NSW] Autos für einen kostenlosen COVID-19-Durchfahrts-Test an (Bild).

WAS IST NOCH GEÖFFNET?

Öffnen: Supermärkte, Apotheken, Banken, öffentliche Verkehrsmittel, einige Schulen, Friseure, Tankstellen, Post- und Frachtdienste, Flaschenläden, Zeitungsläden, Einzelhandelsgeschäfte. Restaurants, die in den meisten Bundesstaaten nur zum Mitnehmen / Liefern angeboten werden.

Geschlossen: Turnhallen, Indoor-Sportstätten, Pubs, Kinos, Nachtclubs, Casinos, Kultstätten, Themenparks, Auktionshäuser, Food Courts in Einkaufszentren, Schönheitstherapie, Bräunen, Wachsen, Nagelstudios, Spas und Tattoo-Studios, Galerien, Museen, Bibliotheken , Jugendzentren, Gemeindehallen, Clubs, RSL-Clubs, Schwimmbäder, Spielhallen, Indoor- und Outdoor-Spielzentren, soziale Sportarten mit großen Gruppen, Outdoor- und Indoor-Märkte, Outdoor-Spielplätze, Outdoor-Fitnessstudios, Skateparks.

In Großbritannien [UK] sind 17.337 Menschen an dem Virus gestorben, 129.044 infiziert.

In Amerika [U.S.] ist die Situation mit 45.373 Todesfällen und 826.240 bestätigten Fällen noch schlimmer.

Berichten zufolge haben viele Bürger [in U.S.] Schwierigkeiten, Tests zu erhalten, da es an Testkits mangelt und strenge Kriterien für diejenigen gelten, die daran teilnehmen dürfen.


Mittlerweile werden in Australien täglich Tausende von Tests durchgeführt, aber in weiten Teilen des Landes wurden keine neuen Infektionen registriert.

Das Northern Territory [NT] hatte seit mehr als zwei Wochen keinen einzigen Fall von COVID-19 mehr, was die örtlichen Beamten dazu veranlasste, die Aufhebung von Beschränkungen innerhalb von Wochen in Betracht zu ziehen.

„Wir sind nicht Sydney [NSW] oder Melbourne [VIC], wir haben keine Community-Übertragung, das Territorium ist der sicherste Ort in Australien“, sagte NT-Chefminister Michael Gunner.

Herr Gunner sagte bis Ende April: „Wir werden genug Fortschritte gemacht haben, um unseren Weg zurück zur Normalität zu planen.“

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Eine Frau läuft über die Goodwill Bridge, als die Sonne am Dienstag in Brisbane [QLD] untergeht (Bild). Die Bewohner dürfen nur aus wesentlichen Gründen raus.

TABELLE:
How Coronavirus cases have escalated in the U.S.

Die Zahl der Fälle in den Vereinigten Staaten [U.S.] erreichte am 21. April 827.093, weit entfernt von der Situation in Australien.


Die Bearbeitungszeit für Testergebnisse wurde von 24 Stunden auf nur 14 Stunden verkürzt, wobei negative Ergebnisse per SMS gesendet wurden.

Durchfahrts-Testkliniken haben es auch besorgten Bürgern leicht gemacht, ausgecheckt zu werden.

Zwei weitere Australier starben am Mittwoch [22.02020] über Nacht, was die Zahl der Todesopfer des Landes auf 74 erhöhte.

Der Chefarzt von New South Wales [NSW], Dr. Kerry Chant, bestätigte die Todesfälle und erhöhte die Zahl der Todesopfer des Staates [NSW] auf 33.

Zu den Todesfällen gehörte ein 75-jähriger Mann, der im St. George Hospital in Sydney [NSW] verstarb und ein Haushaltskontakt eines bekannten Falls war.

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[VIC] Melbournes Flinders St Station ist während der Coronavirus-Sperrung leer (siehe Abbildung am Samstag).

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Trotz verstärkter Tests, wie in dieser Durchfahrtsanlage in Bondi Beach [Sydney, NSW] (Bild am Dienstag), verzeichnete Australien am Mittwoch [22.04.2020] innerhalb von 24 Stunden nur vier neue Fälle von COVID-19.

TABELLE: "NUMBER OF CORONAVIRUS DEATHS IN SPAIN"
Spanien scheint um den 2. April seinen Höhepunkt im Coronavirus erreicht zu haben, aber jeden Tag sterben immer noch Hunderte von Menschen an dem Virus.

Eine 80-jährige Frau, die unter bereits bestehenden Erkrankungen litt, starb im Gosford Hospital [NSW] – nachdem sie sich dort als Patientin aus anderen Gründen mit dem Virus infiziert hatte.

Eine 92-jährige Frau wurde am Dienstagmorgen im Anglicare Newmarch House in Caddens im Westen Sydneys [NSW] für tot erklärt – der dritte Tod in der Einrichtung.

WIE KANN AUSTRALIEN CORONAVIRUS SPERREN?

Die Regierung hat drei wichtige Benchmarks festgelegt, die erfüllt sein müssen, bevor die Sperrung aufgehoben wird.

1) Abflachen der Kurve – eine Verringerung der Anzahl neuer Fälle von COVID-19.

2) Große Akzeptanz einer Gesundheits-Tracking-App – wird in Kürze eingeführt.

3) Reaktionsfähigkeit auf größere Ausbrüche – insbesondere an gefährdeten Orten wie Pflegeheimen.

Anglicare bestätigte, dass die Frau positiv auf COVID-19 getestet worden war und auch mehrere gesundheitliche Probleme hatte, obwohl die Todesursache noch formell bestimmt werden muss.

Bisher haben 28 Einwohner und 14 Mitarbeiter COVID-19 in der [NSW] Einrichtung unter Vertrag genommen, nachdem ein Mitarbeiter mit einem „kratzenden Hals“ an sechs aufeinander folgenden Tagen in der Einrichtung gearbeitet hatte.

„Es zeigt wirklich, wie schnell Dinge zu solchen unglücklichen Ereignissen führen können, wenn dieses Virus in diese gefährdeten Mitglieder unserer Gesellschaft eindringt“, warnte Dr. Kelly.

Der Geschäftsführer von Anglicare, Grant Millard, sagte, das [NSW] Unternehmen sei „im Auge des Sturms“.

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Flugpiloten warten am Montag (im Bild) mit Gesichtsmasken auf den Check-in am Flughafen Melbourne [VIC].

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Der Strand von Coogee in Sydneys östlichen Vororten [NSW] wurde nach den Sperrbeschränkungen wiedereröffnet (siehe Abbildung am Dienstag [21.04.2020]).

»Wir sind die nächsten zwei oder drei Tage im Auge des Sturms«, sagte er.

„Danach werden 55 unserer Pflegekräfte rechtzeitig wieder online gestellt.“

Trotz des dramatischen Rückgangs der Fälle warnte Professor Kelly die Öffentlichkeit davor, selbstgefällig zu werden, und bemerkte: „Nehmen Sie den Fallschirm nicht ab, wenn Sie sich dem Boden nähern.“

Drei Benchmarks müssen erfüllt werden, bevor Australien wieder eröffnet wird, sagte er, da die Bewohner weiterhin die beispiellose Sperrung ertragen.

Hunderttausende Australier sind arbeitslos geworden, Unternehmen stehen kurz vor dem Zusammenbruch und das Land steht vor einer Rezession.

Das erste Kriterium, das erfüllt werden muss, ist die fortgesetzte Abflachung der Infektionsrate, die Australien auf dem richtigen Weg erfüllen wird.

TABELLE: "NUMBER OF NEW CORONAVIRUS CASES IN ITALY".
Die Zahl der Fälle in Italien, die vom COVID-19-Ausbruch schwer getroffen wurden, sinkt stetig – es werden jedoch immer noch täglich Tausende neuer Fälle registriert.

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[VIC] Melbournes Federation Square ist am Samstag leer (siehe Bild), da das Land die Sperrung des Coronavirus weiterhin ertrug.

Die zweite ist die groß angelegte Einführung einer Gesundheits-Tracking-App, die auf der in Singapur verwendeten basiert und von der Regierung innerhalb weniger Wochen eingeführt werden soll.

Schließlich ist es die Fähigkeit von Gesundheitsbeamten, weitere Ausbrüche in gefährdeten Gebieten wie dem Cluster, der am 4. März in einem Pflegeheim in Sydney [NSW] begann, erfolgreich zu bewältigen.

„Wir scheinen diese Kurve im Moment sicherlich sehr erfolgreich zu glätten“, sagte Professor Kelly gegenüber Reportern.

‚Uns geht es gut. Wir müssen absolut sicher sein, bevor wir beginnen können, unsere sozialen Distanzierungsmaßnahmen freizugeben.‘

TABELLE: NEW ZEALAND FLATTENING THE CURVE.
Neuseeland hat die Kurve mit insgesamt nur 1.451 Fällen ebenfalls erfolgreich abgeflacht – 1.036 davon haben sich inzwischen erholt.

Die normalerweise belebte Bourke Street Mall in Melbourne [VIC] wird am Samstag [18.04.2020] (im Bild) während der Sperrung verlassen gesehen.

Professor Kelly sprach über die Gesundheits-Tracking-Handy-App, die auf der TraceTogether-App in Singapur basiert, und sagte, dass eine großflächige Aufnahme dazu beitragen würde, die Ausbreitung des Virus zu kontrollieren.

Premierminister Scott Morrison hat zuvor gesagt, dass 40 Prozent der Australier die App installieren müssten, bevor die Beschränkungen gelockert werden.

„Das wird uns wirklich helfen, die Kontakte von Menschen so schnell wie möglich zu finden, damit die Verbreitung in der Gemeinde wirklich kontrolliert werden kann“, sagte Professor Kelly.

Die App ist nicht obligatorisch, verwendet jedoch Bluetooth, um Informationen darüber zu sammeln, mit wem Benutzer in engen Kontakt gekommen sind.

Wenn ein Benutzer COVID-19 unter Vertrag nimmt, können die Gesundheitsbehörden herausfinden, wen sie möglicherweise unabsichtlich infiziert haben.

NEUESTE CORONAVIRUS-MASSNAHMEN

* Einige elektive Operationen, die wieder aufgenommen werden sollen, einschließlich IVF, Zahn- und Augenoperationen, Kinderoperationen, Gelenkersatz, Endoskopie und Koloskopie.

* Eine App der Bundesregierung zur Verfolgung von Personen, die mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen sind, wird in den nächsten Wochen verfügbar sein. Das Commonwealth verspricht, keinen Zugriff auf die gesammelten Daten zu haben.

* Die gegenseitigen Verpflichtungen für Sozialhilfeempfänger wurden für einen weiteren Monat vereist.

* Tasmanien [TAS] wird vorübergehenden Visuminhabern, die unter finanziellen Schwierigkeiten leiden, 250 US-Dollar und Familien bis zu 1000 US-Dollar in einem Unterstützungspaket von 3 Millionen US-Dollar geben.

* NSW-Schüler werden ab dem 11. Mai an einem Tag in der Woche zur Schule gehen und bis Ende Juli Vollzeit arbeiten.

* Die SA-Schulen kehren am Montag [27.04.2020] zur Normalität zurück, und WA hat die Schüler der 11. und 12. Klasse aufgefordert, wieder Vollzeit zu arbeiten, wenn das zweite Semester am 29. April beginnt.

* In Victoria [VIC] werden die Schüler weiterhin zu Hause unterrichtet.

* Nach einer kürzlich erfolgten Lieferung von 58 Millionen werden in den nächsten sechs Wochen 100 Millionen chirurgische Masken an Mitarbeiter an vorderster Front verteilt.

* 3,5 Millionen zusätzliche Dosen des [jährlichen] Grippeimpfstoffs werden zur Verfügung gestellt.

* Die australischen Regierungen und die Reserve Bank haben bisher rund 339,5 Milliarden US-Dollar – 17 Prozent der Volkswirtschaft – in gemeinsamen Anstrengungen angekündigt.

* Alle Australier müssen weiterhin soziale Distanzierung praktizieren und zu Hause bleiben, es sei denn, sie gehen für das Nötigste aus oder trainieren.

* Australier, die aus Übersee nach Hause zurückkehren, müssen zwei Wochen lang in Hotels oder anderen Unterkünften unter Quarantäne gestellt werden, bevor sie nach Hause dürfen.

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Mai 10, 2020 12:33 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Corona-Virus-Gefahr --- Bleib verdammt nochmal zu Hause!

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Mai 04, 2020 6:45 am

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Weil mir kürzlich an anderen Stellen im Internet vorgeworfen wurde, dass die von mir täglich zur Verfügung gestellte Information nicht immer aktuell sei, habe ich daraufhin dort auch folgende Beiträge formuliert:

Corona-Virus Covid-19 ----- Sind diese Nachrichten aktuell genug? (Wann sind sie nicht mehr „aktuell“?)

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Corona-Virus - Der Kampf gegen Covid-19 und wie er in verschiedenen Ländern gehandhabt wurde und wird. …… und andere wichtige Themen.

Wenn irgend jemand der Nutzerinnen und Nutzer hier in unserem Forum, zu welchem Thema auch immer (insbesondere in deutscher Sprache!), bessere und mehr aktuelle Information hat, als es mir möglich ist den Lesern und Diskussionsteilnehmern hier zur Verfügung zu stellen, na dann bitte her damit !! Denn wir wollen ja alle zu jedem Thema immer auf dem letzten Stand sein !! Das ist wichtig !! Jeder sollte seinen Fähigkeiten gemäß sein bestes geben !! und versuchen anderen behilflich zu sein !!
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Corona Corona-Virus ----- Sind diese Nachrichten aktuell genug? (Wann sind sie nicht mehr „aktuell“?)

[ 30.04.2020 ] [ „Morgen ist Feiertag.“ also „der 1. Mai“ ]
https://www.ndr.de/nachrichten/info/37-Noch-mal-Thema-Kinder-Zwei-neue-Studien,podcastcoronavirus202.html
Niederschrift einer Podcast: Interview mit Prof. Dr. Christian Drosten, Director of the Institute of Virology on Campus Charité Berlin-Mitte.


AKTUELL GENUG ??
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Corona-Virus ----- Sind diese Nachrichten aktuell genug? (Wann sind sie nicht mehr „aktuell“?)

GOOGLE-SUCHE: "Coronavirus"+"Südkorea"+"Büroangestellte"+"11. Etage"

(
29.04.2020 )
https://www.derbund.ch/wie-ansteckend-ist-die-luft-im-buero-553237989006
Abonement nötig / gebürenpflichtig

(
29.04.2020 )
https://www.tagesanzeiger.ch/wie-ansteckend-ist-die-luft-im-buero-553237989006
Abonement nötig / gebürenpflichtig

(
02.05.2020 )
https://au.yahoo.com/finance/news/study-shows-how-coronavirus-spreads-in-an-office-000951661.html
Alle diejenigen die der englischen Sprache mächtig sind können sich hier eingehend darüber informieren ohne dafür erst einmal Geld auf den Tisch legen zu müssen.


AKTUELL GENUG ??
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Corona-Virus ----- Sind diese Nachrichten aktuell genug? (Wann sind sie nicht mehr „aktuell“?)

FRAGE: Wie zuverlässig sind Coronavirus-Antikörpertests?
( 28.04.2020 )
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Coronavirus-Wie-zuverlaessig-sind-Antikoerpertests,coronavirus1232.html


WARNUNG vor „unzuverlässigen“ Coronavirus-Antikörpertests!
( 29.04.2020 )
https://www.tagesspiegel.de/berlin/60-euro-fuer-92-prozent-verlaesslichkeit-gesundheitsexperten-raten-von-privaten-antikoerpertest-ab/25788122.html


WARNUNG: Immunität gegen das Coronavirus ist bisher weiterhin noch nicht feststellbar!
( 27.04.2020 )
https://www.lokalkompass.de/moers/c-ratgeber/moegliche-immunitaet-ist-noch-nicht-feststellbar_a1356750


WARNUNG: Dieser Coronavirus-Antikörpertests ist, m.M.n., mehr als gefährlich!
22.04.2020 )
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/corona-test-antikoerper-1.4883631


AKTUELL GENUG ??

Ich bin ebenso der Meinung, wenn solche Coronavirus-Antikörpertest nicht garantiert hundertprozentig genau sind, sind sie völlig nutzlos und unbrauchbar um irgendwelche wichtigen Entscheidungen darauf zu stützen.

Ich brauche dringend solch einen Test, da ich glaube schon Ende-Dezember 2019 / Anfang-Januar 2020 mit dem Coronvirus befallen gewesen zu sein und bei Mitte-Januar 2020 wieder genesen war: mich selbst zuhause gesund gepflegt hatte. Ich will auch auf Nummmer sicher gehen, dass ich mich nicht noch ein zweites mal mit diesem tötlichen Coronavirus oder einer Mutation dieses Viruses anstecken kann.

Bisher aber gibt es weltweit weiterhin keinen solchen Test und niemand kann mir helfen !!


Es gibt also, weltweit, bisher keine verlässlichen Antikörpertests für Covid 19.
So there are, worldwide, currently no reliable antibody tests for Covid 19.

Und darum überall notwendige Maßnahmen und die Beibehaltung überall von notwendigen Maßnahmen !!
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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Mai 10, 2020 12:32 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Mai 05, 2020 5:11 am

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Corona-Virus Covid-19 ----- Sind diese Nachrichten aktuell genug? (Wann sind sie nicht mehr „aktuell“?)

( IMMER AKTUELL! )
( Ich selbst bin erstmalig darauf aufmerksam geworden am 02.05.20202 )

https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/?utm_source=m.tagesspiegel.de&utm_medium=html-box-home&utm_campaign=corona HOCH EMPFEHLENSWERT!


( IMMER AKTUELL! )
( Ich selbst bin erstmalig darauf aufmerksam geworden am 02.05.20202 )

https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/die-globale-verbreitung-des-coronavirus-im-zeitverlauf/ HOCH EMPFEHLENSWERT!


( NOCH FÜR LÄNGERE ZEIT AKTUELL! )
( Ich selbst bin erstmalig darauf aufmerksam geworden am 02.05.20202 )

https://m.tagesspiegel.de/wissen/coronavirus-in-europa-und-der-welt-paris-plant-ausnahmezustand-bis-24-juli/25560996.html

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Mai 10, 2020 12:31 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Corona-Virus-Gefahr --- Bleib verdammt nochmal zu Hause!

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Mai 05, 2020 5:36 am

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Corona-Virus Covid-19 --- Wie lange müssen wir noch warten bis es einen Impfstoff gibt?

GOOGLE-SUCHE: "Coronavirus"+"Covid 19"+"Impfpflicht"+"Impfzwang" :

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aerzteblatt.de

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/112356/Mehrheit-der-Deutschen-fuer-Impfpflicht-fuer-SARS-CoV-2

Mehrheit der Deutschen für Impfpflicht für SARS-CoV-2

Montag, 27. April 2020

Berlin – Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge für eine verpflichtende Impfung gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2. 45 Prozent der Befragten wünschen sich auf jeden Fall eine Impfpflicht, sobald es einen Impfstoff gibt. 16 Prozent beantworteten die Frage mit „eher ja“.

Das geht aus einer heute veröffentlichten Umfrage des Civey-Instituts für das Portal t-on­line.de hervor. Knapp ein Drittel der Befragten lehnte eine Impfpflicht ab. Der Rest war un­entschieden.

Vor allem die ältere Bevölkerung steht der Erhebung zufolge hinter der Impfpflicht. Bei den über 65-Jährigen waren es 77 Prozent. Am skeptischsten zeigten sich die 30- bis 39-Jähri­gen. Hier waren Befürworter und Gegner etwa gleichauf. Zudem sprachen sich mehr Männer (66 Prozent) als Frauen für eine Impfpflicht aus (57 Prozent).

Weltweit wird an einem Impfstoff gegen Sars-CoV-2 geforscht. Vergangene Woche bekam erstmals ein Hersteller in Deutschland eine Genehmigung für die klinische Prüfung eines Impf­stoffkandidaten. Dass noch dieses Jahr ein Impfstoff für die allgemeine Bevölkerung zur Verfügung stehen könnte, gilt aber als unwahrscheinlich.

© dpa / aerzteblatt.de

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THEMA: CORONAVIRUS

Coronavirus: Wird die Impfung auch Skeptiker überzeugen?

Weltweit arbeiten Forscher an einem Impfstoff gegen Covid-19. Die Menschen werden froh sein, sich so schützen zu können, glaubt der Virologe Prof. Thomas Mertens

VON ELISABETH HUSSENDÖRFER, 02.04.2020


https://www.apotheken-umschau.de/Coronavirus/Coronavirus-Wird-die-Impfung-auch-Skeptiker-ueberzeugen-557895.html


Noch nie zuvor sind uns in den Medien derart viele Virologen, Infektiologen und Mikrobiologen begegnet wie in diesen Tagen. Die Stimme der medizinischen Fachwelt scheint gewaltig, die Menschen warten täglich gebannt darauf, dass es Neuigkeiten gibt. Wir haben Prof. Dr. Thomas Mertens, Virologe an der Universitätsklinik Ulm und Leiter der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut gefragt:

Werden die aktuellen Entwicklungen dazu beitragen, dass die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zunimmt?

Das hoffen wir, auch wenn sich am Prinzip des Impfens natürlich nichts geändert hat. Wir haben es mit Erregern zu tun, die sich nur dann endgültig eindämmen lassen, wenn es einen ausreichenden Schutz in der Bevölkerung gibt. Das ist bei Sars-CoV-2 nicht anders als beim Masern- oder Poliovirus. Neu ist nun ein möglicher Bewusstseinswandel auf breiter Ebene. Dass gesehen wird: Ja, das macht wirklich Sinn, diesen Pieks in den Arm zu bekommen, damit man sich und andere schützt.

Ein Problem ist ja, dass die meisten Menschen durch die Erfolge der Impfungen viele Krankheiten nicht mehr kennen. Und nicht mal die Ärzte kennen heute noch eine Diphterie oder einen Wundstarrkrampf. Eine Gefahr dieser an sich erfreulichen Entwicklung ist, dass sich das Risikobewusstsein nur schwer aufrechterhalten lässt. Dass ein gewisser Realitätsverlust eintritt, salopp gesagt.


Sie spielen auf Impfgegner an?

Auch, vor allem haben wir aber die Impfskeptiker im Blick. Die Zahl der absoluten Impfgegner liegt seit Jahren recht konstant bei um die zwei Prozent. Daneben gibt es eine Gruppe von Menschen, die in Studien in drei Gruppen unterteilt werden: Eher befürwortend, teils-teils und eher ablehnend. Diese Menschen, gilt es durch eine gute Aufklärung zu gewinnen. Bei den harten Impfgegnern wird dies wohl auch in Zeiten von Covid-19 leider kaum möglich sein.

Wieso?

Solche Leute gehen ja gemeinhin davon aus, dass es hinter den Dingen eine zweite, nicht transparent gemachte Motivation gibt. "Alle Leute, die auf öffentlicher Bühne agieren, sind korrupt" – so etwas zum Beispiel. Eine Frage, die ich mir dann immer stelle, ist: Wenn Menschen glauben, dass die Anderen aus derart schlechten Motiven heraus agieren – schließen die Impfgegner sich da mit ein? Oder glauben sie, die einzigen zu sein, die da ausgeklammert gehören und die allein von guten Motiven getrieben sind? Wenn dem so ist, würde mich schon allein das hellhörig machen.

Sie sprachen gerade davon, dass Aufklärung wichtig sei. Sind die Vorteile des Impfens nicht hinlänglich bekannt?

Leider nein, weder das eine noch das andere. "Gesunde Kinder gehen zum Arzt und werden mit Impfungen vollgepumpt", twitterte Donald Trump vor einiger Zeit. Von einer Zunahme von Autismus sprach er im selben Tweet, es gebe vieler "solcher Fälle". Etwa zur selben Zeit hat Trump Bill Gates im Weißen Haus empfangen, einen der größten Forschungsförderer im Bereich der weltweiten Gesundheitsvorsorge . "Gibt es einen Unterschied zwischen HIV und HPV?" wollte Trump von ihm wissen. Zum einen macht es natürlich fassungslos, wenn so etwas von keinem geringeren als dem amerikanischen Präsidenten kommt.

Zum anderen bringen solche Aussagen auf den Punkt, was auch beim Rest der Bevölkerung vorkommt, und das nicht nur in Amerika: Trotz des eigenen Unwissens und obwohl jede Menge anderslautende wissenschaftliche Information verfügbar wäre, hat man reflexartig Meinungen bereit.

Ich möchte hier gerne nochmal einen amerikanischen Präsidenten zitieren. Der größte Feind der Wahrheit ist häufig nicht die Lüge, sondern der Mythos, hat John F. Kennedy gesagt. Vergessen wir nicht: Impfkritische Veröffentlichungen im Internet oder in der Literatur sind meist subjektiv verfasst und genügen kaum wissenschaftlichen Ansprüchen. Den gewiss eindrucksvoll geschilderten vermuteten Impfschadensfällen könnte man sicher ebensolche Fälle von Kindern gegenüberstellen, die durch Krankheiten einen Gesundheitsschaden erlitten haben.


Reißerische Meldungen rund um die Gefahren des Impfens werden vermutlich häufiger geklickt und geteilt als fundierte medizinische Empfehlungen…

Das ist das eine Problem, ja. Ein anderes mag da eher überraschen. Aus Erhebungen wissen wir, dass es vor allem zwei Gründe dafür gibt, dass Menschen sich nicht impfen lassen: Einmal, weil sie es schlicht vergessen. Und dann, weil sie nicht darauf hingewiesen werden. Die niedergelassenen Ärzte sind hier der entscheidende Faktor.

In Hausarztpraxen wird nicht ausreichend über das Impfen aufgeklärt?

In manchen ist das wohl so. Warum haben Sie sich nicht gegen Masern impfen lassen? Wurde Personen zwischen 2014 und 2018 mehrfach gefragt. 60 bis 70 Prozent antworteten: Weil mich niemand darauf angesprochen hat. Wenn wir über Impfmüdigkeit reden, sollten wir fair sein und nicht einseitig an die Verantwortlichkeit der Bevölkerung appellieren. Fakt ist leider, dass das Thema Impfen in Medizinstudium noch immer stiefmütterlich behandelt wird. Dass entsprechende Kurse nicht bundesweit verpflichtend sind. Das müsste sich ändern.

Da waren wir hier in Deutschland auch schon mal besser. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie meine Mutter mich als 12jährigen Jungen zum Kinderarzt gebracht hat und wie ich die Spritze gegen Polio bekam. Da passiert etwas sehr Wichtiges - nicht nur meine Eltern, auch der Arzt haben mich das spüren lassen. Kein Wunder: In den 50er Jahren war die Kinderlähmung noch sehr präsent in Deutschland.


Angst vor Nebenwirkungen von Impfungen ist sicher ein großes Thema.

Ja, und hier sollten wir ehrlich sein! Es wäre falsch zu behaupten, dass es nach Impfungen keine Nebenwirkungen geben kann. Keine Wirkung ohne mögliche Nebenwirkung, das trifft auch auf Impfungen zu. Es fängt ja schon damit an, dass der Arzt einen Nerv treffen kann. Vergessen wir aber nicht: Die Nebenwirkungen des Impfens sind viel geringer als die der allermeisten anderen medizinischen Maßnahmen, die Menschen über sich ergehen lassen. Nirgends sonst ist das Verhältnis von Nutzen und Schaden so gut.

Immer wieder hört man von einem möglichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus…

… ja, vor einigen Jahren gab es hierzu eine Veröffentlichung in der sehr angesehenen medizinischen Fachzeitschrift Lancet, die Aufsehen erregt hat. Die darin zitierte Studie war gefälscht. Es hat sich herausgestellt, dass hinter ihr als Geldgeber Anwälte standen, die Eltern autistischer Kinder vertraten. Der Arzt, der die Daten weitergegeben hat, bekam in England die Zulassung entzogen. Der Lancet hat die Veröffentlichung zurückgezogen. Die Studie kursiert aber bis heute weiter im Internet. Übrigens genauso wie ein Film desselben Arztes, der vor zwei Jahren in die Kinos kam: "Vaxed".

Fake News halten sich leider sehr hartnäckig. Dass keine wissenschaftliche Studie je einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Erkrankungen wie Autismus, Diabetes, Multipler Sklerose oder auch dem plötzlichen Kindstod herstellen konnte, wird hingegen eher wenig kommuniziert.

Um zu sehen, dass Impfungen wirken und wie sie es tun, bräuchten wir übrigens gar keine Studien heranzuziehen: Die Pocken sind ausgerottet, seit 1990 ist Deutschland poliofrei und mittlerweile sind zwei der drei Poliovirustypen weltweit ausgerottet. Hepatis B kommt bei Kindern in Deutschland kaum noch und Diphtherie und Tetanus wie gesagt praktisch nicht mehr vor. Erstmalig kann man gegen durch Papillom-, also HP-Viren (HPV) verursachten Krebs impfen und wir sehen hier bereits die ersten Erfolge.

Auch wenn all diese Erfolge auf der Hand liegen, könnte man skeptisch bleiben. Geimpft wird ja meist im Kindesalter. Und gerade bei Kindern wird das Impfen gern mit einer erhöhten Allergieneigung in Verbindung gebracht. Reagiert gerade der noch junge Organismus nicht vielleicht doch besonders empfindlich auf chemische Substanzen?

Mal abgesehen davon, dass es keinen wissenschaftlichen Hinweis dafür gibt, dass Impfungen Allergieneigungen fördert: Impfungen wirken nicht durch Chemie. Es ist falsch, eine Impfung wie ein Medikament zu sehen. Die Schutzwirkung, die übers Impfen erreicht wird, beruht ausschließlich auf den Fähigkeiten unseres Immunsystems, zumindest wenn wir von sogenannten aktiven Impfungen ausgehen, wie sie heute in aller Regel zum Einsatz kommen. Vereinfacht lernt das Immunsystem einen Erreger kennen, reagiert auf ihn und entwickelt ein Gedächtnis. Beim nächsten Kontakt kann es dann auf den Erreger reagieren, bevor dieser eine Krankheit verursachen kann.

Ich weiß um die Vorstellung, das kindliche Immunsystem könnte durchs Impfen überlastet werden. Man muss hier aber klar sagen: Gerade in frühen Jahren ist das Immunsystem mit seiner unglaublichen Breite ja genau darauf ausgelegt, auf verschiedene Infektionserreger zu reagieren und dann gegen die Antigene dieser Erreger gezielt Antikörper zu bilden. Die paar zusätzlichen Antigene, die ein Kind durch Impfungen erhält, sind kein Problem.


Was ist mit Fremdstoffen wie Schwermetallen oder Quecksilbersalzen?

Davon versucht man die Impfstoffe zunehmend frei zu bekommen. Moderne Impfungen enthalten nur noch wenige bis gar keine solcher Zusatzstoffe mehr.

An geeigneten Impfstoffen gegen Sars-CoV-2 wird derzeit ja weltweit unter Hochdruck geforscht. Muss man Impfskeptikern nicht Recht geben, wenn sie sagen: In Anbetracht der Brisanz der Lage könnten auf dem Weg zum Impfstoff Sicherheitsbedenken außer Acht gelassen werden?

Hier muss man in mehrerlei Hinsicht differenzieren. Zunächst: Es gibt bereits Meldungen aus China, nach denen hier bereits ein Impfstoff entwickelt wurde, der zeitnah eingesetzt werden soll. Das heißt aber nicht, dass das dann automatisch auch hierzulande passiert. Es wird keinen Tag x geben, der weltweit so etwas wie der Startschuss für Impfprävention in Sachen einer Impfung gegen Covid-19 ist.

Im Übrigen würde ich auch dringend dazu raten, die hierzulande bestehenden Forderungen weiter aufrechtzuerhalten: Impfungen müssen nachweislich wirksam sein und sie dürfen nachweislich keinen Schaden anrichten. Wenn in der aktuellen Situation bürokratische Hürden fallen und Zulassungsverfahren beschleunigt werden, ist das zu begrüßen.

Generell haben wir hier in der EU übrigens einen Vorteil: Ist ein Impfstoff in einem der Mitgliedsländer zugelassen, ist er das prinzipiell überall. Ich persönlich muss sagen, ich bin froh um die gegebenen Bestimmungen. Nicht auszudenken, was eine Massenimpfung auf Basis einer schlechten wissenschaftlichen Datenlagen anzurichten vermag.


Seit diesem Jahr gibt es eine Impfpflicht gegen Masern. Könnte es zu so etwas auch bei Covid-19 kommen?

Bei den Masern wurde die Impfpflicht aus globaler Perspektive durchgesetzt. Ziel ist eine weltweite Quote, die letztlich zur Ausrottung führt und zuvor zum indirekten Schutz durch die so genannten Herdenimmunität: Es sind dann so viele Menschen immun, dass der Krankheitserreger nicht mehr weitergegeben werden kann. Weil gegen Masern nicht ausreichend geimpft wurde, um diesen Zustand zu erreichen, ist man von Seiten des Gesetzgebers aktiv geworden. Bei Covid-19 sehe ich nicht, dass es soweit kommen wird.

Im Gegenteil: Die Menschen werden froh sein, sich schützen zu können und es ist davon auszugehen, dass die Nachfrage zumindest anfangs deutlich höher sein wird als die Verfügbarkeit des Impfstoffs. Der kritische Wert von um die 60 -70 Prozent geimpfter oder bereits immuner Personen, den es für eine Herdenimmunität in diesem Fall braucht, dürfte entsprechend schnell erreicht sein. Nach all den Jahren, in denen ich mich nun schon mit der Thematik beschäftige, finde ich es noch immer bemerkenswert, wie das immer gleiche Prinzip des Impfens am Ende funktioniert. Und mit wie wenig Aufwand sich letztlich Großes bewirken lässt.

"Die Pharmaindustrie will ja nur Geld machen" – das ist auch so ein häufig von Impfskeptikern vorgebrachtes Argument. Hier möchte ich entschieden dagegenhalten: Es gibt keine preiswertere medizinische Maßnahme als das Impfen. Drei Euro etwa kostete ein Polio-Schuck-Impfstoff in der Produktion. Drei Euro – und der Effekt ist immens. Was medizinische Kosten-Nutzen-Rechnungen angeht. Und menschlich sowieso.

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Die lautstarke nordamerikanische Impfgegnerorganisation und andere U.S. Rebellen und Verschwörungstheoretiker:

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QUARZ

https://qz.com/1850409/coronavirus-hasnt-killed-the-anti-vax-movement/

DENY ALL

Coronavirus hasn’t killed the anti-vax movement

May 4, 2020

By Olivia Goldhill
Science reporter

[ PHOTO:
Californian Demonstrators: "Anti-vaxxers championed California protests against the lockdown on Friday [01.04.2020]" ]

Around the world, millions of people are hoping for a vaccine to protect against Covid-19. Plenty of anti-vaxxers, though, are holding fast to their inoculation suspicions.

On May 1, the
Freedom Angels Foundation, a group that opposes mandatory vaccines, led a protest of hundreds of people in Sacramento, California, demanding the end to the state’s lockdown restrictions. This group represents a branch of anti-vaccination protestors who emphasize individual autonomy and strongly resist government oversight. They use the same arguments rejecting mandatory vaccines to push back against the ongoing mandatory lockdowns.

"One of the things that we’re finding is that the rhetoric is pretty similar between the anti-vaxxers and those demanding to reopen", Rupali Limaye, who studies vaccine hesitancy at Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health,
told the New York Times. "What we hear a lot of is 'individual self management'—this idea that they should be in control of making decisions, that they can decide what science is correct and incorrect, and that they know what’s best for their child."

Some anti-vaxxers have turned coronavirus into a tool to push conspiracy theories. "Make no mistake, the purpose of the coronavirus is to help usher in vaccine mandates", anti-vaxxer Larry Cook, who has 50,000 YouTube subscribers, wrote on Facebook
according to CBS. "Be woke. Know the Plan. Prepare. Resist." Meanwhile, prominent anti-vaxxer Del Bigtree put forward arguments that the virus was created in a lab to profit the pharmaceutical industry on his radio show, The HighWire.

Celebrities amplify this cause. The world number one men’s tennis player, Novak Djokovic,
said, "Personally I am opposed to vaccination and I wouldn’t want to be forced by someone to take a vaccine in order to be able to travel." And Robert Kennedy Jr tweeted that a vaccine to prevent coronavirus would bring "unique and frightening dangers."

A Covid-19 vaccine
is essential to create "herd immunity", which would stop the spread of the virus and allow societies to fully re-open. Yet some in anti-vaccine communities are concerned the rush to create a Covid-19 vaccine could mean that one is released without proper safety checks, according to a Reuters analysis.

Other anti-vaxxers, however, are reconsidering their stance on vaccines in the face of this global pandemic. One longtime anti-vaxxer in the US
told Reuters she would consider taking a Covid-19 vaccine, and expressed skepticism at the conspiracy theories surrounding the disease. "We’re all being affected by this virus, schools closing, young people in hospital, and they still say it’s a hoax," she said.

A
survey of 2'200 people in the United States taken in March found that 76% would be willing to get a Covid-19 vaccine but, within that group, only 30% said they’d want to be one of the first vaccinated. Side effects to vaccines are extremely rare, and most are easily treated. Yet those with a deep-seated resistance to vaccines are unlikely to change because of coronavirus, Heidi Larson, director of the London-based Vaccine Confidence Project (VCP), told the Guardian : "The extremists, the belief-driven groups who reject vaccination on principle, whose aim is to disrupt and polarise, they’re not changing, in fact they’re capitalising."

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QUARZ Oliva Goldhill
Olivia is a science reporter covering the healthcare industry and medical ethics. She previously wrote on philosophy, psychology, and neuroscience, and was part of a QUARZ investigative team focused on online political propaganda.

She was a 2020 Livingston Award finalist for her work on misuse of data to fuel propaganda in Brazil. Before QUARZ, she was a features writer at The Daily Telegraph in the UK.

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Mai 10, 2020 12:30 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Corona-Virus-Gefahr --- Bleib verdammt nochmal zu Hause!

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Mai 07, 2020 9:01 am

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Corona-Virus Covid-19 ----- Impfzwang, Impfpflicht oder Selbstentscheidung ----- Wer spricht sich diesbezüglich für was aus? :

Als eine direkte Konsequenz der Coronvirus-Bekämpfung, besteht eine Gefahr, dass sich die Bundesrepublik Deutschland in eine Diktatur verwandelt? :

Ich persönlich glaube nicht dass eine solche Gefahr besteht :


re Bundesrepublik Deutschland ( 29.04.2020 )
https://de.news-front.info/2020/04/29/berlin-gesundheitsminister-rechnet-nicht-mit-coronavirus-impfzwang/


re Bundesrepublik Deutschland ( 27.04.2020 )
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_87775972/corona-impfpflicht-das-denken-die-deutschen-darueber.html


re Österreich und Italien ( 03.05.2020 )
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2059176-Es-wird-nicht-moeglich-sein-von-Beginn-an-alle-zu-impfen.html


re Bundesrepublik Deutschland ( 04.05.2020 )
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/impfpflicht-durch-die-hintertuer-li.82643


re Bundesrepublik Deutschland ( 04.05.2020 )
https://www.heidelberg24.de/region/corona-impfpflicht-coronavirus-deutschland-spahn-soeder-eisenmann-covid-19-impfen-impfstoff-13746722.html

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am So Mai 10, 2020 12:29 am, insgesamt 1-mal geändert.
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