Real investigativer Journalismus: CORRECTIV.ORG (in Deutsch)

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Beitragvon Martin MITCHELL » Di Apr 11, 2017 9:40 pm

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Ein weiterer Leserkommentar zu diesem

CORRECTIV-Artikel vom 4. April 2017 von Ann-Kathrin Seidel

Valium, Prügel und Zwangsarbeit

von einem Betroffenen einer anderen damaligen Einrichtung der Diakonie, namens Helmut Jacob, schon am 08.04.2017:

QUELLE: https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/04/04/heimkinder-medikamente-gut-der-linde-diakonie-aprath/#comment-4208

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Helmut Jacob

am 08.04.2017, um 13:50 Uhr

Beim Lesen dieses Artikels kommt mir bald das Kotzen. Viele Verbrechen ähneln denen im Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein: Zwangsfüttern, im Urin-Bett liegen, physische, psychische und sexuelle Gewalt. In anderen Kinderheimen war es nicht viel anders.

Die Taktik ist immer die gleiche: Leugnen, Unwissenheit vortäuschen, als „Einzelfälle“ abtun und Gespräche anbieten, die keiner braucht. Wer redet schon mit den Nachfolgern von Verbrechern. Zumindest ich nicht. Die Anstalt in Volmarstein musste lernen, einzugestehen, nachdem sie gezwungen wurde. Die „Die Freie Arbeitsgruppe JHH 2006“ hat eine Aufarbeitung durch die unabhängigen Forscher Hans Walther Schmuhl und Ulrike Winkler erzwungen. Zuvor wollte die Einrichtung die Erforschung der Verbrechen durch einen Mitarbeiter der Diakonie. Das lehnte die Arbeitsgruppe ab. So entstand ein Buch, das keine Fragen offen ließ: „Gewalt in der Körperbehindertenhilfe – Das Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein von 1947-1967“.

Ich wünsche den Geschändeten und Gequälten von dem „Gut an der Linde“, dass sie die Kraft finden, mehr in die Öffentlichkeit zu gehen, damit von außen mehr Druck auf die Einrichtung ausgeübt wird. Eine Möglichkeit ist die Aktualisierung von
https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_an_der_Linde . Dort gehört der Link der Opfergruppe hin. Eine zweite Möglichkeit ist die Zusammenfassung der bisherigen Arbeit der Opfergruppe. Unsere Arbeitsgruppe wird sie auf unseren großen Homepage „Gewalt-im-JHH.de“ veröffentlichen. Der Weblogger der Arbeitsgruppe ( http://jacobsmeinung.over-blog.com/ ) übernimmt die Zusammenfassung ebenso. So gibt es einige andere Ansprechpartner, bei denen die Opfergruppe auch gute Ansprechpartner findet: Martin Mitchell, Heidi Dettinger und Dirk Friedrich (veh-ev.eu).

Aber es werden auch schlimme Erinnerungen an den „Runden Tisch Heimerziehung“ wach. An Antje Vollmer und den Doktor, dessen Namen ich nicht mehr weiß (auch nicht wissen muss) mit seinem Spatzen in der Hand, die ihre Entschädigungsverhinderung als Entschädigung feiern. Zuvor hat sie kräftig manipuliert, Fakten verdreht oder schlichtweg ausgelassen, damit wirklich keine Entschädigung gezahlt werden muss. Die Opfergruppe um Reiner Gläser für die erlittene Gewalt wirklich zu entschädigen, würde in den oberen sechsstelligen Bereich einer Geldleistung führen müssen.

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Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
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