Stiftung Anerkennung und Hilfe --- Hilfe für wen?

Stiftung Anerkennung und Hilfe --- Hilfe für wen?

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Mär 23, 2019 11:19 pm

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Stiftung Anerkennung und Hilfe --- Hilfe für wen? (fragt Eckhard Kowalke)

Veröffentlicht am Samstag, 22. März. 2019 auf der Webseite des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.

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http://www.veh-ev.eu/home/vehevinf/public_html/?p=2201&fbclid=IwAR1twuI9fvZZ3o7esrXTwgu7ycPyqX14_UzhL-3yO1jtgtzS-q12h_MzVV8 :


Hier mit Hinsicht, insbesondere, auch auf das Bundesland Schleswig-Holstein :

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Veröffentlicht am 22. März. 2019

Anerkennung und Hilfe?

Die Politik und die Vertreter der Kirchen haben zusammen ein Instrumentarium geschaffen, das sie ironischer Weise “Anerkennung und Hilfe” nennen. Diese Stiftung wurde unserer Meinung nach nur zu dem Zweck ins Leben gerufen, sich selber Absolution für die Verbrechen, die sie in der Vergangenheit mit zu verantworten haben, zu erteilen. Es wurden sogenannte Beiräte geschaffen, in die auch Opfer mit einbezogen wurden. Die Opfer, die mit am Tisch des sogenannten Beirates sitzen, haben kein Mitspracherecht und keine Möglichkeit, in der Zielsetzung der Stiftung “Anerkennung und Hilfe” etwas zu bewirken. Sie haben u. E. nur eine Alibifunktion, damit später behauptet werden kann, man habe Opfer mit einbezogen. Dabei muss zudem auch noch darauf hingewiesen werden, dass diese Personen in ihrer Persönlichkeit so stark geschädigt sind, dass man ihnen für die Bewältigung des alltäglichen Lebens einen Vormund zugeordnet hat. Ihnen sitzen in großer Mehrheit Menschen mit akademischer Ausbildung gegenüber, die ihnen rhetorisch und wissensmäßig weit überlegen sind. Die Beiräte haben offenbar die Funktion, bei Abschluss der sogenannten Abwicklung der Arbeit der “Stiftung Anerkennung und Hilfe”, deren korrekte Vorgehensweise zu bescheinigen, um der Öffentlichkeit zu suggerieren, es sei alles mit rechtsstaatlichen Mitteln geschehen und eine Aufarbeitung der Geschichte der Opfer und eine Wiedergutmachung sei vollzogen. Diese Vorgehensweise zeigt, wie perfide Politik und Täterorganisationen der Kirchen miteinander umgehen, wenn es darum geht, Verbrechen, die von ihren Vorgängern begangen wurden, zu vertuschen und Institutionsschutz zu betreiben. Damit werden dieselben Opfer unter Missbrauch staatlicher Rechtsmittel erneut zu Opfern gemacht.

Alle Politiker, die sich ab jetzt indirekt an der Stiftung “Anerkennung und Hilfe” beteiligen und ihr somit zu Legitimation verhelfen, machen sich mitschuldig, weil sie u. E. erneuten Betrug an den Opfern und Rechtsbeugung im Amt ermöglichen, indem die Stiftung alleine über sie bestimmt. Antragsteller, die sich an die Stiftung wenden, wird keine Beschwerde- oder Einspruchsmöglichkeit eingeräumt. Auch der Beirat hat ja, wie oben bereits gesagt, keine solche Möglichkeit, Rechtsmittel einzusetzen. Diese Tatsache ist ein Unding in einem demokratischen Rechtsstaat. Opfer werden ohne juristische Rechtsbegründung abgelehnt. Eine tatsächlich angemessene Schadenswiedergutmachung ist nicht vorgesehen. Schadenersatzleistungen soll es auch nicht geben. Die Stiftung “Anerkennung und Hilfe” verhindert somit geradezu eine wahre Aufarbeitung der Vergangenheit und Wiedergutmachung. Die Stiftung “Anerkennung und Hilfe” in der zur Zeit installierten Form gehört unserer Meinung nach sofort aufgelöst, da eine solch perfide Konstruktion in einem demokratischen Rechtsstaat nicht zugelassen werden darf.

Die Möglichkeit, Opfer im Plenarsaal des Landtages in Kiel sprechen zu lassen, war angemessen. Die Anteilnahme und Betroffenheit aller dabei anwesenden Fraktionen war auch für uns sehr beeindruckend und führte immerhin dazu, dass der Sozialausschuss unsere Kritik aufgegriffen hat und beschloss, diese dem Landtag vorzutragen. Der Landtag wiederum beschloss, ebenfalls einstimmig, dieser Kritik Taten folgen zu lassen, deren Umsetzung wir hoffnungsvoll erwarten. Es ist besonders bemerkenswert, dass dort im Landtag anwesende Politiker die geschilderten Verbrechen als Menschenrechtsverletzungen definiert haben. Unverständlich ist für uns dabei, dass die Stiftung “Anerkennung und Hilfe” belobigt wurde, obwohl sie von 735 Opferanträgen 358 abgelehnt hat. Es wurde nicht hinterfragt auf welcher juristischen Grundlage diese Ablehnungen erteilt wurden. Die bewilligten Anträge wurden von der Stiftung als Entschädigung bezeichnet. Das ist nicht richtig. Bis heute hat es durch Kirche oder Pharmaindustrie u. E. keine wirkliche Entschädigung gegeben. In welchem Verhältnis steht ein maximaler Geldbetrag von 9.000 € zum zerstörten Leben eines Menschen? Von Politik und Kirche wird die Stiftung offensichtlich als Problemlösung angesehen. Wir sehen die Stiftung als neue Täterorganisation, die sich, wie oben ausführlich begründet, indirekt gegen die Interessen von uns Opfern richtet und uns nicht wirklich unterstützt.

Dieses Schreiben richtet sich an alle Fraktionen der im Bundestag und in den Landtagen der Länder vertretenen Parteien.
Weiterhin geht es als offener Brief an die DPA.

(gez. Eckhard Kowalke)



[ * Abkürzung „u. E.“ = unseres Erachtens ]
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#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)


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WICHTIGER HINWEIS SEITENS MM (Martin MITCHELL): Die neue Webseite ANERKENNUNG-UND-HILFE.DE und das dazu gehörende gleichnamige NEUE DISKUSSIONSFORUM haben nicht das Geringste mit der von Kirche und Staat ins Leben gerufenen »Stiftung "Anerkenung und Hilfe"« zu tun !!
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Stiftung Anerkennung und Hilfe --- Hilfe für wen?

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Mär 25, 2019 9:42 am

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Ein Beispiel wirklich angemessener Entschädigung:

Aus gutem Grund wurde dieser Beitrag von mir am 23., 24. und 25. März 2019 in vielen verschiedenen deutschsprachigen Foren getätigt:

Höhere Mathematik mag vielleicht nicht aller Leute Stärke sein. Wir können aber alle noch abzählen und einfache Rechenaufgaben bewältigen oder bewerkstelligen, denke ich, oder nicht?

Kurz und bündig und sicherlich für alle durchaus verständlich:

In den frühen 1960er Jahren – wie ich Euch alle ja schon darauf aufmerksam gemacht habe in den letzten paar Tagen – hat die deutsche Bundesregierung / das Bundesparlament / der Bundestag / die Bundesrepublik Deutschland / das deutsche Volk die
tatsächliche Entschädigung von mindestens 35 Missbrauchopfern genemehmigt und ausgezahlt.

Zuvor hatte man in der Bundesrepublik Deutschland (in den späten 1950er Jahren) – wie man gerade jetzt (2011 bis 2019) in der Bundesrepublik Deutschland auch die Ehemaligen Heimkinder, Behinderten-Opfer und Psychiatrie-Opfer abspeist – versucht diese 35 Missbrauchsopfer mit je 1.000 Dollar (US) abzuspeisen.

Diese 35 Personen waren Missbrauchsopfer von Menschenversuchen ( d.h. Opfer von Menschenverbrechen ! ) in deutschen Konzentrationslagern unter dem Handwerk deutscher Ärzte; ohne ihre Zustimmung medizinischen Experimenten ausgeliefert.

Jede dieser 35 Personen erhielt mindestens
500.000 Mark (in Worten: fünfhundert-tausend Mark) Entschädigung in Bargeld, ohne Bestimmungen oder Anweisungen an die Betroffenen wie dieses Geld von ihnen auszugeben oder anzuwenden wäre.

Die erhaltene Deutsche Mark wurde dann von den Betroffenen selbst in ihre eigenen Wärungen (hinter dem eisernen Vorhang) umgetauscht.

Nicht eine einzige dieser 35 Personen hatte dafür vor einem Gericht klagen müssen.

Es wurde öffentlich von ihnen gefordert und ihrerseits öffentlich verhandelt und nach einer Weile hat die Bundesregierung eingelenkt und gezahlt. So einfach war das.


Die Gesamtsumme, die an diese 35 geschädigten Personen ausgezahlt wurde, betrug 17,5 Millionen Mark.

Und, wie sich jeder vorstellen kann, das war sehr viel Geld in den 1960er Jahren.

BEDIENT EUCH EURES EIGENEN VERSTANDES.



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