Kardinal missbrauchte Kinder – und niemand soll es erfahren

Kardinal missbrauchte Kinder – und niemand soll es erfahren

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Jan 03, 2019 5:39 am

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Aufschlußreiche diesbezügliche Medienberichte aus aller Welt.

Hier, zum Beispiel, jetzt von heise online @
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Australien-und-Neuseeland-Nachrichtensperren-sollen-weltweit-gelten-4252611.html :


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17.12.2018, um 11:51 Uhr

Australien und Neuseeland: Nachrichtensperren sollen weltweit gelten

Zwei aktuelle Gerichtsverfahren in Australien und Neuseeland bringen die Praxis der Schweigeverpflichtungen in den Fokus. Medien reagieren unterschiedlich.

Von Martin Holland

In Australien und Neuseeland nicht unübliche gerichtliche Schweigeverpflichtungen zu Gerichtsprozessen sorgen aktuell weltweit für Aufsehen.
In einem Fall hat die australische Justiz eine weltweite Nachrichtensperre über das Gerichtsverfahren gegen den australischen Kurienkardinal der katholischen Kirche, George Pell, verhängt. In Neuseeland erwartet Justizminister Andrew Little Vertreter von Google zu einem Treffen: Der Konzern hatte in einem Newsletter den Namen eines Mannes genannt, der verdächtigt wird, eine 22-jährige Reisende umgebracht zu haben. Das war untersagt.

Geschworene nicht beeinflussen

Wie
der Deutschlandfunk erläutert [ Siehe »Aus der Nachrichtenredaktion – Ein Urteil, über das (fast) niemand spricht« (14.12.2018) @ https://www.deutschlandfunk.de/aus-der-nachrichtenredaktion-ein-urteil-ueber-das-fast.2852.de.html?dram%3Aarticle_id=436002 ], sind die Nachrichtensperren dazu gedacht, die Geschworenen vor einem Urteil nicht zu beeinflussen. Sie gelten für das Internet weltweit, da online publizierte Inhalte die Geschworenen erreichen können. Auch in Verfahren von globalem Interesse, wie aktuell bei dem Kindesmissbrauchsverfahren gegen George Pell, halten sich Medien in aller Welt daran, beispielsweise die Süddeutsche Zeitung, die vergangene Woche nur in der gedruckten Ausgabe Details nannte [ Siehe »Australien – "Die größte Geschichte der Nation"« (13.12.2018) @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/australien-die-groesste-geschichte-der-nation-1.4252320 ]. Andere wie der Deutschlandfunk berichteten jedoch, da nicht erkennbar sei, wie deutsche Berichte "Geschworene in Australien beeinflussen könnten". In dem Prozess sei wohl bereits ein Schuldspruch gefallen, ein zweites Urteil steht aber noch aus.

Unterdessen hat nun auch eine in Neuseeland verhängte Nachrichtensperre für Aufsehen gesorgt. Dabei geht es um einen Verdächtigen in dem Mordfall der 22-jährigen britischen Touristin Grace Millane. Wie die New York Times erklärt [ Siehe »New Zealand Rebukes Google for Airing Name of Suspect in Backpacker’s Killing« (14.12.2018) @ https://www.nytimes.com/2018/12/14/business/media/new-zealand-grace-millane-killing-google.html ], darf der Name des Tatverdächtigen nicht veröffentlicht werden, auch hier, um eine Beeinflussung der Geschworenen zu verhindern. Lokale Medien halten sich auch daran, britische nannten ihn jedoch – blockten aber neuseeländische IPs. Trotzdem gelangte über diesen Umweg der Name in einen automatisch generierten Google-Newsletter zu aktuellen Berichten über Neuseeland an "wenige Hundert" Neuseeländer.

Neuseeland verlangt Respekt für eigene Gesetze

Den Umgang ausländischer Medien und Internetkonzerne mit den lokalen Nachrichtensperren bezeichnete Neuseelands Justizminister nun als "arrogant", berichtet die New York Times. Er könne zwar keinen juristischen Druck auf sie ausüben, aber moralischen, und denn werde er "so hart und so schnell" anwenden, wie er könne. Google müsse seine Algorithmen ändern, um die Unterminierung fairer Verfahren zu verhindern. Dazu will er nun mit Unternehmensvertretern sprechen.

Diese Praxis der Nachrichtensperren hatte
Reporter ohne Grenzen bereits vor Jahren als Einschränkung der Pressefreiheit kritisiert . [ Siehe »Australien – Sicherheitsgesetze bedrohen Pressefreiheit« (13.11.2018) @ https://www.reporter-ohne-grenzen.de/australien/alle-meldungen/meldung/sicherheitsgesetze-bedrohen-pressefreiheit/ ]. Mehrere Hundert solcher Anordnungen gibt es allein in Australien jedes Jahr. Betroffen sind demnach inzwischen auch bestimmte Einsätze des Inlandsgeheimdiensts. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen und mehrere Jahre Haft.

(
mho)

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[ Für 181 Leserkommentare zu diesem Artikel (wiedergegeben auf ingesamt drei Seiten) siehe @ https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Australien-und-Neuseeland-Nachrichtensperren-sollen-weltweit-gelten/forum-415710/comment/ ]

Weiterführend, siehe dann auch unbedingt die folgenden drei diesbezüglichen Medienberichte, der erste in Deutsch, der zweite in Englisch und der dritte wieder in Deutsch:

"Kardinal missbrauchte Kinder – und niemand soll es erfahren" (16.12.2018) @ https://amp.welt.de/politik/ausland/article185581522/George-Pell-Kardinal-missbrauchte-Kinder-und-niemand-soll-es-erfahren.html

»NEWS – Why today, Australian media can't report on "the nation's biggest story"« (13.12.2018) @ https://www.mamamia.com.au/suppression-order/

»NEWS – Kardinal George Pell unschuldig verurteilt (11.12.2018) @ https://gloria.tv/article/Evoz74jJisca4uTDGNzPzaryf ( Zu »gloria.tv« siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Gloria.tv )

Sicherlich gibt es weltweit auch noch viele weitere Medienberichte zu diesem
mehrfachen Schuldspruch des Kindesmissbrauchs eines hohen katholischen Würdenträgers in einem australischen Gericht in anderen Sprachen, wie zum Beispiel in Spanisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Arabisch, Japanesisch, Chinesisch, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finisch, (und in den existierenden indischen Sprachen:) Hindi, Assamese, Bengali, Gujarati, Kannada, Kashmiri, Konkani, Sanskrit, Sindhi, Tamil, Malayalam, Marathi, Punjabi, Oriya, Telugu und Urdu.

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Kardinal missbrauchte Kinder – und niemand soll es erfahren

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Jan 04, 2019 3:06 am

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QUELLE: Katholische Kirche in Deutschland - katholisch.de @ https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/missbrauch-kardinal-pell-verurteilt-und-die-medien-schweigen :

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[ FOTO: Kardinal George Pell vor dem County Court Gerichtsgebäude in Melbourne umgeben von beschützenden Polizeibeamten. ]

Informationen aus dem Pell-Prozess mit Nachrichtensperre

Missbrauch: Kardinal Pell verurteilt – und die Medien schweigen

Ein Gericht in Melbourne hat den australischen Kurienkardinal George Pell wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger schuldig gesprochen. Dies geschah bereits am Dienstag, aber berichtet wurde darüber kaum. Das ist der Grund dafür.

Von Agathe Lukassek | Bonn – 13.12.2018

Seit mehr als einem halben Jahr steht der bislang ranghöchste katholische Geistliche wegen Missbrauchs vor einem weltlichen Gericht. Aber über die Gerichtsverhandlung gegen den australischen Kurienkardinal George Pell (77) erfährt die Welt bislang fast nichts [ Siehe @ https://www.katholisch.de/aktuelles/themenseiten/der-fall-pell-kardinal-unter-missbrauchsverdacht ]. Eine gerichtliche Anordnung verbietet eine detaillierte Berichterstattung. Nun, nachdem die Geschworenen zu einem Urteil gelangt sind, sickern erste Informationen durch: Nach Angaben der italienischen Webseite " Vatican Insider" wurde Pell am Dienstag in fünf Anklagepunkten für schuldig erklärt [ Siehe @ https://www.lastampa.it/2018/12/12/vaticaninsider/australia-verdetto-di-condanna-per-il-cardinale-pell-la-santa-sede-rispettiamo-i-giudici-T3DEkFj5Afd1l2hZDkBqwM/pagina.html ].

Viermal handele es sich um "obszöne Handlungen in der Öffentlichkeit", einmal um "Gewalt" gegen einen Minderjährigen in den 1990er Jahren. Das Strafmaß soll am 4. Februar verkündet werden, so "Vatican Insider", die sich auf "Quellen aus Melbourne" berufen, wo Pell bis 2001 Erzbischof war.

Das erste von zwei Verfahren ist beendet


Im Mai begann die Hauptverhandlung gegen Pell [ Siehe @ https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/missbrauch-hauptverfahren-gegen-pell-wird-eroffnet ]. Er ist Chef des vatikanischen Wirtschaftssekretariats, für die Dauer der Verfahren ist er aber seit Juni 2017 von seinen Pflichten freigestellt. Die Vorwürfe gegen ihn stammen aus zwei unterschiedlichen Zeiträumen, den 1970er Jahren und den 1990er Jahren. Deshalb habe sich Richterin Sue Pullen für zwei getrennte Verfahren entschieden. Im März 2019 beginnt das zweite Verfahren, das sich auf die Vorfälle aus den 70er-Jahren bezieht.

Durch eine Nachrichtensperre soll eine äußere Beeinflussung des County Court of Victoria beziehungsweise der Jury durch Medienberichte vermieden werden. Die "Suppression Order" richtet sich an sämtliche Agenturen und Medienhäuser, die Nachrichten verbreiten, die in Australien abrufbar oder physisch erhältlich sind. Im Falle einer Missachtung der Anweisung können Journalisten laut "Vatican Insider" auch strafrechtlich verfolgt werden. Die Anordnung verhindere zwar, dass Details über das Verfahren zirkulierten, aber nicht, dass sich die Nachricht einer Verurteilung des Kardinals verbreitete, schreibt der Vatikanist Salvatore Cernuzio.


Nichtregierungsorganisationen wie "Reporter ohne Grenzen" kritisiert die Praxis australischer Gerichte, immer wieder Nachrichtensperren zu verhängen, um Berichte über bestimmte Themen zu verhindern [ Siehe @ https://www.reporter-ohne-grenzen.de/australien/alle-meldungen/meldung/sicherheitsgesetze-bedrohen-pressefreiheit/ ]. Bekannte Fälle der "Supression Order" sind etwa die Sperren bei Verstößen der Regierung gegen die internationale Flüchtlingskonvention oder der über Wikileaks ans Tageslicht gekommene Korruptionsskandal, in den 17 hochrangige asiatische Politiker verwickelt waren. Nach Angaben des Melbourne Medienrechtlers Jason Bosland haben Gerichte im Bundesstaat Victoria zwischen 2008 und 2013 rund 200 Berichtsverbote pro Jahr verhängt – oft mit unklarer Begründung und für unbegrenzte Zeit [ Siehe @ https://rsf.org/en/news/australian-court-imposes-generalized-news-blackout-bribery-case ]. In diesem bevölkerungsdichtesten Staat des Kontinents finden auch die Prozesse gegen Kardinal Pell statt.

Am Mittwoch gab der Vatikan bekannt, dass der Papst
Pell und zwei weitere Kardinäle – bereits im Oktober aus seinem K9-Rat zur Kurienreform entpflichtet hat [ Siehe @ https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papst-entlasst-drei-seiner-engsten-berater ]. Vordergründig wurde den anwesenden Reportern das hohe Alter der drei Purpurträger als Grund genannt. Vatikansprecher Greg Burke sagte mit Blick auf die Details der Entpflichtungen aber auch, dass der Heilige Stuhl "größten Respekt vor den australischen Gerichten" habe. "Wir wissen, dass es eine 'Supression Order' gibt, und wir respektieren diese Anordnung," so Burke weiter.

Jury befindet Pell einstimmig für schuldig

Die Anklagepunkte gegen Pell sind offiziell unbekannt. Es ist allerdings ein offenes Geheimnis, dass es um zwei Fälle geht: Vor rund 40 Jahren soll Pell als Priester in Ballarat mehrere männliche Jugendliche in einem Schwimmbad sexuell belästigt haben. Der zweite Vorwurf lautet, er habe 1996 als Erzbischof in der Sakristei der Kathedrale von Melbourne zwei Chorknaben zu Oralsex gezwungen.

[ FOTO: Kleinkind mit Pflaster auf dem Mund.
In Australien können schwere Fälle von sexuellen Übergriffen gegen Kinder und Jugendliche mit bis zu 25 Jahre Haft bestraft werden. - „Bild: ©
picture alliance / blickwinkel [ Siehe @ https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/ ]

Die Fälle der beiden ehemaligen Chorsänger wurden getrennt verhandelt. Nach Angaben der
US-Webseite "Cruz" [ Siehe @ https://cruxnow.com/global-church/2018/12/13/cardinal-pell-found-guilty-of-sex-abuse-by-melbourne-court/ ] endete das erste Verfahren im September nachdem die Jury sich nicht einigen konnte. Bei dem am 9. November begonnenen und am 11. Dezember abgeschlossenen zweiten Verfahren haben laut "Crux" ehemalige Chorknaben, ein Zeremonienmeister und ein Organist ausgesagt. Lange seien die Fragen behandelt worden, ob Pell die Möglichkeit hatte, mit den Sängern allein zu sein und ob es ihm möglich war, die ihm vorgeworfenen Handlungen auszuführen während er Messgewänder trug. Im Anschluss habe sich die Jury fast vier Tage lang beraten und Pell am Dienstag einstimmig für schuldig befunden.

Pell war zunächst Priester im Bistum Ballarat bei Melbourne und dann von 1996 bis 2001 Erzbischof von Melbourne. Von 2001 bis zu seiner Berufung als Finanzminister in den Vatikan im Jahr 2014 leitete er das Erzbistum Sydney. Der Kardinal wies die Vorwürfe bisher zurück und erklärte sich im April für nicht schuldig. Zuvor
waren mehrere Anklagepunkte zurückgezogen worden, weil einer der Zeugen aus "medizinischen Gründen" nicht aussagen konnte [ Siehe @ https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/mehrere-missbrauchsvorwurfe-gegen-pell-zuruckgezogen ]; eine andere Klage wurde nach dem Krebstod eines Hauptzeugen im Januar zurückgezogen [ Siehe @ https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/missbrauch-platzt-der-prozess-gegen-kardinal-pell ]. Bereits 2008 war ihm vorgeworfen worden, Missbrauchsfälle vertuscht zu haben. Pell richtete daraufhin eine Untersuchungskommission ein.

Der 77 Jahre alte Kardinal ist auf Kaution frei und soll sich in den kommenden Tagen in Sydney einer Knieoperation unterziehen. Pells Anwälte haben nach Angaben von "Vatican Insider" noch keine Berufung eingereicht – das geht erst, nachdem das Strafmaß bekannt ist. Am 4. Februar werden die Anwälte demnach dem Richter ihre Einwände und "nützliche Informationen" präsentieren bevor dieser dann das Strafmaß spricht. In Australien gibt es keine Verjährungsfristen bei sexuellen Übergriffen gegen Kinder und Jugendliche und die Strafen sind hoch: Schwere Fälle können mit bis zu 25 Jahre Haft bestraft werden.

Von Agathe Lukassek

Schlagworte


Australien Justiz Missbrauch Vatikan


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Linktipp: Der Fall Pell - Kardinal unter Missbrauchsverdacht

Der australische Kardinal George Pell ist als Präfekt des vatikanischen Wirtschaftsrats einer der wichtigsten Mitarbeiter des Papstes. Doch nun überschatten Vorwürfe aus seiner Heimat sein Wirken: Er soll Missbräuche vertuscht haben und sogar selbst übergriffig geworden sein.

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Weitere diesbezügliche objektive Medienberichte aus aller Welt, vorwiegend aus den Vereinigten Staaten von Amerika (und daher natürlich in Englisch ----- aber das sollte ja kein Problem für die jüngeren Generationen unter Euch sein, denn Ihr habt ja alle Englisch in der Schule gelernt):

NATIONAL CATHOLIC REPORTER - »Cardinal Pell found guilty of sex abuse, expected to appeal, reports say« (USA - 12.12.2018) @
https://www.ncronline.org/news/accountability/cardinal-pell-found-guilty-sex-abuse-expected-appeal-reports-say

VOICE OF AMERICA - »Reports: Australian Cardinal Found Guilty of Sex Abuse« (USA - 12.12.2018) @ https://www.voanews.com/a/pope-removes-scandal-hit-cardinals-from-inner-circle/4697380.html

AMERICA MAGAZINE - »Cardinal Pell, top advisor to Pope Francis, found guilty of ‘historical sexual offenses’« (USA - 12.12.2018) @ https://www.americamagazine.org/faith/2018/12/12/cardinal-pell-top-advisor-pope-francis-found-guilty-historical-sexual-offenses

CATHOLIC ABUSE SCANDAL - »Australian court convicts prominent Catholic cardinal and Vatican official of sex abuse« (USA - 13.12.2018) @ https://theweek.com/speedreads/812444/australian-court-convicts-prominent-catholic-cardinal-vatican-official-sex-abuse

WASHINGTON POST - »Australian court convicts once-powerful Vatican official on sex-abuse-related charges« (USA - 12.12.2018) @ https://www.washingtonpost.com/world/australian-court-convicts-once-powerful-vatican-official-on-sex-abuse-related-charges/2018/12/12/da0d909c-fe20-11e8-a17e-162b712e8fc2_story.html?noredirect=on&utm_term=.28dfad20a86a

WASHINGTON POST - »A top cardinal’s sex-abuse conviction is huge news in Australia. But the media can’t report it there« (USA - 12.12.2018) @ https://www.washingtonpost.com/lifestyle/style/a-top-cardinals-sex-abuse-conviction-is-huge-news-in-australia-but-the-media-cant-report-it-there/2018/12/12/49c0eb68-fe27-11e8-83c0-b06139e540e5_story.html?utm_term=.780d6f38fc8e

WASHINGTON POST - »An Australian court’s gag order is no match for the Internet, as word gets out about prominent cardinal’s conviction« (USA - 12.12.2018) @ https://www.washingtonpost.com/lifestyle/style/an-australian-courts-gag-order-is-no-match-for-the-internet-as-word-gets-out-about-prominent-cardinals-conviction/2018/12/13/5137005c-fef5-11e8-83c0-b06139e540e5_story.html?utm_term=.1e22acf616f2

Whilst the YAHOO-Index in Australia discloses the following Information: »Catholic Church's third most senior cleric is removed ... - Cardinal George Pell was unanimously convicted by an Australian jury on Tuesday of sexually abusing two choir boys in the country while ... « as being reported in the DAILY MAIL in the UK and being available @ [ a specific internet-address (and not even that is displayed in Australia) ], consequently the article cannot be accessed by Australians living in Australia = der Artikel kannn also von Australiern ansässig in Australien nicht aufgerufen werden.

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Jan 08, 2019 2:26 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jan 05, 2019 11:42 pm

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Die drei besten und aufschlußreichsten diesbezüglichen Medienberichte in deutscher Sprache, wie sich nach intensiven meinerseitigen eigenen Recherchen herausstellt, sind:

die österreichische Tageszeitung
KRONE.AT (Österreich 15.12.2018, 15:00 Uhr): »Kindesmissbrauch – Papst-Vertrauter schuldig: Medien sollen schweigen« @ https://www.krone.at/1827206

der hpd - Humanistischer Pressedienst (Bundesrepublik Deutschland, Berlin 17.12.2018): »Australien – Kardinal wegen Missbrauchs verurteilt – doch die Medien dürfen nicht darüber berichten« @ https://hpd.de/artikel/kardinal-wegen-missbrauchs-verurteilt-doch-medien-duerfen-nicht-darueber-berichten-16302 und

und der Bericht der Katholische Kirche in Deutschland selbst - katholisch.de (Bundesrepublik Deutschland, Bonn 13.12.2018) »
Informationen aus dem Pell-Prozess mit Nachrichtensperre« - »Missbrauch: Kardinal Pell verurteilt – und die Medien schweigen« - »Ein Gericht in Melbourne hat den australischen Kurienkardinal George Pell wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger schuldig gesprochen. Dies geschah bereits am Dienstag, aber berichtet wurde darüber kaum. Das ist der Grund dafür.« @ https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/missbrauch-kardinal-pell-verurteilt-und-die-medien-schweigen

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Kardinal missbrauchte Kinder – und niemand soll es erfahren

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jan 07, 2019 2:24 am

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Bericht von Andeutungen seitens einer Fraktion der österreichischen katholischen Kirche, der hohe australische Würdenträger Kardinal George Pell sei am Dienstag 12. Dezember 2018 von einem Melbourne Schwurgericht unschuldig verurteilt worden :

QUELLE: KATH.NET @ https://www.kath.net/news/66260 :

( Zu » KATH.NET« siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Kath.net KATH.NET ist kein offizielles Kirchenorgan“ ! ) :

( Siehe auch FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung in der Kategorie »Politik« (05.09.2012) »KATHOLISCHE INTERNETPORTALE - Wächter und Hetzer« von Ursula Scheer @
https://www.faz.net/aktuell/politik/katholische-internetportale-waechter-und-hetzer-11880500.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0 Kath.net, kreuz.net und gloria.tv haben sehr klare Vorstellungen davon, was katholisch ist. Inhalt und Methoden der Portale unterscheiden sich.“ )

Hier jetzt also die Auslegungen und Andeutungen von
KATH.NET bezüglich dem im Dezember 2018 entschiedenen Schwurgerichtsverfahren im Melbourne County Court gegen Kardinal George Pell :


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15 Dezember 2018, 14:00 Uhr

"Eine Frage hätte ich noch..."

Kardinal Pell soll in Australien wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden sein. Selbst Menschen, die Pell nicht mögen, sprechen von einem unfairen Gerichtsprozess. Kardinal Napier erinnert an das Urteil von Pontius Pilatus.

Australien (kath.net/rn)

Der Finanzchef des Vatikans, Kardinal George Pell, ist laut internationalen Medienberichten von einem australischen Geschworenengericht [the Melbourne County Court] wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in einer 1. Instanz schuldig gesprochen worden. In dem Verfahren geht es um Anschuldigungen aus den neunziger Jahren. Damals soll Pell sich des sexuellen Missbrauchs von Chorknaben schuldig gemacht haben. Rund um das Gerichtsverfahren gibt es allerdings einige Ungereimtheiten. Denn das Urteil selbst soll erst am 4. Februar 2019 verkündet werden. Die australische Justiz hat ein Berichterstattungsverbot erlassen, sodass nur wenige ausländische Medien darüber berichten. Hintergrund dafür ist, dass der Richter einen sogenannten «Suppression Order» verhängt hat, um ein faires und unbeeinflusstes Verfahren gegen den Angeklagten in einem anderen [Anfang März 2019 beginnenden weiteren] Prozess [in Bezug auf Missbrauchsvorwürfe gegen Pell in den 1970er Jahren] zu ermöglichen.

Laut "LifeSiteNews" wird Pell aber gegen das Urteil Berufung einlegen. Beobachter vor Ort sollen Zweifel an einer wirklichen Unabhängigkeit der Justiz geäußert haben. Es gab außer einem einzigen Zeugen sonst keine Beweise. Der bekannte Papstbiograf George Weigel hatte schon im Juni [2018] in einem Aufsatz von falschen Anschuldigungen gegenüber Pell gesprochen und davor gewarnt, dass es insbesonders in Autralien ein vergiftetes Klima gäbe, bei der eine "sehr schwache Quelle", die weit gestreut werde, für ein vergiftetes Klima sorgen könnte, die hier kaum ein objektives Urteil zulassen.

Kardinal Winfried Napier hat auf Twitter zu dem Urteil mitgeteilt, dass er den Zorn von denjenige riskieren werde, die "Gerechtigkeit" um jeden Preis wollen. Er habe aber das Gefühl, dass Kardinal George Pell wie sein Herr und Meister vor dem Sanhedrin und Pontius Pilatus behandelt werde. Bemerkenswert ist auch ein Tweet des bekannten liberalen katholischen Journalisten und Papstbiograf Austen Ivereigh, der nicht als Freund von Pell gilt. Er kenne viele australische Katholiken, die Pell nicht mögen, schreibt er, doch "keiner von denen denkt, dass dies ein fairer Gerichtsprozess ist. Alle denken, dass er ein Sündenbock ist. Aber der Vatikan habe keine ander Wahl, als das Urteil zu respektieren."

CAN hat inzwischen mit dem Umfeld von Pell gesprochen. "Sie haben einen unschuldigen Mann verurteilt. Was besonders schlimm ist, dass sie das wissen", erklärte eine Quelle. Eine andere Quelle, die sich mit der Verteidigung des Kardinals intensiv befasst hat, erklärte gegenüber CAN, dass es für alle im Gerichtshof [sprich: "Schwurgericht": "Melbourne County Court"] klar war, dass die Anschuldigungen grundlos seien und Pell gar nichts getan haben könne. Die Verteidigung habe zahlreiche Zeugen präsentiert, die erzählten, dass Pell niemals in der Sakristei, wo die angeblichen Vorfälle passiert seien, alleine gewesen sei. Die Sakristei in der Kathedrale sei außerdem ein großer, offener Raum und habe verschiedene Eingänge. Außerdem sei laut der Verteidigung Pell fast immer von Priestern, anderen Klerikern und Gästen umgeben. Die zwei Chorknaben, von denen nur mehr einer lebt, seien gemeinsam mit den anderen Chorknaben immer in anderen Räumen gewesen.

Laut CAN sind die Medien in Victoria, wo der Prozess stattfindet, seit zwei Jahrzehnten strikt auf anti-katholischer Welle. Nur wenige Journalisten hatten hier die Courage gehabt zu kritisieren. So meinte Gerard Henderson, ein Journalist von "The Australian", bereits 2015, dass Pell das Opfer einer modernen Hexenjagd sei und die Medien vor Ort hier mitspielten. Den Mangel an Ausgeglichenheit in der Berichterstattung der Medien führte der Journalist darauf zurück, dass Pell als konserativ eingestuft wurde. Henderson erinnerte, dass Pell weltweit einer der ersten Bischöfe waren, die sich um Opfer des Missbrauchs kümmerte und hier entsprechende Maßnahmen setzte.

UPDATE von 20.00 Uhr:
Ein Artikel der katholischen Nachrichtenagentur CAN wird inzwischen von der australischen Zensur erfasst und kann dort nicht mehr gelesen werden.

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