Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Mai 01, 2019 4:59 am

.
KOMISCH – ein wichtiger Beitrag ist aus dem Forum HILFERUF.DE spurlos verschwunden !

Die Internet-Suchmaschinen zeigen an, dass an dieser Stelle

@
https://www.hilferuf.de/forum/sonstiges/264832-humanexperimente-in-der-brd-nicht-nur-an-heimkindern-aber-der-gesamten-bev%C3%B6lkerung.html

ein Beitrag existiert (bzw. am Montag, 25.03.2019, um 03:32 Uhr, dort getätigt wurde), ein Beitrag, der

»
Humanexperimente in der BRD nicht nur an Heimkindern aber der gesamten Bevölkerung«

»
Alle noch lebenden OPFER VON MENSCHENVERSUCHEN IN WESTDEUTSCHLAND müssen, meines Erachtens, angemessen entschädigt werden.«

betitelt ist ( mit dem ich auch dort, an diesem Datum, einen diesbezüglichen Thread eröffnet hatte ! ).

Nur ist dieser Beitrag jetzt nicht mehr dort zu finden.

Der Beitrag ist doch nicht etwa gelöscht worden – oder ?

Warum würde jemand solch einen wichtigen Beitrag löschen wollen ? - frage ich mich.


Die Löschaktion seitens den Betreibern von HILFERUF.DE, soll wohl verhindern, dass die Bevölkerung an diese damaligen Fakten erinnert wird, oder ?


#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
.
Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Mai 21, 2019 12:31 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1746
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Mai 03, 2019 4:45 am

.
Noch am selben Tag nach einer Verweildauer von nur ein paar Stunden ! war dieser Beitrag von den Betreibern des HILFERUF.DE-Forums gelöscht worden:

Martin MITCHELLBeitrag getätigt am Montag, 25.03.2019, um 03:32 Uhr
--------------------------------------------------------------------------------
Registriert seit:12.10.2013 ; Beiträge: 4 ; Dank erhalten: 2

HILFERUF.DE @
https://www.hilferuf.de/forum/sonstiges/264832-humanexperimente-in-der-brd-nicht-nur-an-heimkindern-aber-der-gesamten-bev%C3%B6lkerung.html#post3692941 :


NEUER THREAD ERÖFFNET Montag, 25.03.2019, um 03:32 Uhr:

»Humanexperimente in der BRD nicht nur an Heimkindern, aber der gesamten Bevölkerung!«

.
● Humanexperimente in der BRD nicht nur an Heimkindern, aber der gesamten Bevölkerung!

.
Alle noch lebenden OPFER VON MENSCHENVERSUCHEN IN WESTDEUTSCHLAND müssen, meines Erachtens, angemessen entschädigt werden.

.
Klare Anzeichen der Ideologie und Denkweise westdeutscher Doktoren und der westdeutschen Pharma-Industrie zu Medikamententests und Menschenversuchen über den Zeitraum von ungefähr 1949 bis ungefähr 1978.

Und das macht, meines Erachtens, auch deutlich warum solche Medikamententests und Menschenversuche auch vielfach in Heimen und Anstalten an nicht einwilligungsfähigen Schutzbefohlenen durchgeführt wurden.

Man war also erst garnicht daran interessiert von Probanden eine Einwilligung einzuholen.

All solche Medikamententests und Menschenversuche an der Bevölkerung,
im »Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland«, ob an Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen, sollten damals weitgehend heimlich durchgeführt werden.

Sehr, sehr, sehr langer und aufschlußreicher Artikel zu diesem Thema im


.
SPIEGEL-ONLINE

DER SPIEGEL 37/1978

11.09.1978


( Am besten wäre es natürlich wenn man eines gedruckten Exemplars habhaft werden könnte und daraus Photokopien des Artikels machen könnte. )

QUELLE: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40605566.html :

.
DER SPIEGEL

11.09.1978

Menschenversuche in deutschen Krankenhäusern

Experiment gelungen, Patienten tot

Mit Millionenaufwand läßt die westdeutsche Pharma-Industrie, exportstärkste der Welt, an Patienten neue Medikamente ausprobieren -- zuweilen mit tödlichem Ausgang und oft ohne Nutzen für die Arzneimittel-Sicherheit. Die Versuchspersonen sind über die Risiken der Tests, die Kranke noch kranker machen können, nur selten vollständig informiert; Forschungsberichte lesen sich oft, als hätten Frankensteins Schüler sie verfaßt. Jetzt beschuldigt ein Rechtsprofessor die Experimentatoren krimineller Handlungen. Sein Urteil: „Vorsätzliche Tötung“.
.

Wer einen gut formatierten relevanten Großteil dieses SPIEGEL-Berichts im HEIMKINDER-FORUM.DE lesen möchte, kann sich schon mal dort hin begeben:

http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18400-Medikamententests-an-Heimkindern-in-WESTDEUTSCHLAND/?postID=582344#post582344

[ Leider ist das HEIMKINDER-FORUM.DE seit dem 26.0.3.2019 vollständig offline ---- Als Alternative für diesen Link habe ich daher seither, wo notwendig und möglich, folgenden Link angegeben: http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1742#p1742 ]

.
#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)

.
STICHWORTE: Humanexperimente, Menschenversuche, Menschenverbrechen, Versuchspersonen, Krankenhäusern, Heimen, Anstalten, Behindertenheimen, Psychiatrien, Probanden, Heimkinder, Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen, Patienten,
.


#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
.
Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Mai 21, 2019 12:30 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1746
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Mai 06, 2019 4:16 am

.
Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Niedersachsen.

.
Portal der Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA)

HNA @
https://www.hna.de/lokales/goettingen/medizinversuche-mit-kindern-fuer-goettinger-uni-medizin-ist-vieles-noch-unklar-12183458.html :


Autor: Thomas Kopietz
*1961 in Hameln. Nach dem Studium in Göttingen lange HNA-Berichterstatter in Nordhessen. Seit 2011 Leiter der Göttinger Redaktion.

tko[at]hna.de :


.
Grüne fordern Entschädigung

Medizinversuche mit Kindern: Für Göttinger Uni-Medizin ist vieles noch unklar

11.04.19 14:56

[ FOTO: zeigt Haupteingang zum UNIVERSITÄTSMEDIZIN GÖTTINGEN - UMG | „© Thomas Kopietz/Archiv“ ]


Göttingen – Die Opfer von Medikamentenversuchen in den ersten Nachkriegsjahrzehnten müssen laut der Grünen im niedersächsischen Landtag schnell und unbürokratisch entschädigt werden.

Die damals von Kindern und Jugendlichen erlittenen Qualen und das daraus entstandene Leid seien durch nichts wieder gutzumachen, sagt Fraktionschefin Anja Piel. Umso wichtiger sei es, Täter, Mitwisser und beteiligte Pharmaunternehmen zu identifizieren und nach Möglichkeit noch zur Verantwortung zu ziehen. Piel forderte eine weitere Aufklärung. Problematisch sei, dass nicht alles Unrecht dokumentiert worden sei. Opfer könnten sich zudem nicht an jede leidvolle und traumatisierende Erfahrung lückenlos erinnern.

Ministerin gefordert

Piel erwartet von Sozialministerin Carola Reimann (SPD), dass sie unabhängig von weiteren Studien schnell einen Vorschlag macht, wie die niedersächsischen Opfer entschädigt werden könnten.

Hintergrund sind die Ergebnisse einer Studie der Boschstiftung über Medikamentenversuche an Kindern und Jugendlichen in Niedersachsen zwischen 1945 und 1976. Ergebnis: Es gab Medikamenten- und Impfversuche an Heimkindern in den kinderpsychiatrischen Abteilungen des psychiatrischen Krankenhauses Wunstorf und der Universität Göttingen, den Rotenburger Anstalten und im heilpädagogischen Kinder- und Jugendheim Brunnenhof in Rehburg-Loccum.


Opferzahl unklar

[ FOTO: „Prof. Claudia Wiesemann Göttinger Medizinethikerin | © UMG/nh“ ]

So seien an den Mädchen und Jungen Substanzen getestet worden wie Neuroleptika, Antidepressiva, Bromverbindungen, Barbiturate, Antiandrogene, Antiepileptika und Vitaminderivate. Versuche fanden auch mit Polioimpfstoffen statt. Noch ist unklar, wie viele Kinder und Jugendliche betroffen waren, auch, weil die Aktenlage schwierig ist.


Schwierige Aktenlage

Dieses Problem der schwierigen Aktenlage und der zurzeit herrschenden Unklarheit benennt auch Prof. Dr. Claudia Wiesemann. Die Leiterin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat die Forscherinnen der Studie unterstützt und den Zugang zu Personal- und Patientenakten gewährt, „soweit diese noch auffindbar waren“.

Gab es Kooperationen?

Aus der Quellenlage ist aktuell auch noch nicht ersichtlich, ob und in welcher Form die Kliniken mit Pharmaunternehmen kooperierten. Grundlage für die Studie der Boschstiftung seien die „Publikationen der entsprechenden Wissenschaftler“, sagt Wiesemann.

Ebenfalls noch nicht bekannt ist in Göttingen, dass einzelne Einrichtungen der Klinik in Absprache oder Auftrag bei den Versuchen mit Heimen gearbeitet hätten.


Gab es Verstöße?

Ob und wie viele Einwilligungen von Eltern oder Betreuer der betroffenen Kinder vorlagen, könne an Hand der Patientenakten ebenfalls nicht immer nachvollzogen werden. „Das ist seitens der Studie auch noch nicht abschließend untersucht“, sagt Claudia Wiesemann. Letztlich ist nach Ansicht der Medizinethikerin auch noch nicht gesichert, „ob in Göttingen an Einrichtungen der Uni-Klinik bei Versuchen gegen damals geltende Forschungsstandards verstoßen wurde“. Der UMG sei es aber generell ein Anliegen, „das Bewusstsein für die Bedeutung ethischer Standards der Forschung am Menschen zu schärfen“. Deshalb unterstütze man das historische Forschungsprojekt mit Nachdruck.

Folgeschäden unklar

Die Fragen nach einer konkreten Entschädigung für Opfer stellt sich aktuell in Göttingen noch nicht: „Bislang liegen keine Anhaltspunkte für Folgeschäden vor“, sagt Claudia Wiesemann, die auf den Fortgang der Prüfungen verweist: „Weitere Einzelfallprüfungen an Hand von Patientenakten werden noch erfolgen.“
.


#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
.
Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Di Mai 21, 2019 12:29 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1746
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Medikamententests an Heimkindern in WESTDEUTSCHLAND

Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Mai 08, 2019 5:09 am

.
Jetzt hier in Bezug auf das Bundesland Niedersachsen.

Ärzte Zeitung

https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/medizinethik/article/985649/niedersachsen-studie-zeigt-eklatante-verstoesse-versuchen-heimkindern.html?fbclid=IwAR0KlAl5qD9W93rtdr7f8NToQZoCi0cbDpEhpYWX9YgaM06RadqMc1fr1eU :

.
Ärzte Zeitung online, 02.05.2019

Studie offenbart

Eklatante Verstöße bei Versuchen an Heimkindern

Heimkinder in Niedersachsen waren bis zum Jahr 1978 Opfer von Impf- und Medikamentenversuchen. Die Aufklärung ist schwierig, die Zahl der Betroffenen noch immer unklar.

Von Christian Beneker

HANNOVER. Neuroleptika, Antidepressiva, Bromverbindungen, Barbiturate, Antiandrogene, Antiepileptika oder Vitaminderivate: An niedersächsischen Heimkindern wurden zwischen 1945 und 1978 in mindestens 18 Versuchsreihen Medikamentenversuche sowie Impfversuche vorgenommen.

„Bei den Studien wurde gegen ethische und fachliche Standards verstoßen“ – so eines der Ergebnisse des Forschungsprojektes der Robert-Bosch-Stiftung, das das Land Niedersachsen 2017 in Auftrag gegeben hat.

Medikamenten- und Impfversuche wurden demnach an den kinderpsychiatrischen Abteilungen des Psychiatrischen Krankenhauses Wunstorf und der Universität Göttingen, der Kinderklinik der Universität Göttingen, den Rothenburger Anstalten und im heilpädagogischen Kinder- und Jugendheim Brunnenhof in Rehburg-Loccum vorgenommen, teilte das Land Niedersachsen mit.

Kinder in dieser Einrichtung wurden auch Impfversuchen (Polio-Impfungen) unterzogen. Wie viele Kinder betroffen waren, sei noch nicht zu ermitteln, „da nicht alle Studien identifiziert werden konnten, hieß es.

Insgesamt ist unklar, ob die Eltern oder Sorgeberechtigte vor den Studien immer aufgeklärt und nach ihrem Einverständnis befragt wurden.

„Bei einigen Arzneimittelversuchen ist mindestens gegen bereits zum damaligen Zeitpunkt vorhandene ethische und fachliche Standards verstoßen worden“, sagt Dr. Christine Hartig, Wissenschaftlerin am Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung (IGM).


Unklar, ob Kinder geschädigt wurden

In mehr als einem Drittel der aufgefundenen Studien „wurde ein Arzneistoff gefunden, der noch nicht auf dem Markt war“, so die Ergebnisse. Ob die Präparate immer zu Heilversuchen benutzt wurden, habe sich zudem nicht eindeutig feststellen lassen.

Andererseits: Dass die Kinder mit Präparaten sediert werden sollten, ließ sich auch nicht nachweisen. „Dies wäre auch nach damaliger Rechtslage als Straftat zu werten“, heißt es im Bericht. Ob Kinder durch die Medikamentenstudien geschädigt wurden, hat die Untersuchung nicht ergeben.

„Der Blick auf diese noch gar nicht so lang vergangenen Vorfälle gibt Anlass, auch heutige Schutzsysteme für Menschen in Obhut von öffentlicher Verwaltung und die Dynamik von Arzneimittelforschung kritisch zu hinterfragen“, sagte Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (
SPD).

Die wissenschaftliche Aufarbeitung sei auch für Betroffene sehr wichtig. „Ihnen gegenüber sind wir verpflichtet, die damaligen Vorgänge transparent und vollständig aufzuklären.“

Die Wissenschaftlerinnen Dr. Sylvelyn Hähner-Rombach und Dr. Christine Hartig werteten unter anderem Veröffentlichungen zu Arzneimittel- und Impfstudien aus, sowie Dokumente aus Unternehmensarchiven und Akten aus staatlichen Einrichtungen des Landes Niedersachsen.

In einem zweiten Schritt sollen Heim- und Krankenakten ausgewertet werden, um zu ermitteln, wie viele Kinder tatsächlich betroffen waren.


Auch andere Bundesländer haben vergleichbare Studien über Medikamentenversuche in Auftrag gegeben. [ Siehe @ https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/930168/landschaftsverband-rheinland-umgang-medikamenten-kinderheimen-aufarbeiten.html ]

.


#compensationnow (MM - Heimopfer-WEST)
.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1746
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Vorherige

Zurück zu PLAUDER ECKE / SONSTIGES

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron