DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Aug 19, 2015 3:42 am

.
Bericht aus Hoya, Landkreis Nienburg/Weser, Niedersachsen.
( Siehe IMPRESSUM @
http://www.kreiszeitung.de/ueber-uns/impressum/ )
MKkreiszeitung.de ( 07.08.2015 ) @
http://www.kreiszeitung.de/lokales/nienburg/grafschaft-hoya-ort120424/ehemaliges-freistatt-heimkind-berichtet-kinobesuchern-erschreckendes-5328129.html?cmp=defrss


.
Ehemaliges Freistatt-Heimkind berichtet Kino-Besuchern in Hoya Erschreckendes

Misshandelt, aber „niemand hat uns geglaubt“

07.08.2015

[ an dieser Stellle ein BILD mit Beschriftung: „Trauma-Therapeut Klaus Römer (links) und Kino-Chefin Beate Möller-Dumschat im Gespräch mit Wolfgang Rosenkötter, der in den 60ern in Freistatt misshandelt wurde.“ ]

Hoya - Von Horst Friedrichs. „Niemand hat uns geglaubt“, beschreibt Wolfgang Rosenkötter das Unfassbare. „Wir wurden in Freistatt brutal geschlagen und misshandelt. Ich floh nach Hause, zeigte meinen von blutigen Striemen und blauen Flecken übersäten Oberkörper. Und mein Vater sagte nur: ,Das kann nicht sein. Christliche Erzieher in Kinder- und Jugendheimen tun so etwas nicht.‘ Dann schickte er mich zurück nach Freistatt.“ Rosenkötter war jetzt im Filmhof Hoya zu Gast, wo die in kurzer Zeit nach ihrer Premiere schon mehrfach ausgezeichnete
LEINWAND-TRAGÖDIE [ "FREISTATT" ] gezeigt wurde.

Nach der
VORFÜHRUNG rückten die Zuschauer im nahezu voll besetzten Haus nach vorn, um den Mann zu befragen, dessen wahrhaft blutige Erfahrungen in der Bethel-Zweigstelle [FREISTATT] bei Sulingen durch den Hauptdarsteller des KINO-HITS nachgezeichnet werden.

Die vielen Fragen, die Wolfgang Rosenkötter gestellt wurden, hatten eins gemeinsam: die Fassungslosigkeit über das, was ihm als Teenager Anfang der tristen 60er-Jahre in der noch tristeren Umgebung des Wietingsmoors bei Sulingen geschehen ist. Von teuflischen Schikanen über Stockhiebe und Faustschläge bis hin zum Lebendig-begraben-werden reichten die Gräueltaten, die von Diakonen mit „Erziehungsauftrag“ an ihren jugendlichen Opfern verübt wurden.

„Diese Diakone hatten in Bethel keine pädagogische Ausbildung erhalten“, erklärte Rosenkötter. „Meist waren sie Handwerker.“ Im
FILM wie in der Realität aber titulierten sie sich gegenseitig mit „Bruder“ und führten ein unmenschliches Regiment in Schlafräumen und Speisesälen.

Vor Beginn der "
FREISTATT"-VORFÜHRUNG im Filmhof begrüßten Trauma-Therapeut Klaus Römer und Wolfgang Rosenkötter die Zuschauer. Im Anschluss, nach einem ausführlichen Abspann mit Originalbildern aus Freistatt, schilderte Rosenkötter seinen Lebensweg – mit dem schicksalhaften Zwangsaufenthalt in dem Heim am Moor. Das sei Anfang der 60er-Jahre gewesen, und nie habe er darüber sprechen können. Erst 2005 habe sich dies geändert – durch das Buch Schläge im Namen des Herrn des „Spiegel“-Autors Peter Wensierski. Es ist ein Tatsachenbericht über die Geschehnisse in Freistatt.

Das Buch, sagte Rosenkötter, sei für ihn Ermutigung gewesen, endlich sein eigenes Schweigen zu brechen. Er habe Kontakte aufgenommen und sei 2006 von der Diakonie Freistatt eingeladen worden, wo er heute als Obmann für die Jugendlichen arbeite. Regisseur Marc Brummund habe den
FILM "FREISTATT" nach seinen, Rosenkötters, Erlebnissen entwickelt.

„Ich stehe heute hier vor Ihnen“, sagte der einstige Freistatt-Zögling, „weil es wichtig ist, dass so etwas, wie ich es erlebt habe, nie wieder passiert.“ Damals, in den 50er- und 60er-Jahren, seien Kinder wegen Nichtigkeiten ins Heim gekommen. Schuleschwänzen hatte in Wolfgang Rosenkötters Fall genügt, um in das Horror-Heim bei Sulingen gesteckt zu werden. Auch das häufige Weglaufen aus einem Heim sei Grund genug für die „Wiedereinlieferung“ gewesen.

Viele Fragen brannten den Zuschauern nach dem aufwühlenden
FILM "FREISTATT" unter den Nägeln. Rosenkötter beantwortete sie alle, so auch jene nach der Geheimhaltung: „Bethel war und ist eine mächtige Organisation; da drang nichts nach außen.“ Strafrechtlich sei alles verjährt, und im Gegensatz zu anderen Ländern gebe es in Deutschland keine nennenswerte Wiedergutmachung. Wer einen berechtigten Anspruch anmelde, werde mit Beträgen von 500 bis 600 Euro abgespeist [ sic ]. Im Übrigen sei die Frist für entsprechende Anträge Ende 2014 abgelaufen.

Rosenkötter entließ seine Zuhörer mit dem freimütigen Bekenntnis, dass er erst heute in der Lage sei, ein richtiges Leben zu führen. Und: Geschlossene Heime wie das einstige Freistatt gebe es nicht mehr.

.

QUELLE: MKkreiszeitung.de ( 07.08.2015 ) @ http://www.kreiszeitung.de/lokales/nienburg/grafschaft-hoya-ort120424/ehemaliges-freistatt-heimkind-berichtet-kinobesuchern-erschreckendes-5328129.html?cmp=defrss
.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1775
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Sep 02, 2015 2:27 pm

.
Martin MITCHELL veröffentlichte folgenden Bericht an vielen anderen Stellen im Internet schon im November 2011, und holt das jetzt auch hier in seinem eigenen (erst im Ende Mai 2013 eingerichteten) Forum nach.

Ehemaliges Heimkind Ex-Freistätter Martin MITCHELL ( das bin ich ! ) stellt allen, jetzt auch hier, folgenden Bericht / Leserkommentar zu Verfügung:

Ehemaliges Heimkind Ex-Freistätter Felix-Werner WINNIG (verfasst von ihm und gepostet von ihm auf der Webseite von BOCHUM RADIO – 18.11.2011 15:52) ( @
http://www.radiobochum.de/Lokalnachrichten.592+M5777adcbc72.0.html?&L=0%2525253FkeepThis%2525253Dtrue%25253FL%25253D0%2525253FkeepThis%2525253Dtrue ) [ Das Original ist leider im Jahre 2015 nicht mehr hier vorhanden ]


.
Herr Wessel [ Pfarrer Thomas Wessel CHRISTUS KIRCHE BOCHUM ] spricht von „absurden Forderungen“ der Opfer. – Wie oft muß ich mich als Betroffener noch weiter verhöhnen und beleidigen lassen? Und das ausgerechnet von einem Vertreter ( Pfarrer Thomas Wessel ) und einer Vertreterin ( Pastorin Antje Vollmer ) die für mich die Nachfolger einer kriminellen Vereinigung sind.

Die evangelische Kirche und ihre Helfershelfer haben mich [ in der BETHEL-eigenen Zweiganstalt: FREISTATT im Wietingsmoor, in Niedersachsen ] [ in den 1960er Jahren ! ] fast zwei Jahre wie einen Sklaven gehalten und zur Zwangsarbeit getrieben. Ich hatte mein 14. Lebensjahr beendet und musste – ohne ausreichende Bekleidung – im Winter 2 Meter tiefe Entwässerungsgräben im Akkord ausheben. Auf díe Bitte nach wärmerer Kleidung wurde mir entgegnet: „Winnig, arbeite Dich warm“.

Nie werde ich diese und andere abscheuliche Verhaltensweisen von diesen „christlichen Brüdern“ [ „Diakone“ genannt ] vergessen.

Wurde die Norm erfüllt, gab es bis zu 1,80 DM pro Woche „Lohn“. Damit durfte ich mir, wenn ich nicht im „schwarzem Buch“ stand (wo Minuspunkte für Verfehlungen eingetragen wurden), Karamellbonbons kaufen. (Bei 3 Minuspunkten wurde der „Einkauf“ gestrichen. Verfehlungen waren u.a.: unkorrektes Bettenbauen: 1 Minuspunkt).

Als mein Fluchtversuch durch Kapos vereitelt wurde, schlug mich der Helfershelfer [ „Diakon“ ] „Bruder“ Brandt zusammen. Die Folgen sind noch heute sichtbar ! Als weitere Demütigung musste ich wochenlang Stiefel aus Holz tragen, mit denen wegen des hohen Eigengewichtes eine weitere Flucht aber auch die Erfüllung der Zwangsnorm unmöglich war.

Eine sehr wirksame Demütigung [ in der BETHEL-eigenen Zweiganstalt: FREISTATT im Wietingsmoor, in Niedersachsen ] [ in den 1960er Jahren ! ] war auch die Anrede mit dem Nachnamen. Ich höre schon den Aufschrei, wenn ich das Tragen dieser Holzschuhe und der abgerissenen, unzureichenden Bekleidung mit dem sichtbaren Tragen des Judensterns vergleiche, aber ich empfinde es so ! – Die Scham und der Hohn, den ich ertragen habe, kann niemand nachvollziehen.

Zur „Besinnung“ wurde ich tagelang in Einzelhaft gehalten, deren Fenster aus Glasbausteinen bestand.

Sonntags gab es als Zwangsveranstaltung den gruppendynamischen Kirchgang. Wenn überhaupt jemand wagte, daran nicht teilznehmen zu wollen, wurde er dahin geprügelt oder er verschwand für Tage in den „Besinnungsraum“.

Verantwortlicher Vorstand für diese für mich kriminelle Vereinigung („Anstalt Freistatt“) war Herr Lehmann. Und – man ahnt es schon – ein Pastor der Evangelischen Kirche.

In den letzten Wochen habe ich viele „Diskussionsbeiträge“ von dem Pastor Thomas Wessel gelesen. Die darin enthaltene Überheblichkeit wird für mich nur noch von seiner Arroganz übertroffen.

Als ich damals hörte, dass die Pastorin Vollmer [ Dr. Antje Vollmer ] [ u.a. BETHEL-Mitarbeiterin 1976-1982 ] die Moderation des „Runden Tisches“ in der Heimkinderangelegenheit übernehmen sollte, war es für mich klar, dass sie vornehmlich ihre Aufgabe dahingehend sehen würde, ihre Kirche vor Anklagen - (eine Krähe hackt doch der anderen keine Augen aus) und seien diese noch so berechtigt - zu schützen.

Der Begriff „Moderation“ erhielt auch bald eine neue Bedeutung: Vollmer bezeichnete sich selbst machtbeflissen nach kurzer Zeit als Vorsitzende.

Demokratisches Gedankengut, wie Herr Wessel es für seine „Kirche“ in Anspruch nimmt, wurde kurzer Hand eliminiert. Ihr Paladin Wessel reiht sich da geschmeidig ein. Seine „Diskussionsbeiträge“ sprechen eine nur zu eindeutige Sprache.

Herrn Wessel kann ich nur entgegnen: Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte (Zitat vom Maler Max Liebermann, der mit diesem Ausruf seine Abscheu gegen die Machtergreifung der Nationalsozialisten ausdrückte).

.

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1775
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Apr 13, 2016 5:37 am

.
[ F R A G E ]

.
Von:
Martin MITCHELL
Adelaide
South Australia
AUSTRALIA
Email:
martinidegrossi[a]yahoo.com.au



An:
Pastor Dietrich von Bodelschwingh
Bodelschwinghstraße 118,
32257 Bünde (Region: Herford; Nordrhein-Westfalen),
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND,
Tel: 05223- 960 560,
Fax: 05223- 960 477,
E-Mail:
Dietrich[a]bodelschwingh.net



Datum: Samstag, 2. April 2016



Subject:Antstalt Freistatt“ / „Diakonischen Heime Freistatt“ / „Diakonie Freistatt“ (weiter existierend und jetzt Teil von „Bethel im Norden“)

Sehr geehrter Herr von Bodelschwingh,

Ihre Kontakt-Details wurden mir erst kürzlich bekannt über ein ehemaliges Heimkind, das, wie Sie selbst, ebenso in Bünde lebt.

Mein jetziges Anliegen ist folgendes:

Ich wurde erst kürzlich erneut daran erinnert, dass Sie, als Angehöriger des von Bodelschwinghschen Adelsgeschlechts, einer der letzten langjährigen Geschäftführer der „Antstalt Freistatt“ / der „Diakonischen Heime Freistatt“ / der „Diakonie Freistatt“ im letzten Jahrhundert waren und diesen Posten dort über eine Zeitraum von insgesamt 9 Jahren (1990 bis 1999) inne hielten und demzufolge ein wichtiger Zeitzeuge dieser von Bodelschwinghschen Geschäftsbranche sind und waren.

Als einer der vielen ex-Freistätter der frühen 1960er Jahre, der seinerzeit in diesem Bethel-eigenen Torfgewinnungsunternehmen im Freistätter Wietingsmoor UNENTLOHNT geknechtet wurde, frage ich mich schon seit dem Jahre 2003 warum die Torfwirtschaft erst Ende des Jahres 1995 eingestellt und das Torfwerk in Freistatt erst Ende des Jahres 1995 geschlossen wurde.

Desweiteren fragte und frage ich mich, und frage ich Sie jetzt, was die „nennenswerte Summe“ war, die „die Landesregierung“ von Niedersachsen Ihnen / Freistatt / Bethel damals zahlte, die „letztendlich“ „zur Aufgebung des Torfabbaues“ „in Freistatt“ „entscheidend“ war.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich, als einen der damaligen unfreiwilligen Moorarbeiter / damaligen Torfgewinnungsknechte mal genau über all diese Angelegenheiten aufklären würden.

Mit vorzüglicher Hochachtung und freundlichen Grüßen aus Australien

Martin MITCHELL
(Ehemaliges Heimkind, Jg. 1946; ausgewandert 23.03.1964)

.

[ A N T W O R T ]

.
Datum: Mittwoch, 12. April 2016

Subject:Antstalt Freistatt“ / „Diakonischen Heime Freistatt“ / „Diakonie Freistatt“ (weiter existierend und jetzt Teil von „Bethel im Norden“)

Sehr geehrter Herr Mitchell,

auf Ihr Schreiben vom 2.4.[2016] möchte ich antworten: Ich bin seit 1999 im Ruhestand, also zeitlich vom damaligen Geschehen weg, aber soviel weiß ich aus Erkundungen, dass das gesamte Freistätter Moorgebiet seit den 70er Jahren renaturiert wird. Die verbliebene Abtorfung erfolgte maschinell, also nicht mehr unter Einsatz von stationär in Freistatt wohnenden Jugendlichen.
Erst 1995 erfolgte die endgültige Schließung des Torfwerkes, nachdem auch die früher bereits trocken gelegten Gebiete abgebaut und zur Renaturierung freigegeben werden konnten. Für diese Schließung 1995 konnten nach meiner Erinnerung keine Zuschüsse des Landes in Anspruch genommen werden.

Was den bis in die 60er Jahre währenden zwangsweisen, entwürdigenden und vernichtenden Einsatz von Jugendlichen in der Torfarbeit betrifft, weiß ich auch nur aus Berichten von ehemaligen Jugendlichen und aus den offiziellen Ermittlungen, was damals in Freistatt und anderswo geschehen ist. Soweit ich weiß, hat sich Bethel auch in den bundesweiten Heimkinderfonds eingebracht, auch ein Eingeständnis zu den Geschehnissen abgelegt. Sie kennen sicher die dazu erfolgten Veröffentlichungen. Dass Sie und andere das alles erleben mussten, bleibt ein nicht zu vergessendes Vermächtnis bis in unsere Zeit und verpflichtet, umso verantwortlicher mit den jeweils anvertrauten Menschen umzugehen.

Ich kann nur hoffen, dass man uns persönlich für unser heutiges Tun später nicht ähnliches Versagen nachsagen wird, ohne dass sich unsere Generation damit von der Vergangenheit entbindet.

Danke, dass Sie diese Erinnerung wieder wachgerufen haben,

Dietrich von Bodelschwingh

.

[ Alle der verschiedentlichen Hervorhebungen in diesem Antwortschreiben wurden von dem Empfänger dieses Antwortschreibens, Martin MITCHELL, hinzugefügt. ]
.
Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Sa Apr 30, 2016 8:21 am, insgesamt 1-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1775
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Apr 29, 2016 4:32 am

.
Die damalige *westliche* evangelisch-lutherische Heimerziehung.

SIND DIE NACHKOMMEN DER BETREIBER DIESER DAMALIGEN "TOTALEN INSTITUTIONEN" WIRKLICH BESSER ALS IHRE VORFAHREN?

Die von den Bielefelder "VON BODELSCHWINGHSCHEN ANSTALTEN BETHEL" / Bielefelder "VON BODELSCHWINGHSCHEN STIFTUNGEN BETHEL" für ihre Teilanstalt "FREISTATT IM WIETINGSMOOR" (Kreis Diepholz, in Niedersachsen) am 20.10.2011 und seither ununterbrochen bestehende und betriebene Webseite
http://www.wohnungslos.info wird auch zu diesem Zeitpunkt weiterhin im Internet geo blockiert und für Australien unzugänglich gemacht und jegliche meinerseitige Kontaktaufnahme zu diesem Thema mit den Verantwortlichen diesem "HAUS GOTTES" BETHEL, "HAUS GOTTES" FREISTATT und "HAUS GOTTES" KIRCHDORF mit Bitte um Aufhebung dieser Sperre und uneingeschränkte weltweite Barrierfreiheit von ihnen einfach ignoriert.
Ich, der seit dem 24. März 1964 in Australien ansässige ex-Freistätter Martin MITCHELL (Jg. 1946), soll den Inhalt dieser heutigen "FREISTÄTTER ONLINE ZEITUNG"
http://www.wohnungslos.info nicht lesen, studieren und examinieren können und dürfen. Auf diese Weise versucht man sich der Ausübung möglicher meinerseitiger Kritik gleich von Anfang an und für immer vollständig zu entledigen und so weit wie möglich vom Halse zu halten.

.
Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Mo Mai 09, 2016 6:50 am, insgesamt 1-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1775
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Mai 07, 2016 4:57 am

.
BETHELDasHaus Gottes“ – feiert, bzw. feierte jetzt alsTouristenattraktion!

die von Bodelschwinghsche Institution FREISTATT im Wietingsmoor

am „Himmelfahrtstag“, Donnerstag, 5. Mai 2016

wie berichtet @
http://www.bethel-im-norden.de/aktuelles/aktuelles-detail/artikel/ein-abwechslungsreicher-tag-mit-vielen-attraktionen.html?no_cache=1&cHash=c98682b8886569f918b72e9c4d1a189a


.
Ein abwechslungsreicher Tag mit vielen Attraktionen

Bethel im Norden feiert an Himmelfahrt sein traditionelles Jahresfest in FREISTATT

[ 129-jähriges Bestehen ]

[ Foto eines solchen vorherigen Gottesdienstes unter freihem Himmel in FREISTATT ]

FREISTATT. Mit einem Open-Air-Gottesdienst wird das traditionelle Jahresfest des Unternehmensbereiches BETHEL IM NORDEN am Donnerstag, 5. Mai, um 10 Uhr vor dem Verwaltungsgebäude in FREISTATT, v.-Lepel-Straße 27, eröffnet. Anschließend gibt es für mehreren tausend Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm auf dem gesamten Festgelände. Genauere Auskünfte gibt es am Info-Stand im Bereich der Haupteinfahrt und des Verwaltungsgebäudes.

Zahlreiche Gäste werden aber schon viel früher nach FREISTATT kommen. Ab 6 Uhr werden die ersten der mehr als 1800 Flohmarktstände aufgebaut. Und diese müssen nicht lange auf ihre Kunden warten. Zur gleichen Zeit sind viele Helferinnen und Helfer sowie Standbetreiber damit beschäftigt, sich für den Besucheransturm zu wappnen. Ab 7 Uhr können die hungrigen Flohmarktbesucher Kaffee und Brötchen im Freistätter Markt (Haupteinfahrt) bekommen.

Ab 11 Uhr gibt es dann die verschiedensten Leckereien auf dem gesamten Festgelände. Hier ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei. Und wer sich dann bei den verschiedensten Attraktionen, Karussell, Hüpfburg, Bullenreiten und vieles andere mehr ausgetobt hat, kann am frühen Nachmittag auch noch Kaffee und Kuchen, Eis oder andere Leckereien genießen.

Die Organisatoren haben auch in diesem Jahr wieder für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt. Dazu gehören auch viele musikalische Highlights. Neben der mobile Band „Beat’n Blow“ sind auch die „Arrested Amtsbrüder“ und „Heiner und die Ohrwürmer“ wieder zu Gast in FREISTATT. Zudem spielt Eberhardt Brünger in HEIMSTATT, wie immer mit dem Pendelverkehr oder per [Moor-]Bahn zu erreichen, seine beliebte Caféhaus-Musik. Für viele Besucherinnen und Besucher, die dabei gerne leckeren Kuchen und Kaffee genießen, ist dies ab 14 Uhr zu einem festen Termin geworden.

Schließlich runden die Feldbahnfahrten nach HEIMSTATT und im Sinnesgarten, zwei Führungen durch die Filmkulisse des Hauses Moorhort (12 und 14 Uhr), eine Treckerfahrt durch das Moor (13 Uhr) und verschiedene Infostände der Arbeitsbereiche dieses abwechslungsreiche Programm von 10 bis 18 Uhr für Jung und Alt ab.


––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––

Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel sind wegen Förderung mildtätiger, kirchlicher und als besonders förderungswürdig anerkannter gemeinnütziger Zwecke nach dem Freistellungsbescheid bzw. nach der Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid des Finanzamtes Bielefeld-Außenstadt, StNr. 349/5995/0015, vom 25.02.2015 für den letzten Veranlagungszeitraum nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit.
.

QUELLE: http://www.bethel-im-norden.de/aktuelles/aktuelles-detail/artikel/ein-abwechslungsreicher-tag-mit-vielen-attraktionen.html?no_cache=1&cHash=c98682b8886569f918b72e9c4d1a189a
.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1775
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Martin MITCHELL » So Mai 08, 2016 12:58 am

.
BETHEL Das Haus Gottes ( in diesem Falle evangelisch-lutherisch )

Die Anstalten des von Bodelschwingh Adelsgeschlecht

ANSTALT FREISTATT IM WIETINGSMOOR


FREISTATT zu Nazi-Zeiten: »Jugendliche aus Bremen in der Betheler Zweiganstalt Freistatt (1940-1945)« (aber nicht nur, sondern auch von 1933-1939 ist hier die Rede !! ) »Recherche, -sichtung und überblicksartige Auswertung der überlieferten Akten« (insgesamt 16 Seiten); fertig gestellt Bremen, 24. November 2015“, ausgewertet und verfasst von Gerda Engelbracht, Kulturwissenschaftlerin / Autorin / Kuratorin; Bremen“ @ http://www.jub-bremen.de/sites/default/files/Studie%20-%20Bremer%20Jugendliche%20in%20Freistatt%20(Engelbracht%2011-2015)_1.pdf

»Grundlagenstudie zur Aufarbeitung der Bremer Jugendhilfe und Jugendfürsorge in der NS-Zeit« (insgesamt 65 Seiten) @ http://kultur-und-transfer.de/wp-content/uploads/2013/04/Vorstudie_Jugendhilfe_Bremen_NS_7_9_2015.pdf

Reichsjugendwohlfahrt

Natürlich waren zu Nazi-Zeiten, wie auch nahtlos danach in Nachkriegsjahrzehnten, genauso wie zuvor, weiterbetrieben, nicht nur Jugendliche aus Bremen im BETHEL-eigenen FREISTATT interniert und wurden dort gezwangsarbeitet; Jugendliche aus ganz Deutschland – und vereinzelt auch aus Österreich – waren zu Nazi-Zeiten im BETHEL-eigenen FREISTATT interniert und wurden dort gezwangsarbeitet:
jedes Jahr mindestens so ungefähr insgesamt 300 Insassen !!

– viele, viele mehr als später in Margot Honeckers JUGENDWERKHOF TORGAU in der DDR –

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1775
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jul 30, 2016 7:13 am

.
MAN BLICKE EINFACH MAL WIEDER ZURÜCK AUF DIE UNZÄHLIGEN VORHERGEHENDEN BEITRÄGE ZU DIESEM THEMA IN DIESEM ÜBERAUS WICHTIGEN THREAD.

MAN VERGLEICHE SODANN

die jetzige TOURISTEN-ATTRAKTION "FREISTATT" / "BETHEL IM NORDEN"
in Deutschland

mit

der jetzigen TOURISTEN-ATTRAKTION "COLONIA DIGNIDAD" / "VILLA BAVIERA" (BAYERISCHES DORF)
in Chile.


.
[ österreichische Presse ] DER STANDARD @ http://derstandard.at/2000041121577/ChileColonia-Dignidad-Mittaeter-bei-Gauck-Empfang ]

Chile: Colonia-Dignidad-Mittäter bei Gauck-Empfang

14. Juli 2016, 19:32

Reinhard Zeitner wurde wegen Kindesmissbrauchs zu drei Jahren Haft verurteilt

Santiago de Chile –
Ein verurteilter Mittäter der früheren Sektensiedlung Colonia Dignidad [, Reinhard Zeitner,] hat am Empfang der Deutschen Botschaft für Bundespräsident Joachim Gauck in Chile teilgenommen. Mehrere Teilnehmer, darunter der TV-Regisseur Florian Gallenberger, bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass der in einem Prozess wegen Kindesmissbrauchs zu drei Jahren Haft verurteilte Reinhard Zeitner bei dem Empfang während des Staatsbesuchs Gaucks anwesend war.

Die Strafe für Zeitner war zur Bewährung ausgesetzt worden – die Bewährungszeit wurde auf vier Jahre festgelegt, wie der Oberste Gerichtshof 2013 bestätigte.
In dem Prozess wurde auch der ehemalige Arzt der Colonia Dignidad, Hartmut Hopp, zu fünf Jahren verurteilt. Er entzog sich einer Haftstrafe zunächst durch Flucht nach Deutschland, soll diese aber nun in einem deutschen Gefängnis verbüßen.

Opfer empört

Opfer der Colonia Dignidad reagierten mit scharfer Kritik auf Zeitners Anwesenheit. "Dafür fehlen mir die Worte", sagte der Anwalt Winfried Hempel der Deutschen Presse-Agentur. Hempel hatte früher selbst in der hermetisch abgeriegelten Siedlung rund 350 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile gelebt.

Die "Colonia Dignidad" ["Kolonie der Würde"] [ebenso bekannt als (»Wohlfahrts- und Erziehungsgesellschaft "Würde"«)] war [
in Betrieb in Chile von 1961 bis 1990 ] unter ihrem Gründer Paul Schäfer ein befestigtes Lager mit sektenähnlichen Strukturen, sie wurde 1991 in "Villa Baviera" (Bayerisches Dorf) umbenannt. Schäfer war 1961 mit Anhängern seiner Sekte "Private Sociale Mission" aus Siegburg bei Bonn nach Südamerika ausgewandert. Während der Militärdiktatur von Augusto Pinochet (1973 bis 1990) wurde die Kolonie ein Folterzentrum der Geheimpolizei. Schäfer starb 2010 in Chile in einem Gefängnis. (APA, dpa, 14.7.2016)

Weiterlesen


Deutschland gibt Akten über Colonia Dignidad frei [ (27.04.2016) @ http://derstandard.at/2000035821814/Deutschland-gibt-Akten-ueber-Colonia-Dignidad-frei ]

Hintergrund


Hintergrund: Die "Colonia Dignidad" [ (29.08.2007) @ http://derstandard.at/1987269/Hintergrund-Die-Colonia-Dignidad ]

.

Und siehe diesbezüglich auch die deutsche Presse in FAZ @ http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/chile-colonia-dignidad-mittaeter-bei-gauck-empfang-14341320.html

.
Chile

Colonia-Dignidad-Mittäter bei Gauck-Empfang

Die VERBRECHEN der Sekte Colonia Dignidad standen im Fokus des Chile-Besuchs von Bundespräsident Gauck. Dass ein verurteilter Mittäter nun bei einem Empfang Gaucks zugegen war, sorgt nicht nur bei Opferverbänden für Fassungslosigkeit.

14.07.2016

.

SELBST WEITERLESEN IN DIESEM ORIGINAL-ARTIKEL DER FAZ.
.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1775
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Aug 02, 2016 2:57 am

.
MAN VERGLEICHE.

ZEIT ONLINE @ http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-07/colonia-dignidad-bnd-folter

.
Chile

BND wusste seit 1966 von Folter in Colonia Dignidad

Der BND kannte die Verhältnisse in der deutschen Colonia Dignidad in Chile seit 1966. Die Bundesregierung räumt ein, Menschenrechtsverletzungen seien ignoriert worden.

28. Juli 2016, 2:49 Uhr / Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, fst

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach eigenen Angaben erstmals 1966 von "KZ-ähnlichen" Methoden [ @ http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-05/chile-colonia-dignidad-opfer-entschaedigung-missbrauch ] in der von Deutschen gegründeten Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile erfahren. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. Allerdings will der BND dies nur aus örtlichen Presseberichten erfahren haben. In der Antwort des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Stephan Steinlein, wird zudem eingeräumt, dass die Regierung bis 1987 Menschenrechtsverletzungen ignoriert und sich schützend vor die Colonia Dignidad gestellt habe.

Die Colonia Dignidad [ @
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-04/colonia-dignidad-frank-walter-steinmeier-rede-auswaertiges-amt ] wurde 1961 in Chile von deutschen Auswanderern gegründet. Unter der autoritären Führung des aus Siegburg ausgewanderten Paul Schäfer war die Colonia Dignidad ab 1961 eine stark gesicherte Siedlung, in der es auch zu systematischem Kindermissbrauch kam. Zudem folterte Chiles Geheimdienst dort während der Diktatur von Augusto Pinochet Oppositionelle.

Schäfer wurde 2006 zu langer Haft verurteilt – er starb 2010 im Gefängnis. Die 1991 in Villa Baviera umbenannte Anlage, die heute mit bayerischer Folklore Touristen anlockt, liegt rund 350 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago.

Für einen Eklat sorgte jüngst die Anwesenheit des als Mittäter zu einer Bewährungsstrafe verurteilten Reinhard Zeitner beim Empfang der Deutschen Botschaft für Bundespräsident Joachim Gauck in Chile. Auch ein weiteres früheres Colonia-Mitglied war dort anwesend.

Aus Sicht des Linken-Fraktionsvize Jan Korte ist das ein klarer Beleg für den immer noch nicht erfolgten konsequenten Bruch mit der Colonia Dignidad und ihrer Nachfolgeorganisation. Die Umstände der Einladung müssten aufgeklärt werden und Konsequenzen haben.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte unter dem Eindruck des Kinofilms Colonia Dignidad das Verhalten der deutschen Diplomaten als zu zaghaft bezeichnet und die Akten seines Ministeriums dazu vorzeitig freigegeben. Es geht auch um Vorwürfe, dass Menschen, die aus der Colonia entkamen, von der Deutschen Botschaft in Chile kein Schutz gewährt wurde. Normalerweise gibt es für Akten aus dem Auswärtigen Amt eine 30-jährige Schutzfrist, die heute noch den Blick in die Archive nach 1986 verhindert.

Korte kritisierte eine bisher unzureichende Berücksichtigung der chilenischen Folteropfer. "Wer seit spätestens 1966 von den Verbrechen weiß und sich bis 1987 schützend vor die Täter gestellt hat, hat allen Grund, sich zu schämen und zu entschuldigen."

Mit Blick auf die Unabhängige Historikerkommission (UHK) zur Untersuchung der Geschichte des BND und seiner Vorläuferorganisationen von 1945 bis 1968 plant die Bundesregierung nicht, den Zeitraum der Untersuchung zu erweitern, um auch das Kapitel Colonia Dignidad und das BND-Wissen darüber untersuchen zu lassen. Auch das Verhältnis zur argentinischen Militärdiktatur (1976-1983) ist nicht restlos aufgearbeitet. Beim BND gibt es dazu nach Angaben der Bundesregierung noch rund 40 Akten, mit Verschlusssachen verschiedener Geheimhaltungsstufen bis "VS-Geheim".

.

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1775
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Aug 02, 2016 1:58 pm

.
MAN INFORMIERE SICH.

SZ.de - Süddeutsche Zeitung @ http://www.sueddeutsche.de/politik/staatsbesuch-eklat-bei-gauck-besuch-in-chile-1.3080132

.
15. Juli 2016, 18:44 Uhr

Staatsbesuch Eklat bei Gauck-Besuch in Chile

Bundespräsident Gauck traf in Chile Colonia-Dignidad-Opfer. Zu einem Empfang in der deutschen Botschaft war aber auch ein ehemaliger Scherge der Sekte geladen.

Von Constanze von Bullion, Boris Herrmann, Berlin/Rio de Janeiro

Es sollte eine Verneigung vor den Opfern von Diktatur und Unterdrückung werden, also eine Reise ganz nach dem Geschmack des Bundespräsidenten. Es kam anders. Joachim Gauck und Daniela Schadt sind nach Chile und Uruguay gereist. In der ersten Hälfte des Besuchs stand die Colonia Dignidad im Mittelpunkt. In der totalitären Sekte wurden seit den 1960er-Jahren unter Führung des Deutschen Paul Schäfer Menschen gefoltert, zu Zwangsarbeit gezwungen und Kinder systematisch sexuell missbraucht. Die Sekte unterhielt beste Beziehungen zum Terrorregime Augusto Pinochets, auch das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Chile spielten eine unrühmliche Rolle.

Gauck reiste also mit dem Vorsatz nach Chile, die deutsche Schuld an den Verbrechen der Colonia Dignidad nicht unerwähnt zu lassen.
Deutsche Diplomaten hätten weggeschaut, als in der Sekte "Menschen entrechtet, brutal unterdrückt und gefoltert wurden, und dann gar der chilenische Geheimdienst dort foltern und morden konnte", sagte er. Es sei erschreckend, "was Demokraten zu verdrängen und zu verschweigen vermochten".

Angehörigen der Opfer aber reichte das nicht. Sie reagierten enttäuscht, weil der [deutsche Bundes]Präsident zwar mit Vertretern der Zivilgesellschaft einen offiziellen Termin hatte, nicht aber mit ihnen. Sie konnten ihr Anliegen zunächst nur schriftlich überbringen.
Auf Kritik stieß auch, dass Gauck erklärt, Deutschland trage keine juristische Verantwortung an den VERBRECHEN der Colonia Dignidad [ http://www.sueddeutsche.de/thema/Colonia_Dignidad ]. Das entspricht der Linie der Bundesregierung, die zwar die Akten öffnen ließ, aber keinen Anspruch auf Entschädigungen sieht.


Deutsche Botschaft lädt Sekten-Schergen zum Empfang

Diesen ersten Misstönen bei Gaucks Reise folgte bald ein Eklat. Durch Zufall wurde bekannt, dass bei einem Empfang der deutschen Botschaft in Santiago de Chile ein Peiniger der Colonia Dignidad geladen war. Gauck ließ sich bei dem Empfang anlässlich seines Besuches mit Opfern der Colonia Dignidad fotografieren. Das Bild wurde verschickt - und dabei erkannte jemand im Hintergrund Reinhard Zeitner. Er wurde 2013 in Chile wegen Beihilfe zur Kindesentführung zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt und soll unter anderem Wachmann der Colonia Dignidad gewesen sein. Weil er als Kind aber auch selbst von Sekten-Chef Schäfer gequält worden war, ist er heute in führender Position in einer Opfergruppe. Am Freitag war Zeitner telefonisch nicht zu erreichen. Vor Jahren hat er im Gespräch mit der SZ erklärt: "Wir waren alle Zuhälter für Schäfer, wir hatten doch keine Ahnung."

Der deutsche Regisseur Florian Gallenberger, der einen Film über die Sekte gedreht hat und Gauck bei seinem Besuch begleitete, nannte Zeitner "einen ziemlich berüchtigten Schläger". Gallenberger war es auch, der Zeitner in der deutschen Botschaft ansprach und in Streit mit ihm geriet.

Das Bundespräsidialamt reagierte verärgert auf die Entscheidung, Zeitner einzuladen. "Wir haben großen Wert auf eine sorgsame Auswahl der Gäste gelegt - vor allem im Hinblick auf die Geschichte der Colonia Dignidad", sagte eine Sprecherin Gaucks. "Wir bedauern mit Blick auf die Opfer sehr, dass diesem Maßstab nicht entsprochen wurde." Bei der deutschen Botschaft in Chile war nicht in Erfahrung zu bringen, warum sie auf die Einladung Zeitners nicht verzichten mochte. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, man habe "die Botschaft unverzüglich um Aufklärung gebeten".

.

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1775
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Aug 02, 2016 2:20 pm

.
Ein damals ungefähr 45-jähriger Freistätter Erzieher (ev. Pfarrer), der DIE IN FREISTATT BEGANGENEN VERBRECHEN auch damals schon als solche erkannte, und sich weigerte mitzumachen, meldet sich zu Wort :

Bezüglich den VERBRECHEN in der Bethel-eigenen Jugendwohlfahrts- und Erziehungsanstalt FREISTATT - der jetzigen TOURISTEN-ATTRAKTION "FREISTATT" / "BETHEL IM NORDEN"
in Deutschland :


.
Braunschweiger Zeitung, 22. September 2008

"VERBRECHEN IM NAMEN DER KIRCHE"

Erinnerungen eines Pfarrers im Ruhestand

Sechs Wochen lang hat [
der im Jahre 1923 geborene] Erich Helmer 1968 als Pfarrer IM DIAKONISCHEN HEIM IN FREISTATT IM KREIS DIEPHOLZ gearbeitet. Dort waren Jugendliche untergebracht, die als kriminell galten, und Jugendliche, die von ihren Eltern abgeschoben wurden.

Helmers Auftrag lautete, die Jugendlichen zu betreuen und mit ihnen Wege aus der Kriminalität zu finden. Dazu kam er aber nicht. Die Jugendlichen mussten von morgens bis abends im Moor schuften. Freizeit gab es nicht, Räume für Einzelgespräche oder einen Hauch von Privatsphäre auch nicht.

Helmer erlebte, wie die Jugendlichen geschlagen und getreten wurden, wie sie mit Zahnbürsten den Boden schrubben und sich abends damit die Zähne putzen mussten.

Seine Erinnerungen an diese Zeit fasst er so zusammen:


.
"Mit Überraschung und mit einem Gefühl der Scham nahm ich Ihren Artikel vom 16. September über die Misshandlung von Kindern in kirchlichen Heimen zur Kenntnis.
Überraschung deshalb, weil die dort geschilderten Misshandlungen erst jetzt nach mehr als vierzig Jahren zur Sprache kommen.
Scham, weil die damals verantwortlichen kirchlichen Institutionen einen Mantel des Schweigens über die Ereignisse ausgebreitet haben.
Die geschilderten Ereignisse kann ich nur bestätigen, denn auf Votum meines damaligen Militärbischofs [
Hermann Kunst (* 21.01.1907; † 06.11.1999)] wurde ich 1968 für eine kurzfristige Tätigkeit in eins der genannten Heime entsandt. Die Behandlung der dort untergebrachten Jugendlichen kann man kaum wiedergeben.
Die damals tätigen Diakone sahen in den Jugendlichen nicht mehr den Menschen als Geschöpf Gottes, sondern betrachteten sie als den Abschaum der Menschheit. Ich kritisierte seinerzeit die Heimleitungen und Diakone.
Aufgrund der Vorkommnisse beendete ich eigenmächtig meine dienstliche Beauftragung und trug meine in dem Heim erlebten Erfahrungen sowohl dem Militärbischof als auch meiner damaligen Kirchenleitung vor [
d.h. der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Deutschland sowohl wie der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig und der direkt zuständigen Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers]. Ich wies darauf hin, dass DORT IM NAMEN DER KIRCHE VERBRECHEN AN JUGENDLICHEN MENSCHEN VORGENOMMEN WERDEN.
Meine Kritik wurde zurückgewiesen mit der Begründung, die dort untergebrachten Jugendlichen müssten äußerst hart angefasst werden, mir fehle sicher eine entsprechende Erfahrung im Umgang mit kriminellen Jugendlichen.
Ich schäme mich, nicht schärfer und lauter protestiert zu haben."

.

Dieser altgewordene Kirchenmann muß sich fragen lassen, warum er in diesen vierzig Jahren nie einen Weg gesucht hat, DAS VERSCHWEIGEN [DIESER VERBRECHEN IN FREISTATT] aufzubrechen.
.

QUELLE: Rubrik "Zeitungsberichte" @ http://www.spurensuche-meinung-bilden.de/index.php?id=4&topic=10&key=2
.
Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Mo Aug 08, 2016 1:10 am, insgesamt 1-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1775
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

VorherigeNächste

Zurück zu evangelische Kinderheimhöllen in Westdeutschland / evangelische Kinderheimhöllen in der Bundesrepublik Deutschland

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron