Ein SPIELFILM über die Erziehungseinrichtung "FREISTATT" ?

Ein SPIELFILM über die Erziehungseinrichtung "FREISTATT"

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jul 18, 2015 9:49 pm

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Die Arbeit in den Mooren war schon immer eine schlecht bezahlte Knochenarbeit. Nur wer wirklich keine andere Möglichkeit sah, sein Leben zu fristen, ging freiwillig ins Moor.

Kriegsgefangene wurden bereits im 1. Weltkrieg in die zahlreichen Moore Norddeutschlands geschickt. Streng bewacht und oftmals misshandelt, kultivierten sie große Flächen für die deutsche Landwirtschaft und bauten gleichzeitig den Torf ab, der in erster Linie als Brenn- und Energiemittel zum Einsatz kam.

In Nazi-Deutschland wurden hauptsächlich Kriegsgefangene und KZ-Insassen und natürlich Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen zu Moorarbeiten herangezogen. Streng bewacht, unterernährt, misshandelt, ließen viele ihr Leben im Moor.

Berühmt-berüchtigt wurde das Börgermoor bei Papenburg durch das Lied „Die Moorsoldaten“:


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„Hier in dieser öden Heide
ist das Lager aufgebaut,
wo wir fern von jeder Freude
hinter Stacheldraht verstaut.
Wir sind die Moorsoldaten
und ziehen mit dem Spaten
ins Moor.

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( Dies ist die 2. Strophe des Liedes, die hier von mir zitiert wird; der ganze Text ist hier zu finden @ http://www.diz-emslandlager.de/moorlied.htm )

In der Nachkriegszeit wurden sofort Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Heimen (besonders „Johannesburg“ und „Freistatt“) in den Mooren zur Arbeit herangezogen. Auch für diese galt: härteste Arbeit, unzureichende Ernährung, kein Lohn für die Knochenarbeit, strengste Bewachung, schlechte Unterbringung, schlechte Kleidung, Misshandlungen durch die “Aufseher”.

Wie dies in den Nachkriegsjahrzehnten für westdeutsche Heimzöglinge in westdeutschen Heimen aussah, spiegelt sich jetzt sehr realitätsnah im aktuell in deutschen Kinos laufenden KINOSPIELFILM "FREISTATT" wider.

Wer sich hier weigert, von Zwangsarbeit zu reden, ist entweder geschichtsblind oder schlicht bösartig!


Torfgewinnung und Torfverarbeitung in deutschen Mooren und Torfwerken - ORTE DER ZWANGASARBEIT
(mit nahegelegenen staatlichen und kirchlichen Heimen/Erziehungseinrichtungen/Anstalten/Lagern zu diesen Torfabbau- und Torfproduktionsstellen)

( Diese Liste ist nicht unbedingt vollständig! )


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Torf-Werke, Turba, Teufelsmoor; bremische Teufelsmoor
Toten Moor, Neustadt am Rübenberg; Torfwerk Neustadt: im Toten Moor bei Neustadt am Rübenberge
Großmoor: Geschiche des Torfabbaus im Toten Moor
Firma Torfverwertung Poggenmoor und Torfoleumwerk Poggenhagen, Neustadt am Rübenberge, Eduard Eugen Dyckerhoff GmbH, Eduard Eugen Dyckerhof auch Eigentümer der Moorflächen
Geschichte der Saline/Alpentorfwerke Rosenheim, Bayern
Geschichte des größten südostbayrischen Hochmoores - den "Kendlmühlfilzen"
"Kollerfilzen" und "Sterntalerfilzen" bei Raubling (Michael Nickl)
zum Torfwerk Raubling-Nicklheim
Torfwerk Raubling (nahe Rosenheim)
the small torfwerk at Wielhiem in southern Germany
das Torfwerk Schussenried im Wilden und Henauer Ried
Torfbahnhof Rottau
das Torfwerk "Kendlmühlfilz" bei Rottau
1919 gegründeten Verband der Landestorfwerke GmbH, Bayern
Deutsche Torfverwertung GmbH (German Peat Processing Co. Ltd.)
Fabrik für Torfverwertung im … (in Schleswig-Holstein)
Torfwerk Meiners, Schülp bei Nortorf, Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein
Torfwerk Brinkmann; Torfwerk Brinkmann GmbH & Co KG. Hauptstraße 343. 26683 Saterland-Scharrel, zwischen Papenburg und Oldenburg, Niedersachsen
Torfwerk Brinkmann in Skäddel
Torfwerk Brinkmann KG, Scharrel/Oldenburg
Saterland-Scharrel Torfwerk Edewecht GmbH
Edewecht-Husbäke Torfwerk Einfeld, Neumünster
Torfwerk Edewecht in Edewecht
W.A.S. Brenntorfwerk GmbH & Co. KG, Schwaneburger Str. 66, 26169 Friesoythe
Schwaneburgermoor auch Friesoythe-Schwaneburgermoor genannt, Landkreis Cloppenburg
Torfwerk Wittemoor (Nähe Kanalstraße), Oldenburg
Torfwerk Klasmann-Deilmann GmbH, Saterland-Sedelsberg
Torfwerk Klasmann; Torfwerk Klasmann-Deilmann, Surwold-Börgermoor,
100 Jahre Heseper Torfwerk der Firma Klasmann-Deilmann
Gemeinde Geeste, Ortsteil Hesepe der Stadt Bramsche im Osnabrücker Land, im niedersächsischen Landkreis Emsland
Emsland … LÖNINGEN Lastrup 63 Torfwerk Hahnenmoor
Torfwerk Hahnenmoor Grafelder Straße 44
Torfwerke und Humuserzeugnisse: Klasmann-Deilmann GmbH in Saterland, Moorgutsweg 2
Torfwerk Klasmann & Deilmann is next to Sedelsberg
von dem inzwischen stillgelegten Torfwerk Klasmann, das über 50 Jahre hindurch die Abtorfung des Weißen Venns durchgeführt hat
Die Klasmann-Deilmann GmbH ist 1990 aus der Fusion der 1913 gegründeten Klasmann Werke GmbH und der 1920 entstandenen Torfbetriebe der C. Deilmann AG hervorgegangen.
wie der Arbeitsablauf beim Torfwerk Klasmann vonstatten ging und unter welch schwierigen Umständen die Torfarbeiter ihren kargen Lohn verdienen mussten
Torfwerk Klasmann, Werk Vehnemoor, Edewechterdamm
Edewechterdamm-Vehnemoor
Vehnemoor GmbH
Torfwerk Klasmann in Mappen
Torfwerk Klasmann-Deilmann, Werk Twist-Schöningsdorf
Torfwerk Bernhard Hülskamp
50 Jahre Torfindustrie in Velen
Torfgewinnung Velen-Ramsdorf
Torfwerk Klostermoor
Torfwerk Tiste
Torfwerk Klasmann, Velen-Ramsdorf
Torfwerk Klostermoor
Torfwerk Möllenberg, Edewecht
Torfwerk Union, Scharrel
Torfwerk Wirsing, Edewecht
Torf-Werke, Sauensiek
Lager der Torfwerke in Uchte, Landkreis Nienburg/Weser
Zwangsarbeit in Uthlede … Torfwerk
Gefangenenlager am Torfwerk im Himmelmoor
dem Torfwerk des Landesvereins für Innere Mission (in Schleswig-Holstein)
Geschäftsführer des Torfwerkes Moorkultur Ramsloh, ... der Zwangsarbeit auf dem Moorgut Ramsloh
Hoeveler & Dieckhans, Aschendorfer Moor
ins Celler Zuchthaus gekommen und durch die Zwangsarbeit in Torfwerken so schwer …
Die Schweger Moorzentrale im Dammer Moor galt als das größte Torfwerk
In der Region Ravensburg waren dies beispielsweise das Torfwerk in …
Michael Nickl sein Torfwerk in der Kollerfilze
Torfwerk Brinkmann KG
Torfwerk Einfeld
Steinburg … Gelände des Torfwerks
Torfwerkes im Quickborner
in Oberteisendorf und am Forstamt Teisendorf bzw. im Torfwerk Ainring
Arbeiter im Torfwerk Oldendorf
Torfwerk Aschhorn
Das Torfwerk war nachher in Stotel
Gelderblom-Hameln (Rotenburg/Wümme), wo sie in einem Torfwerk arbeiten mussten
Haidgauer Torfwerk
im Torfwerk im Landkreis. Vechta
a 14-year-old Polish girl worked in Torfwerk in Sedelsburg (Sedelsbwerk)
das neuerbaute Torfwerk in Neu Valm
in Feilnbach ein Torfwerk
Torfwerk Haspelmoor bei München
Torfwerk Ainring
Neumarkter Torfverwertung GmbH, Krakau, Kdo, Plaszow
(
1975) [kam ich] mit 15 anderen Gastarbeitern [aus der Türkei] in einem Torfwerk, in der Nähe des kleinen Dorfes Esterwegen im nördlichen Emsland unter: „Man hat uns diese Arbeit gegeben, weil die Deutschen sie nicht wollten.
[2003 meint jemand] „Nach meinem Wissensstand gibt es in Schleswig-Holstein noch genau fünf Torfwerke mit aktiven Feldbahnen“

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Bei der Zusammenstellung dieser Liste habe ich mich jetzt einfach nur mal auf die kurzen GOOGLE-Index-Zitate – bzw. Zitat-Brocken – beschränkt.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Jul 18, 2015 11:10 pm

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Es erstaunt mich nicht wenig, dass gerade DER SPIEGEL – der ja vor mehr als 2 Jahren den ZDF-Fernsehfilm »Und alle haben geschwiegen« (über die nachkriegsdeutsche bundesrepublikanische Heimerziehung) inzenierte und unterstützte – sich bisher zum KINOSPIELFILM "FREISTATT", an folgender Stelle, nur ganz, ganz kurz, und gut versteckt, wie folgt, geäussert hat:

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@ http://www.spiegel.de/spiegel/kulturspiegel/d-135157628.html

Weitere Filme

Ab 25.06.2015

"
FREISTATT". Regie Marc Brummund. Mit Louis Hofmann, Alexander Held, Katharina Lorenz. "Zwangsarbeit statt Rock 'n' Roll" heißt es 1968 für den 14-jährigen Wolfgang. An Körper und Seele des jungen Helden wird durchexerziert, wie hässlich die schwarze Pädagogik in vielen Erziehungsheimen der Bundesrepublik war. Das drastische Jugenddrama entstand an Originalschauplätzen der niedersächsischen Diakonie "Freistatt", die den Film als Teil ihrer Aufarbeitung unterstützt hat.

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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jul 20, 2015 1:10 am

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TULPENTOPF-FILMKRITIK @ http://tulpentopf.de/kinotheater/film-freistatt-mit-louis-hofmann

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By Tulpentopf on 30 Juni 2015

FILM "FREISTATT" mit Louis Hofmann


Sei artig, sonst kommst du ins Heim. Das war für mich ein Spruch, der bedeutete, von meinen Eltern getrennt zu sein. Das allein ist ja für ein Kind schon schlimm. Was sich in einem Heim wie „Freistatt“ abspielte, hat mit dieser simplen Trennung von der Familie allerdings wenig zu tun. Hier sind elende Schufterei und brutale Willkür der „Erzieher“ an der Tagesordnung. Wer dieses Heim überlebt hat, ist ein anderer Mensch: Gebrochen und doch zu allem fähig.

Zum Inhalt:

Wolfgang (Louis Hofman) ist 14 und damit im besten Teenager-Alter. Während seine Mutter ihn ein wenig zu sehr liebt, ist er seinem Stiefvater mehr als nur ein Dorn im Auge. Also wird er kurzerhand nach Freistatt abgeschoben. In der diakonischen Anstalt für schwer Erziehbare sollen ihm Zucht und Ordnung beigebracht werden.

Ordnung herrscht in Freistatt allerdings. Die wird jedoch mit jeder Menge Züchtigung durchgesetzt. Hausvater Brockmann (Alexander Held) begrüßt jeden Neuankömmling noch recht freundlich, zeigt aber bald, dass ihm selbst seine Helfer zu lasch in der Erziehung der Jungs sind. Die treiben die aufmüpfigen Jugendlichen jeden Tag zum Torfstechen ins Hochmoor, wo sie bis zum Umfallen arbeiten.

Wenn das Tempo nicht passt, jemand das falsch Lied anstimmt oder die die Erzieher schlechte Laune haben, leiden alle darunter. Halbe Ration zum Abendessen, Prügel mit der Reitpeitsche, Demütigungen vor den anderen Jungs sind an der Tagesordnung. Und wer die Suppe eingebrockt hat bekommt zudem noch ordentlich Klassenkeile. Besonders Bernd (Enno Trebs) tut sich hier als Wächter und Rächer der Insassen hervor.

Wolfgang ist jedoch zu rebellisch, um sich unterzuordnen. Er will sich nicht ausbeuten lassen, widerspricht und fordert bessere Behandlung, verteidigt Schwächere gegen Willkür und Klassenkeile. Er versucht mehrfach, aus der Anstalt zu entkommen, wird aber entweder vom Moor aufgehalten oder spätestens Zuhause wieder eingesammelt. Für jeden Ausbruchsversuch wird er härter bestraft als zuvor.

Als er schließlich wieder nach Hause darf, ist er nicht mehr der alte. Zwar kann ihm sein Stiefvater nicht mehr das Leben schwer machen, aber er passt auch so nicht mehr in dieses Familienidyll. Schließlich hat seine Mutter ihn im Stich gelassen, seinen kleinen Bruder kennt er kaum und auch mit seinen alten Freunden kann er nichts mehr anfangen. Aus dem übermütigen Jungen ist eine gebrochener junger Mann geworden, der schnell zuschlägt und nicht mehr gegen die Willkür der Obrigkeiten kämpft.

Meine Meinung:

"
FREISTATT" ist von der ersten Minute an beklemmend. Man sieht einen leicht aufmüpfigen Jugendlichen, der von seinem Stiefvater verdrängt wird und sich dagegen mit den Mitteln eines 14jährigen wehrt. In der BRD der 60er Jahre hat er gegen einen Erwachsenen jedoch keine Chance. Unwillige Jungs landen da schnell in Erziehungsanstalten, die wenig mit Erziehung und dafür umso mehr mit Arbeitsanstalten zu tun haben.

Die Anstalt „Freistatt“ gibt es wirklich. Sie galt in den 60er Jahren als eine der härtesten Erziehungsanstalten und als Endstation für Jugendliche mit fragwürdigen Heimkarrieren. Die Jugendlichen singen auf dem Weg zur Arbeit nicht umsonst das Lied von den „Moorsoldaten“, denn sie ziehen bei Wind und Wetter ins Moor, um dort Torf zu stechen. Von schulischer oder beruflicher Ausbildung keine Spur. Es ist die pure Ausbeutung der Arbeitskraft.

Erziehung bedeutet in diesen Heimen, Ungehorsam mit der Peitsche und Schikanen auszutreiben. Selbst Gewalttaten unter den Jugendlichen bleiben weitestgehend ungeahndet und werden auch nur im Notfall verhindert. Es ist also kein Wunder, dass Wolfgang bald beim leisesten Geräusch zusammenzuckt, beim Selbstmord seines besten Freundes in der Anstalt kaum eine Regung zeigt und sich nach unsagbaren Qualen schließlich voll und ganz unterordnet.

Die Auswahl der Schauspieler ist in "
FREISTATT" übrigens wirklich gelungen. Louis Hofmann als Wolfgang spielt emotional auf hohem Niveau und lässt den Zuschauer an seinem Leidensweg, seinen Träumen und seiner Entwicklung zum abgestumpften, hoffnungslosen Einzelgänger teilhaben. Alexander Held als Hausvater Brockmann gibt seiner Figur eine undurchschaubaren und so vielschichtigen Charakter, dass ich bis zum Schluss nicht einordnen konnte, wie böse der Hausherr denn nun wirklich ist.

Die beiden „Gruppenleiter“ Bruder Wilde ( Stephan Grossmann) und Bruder Krapp (Max Riemelt) sind überzeugend böse. Wobei Riemelt den nachsichtigeren Part übernimmt, während Grossmann als Bruder Wilde seine Launen und Aggressionen ungefiltert an den Jugendlichen auslässt. Einzig die wenigen Damen in der Besetzung und der Großteil der“Insassen“ hätten etwas mehr aus ihren Rollen machen können.

Auffallend gut auch die musikalische Untermalung der Handlung. Fernab von Drama und Schmalz, dabei aber nah am Geschehen. Und das nicht nur bei der Musik aus dem Jahrzehnt, sondern auch zum transportieren von Stimmungen. Hier spielen Kamera und Ton perfekt zusammen, denn die Bilder bzw. Kameraeinstellungen sind nicht weniger eindrucksvoll.

Soweit so gut, aber es gibt doch ein paar Abstriche. So realistisch die Handlung sein mag, so sehr fehlt ihr doch beim großen Handlungsbogen das gewisse Etwas. Vielleicht ist es vermessen, bei einer wahren Geschichte eben so einen Bogen zu erwarten. Trotzdem fehlt der Geschichte irgendwo die erkennbare Spitze. Stattdessen gibt es mehrere kleine Spitzen, die dann aber wieder abflachen und dazwischen Elend auf gleichbleibend beklemmendem Niveau.

Meine Meinung:

"
FREISTATT" ist nichts für schwache Nerven. Die Zustände in dieser Erziehungsanstalt sind so brutal, dass ich in meinem Kinosessel immer kleiner wurde. Wolfgangs Hilflosigkeit und die Willkür der Erzieher sind von Anfang an beklemmend. Das liegt in erster Linie an der schauspielerischen Leistung der Akteure, die ihre Rollen glaubwürdig rüberbringen. Allerdings fehlte mir trotz der hohen Qualität bei all den kleinen Handlungsspitzen doch der klare Handlungsbogen. Deshalb konnte mich der Film nicht vollends überzeugen.

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QUELLE: TULPENTOPF @ http://tulpentopf.de/kinotheater/film-freistatt-mit-louis-hofmann
„Tulpentopf ist ein Blog über Bücher, Filme und Geschichten aus dem Leben. Der Mensch hinter dem Blog heißt Tina, ist Mitte 30 und kämpft sich mal mehr und mal weniger erfolgreich durch den turbulenten Alltag mit Kindern, Job und Verein.“
DESWEITEREN ÜBER TULPENTOPF @
http://tulpentopf.de/ueber-tulpentopf
TULPENTOPF’s IMPRESSUM @ http://tulpentopf.de/impressum
Creative Commons Licence @ http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/deed.de (dies gilt nur für nichtkommerzielle Zwecke!)

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Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Jul 20, 2015 1:47 am

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Wolfgang Rosenkötter läßt wissen und gibt bekannt:

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Ernst-Abbe-Hochschule JenaUniversity of Applied Sciences @ http://www.eah-jena.de/fhj/fhjena/Documents/Freistatt.pdf [ und siehe auch @ https://idw-online.de/de/event49655 und @ https://idw-online.de/de/event49655?ipc_year=2015&ipc_month=6 (hier, jeweilig, auch mit zusätzlichen detailierten Programmangaben) ]

[ Die Vorteilhaftigkeit der weitest möglichen Weiterverbreitung dieser Terminansage – und aller damit zusammenhängenden Aspekte – steht völlig ausser Frage und ist daher, ganz sicherlich, allerseits gewollt und willkommen. ]

[ KINOSPIELFILM ] "FREISTATT"

Film über die „schwarze Pädagogik“ in den Erziehungsanstalten der 50er und 60er Jahre am Beispiel der Diakonie Freistatt in Niedersachsen. Der Film entstand nach persönlichen Erlebnissen von Wolfgang Rosenkötter, der am Filmabend in Jena teilnehmen wird.

14.10.2015

16.30 bis 20.00 Uhr

Aula der EAH Jena, Carl-Zeiss-Promenade 2, Haus 4

Film mit anschließender Diskussion

Eintritt: frei

Zu Geschichte des
FILMS "FREISTATT" (UA 2015), schreibt Wolfgang Rosenkötter:
„Ich war als Heimkind in den 60er Jahren im Heim und habe physische und psychische Gewalt und Entpersönlichung erfahren, die mein Leben stark geprägt haben…

Meine Geschichte habe ich – wie tausende anderer ehemaliger Heimkinder – bis zum Jahre 2005 verdrängt. Dann erschien das Buch „Schläge im Namen des Herrn“ vom Spiegelautor Peter Wensierski, in dem erstmals „unsere“ Geschichte recherchiert und glaubwürdig dargestellt wurde. Die Leitung der Diakonie Freistatt (in der ich als Jugendlicher im Heim war) lud 2006 zu einer Lesung mit dem Autor nach Freistatt ein. Lange habe ich überlegt, ob ich mich meiner Vergangenheit stellen solle, habe mich dann überwunden und heute kann ich sagen: Das war auch gut so …


2006 war ich zwei Jahre Vorsitzender des Vereins ehemaliger Heimkinder und habe zusammen mit anderen Betroffenen die Petition im Deutschen Bundestag eingereicht, die dann später zum „Runden Tisch Heimerziehung“ und danach zum Entschädigungsfond geführt hat.

[
Während dieser Zeit als Vorsitzender habe ich dem Verein das Geld geklaut, dass dieser für seine Arbeit von der Aktion Mensch bekommen hat. Ich habe mich seit jener Zeit nie wieder bei dem Verein gemeldet! Anm. VEH e.V. ]

Außerdem führe ich seit 2007 Lesungen in Universitäten, Fachhochschulen und Fachschulen durch und berichte als Zeitzeuge von der „Schwarzen Pädagogik“ der damaligen Heimzeit.
An der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin habe ich seit 2008 einen Lehrauftrag. Seit 2014 bin ich Mitglied im Arbeitskreis gegen geschlossene Unterbringung in Hamburg. Der Arbeitskreis ist im „Rauhen Haus“ in Hamburg angesiedelt, dort führe ich auch Lehrveranstaltungen und Lesungen durch.

[
Ich bin hocherfreut, dass ich jetzt über ein geregeltes Einkommen verfüge, da dies mir die Möglichkeit gibt, meine Schulden, die sich inzwischen auf weit über 6.000 Euro belaufen dürften, an den Verein – und damit an alle Ehemaligen – zurückzuzahlen. Anm. VEH e.V. ]

… Regisseur Marc Brummund fragte im Jahre 2009 in Freistatt an, ob er einen Spielfilm über die Heimzeit der 60er Jahre vor Ort drehen könne und ob ein Zeitzeuge über diese Zeit erzählen könne. Ihm wurde meine Adresse genannt und ich habe dann mit dem Regisseur über 2 Jahre in Abständen stunden- und tagelang zusammen gesessen und meine Geschichte erzählt. Marc Brummund hat zugehört und aufgeschrieben. Daraus entstand – zusammen mit der Drehbuchautorin Nicole Armbruster – das Drehbuch, das im Jahre 2014 den Deutschen Drehbuchpreis erhielt. Die Dreharbeiten wurden 2014 beendet und im Januar 2015 wurde der Film im Rahmen des Max-Ophüls-Festivals welturaufgeführt und erhielt dort den Publikumspreis, den Preis der Jugendjury und den Preis der Ökumenischen Jury. Die Rolle des Wolfgangs – also meine Rolle – spielt Louis Hofmann und bekam dafür Anfang des Jahres den Bayrischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler.“

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QUELLE DIESES TEXTES IM ORIGINAL: Ernst-Abbe-Hochschule JenaUniversity of Applied Sciences @ http://www.eah-jena.de/fhj/fhjena/Documents/Freistatt.pdf
QUELLE DER ANMERKUNGEN: Facebookseite des »Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.« ( »VEH e.V.« ) @ https://de-de.facebook.com/VEHeV .

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Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Jul 29, 2015 10:15 pm

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evangelisch-lutherische Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT.

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Beitrag von Martin MITCHELL im Gästebuch der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel (Bielefeld) @ https://www.bethel.de/gaestebuch/eintragen.html / https://www.bethel.de/gaestebuch/vielen-dank.html / https://www.bethel.de/gaestebuch.html?no_cache=1 am Mittwoch, 29.07.2015, um 06:09 Uhr (MEZ/CET) :

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Kommentar von einem ex-Freistätter „Fürsorgezögling“ aus Übersee, zu dem in diesem Internetauftritt @ https://www.bethel.de/aktuelles/aktuelles-ohne-vorlage/der-film-freistatt-kommt-in-die-kinos.html erscheinenden Artikel zum KINOSPIELFILM "FREISTATT" und der DAUERAUSSTELLUNG zur damaligen Heimerziehung im Wietingsmoor, die seit dem Frühjahr 2015 im „Haus Moorhort“ besteht:

» FÜRSORGEHÖLLE "FREISTATT" - "FREISTATT IM WIETINGSMOOR"

„Haus Moorhort“ war eins von mehreren „Häusern“ dort in FREISTATT. Jetzt gibt es dort, im erhalten gebliebenen „Haus Moorhort“, seit dem Frühjahr des Jahres 2015, eine „Dauerausstellung“, die sich „Erinnerungsstätte Moorhort“ benennt, aber auch „Freistatt
Fürsorge Ausstellung“ genannt wird.

Erinnerungsstätte Moorhortnicht zugänglich vom Ausland aus!!

Basis
URL : http://www.wohnungslos.info/ NICHT ZUGÄNGLICH

Spezifische
URL : http://www.wohnungslos.info/freistatt/vor-ort/90-freistatt-vor-ort/lokal/525-erinnerungsstaette-moorhort-feierlich-eroeffnet NICHT ZUGÄNGLICH

Weitere spezifische
URL : http://www.wohnungslos.info/fotogalerien NICHT ZUGÄNGLICH

DIE WEBSEITE IST, u.a., von Australien, USA, Polen, Spanien, Niederlande, Frankreich, Belgien, Schweiz, Österreich und Dänemark aus, und möglicherweise auch von vielen anderen Ländern aus, NICHT AUFRUFBAR.

Ich selbst betreibe – was insbesondere FREISTATT betrifft – schon seit Anfang des Jahres 2003 die Webseite
HEIMKINDER-UEBERLEBENDE.ORG @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org , auch bekannt als CARE-LEAVERS-SURVIVORS.ORG @ http://www.care-leavers-survivors.org , die 24/7 365 Tage im Jahr von überall aus in der Welt erreichbar ist. «

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Dieser mein heutiger Text im Gästebuch der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel (Bielefeld) muß natürlich erst noch freigeschaltet werden.
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Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Jul 29, 2015 11:57 pm

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evangelisch-lutherische Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT.

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Aufgrund dieses meines Beitrages im Bethel Gästebuch (wiedergegeben im unmittelbar vorhergehenden Beitrag HIER) – der übrigens im Bethel Gästebuch bisher nicht freigeschaltet worden ist – wurde ich gestern, Mittwoch, 29.07.2015, um ca. 11:50 Uhr (MEZ/CET) von einem Pressesprecher der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel (Bielefeld), Robert Burg, per E-mail kontaktiert, der mich diesbezüglich wie folgt informierte :

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Sehr geehrter Herr Mitchell

vielen Dank für Ihren Hinweis. Leider habe ich keinen Rat, wie und ob Sie von Australien aus auf
die Hompage [ FREISTATT ] gelangen können. Vielleicht gibt es in Australien länder- bzw. Domain-spezifische Sperrungen? Ich habe die verlinkte Seite gerade angesteuert – in Deutschland scheint sie problemlos zu funktionieren.

Nur ein Hinweis: Für
diese Hompage sind nicht wir von der Pressestelle in Bethel verantwortlich – sie [ d.h., die FREISTATT Dauerausstellung“, „Erinnerungsstätte Moorhort“ @ http://www.wohnungslos.info/ Webseite ] wird von den Bewohnern Freistatts gemeinsam mit Bethel-Mitarbeitenden betrieben.

Viele Grüße, Robert Burg

v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
Zentrale Öffentlichkeitsarbeit Dankort
Presse + Kommunikation

Quellenhofweg 25
33617 Bielefeld
Tel. 0521/144-3605
Fax 0521/144-2274

http://www.bethel.de

Stiftung Bethel, rechtsfähige kirchliche Stiftung des privaten Rechts; HRA Nr. 10337, Amtsgericht Bielefeld, vertreten durch den Vorstand (Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl, Stellv. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Günther Wienberg)

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Und die Webseite http://www.wohnungslos.info/freistatt/vor-ort/90-freistatt-vor-ort/lokal/525-erinnerungsstaette-moorhort-feierlich-eroeffnet , und alles was damit zusammenhängt, bleibt weiterhin unzugänglich vom Ausland aus.
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Ein SPIELFILM über die Erziehungseinrichtung "FREISTATT"

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Aug 04, 2015 10:18 am

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evangelisch-lutherische Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT.

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Hier geht es um die von-Bodelschwinghschen-Stiftungen Bethel (Bielefeld), NRW, bzw. die von-Bodelschwinghschen-Anstalten Bethel (Bielefeld), NRW, und alle ihre „Teilanstalten“ und „Anstaltsgemeinden“, wie z.B., insbesondere, die auch heute noch weiterhin bestehen bleibende AnstaltFREISTATT“ (Diepholz/Sulingen) und den auch heute noch weiterhin bestehen bleibendenBIRKENHOF“ (Hannover-Kirchenrode) – ein ZUSAMMENSCHLUSS einzelner Bethel-eingener EINRICHTUNGEN in Niedersachsen, DER sich seit dem Jahre 2009BETHEL IM NORDENbenennt.

Ein Auszug von dieser
FREISTATT-Webseite ( http://www.wohnungslos.info/ ), die weiterhin nicht vom Ausland aus zugänglich ist, und anscheinend ganz speziell und absichtlich von den Betreibern so eingerichtet und programmiert worden ist, dass, sie nicht vom Ausland aus aufgerufen werden kann.


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ERINNERUNGSSTÄTTE MOORHORT FEIERLICH ERÖFFNET [ siehe @ http://www.wohnungslos.info/freistatt/vor-ort/90-freistatt-vor-ort/lokal/525-erinnerungsstaette-moorhort-feierlich-eroeffnet ]

[ Zum Original dieses Textes gehören auch viele historische und aktuelle Fotographien, die es mir aber nicht möglich ist jetzt hier wiederzugeben, da sie mir hier in Australien, wo ich seit dem 24.03.1964 ansässig bin, nicht sichtbar sind) ]

Am Freitag, den 20.03.2015 wurde in Freistatt die
Gedächnisstätte Moorhort [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Freistatt#Geschichte ] in feierlichem Rahmen eröffnet.

In verschiedenen wieder hergerichteten Räumen lässt sich nun Einblick nehmen in die
Moorhort Leidensgeschichte der Fürsorgezöglinge [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Heimerziehung#Bundesrepublik_Deutschland ], die hier zwischen 1945 und 1974 gelebt haben.

Im 1. Stock ist ein Informationszentrum mit verschiedenen Schautafeln und Dokumenten eingerichtet worden, das Aufschluss über die streckenweise erschütternden Schicksale gibt.

Von den vier baugleichen Häusern, die damals die Zöglinge [ in „FREISTATT] beherbergten, steht nur noch eines, das Haus Moorhort. Spätestens sei 2006 wurde über ein mögliches Museum bzw. eine Gedenkstätte diskutiert — auch weil in diesem Jahr das Buch "
Schläge im Namen des Herrn" [ siehe @ https://www.perlentaucher.de/buch/peter-wensierski/schlaege-im-namen-des-herrn.html ] von Peter Wensierski [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Wensierski ] von der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA) herausgegeben wurde.

Mit Hilfe der Filmkulissen zum
PREISGEKRÖNTEN FILM "FREISTATT" [ siehe @ http://www.zum-goldenen-lamm.com/ ], der im Juni 2015 Premiere haben wird, konnte der Plan nun endlich umgesetzt werden.

Die Geschäftsführerin der Diakonie Freistatt,
Luise Turowski [ siehe @ http://www.bethel-im-norden.de/ueber-uns/geschaeftsfuehrung.html ] (hier bei der Begrüßung mit Frank Kruse [ siehe @ http://www.bethel-im-norden.de/unsere-angebote/wohnungslosenhilfe/ansprechpartner.html ], dem Bereichsleiter der Wohnungslosenhilfe Freistatt), sprach bei der Eröffnung vom Prozess der Aufarbeitung und dankte den vielen Helfern, die diesen Prozess über die Jahre hinweg unterstützten.

Frau Turowski wies ausdrücklich darauf hin, daß es sich bei Moorhort nicht um ein Museum handeln würde, sondern um eine Gedächtnisstätte.

Auch
Pastor Ulrich Pohl [ siehe @ http://www.bethel-im-norden.de/unsere-angebote/wohnungslosenhilfe/ansprechpartner.html ], der Vorstandsvorsitzende der von-Bodelschwingschen Stiftung Bethel, sprach in seiner Eröffnungsrede von der Tiefe der Eindrücke, die man von der Ausstellung bekäme. Er sagte, daß das zugefügte Leid sicherlich nicht wiedergutzumachen wäre, daß Bethel aber dazu stünde, Hilfe zu leisten und auch mit dieser Stätte um Entschuldigung zu bitten.

Eine besondere Rolle hätte in diesem Zusammenhang da
Archiv der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel [ siehe @ http://www.hauptarchiv-bethel.de/start.html ] gespielt. Durch das Bewahren der entsprechenden Akten sei es vielen Zöglingen möglich gewesen Ansprüche zu beweisen und eigene Geschichte zu dokumentieren.

Wolfgang Rosenkötter [ siehe @ http://www.vehev.org/Lebensberichte%2014.html ], ein ehemaliger Zögling in Freistatt, und einer der ersten Forderer und Förderer der Gedächtnisstätte arbeitet heute als Vertrauensperson innerhalb der Jugendhilfe.

Er begrüßt Moorhort als Ort der Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit und als Mahnmal dafür, daß die Dinge, die er und seine Leidensgenossen erlebt haben, nie wieder passieren dürfen.

Als Abschluss gab
Rüdiger Scholz [ siehe @ http://www.bethel-im-norden.de/unsere-angebote/jugendhilfe-diepholz/ansprechpartner.html ], der Bereichsleiter der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe von Bethel im Norden einen Einblick in die moderne Jugendhilfe. Diese sei inzwischen durch ein Leistungsgesetz [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Achtes_Buch_Sozialgesetzbuch ] geregelt, grundsätzlich würde man heute Kinder und Jugendliche in einem gänzlich anderen gesellschaftlichen Kontext wahrnehmen.

Trotzdem müsse der öffentliche Träger versuchen "mehr Flagge zu zeigen". Manchmal sollten vielleicht besser die Eltern untergebracht werden anstatt der Kinder.

Insgesamt eine sehr sehenswerte Ausstellung und ein wichtiges Mahnmal für unseren Umgang mit Erziehung.

Wer das Haus Moorhort besichtigen möchte kann dies nach Anmeldung bei Frau Kammacher unter der Telefonnummer 05448 88250 gerne tun. Voraussetzungen gibt es hierfür keine. Frau Kammacher wird sammeln, bis sie eine Gruppe zusammen hat und dann einen Termin vereinbaren.

Die weiteren Fotos zur Ausstellungseröffnung findet ihr in unserer
Fotogalerie Moorhort-Eröffnung [ siehe @ http://www.wohnungslos.info/fotogalerien ].

Text: Christof / Fotos: Michael
(Veröffentlicht am 24. März 2015)

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QUELLE: „FREISTATT-Webseite @ http://www.wohnungslos.info/freistatt/vor-ort/90-freistatt-vor-ort/lokal/525-erinnerungsstaette-moorhort-feierlich-eroeffnet

Diese Textauszüge wurden mir erst kürzlich – nicht von Wolfgang Rosenkötter, sondern von einem anderen engagierten ex-Freistätter der 1960er Jahre – per E-mail von Deutschland nach Australien zugesandt.

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Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Do Aug 06, 2015 11:56 am, insgesamt 2-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
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Ein SPIELFILM über die Erziehungseinrichtung "FREISTATT"

Beitragvon Martin MITCHELL » Mi Aug 05, 2015 12:45 pm

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evangelisch-lutherische Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT.

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

Obwohl mir als „AUSLÄNDER“ im Ausland (Australien), und jedem anderen „AUSLÄNDER“ im Ausland (wo auch immer in der Welt), der Zugang zur FREISTATT-Webseite ( http://www.wohnungslos.info/ ) ununterbrochen vom Betreiber unmöglich gemacht wurde und auch weiterhin unmöglich gemacht wird, ist es mir jetzt nun doch über den YAHOO.DE-Cache / den YAHOO.DE-Speicher @ http://68.142.243.205/search/srpcache?p=%22FREISTATT%22%2B%22Wolfgang+Rosenk%C3%B6tter%22&fr=yfp-t-684&ei=UTF-8&u=http://cc.bingj.com/cache.aspx?q=%22FREISTATT%22+%2b%22Wolfgang+Rosenk%c3%b6tter%22&d=4572226099810750&mkt=de-DE&setlang=de-DE&w=c8_2ezlEvgUfNXIdpTnRRasv7ItM3k6U&icp=1&.intl=de&sig=ZQY9j44gS4.pEKzIO5qPMQ-- gelungen, mir Zugang zu dem dortigen "FREISTATT" KINOSPIELFILM BERICHT zu verschaffen.

Der
KINOSPIELFILM "FREISTATT" wurde am Samstag 27.06.2015, in Anwesenheit des Regisseurs Marc Brummund und in Anwesenheit des Zeitzeugen Wolfgang Rosenkötter, im nahegelegenen (20 km von Freistatt entfernten) Kreisstädtchen Diepholz gezeigt.

»Dies ist die zwischengespeicherte Version der Seite für
http://www.wohnungslos.info/90-freistatt-vor-ort/lokal/596-freistatt-filmpremiere-in-diepholz/«, zu der auch so einige historische sowie auch aktuelle Fotographien gehören (die aber in dieser Speicher-Version leider nicht anzeigen).


.
Diepholz feierte am Samstag [ 27.06.2015 ] unter reger Beteiligung von Freistätter/innen (mit freundlicher Unterstützung vom Frank Kruse als Leiter der Wohnungslosenhilfe Freistatt und Jürgen Pohl als Disponent des Filmverleihs, der Salzgeber & Co. Medien GmbH [ siehe @ http://www.salzgeber.de/ ]) in zwei Vorstellungen die PREMIERE DES FILMS "FREISTATT" im Central Kino [ siehe @ http://central-cineworld.de/ ].

An der Abendpremiere konnten wir als Pressevertreter teilnehmen.


Marc Brummund [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Brummund ] Regisseur – und mit Nicole Armbruster [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Nicole_Armbruster ] auch Drehbuchautor – des Films, arbeitet mit seinem fiktiven Drama ein Stück dunkler Geschichte der Kolonie Freistatt auf. Dabei konzentriert er sich auf die Situation der jugendlichen „Zöglinge“, die in der Abgeschiedenheit des Erziehungsheims Moorhort [ siehe @ http://www.wohnungslos.info/ ] der Willkür ihrer Aufseher und ihres Heimleiters ausgeliefert waren, ein übles Beipiel für „Erziehungsmethoden“, das unter dem Begriff „ Schwarze Pädagogik[ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Pädagogik ] einzuordnen ist – „ Freistatt: Grausame Bilder einer Jugend [ siehe @ http://www.abendblatt.de/hamburg-tipps/article205421111/Freistatt-Grausame-Bilder-einer-Jugend.html ] titelt Volker Behrens in seinem Film-Tipp für das Hamburger Abendblatt.

Die 33 Bewohner Freistatts, die zur 17:00 Uhr Vorstellung mit dem zur Verfügung gestellten Bus angereist waren, reagierten mit Betroffenheit und Anteilnahme auf die Vorführung. Vielen war das Kämpfen mit eigenen, ähnlichen Erinnerungen auf der Rückfahrt anzumerken.


Zum Film [ siehe @ http://www.freistatt-film.de/ ] :

Erzählt wird das Schicksal des 14-jährigen Wolfgang, den sein Stiefvater mit der Diagnose „aufmüpfig, renitent und schwer erziehbar“ in die Fürsorgeanstalt Freistatt abschiebt. Aus seinem gewohnten Umfeld in Osnabrück herausgerissen, in dem er sich im Jahr 1968 einen Aufbruch in eine neue Zeit erhofft, wird er im abgelegenen Fürsorgeheim Moorhort in eine Gruppe Ausgestoßener gezwängt, die in militärischer Tradition – mit dem Zwang zu absolutem Gehorsam – vom Hausvater und seinen untergebenen „Brüdern“ mit brutaler Härte beherrscht wird.

In bewegenden Bildern (von der Kamerafrau
Judith Kaufmann [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Judith_Kaufmann ] stimmungsvoll umgesetzt) wird der Leidensweg der jungendlichen Zöglinge geschildert, die unter dem Vorwand sie „für das Leben zu erziehen“ zum Torfstechen im Moor gezwungen werden. Dabei wird jeder Widerstand oder gar Arbeitsverweigerung mit Schlägen betraft und ihre Arbeit wird für „kleine Geschäfte“ mit finanziellem Nutzen für den Heimvater ausgenutzt.

Fluchtversuche der Jungen, die im weitläufigen Moor von vornherein praktisch aussichtslos sind, werden mit Essensentzug für die gesamte Gruppe geahndet, wobei die anschließende Bestrafungsaktionen der Jungen untereinander stillschweigend geduldet werden.

Das bedrückendste in dieser Umgebung von Gewalt und Mißhandlungen aber ist wohl der Verrat der Angehörigen der Jungen, die Zeichen der Mißhandlungen und Unterdrückung nicht sehen wollen und der christlichen Einrichtung alle Verantwortung für ihre Kinder übergeben – die werden schon wissen, was sie zu tun haben – in der Endstation Freistatt.

In der FAZ vermisst Bert Rebhandl bei diesem Film: „... wie sich aus der Gewalt der Verhältnisse eine Idee von Emanzipation, von Freiheit, von Individualität entwickeln kann.“
"FREISTATT" setze „um der stärkeren Effekte willen auf Ausweglosigkeit“.

Vielleicht ist aber gerade dieses Bild vom „Biotop“ Freistatt im Moor als letzte Endstation für „hoffnungslose Erziehungsfälle“ das Besondere an diesem persönlichen Film. Es gab offensichtlich – durch Zeitzeugen belegt – Orte in Deutschland, an denen Kinder und Jugendliche mit Duldung unserer Gesellschaft mißhandelt und gequält wurden, ohne wirkliche Hoffnung, ihrem Gefängnis entkommen zu können.


Regisseur Marc Brummund [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Brummund ] :

Wir hatten vor der Vorstellung Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit dem Regisseur Marc Brummund, der zur Premiere seinen Geburtsort Diepholz besuchte. Im Herbst 2009 habe er der Produzentin Stefanie Groß beim SWR eine Dokumentation zum Thema vorgeschlagen. Schließlich habe er sich aber für das Genre Jugend-Drama entschieden und die Dreharbeiten dauerten dann von August 2012 bis September 2013. Der Film wurde als Koproduktion von SWR, WDR, SR, NDR und ARTE von der „
Zum Goldenen Lamm Filmproduktion[ siehe @ http://www.zum-goldenen-lamm.com/de/projekte/38-freistatt ]“ gedreht mit den Schauspieler/innen Louis Hofmann [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Hofmann ], Alexander Held [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Held ], Max Riemelt [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Riemelt ], Katharina Lorenz [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Lorenz ], Stephan Grossmann [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Stephan_Grossmann ], Uwe Bohm [ siehe @ https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Bohm ] u.a., in den Nebenrollen waren etwa zur Hälfte Jungen aus der Region beteiligt.

Bei „Bethel im Norden“ und der Wohnungslosenhilfe Freistatt habe er sehr aufgeschlossene Ansprechpartner gefunden, die seine Arbeit sehr gut unterstützt hätten, besonders mit der Einsicht in die umfassend erhalten gebliebenen Akten der ehemaligen Fürsorge-Einrichtungen – die dagegen bei vielen anderen vergleichbaren Heimen längst entsorgt worden sind.

Interessant sei für ihn auch der Aspekt gewesen, dass in relativer Nähe zu den Orten seiner eigenen recht sorgenfreien Jugendzeit rund um Diepholz solch ein erschreckender Ort bis in die 70er Jahre angesiedelt war.

Im Anschluss an die Dreharbeiten und zur Aufarbeitung der Vorkommnisse in diesen ehemaligen Freistätter Einrichtungen – zeitweilig wurden hier 6 Fürsorgeheime betrieben – bietet die Wohnungslosenhilfe Freistatt eine Besuchsmöglichkeit im Drehort „Haus Moorhort“ an, wie von uns
bereits berichtet [ siehe @ http://www.wohnungslos.info/ ] wurde.

Filmgespräch zum Abschluß des Films:

Nach der Vorstellung gaben Marc Brummund und Jürgen Pohl, ergänzt um Wolfgang Rosenkötter als ehemaligen Zögling im Haus Moorhort und Rüdiger Scholz, den Bereichsleiter der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe von „Bethel im Norden“, dem Publikums noch Zeit für Fragen zum Film. Gut 1/2 Stunde lang dauerte dann noch der Dialog um das bewegende Thema des Films, den ich euch einmal in Stichworten als Anhang hinzufüge.

Abschließend noch ein Hinweis auf das
Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe [ siehe @ http://www.ombudschaft-jugendhilfe.de/ombudstellen-nach-bundeslaendern/ueber-uns/ ], das sich heute mit Problemen von Kindern und Jugendlichen im Bereich Heimerziehung befasst. Es unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien ombudschaftlich im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII), insbesondere im Bereich der Hilfen zur Erziehung.

Zuletzt konnten wir Marc Brummund noch zu seinem gelungenen Film gratulieren und viele Zuschauer wünschen, bevor wir nach diesem nachdenklich stimmenden Abend zurück nach Freistatt fuhren.

Text: Jens

Bilder: André, Markus

––––––––––––––––––––––––––––––––

... die Publikumsdiskussion [ Protokoll im Telegrammstil ] :

* Jürgen Pohl (Disponent des Filmverleihs):
- Einleitung mit Vorstellung der Vierer-Runde am roten Vorhang

* Wolfgang Rosenkötter (ehemaliger Zögling im „Haus Moorhort“):
- 1961 war ich 15 Monate in Moorhort
- 2006 besuchte ich die Lesung zum Buch "Schläge im Namen des Herrn"
- ich habe dann Marc Brummund bei verschiedenen Hamburg-Besuchen kennengelernt
- ... bis dann der Film entstand

* Rüdiger Scholz
(Bereichsleiter der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe vonBethel im Norden“):
- Der Film ist nah an der Realität in Freistatt und anderen Eirichtungen
- W. Rosenkötter ist heute mit einer Kollegin als Vertrauensperson tätig, auch für Freistatt

* Wolfgang Rosenkötter:
- Mit dem Wissen, was damals geschehen ist ...
- So etwas darf nie wieder geschehen!
- Keine Zwangsarbeit mehr!
- Trotz heute zu beobachtender Tendenzen zu härterem Vorgehen in Erziehungsfragen

* Ein Herr Erik Lange, Vater eines Komparsen:
- Laut Kritik der FAZ solle der Kontext zur Zeitgeschichte fehlen
- Und schlimmere Vorgänge sollen auch fehlen

* Marc Brummund (Regisseur und Mitautor des Drehbuchs):
- Ich habe sehr emotionale Treffen mit ehemaligen Zöglingen erlebt
- Dabei habe ich immer wieder "genau so ist es passiert" gehört
- Teils gab es wohl noch schlimmere Vorgänge
- ich weiß nicht, ob ich das im Film so erzählt hätte
- z.B. ist die Scheinbeerdigung als Vorgang in einer Dortmunder Einrichtung belegt
- Die Erzählung hier ist aber fiktionalisiert zu einen beispielhaften Film!

* Ein Herr aus dem Publikum:
- Ich komme aus dem Ruhrgebiet
- Der Film hat mich emotional sehr berührt
- Warum nur ging das so lange?
- Wie kann man das mit Menschen machen?
- Ein verstörender Inhalt, wenn man gewöhnt ist, ins Kino eher zur Unterhaltung zu gehen

* Wolfgang Rosenkötter:
- Ein lange verdrängtes Thema
- Unfassbare Geschehnisse - Warum nur?
- Tendenz in den 50er und 60er Jahren, Züchtigung als Konzept der Härte bei der Erziehung
- Mit Schläögen bessere Menschen machen? - in der Meinung, das Richtige zu tun ...
- Kinder haben keine Lobby

* Marc Brummund:
- Die 68er Bewegung ist sehr spät wirklich in der Gesellschaft angekommen
- Änderungen kamen erst langsam mit der Regierungsbeteiligung der SPD ab 1966
- Alte Heimleiter blieben auch noch lange in ihrer Position
- Ein langsamer Prozeß!

* Wolfgang Rosenkötter:
- Heute gibt es ganz andere Ansätze (bei der Heimerziehung)

* Rüdiger Scholz:
-
25 Jahre SGB und Jugendhilfe [ siehe @ https://www.agj.de/programm.386.0.html ]
- Aus dem früheren Fürsorge-Gesetz wurde ein Leistungs-Gesetz
- Das Jugendamt konnte früher auch sehr leicht Eltern entmündigen
- Das Buch"
Endstation_Freistatt" [ siehe @ http://www.bethel.de/service/bethel-verlag/wie-lebendig-begraben.html ]
als Beitrag zur Aufarbeitung

* Herr aus dem Publikum:
- Es wurden wohl eher die Opfer dargestellt?!

* Marc Brummund:
- Wir haben auch die Situation der "Brüder" verdeutlicht, die ja eigentlich oft keine ausgebildeten Erzieher waren!

* Herr aus dem Publikum:
- Diese Hilfslosigkeit und das Scheitern der Verantwortlichen
- und zuletzt nur eine schleichende Besserung

* Herr aus dem Publikum:
- Was ist eigentlich aus dem Hausleiter Brockmann geworden?

* Wolfgang Rosenkötter:
- Deren Schicksale (Hausleiter bzw. Hausvater) sind eher unbekannt
- Sie wurden wohl normal pensioniert
- Es gab aber auch Diakone (Brüder), die sich später entschuldigt haben
- Viele verteidigten sich aber mit: "Wir haben doch das Richtige getan!"
- Ob heute in Heimen alles gut läuft?

* Marc Brummund:
- Es besteht immer bei abgeschlossenen Systemen eine Gefahr für solche Strukturen

* Wolfgang Rosenkötter:
- Und bei all der Diskussionen um Entschädigungsfragen: Behinderte sind bis heute nicht entschädigt worden
- Manche autoritäre Tendenzen heute sind auch problematisch zu sehen
- Immerhin gibt es heute Ombudsmänner & Vereine, die sich mit dem Thema beschäftigen

* Erzieherin aus dem Publikum an W.R.:
- Der Film hat mich sehr berührt
- Ich möchte hier meinen Respekt für Ihre Lebensleistung ausdrücken!
---- spontaner Publikums-Applaus! ----
- War denn keine Hilfe aus der Bevölkerung möglich?

* Wolfgang Rosenkötter:
- Ich bin damals auch geflüchtet, aber die Umgebung war tabu!
- Bauern waren aufgerufen, Flüchtlinge einzufangen (... das sind ja die "Bösen Jungs"!)
- Es gab wohl auch Kopfgelder für wieder Eingefangene
- Jeder Fluchtversuch wurde ja auch mit Sirenen angezeigt ... "Da ist wieder einer unterwegs!"

* Marc Brummund:
- Bevölkerung als Nutzniesser: Jungen wurden auch als Helfer ausgeliehen an Landwirte

* Wolfgang Rosenkötter:
- Macht haben - und nicht mißbrauchen

* Junger Mann aus dem Publikum:
- Mit dem Luftgewehr auf Hühner schießen, ein früherer Jungenstreich ...
- Pass auf, dass Du nicht nach Freistatt kommst!

* Herr aus dem Publikum:
- Abschliessender Hinweis auf W. Rosenkötter als Ombudsmann und Ansprechpartner
- Diakonie Freistatt bzw. „Bethel im Norden“ sei da vorbildlich!
- Ombudsstelle:
Bundesnetzwerk Ombudschaft [ siehe @ http://www.ombudschaft-jugendhilfe.de/ombudstellen-nach-bundeslaendern/ueber-uns/ ]

* Jürgen Pohl:
- Danksagung an Besucher und das Central Kino
- Der Film läuft noch weiter, bitte weiterempfehlen!
- Der Saal muss jetzt leider geräumt werden
- Im Foyer sind aber noch abschließende private Fragen möglich


(Veröffentlicht am 29. Juni 2015)

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Ein SPIELFILM über die Erziehungseinrichtung "FREISTATT"

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Aug 08, 2015 11:47 pm

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evangelisch-lutherische Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT.

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

DIAKONIE FREISTATT“, „FREISTATT“, Landkreis Diepholz, BRD

DIAKONIE FREISTATT“, „FREISTATT“, Gemeinde Kirchdorf, BRD

( 14.09.2009 ) „Annette Seidel, Geschäftsführerin von Bethel im Norden“

( 12.01.2012 ) „Wohnungslosenhilfe in der Diakonie Freistatt

( 21.02.2013 ) „Frank Kruse, Bereichsleiter Wohnungslosenhilfe/Bethel im Norden, jetzt dem Ausschuss für Jugend und Soziales der Samtgemeinde Kirchdorf“ (
frank.kruse@bethel.de )

( 11.12.2013 ) „Frank Kruse, Leiter der Obdachlosen-Hilfe in Freistatt“ (
frank.kruse@bethel.de )

( 12.05.2015 ) „Frank Kruse (Kirchenvorstand)“ (
frank.kruse@bethel.de )

( 12.05.2015 ) „Luise Turowski und Pastor Christian Sundermann (Geschäftsführung Bethel im Norden)“ (
luise.turowski@bethel.de und christian.sundermann@bethel.de )

Der Betreiber und Administrator der evangelisch-lutherischen „
FREISTATT-Webseite ( Domain ID:PSIU-11345188 („Organisation Bethel“ = Haus Gottes) @ http://www.wohnungslos.info ), die anscheinend schon seit dem 20.10.2011 nirgens vom Ausland aus zugänglich ist, gehört zu „BETHEL IM NORDEN“ (Niedersachsen), ein Teilbereich der „VON BODELSCHWINGSCHEN ANSTALTEN BETHEL“ (Bielefeld, Nordrhein-Westfalen), Bundesrepublik Deutschland.

Die evangelisch-lutherische „
FREISTATT-Webseite ( Domain ID:PSIU-11345188 („Organisation Bethel“ = Haus Gottes) @ http://www.wohnungslos.info ), die erstmalig am 20. Oktober 2011 erstellt wurde, wird betrieben von dem STELLVERTRETENDEN FREISTÄTTER BÜRGERMEISTER FRANK KRUSE ( frank.kruse@bethel.de ); sein aktuell Vorgesetzter ist der FREISTÄTTER BÜRGERMEISTER GERO ENDERS ( gero.enders@bethel.de und geroenders@googlemail.com ).

Ansprechpartner FREI-PRO
Frank Kruse
Leitung
v.-Lepel-Straße 27
27259 Freistatt
Telefon: 05448 / 88341

frank.kruse@bethel.de

Ansprechpartner Qualifizierung, Beschäftigung, Ausbildung
Frank Kruse
Wichernstraße 6b
27259 Freistatt
Telefon: 05448 / 8 – 8341
Telefax: 05448 / 8 – 8226

frank.kruse@bethel.de

EFWE - Evangelischer Fachverband Wohnung und Existenzsicherung e.V.
Mitglied: Herr Frank Kruse
Tel.: 05448-88341
Fax: 05448-88599
v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel
Diakonie Freistatt
v.-Lepel-Straße 27

frank.kruse@bethel.de

Und alle, die ich kürzlich bezüglich der Nichtzugänglichkeit im Ausland der FREISTATT-Webseite ( Domain ID:PSIU-11345188 („Organisation Bethel“ = Haus Gottes) @ http://www.wohnungslos.info ), in „FREISTATT“ / „DIAKONIE FREISTATT“ / „BETHEL IM NORDEN“, in „KIRCHDORF“, in den „VON BODELSCHWINGHSCHEN STIFTUNGEN BETHEL“ angeschrieben habe – sofort nachdem ich diese Webseite und ihre Nichtzugänglichkeit im Ausland erstmalig entdeckt hatte – insgesamt 15 verschiedene Personen! – einschließlich den Betreiber und Administrator der Webseite Herrn Frank Kruse selbst – um nachzufragen warum dem so ist, anworten einfach nicht!! ----- was mir bestätigt, dass diese Nichtzugänglichkeit im Ausland dieser Webseite nicht nur genau beabsichtigt ist, aber auch untereinander abgesprochen wurde.

QUELLEN:

http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/ist-richtig-toll-geworden-466665.html

http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/bilder-kopf-wegweiser-zurueck-leben-1559302.html

http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/kannste-hingehen-2761310.html

http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/kirchdorf-ort120456/jesus-christus-lebenslang-mein-freund-einfuehrung-pastor-herzer-5002330.html

http://www.aachener-zeitung.de/news/aus-aller-welt/von-der-strasse-in-die-eigene-wohnung-der-lange-weg-zurueck-1.716493

http://www.bethel-im-norden.de/unsere-angebote/betriebe/frei-pro/ansprechpartner.html

http://www.bethel-im-norden.de/unsere-angebote/sonstiges/qba/ansprechpartner.html

http://whois.gwebtools.de/wohnungslos.info

http://www.aachener-zeitung.de/news/aus-aller-welt/von-der-strasse-in-die-eigene-wohnung-der-lange-weg-zurueck-1.716493

http://www.efwe-niedersachsen.de/vorstand.html

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Ein SPIELFILM über die Erziehungseinrichtung "FREISTATT"

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Aug 08, 2015 11:49 pm

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evangelisch-lutherische Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT.

DIAKONIE - Fürsorgehölle ANSTALT FREISTATT im Wietingsmoor.

DIAKONIE FREISTATT“, „FREISTATT“, Landkreis Diepholz, BRD

DIAKONIE FREISTATT“, „FREISTATT“, Gemeinde Kirchdorf, BRD


Am frühen Nachmittag (MEZ/CET) am Freitag, 7. August 2015, erhielt ich dann auf einmal, ganz unerwartet, folgende Nachricht per Email von einem Jens R….mann von derRedaktion Freistätter Online Zeitungdirekt aus der Bethel-eigenenAnstaltsgemeinde“ „FREISTATT“ ( Absender: redaktion@wohnungslos.info / jr----mann@gmail.com ), in folgendem Wortlaut:

.
Hallo Herr Mitchell,

Danke für Ihre Rückmeldung zu unserer Webseite.


http://www.wohnungslos.info

Wir haben in den letzten Tagen die Zugriffsbeschränkungen überarbeitet.

Die Webseite sollte jetzt in Europa, Amerika, Australien + Neuseeland sichtbar sein.

Mit freundlichen Grüßen

Jens R….mann


Redaktion Freistätter Online Zeitung

redaktion@wohnungslos.info

.

Somit sollten jetzt auch die folgenden beiden Reportágen (1.) @ http://www.wohnungslos.info/90-freistatt-vor-ort/lokal/525-gedaechtnisstaette-moorhort-feierlich-eroeffnet und (2.) @ http://www.wohnungslos.info/90-freistatt-vor-ort/lokal/596-freistatt-filmpremiere-in-diepholz von überall in der Welt aus zugänglich sein.

Auf meinem Komputer in Australien sind sie dies aber leider immer noch nicht und die Basis-URL http://www.wohnungslos.info von hier aus ebenso wenig.

Die Frage ist natürlich jetzt auch: Ist
die FREISTATT-Webseite http://www.wohnungslos.info wirklich aufrufbar in Amerika und Neuseeland?

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