HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Republik Irland (Éire).

HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Republik Irland (Éire).

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Jul 25, 2013 12:27 pm

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Auch deutsche und österreichische Opfer von Menschenrechtsverbrechen / Zwangsarbeit fordern eine gerechte und angemessene Entschädigung.


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Katholischen Barmherzigen Schwestern Orden
die Mercy Sisters,
die Sisters of Our Lady of Charity,
die Sisters of Charity und
die Good Shepherd Sisters
wollen nicht entschädigen



Wird dies nun ein Rückschlag für die Opfer der irischen Magdalenen Wäschereien bedeuten?


Kathweb - Die Katholische Presseagentur Österreich berichtet diesbezüglich

@ http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/55955.html

Betreuungsleistungen der Heime wurden staatlich finanziert, Kontrolle der Arbeitsbedingungen jedoch unterlassen

Do. 16.07.2013

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Dublin, 16.07.2013 (KAP) Die Betreiberinnen der "Magdalenenheime" in Irland wollen sich nicht an einem Entschädigungsfonds für die Opfer von Zwangsarbeit in ihren Einrichtungen beteiligen. Eine entsprechende Erklärung übersandten die vier Frauenorden - die Mercy Sisters, die Sisters of Our Lady of Charity, die Sisters of Charity und die Good Shepherd Sisters - dem irischen Justizminister Alan Shatter, wie die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA am Dienstag berichtet. Hingegen wollten sie an der Aufarbeitung der Geschichte mitwirken und ehemalige Heiminsassen in Betreuungseinrichtungen ihrer Orden versorgen.

Eine Ministeriumssprecherin äußerte sich enttäuscht über die Weigerung der Orden, einen Teil der finanziellen Entschädigung zu übernehmen. Shatter wollte nach Angaben der Zeitung die Entscheidung im Kabinett erörtern. Für den Entschädigungsfonds ist ein Gesamtumfang von bis zu 58 Millionen Euro vorgesehen
[ für insgesamt mehr als 10000 Frauen, die diese "Magdalenenheime" zwischen 1922 und 1996 durchlaufen haben --- nicht alle dieser Opfer leben heute natürlich noch ].

Die "Magdalene Laundries" wurden im 18. Jahrhundert als Reformanstalten für Prostituierte gegründet. Später entwickelten sie sich zu Auffangstätten für junge Frauen, die aus verschiedensten Gründen aus der Gesellschaft ausgestoßen wurden. Dort mussten sie unbezahlt teils schwere Arbeiten verrichten. Das letzte der Heime wurde 1996 geschlossen.

Eine Untersuchungskommission stellte 2012 fest, dass staatliche Behörden zwar Betreuungsleistungen der Heime finanziert, eine Überprüfung der Bezahlung der dort tätigen Insassen und der Arbeitsbedingungen jedoch unterlassen hatten.

Die Aufklärung kam in Gang, nachdem das UN-Antifolterkomitee die Praxis der "Magdalenenheime" mit Zwangsarbeit gleichgesetzt und die irische Regierung zur Aufklärung aufgefordert hatte.

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QUELLE: der elektronische Informationsdienst der Österreichischen Katholischen Presseagentur KATHPRESS

QUELLE: ORF.at - Österreichischer Rundfunk, Stiftung öffentlichen Rechts


Auch deutsche und österreichische Opfer von Menschenrechtsverbrechen / Zwangsarbeit fordern eine gerechte und angemessene Entschädigung.
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Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
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HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT in der Republik Irland (Éire).

Beitragvon Martin MITCHELL » Fr Jul 26, 2013 2:23 pm

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Auch deutsche und österreichische Opfer von Menschenrechtsverbrechen / Zwangsarbeit fordern eine gerechte und angemessene Entschädigung.

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Der einzige Bericht in den sekulären Medien in Deutschland zu diesem Aspekt, wer in Irland von wem entschädigt wird, ist folgender:

dradio.de - Deutschlandradio Körperschaft des öffentlichen Rechts @ http://www.dradio.de/kulturnachrichten/2013071616/2/

Deutschlandradiokultur

KULTUR NACHRICHTEN

Dienstag, 16. Juli 2013 16:30 Uhr

Irland: Ehemalige Betreiber der Magdalenenheime wollen nicht zahlen

Jahrhunderte lang hatten sie die Frauen misshandelt und von ihrer Zwangsarbeit profitiert. - An der Entschädigung der heute noch lebenden Opfer der irischen Magdalenenheime wollen sich die ehemaligen Betreiber aber nicht beteiligen. Eine entsprechende Erklärung haben vier katholische Frauenorden dem Justizministerium des Landes geschickt. In Irland ist ein Entschädigungsfonds von 58 Millionen Euro für die früheren Insassen der Magdalenenheime vorgesehen [ d.h. vorgesehen für insgesamt mehr als 10000 Frauen, die diese "Magdalenenheime" zwischen 1922 und 1996 durchlaufen haben --- nicht alle dieser Opfer leben heute natürlich noch ]. Es handelte sich um gesellschaftlich ausgestoßene Frauen [ bzw. Mädchen / Jugendliche ! ], die in den Wäschereien der Heime unbezahlte Arbeit leisten mussten und dabei teils schwer misshandelt wurden. 1996 wurde das letzte Magdalenenheim geschlossen.
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Als Beispiel, wie es damals in diesen irischen Magdalenenheimen-Großwäschereien aussah und lang ging, siehe die Fotos und den Text bezüglich genau den gleichen deutschen Kinderheimhöllen-Großwäschereinen @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Maedchenknast_-_Dortmunder_Vincenzheim_-_September_1977.html
In Deutschland zahlen die eigentlichen Betreiber ebensowenig; und der deutsche Staat ist bisher ebensowenig bereit die deutschen Heimopfer wirklich zu entschädigen --- Darüber wird aber in Deutschland heutzutage nicht gesprochen und auch in den Medien nicht berichtet.
Und in Deutschland waren es katholische sowohl wie auch evangelische Schwesternorden die solche Kinderheimhöllen-Großwäschereien betrieben. Das katholische „Dortmunder Vincenzheim“ war also bei weitem nicht das einzige solcher Kinderheimhöllen-Großwäschereien in Deutschland.


QUELLE: dradio.de

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