Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Dez 20, 2016 12:32 pm

.
Insbesondere in den späten 1940er, den 1950er, den 1960er, den 1970er und 1980er Jahren gehörte „Zwangsarbeit“ in der Bundesrepublik Deutschland (d.h. in „Westdeutschland“) mit zum Wirtschaftsplan. Die Schwächsten in unserer Gesellschaft – insbesondere Kinder und Jugendliche „in den Heimen“ / „in der Heimerziehung“ – wurden gnadenlos ausgebeutet. Kirche und Staat selbst waren weitgehend die Vermittler sowie Nutznießer dieser „Zwangsarbeit“ / „Arbeitsausbeutung“. Und alle haben geschwiegen und daran Kohle verdient. Und auch die DDR wurde von westlichen Geschäftsunternehmen und Industriebetrieben GROß und KLEIN in diese kapitalistische „Zwangsarbeit“ / „Arbeitsausbeutung“ eingebunden; und die DDR hatte zusätzlich auch noch ihr eigenes gleichlaufendes System der Ausbeutung und Unterdrückung. Alles lief wie geschmiert beiderseitig der innerdeutschen Grenze.

Erst seit der Einführung für Gesamtdeutschland – für das jetzt wiedervereinige Deutschland – im Jahre 2005, des Gesetzes gegen „Menschenhandel“ (Strafgesetzbuch §232) / gegen „Ausbeutung der Arbeitskraft“ (Strafgesetzbuch §233) geht man jetzt allmälig halbherzig in Deutschland gegen „Nutznießer von Zwangsarbeit“ vor. Aber natürlich nicht gegen damalige nachkriegsdeutsche „Nutznießer von Zwangsarbeit“.

Was bisher in Deutschland diesbezüglich, seit dem Jahre 2005, geschehen ist, und wie in Realität dies jetzt in Deutschland aussieht, kann man, u.a. hier nachlesen:


ZWANGSARBEIT

"Arbeitsausbeutung"+"Menschenhandel"+"Definitionen"+"Urteile"

Berliner Zeitung : Menschenhandel und Ausbeutung „Mit Beton an den Füßen in den Fluss“ (26.09.2013) @ http://www.berliner-zeitung.de/berlin/menschenhandel-und-ausbeutung--mit-beton-an-den-fuessen-in-den-fluss--3186878

DIE KRIMINALPOLIZEI - Zeitschrift für Gewerkschaft der Polizei : »Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung« (Juni 2014) @ http://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2014/juni/detailansicht-juni/artikel/menschenhandel-zur-arbeitsausbeutung.html (insgesamt vier digitale Seiten)

DGB - Deutsche Gewerkschaftsbund : einblick - Gewerkschaflicher info-Service : »Zwangsarbeit: Ein gesellschaftlicher Skandal« (10.07.2014) @ http://www.dgb.de/einblick/++co++88489648-0817-11e4-85e8-52540023ef1a (worin es u.a. heißt: „Bisher ist der politische Wille kaum entwickelt, Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung als reales Problem zu akzeptieren.“)

Pinneberger Tageblatt : »VERURTEILT WEGEN MENSCHENHANDELS« »Tornescher Betreiber einer Horster Gaststätte kommen mit Bewährungsstrafen davon« »Prozess: Die Gaststättenbetreiber hatten illegal Inder beschäftigt. (21.09.2016) @ http://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/tornescher-betreiber-einer-horster-gaststaette-kommen-mit-bewaehrungsstrafen-davon-id14886341.html

menschenhandel heute : »Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung« (ca. Mitte 2013) @ https://menschenhandelheute.net/was-ist-menschenhandel/menschenhandel-zur-arbeitsausbeutung/

Nur ein kurzer Auszug aus diesem längeren derzeitigen Statusbericht:

.
Zwangsarbeit und bestimmte Formen der Arbeitsausbeutung sind genauso Formen von Menschenhandel [ @ http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/projekt-zwangsarbeit-heute/publikationen/publikationen-anderer/ ], wie Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung [ @ https://menschenhandelheute.net/2013/02/26/menschenhandel-zur-sexuellen-ausbeutung-in-deutschland-crossposted/ ]. Weil Politik und Medien sich aber kaum dafür interessieren, gibt es in Deutschland nahezu keine Verurteilungen [ @ https://menschenhandelheute.net/2012/10/17/pressemitteilung-des-bka-bundeskriminalamt-veroffentlicht-aktuelle-zahlen-fur-deutschland/ ] wegen Menschenhandel zu Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit. Der Begriff Zwangsarbeit fällt in Deutschland fast nur im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus [ @ http://www.zwangsarbeit-archiv.de/zwangsarbeit/zwangsarbeit/index.html ], wobei dabei die Zwangsprostitution in Lagerbordellen [ @ http://www.zeit.de/online/2009/27/lagerbordelle ] und sexuelle Ausbeutung [ @ http://www.ikf.ac.at/a_proj03/a_pro04.htm ] von Frauen oft vergessen wird.

Doch Zwangsarbeit ist kein Relikt der deutschen Geschichte sondern ein
hochaktuelles Problem [ @ http://www.ilo.org/global/topics/forced-labour/lang--en/index.htm ]. Einen Info-Film [ @ http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/service/audio-und-videobar/?tx_extaudiobar_pi1%255bshowUid%255d=146&cHash=69b29b3df48efebcf863f4ae7303a029 ] zu diesem Thema hat das Deutsche Institut für Menschenrechte erstellt.

Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisationen [ @ http://www.ilo.org/global/topics/forced-labour/lang--en/index.htm ] betonen, dass der Großteil von Menschenhandel im Bereich Zwangsarbeit stattfindet (ca. 70%). Auch der neue US-Bericht zum Thema Menschenhandel empfiehlt Deutschland sich stärker im Kampf gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung einzusetzen [ @ https://menschenhandelheute.net/2013/06/23/tip-trafficking-in-persons-report-2013-menschenhandel-in-deutschland/ ]. Warum ist das bisher nicht geschehen? Diesem Thema scheint leider (sic!) das Tabu des Sexuellen zu fehlen, das die Prostitution verspricht und interessiert daher kaum jemanden: weder Feminist_innen, noch Politiker_innen, noch Journalist_innen.

.

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1654
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Dez 22, 2016 6:26 am

.
Ich hatte ja schon einmal zuvor, vor genau zwei Jahren, an verschiedenen Stellen im Internet gepostet:

ERSTENS.

.
Was die nachkriegsdeutsche HEIMERZIEHUNG IM WESTLICHEN DEUTSCHLAND betrifft.

Während sie nicht vorgibt vollständig zu sein, Boardnutzer »
brötchen« hat diese umfangreiche Liste der damaligen nachkriegsdeutschen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN und ich, Boardnutzer »martini«, habe diese umfangreiche Liste der damaligen nachkriegsdeutschen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN, über die letzten paar Jahre, schon unzählige Male immer und immer wieder bekanntgegeben, d.h. insbesondere ins HEIMKINDER-FORUM.DE gestellt und auch sonstwo überall ins Netz gestellt !! - Einige Medien haben sogar einige DIESER FIRMEN ( leider nicht alle, sondern nur einige davon ! ) ebenso namentlich genannt und als SOLCHE identifiziert !!

Keine dieser genannten damaligen nachkriegsdeutschen HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN hat es bisher geleugnet oder gar kategorisch abgelehnt, dass dem so war, und dass sie sich diesbezüglich schuldig gemacht hat !!


.
SHORT LIST: Firms profiting and profiteering from the "forced labour of children in care" ( Firmen die von „Heimkinder-Zwangsarbeit“ profitiert und sich auf diese Weise bereichert haben ) : CARITAS; Hella; Claas; Miele; Rowenta Sunbeam; Braun; Grundig; Siemens; Recticel Schalfkomfort, Schlaraffia Matratzen; GROßWÄSCHEREI VOSS GMBH in WUPPERTAL Elberfeld; Leitz; Quelle; Schwab; Neckermann; Stollwerck; BKS Schlösser; nordrohr; Oellerking; Mewes & v. Eitzen; Kölln Flocken; Holzland Gehlsen; Steinbeis Temming, Steinbeis Papier Glückstadt; Meyer-Lippinghausen, Meylip; Ölmühle; Osram GmbH; VDO - Continental Automotive GmbH; DER - Deutsches Reisebüro GmbH & Co. OHG; Tipon; Wanderer-Werke, Exacta Continental, Nixdorf Computer; Maddaus, Rottapharmgruppe; Gebra; Backhaus & Grass; Grasolin-Lackfabrik; Escho-Plast Kunstofferzeugnisse; Roller + Schneider in Biedenkopf; Lahnwerk in Biedenkopf; Varta Consumer Batteries, VARTA Batteriengroßhandel; DEA, RWE-DEA, RWE Dea, Shell Deutschland Oil GmbH; elasta & florex marketing GmbH; Sprick GmbH & Co; Dr.-Ries-Gruppe / BADISCHEN PLASTIC-WERKE IN BÖTZINGEN / Peguform-Werke GmbH / Pergaform / Tarkett / CEREBUS; Dr. Johann Koch Hähnchenfabrik, Dorsten; SOLID Rudolf Meutgens GmbH, Köln, Schreibgeräte; NIVEA = Beiersdorf AG [ ein paar weitere sind seither noch hinzugekommen – aber noch nicht dieser schon seit längerer Zeit bestehenden Liste hinzugefügt worden ]
.

Kürzlich ( in einem Interview am 1. Mai 2014 ! ) ließ Ralf Kleindiek, Staatssekretär im zuständigen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verlauten ( was sich wohl, es ist anzunehmen, auf HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT [Arbeit im Alter von 14-21 Jahren] sowohl wie VERBOTENE KINDERARBEIT [Arbeit im Alter von 8-14 Jahren] bezieht ):
"Wenn der Bundestag sich des Themas annehmen würde und es dann zu einer Verständigung käme, dass dann die Firmen, die damals diese Kinder beschäftigt haben, dann auch sich an Geldzahlungen beteiligen, dann sind wir natürlich die letzten, die was dagegen hätten, ganz im Gegenteil, wir würden das sehr befürworten."
.

Seither hat sich aber, diesbezüglich, nichts weiteres getan!

ZWEITENS.

.
Post war slave labour in West Germany ! ( überall im englischen Volksmund )
Post war forced labour in West Germany ! ( britisches, kanadisches und australisches Englisch )
Post war forced labor in West Germany ! ( amerikanisches Englisch )



Weitere Firmen, die sich nach dem Kriege jahrzehntelang „Heimkinder-Zwangsarbeit“ zum Nutzen gemacht haben und daraus profitiert haben


...unter vielen anderen mehr... !!!


Wie, u.a., auch klar und deutlich aus folgender STUDIE hervorgeht ---
»
STUDIE - Heimerziehung in Nordrhein Westfalen 1945-1972«



Herstellung von Verbrauchsgütern / manufacture of consumer goods


Europe wide business enterprise
TIPON Vertriebs-GmbH
[ Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren und Fertigwaren ]
74831 Gundelsheim
Baden-Württemberg
Bundesrepublik Deutschland

auch weiterhin bestehend


Multinational Conglomerate
Wanderer-Werke AG [ u.a. Fahrräder, ca 1946-1956 ]
Exacta-Continental GmbH, Köln ( um 1960 )
WANDERER WERKE AG, Köln ( um 1963 )
Nixdorf Computer AG, Paderborn, Berlin, Köln ( 1952 / 1968 )
( Siehe @
http://de.wikipedia.org/wiki/Nixdorf_Computer )
[color=#00BF40]auch weiterhin bestehend



Multinational Conglomerate
MADDAUS AG - ROTTAPHARM GRUPPE - Arzneimittel und Naturpharmazeutika
( Siehe @
http://de.wikipedia.org/wiki/Rottapharm und auch @ http://www.rottapharm-madaus.de/ )
auch weiterhin bestehend


Multinational Company
GEBRA GmbH & Co. KG, Hennef, Rhein-Sieg Kreis ( Regierungsbezirk Köln )
Import und Export Handelsgesellschaft
Gebra Automotive Components (Taicang) Co., Ltd
( Siehe @
http://www.gebra.com/skills_production.php )
( Siehe @
http://www.german-company-directory.com/?menuaction=contactmgr.ui.view&id=754 )
auch weiterhin bestehend


supplier to the local and international market
Backhaus & Grass
Grasolin-Lackfabrik GmbH, Solingen
paints and varnishes - Germany

auch weiterhin bestehend


Escho-Plast
Escho-Plast Kunststofferzeugnisse GmbH & Co. KG.,
Kunststofferzeugnisse, Bad Godesberg
Spielwaren und Model-Baukästen

nicht sicher ob diese Firma auch heute noch weiterhin besteht


( A. ) „ZWANGSARBEIT“, d.h. „Heimkinder-Zwangsarbeit“ änderte sich erst für einige wenige sich in der „Fürsorgeerziehung“ befindenden „Fürsorgezöglinge“ und „Kinder und Jugendliche“, die der „Freiwilligen Erziehungshilfe“ unterstanden, im Jahre 1963 auf Grund eines BSG-Urteils ( Bundessozialgerichtsurteils ). Ich versuche momentan das Datum und Aktenzeichen dieses Urteils herauszubekommen.

( B. ) „ZWANGSARBEIT“, d.h. „Heimkinder-Zwangsarbeit“ änderte sich für einige weitere – wenn auch nicht alle – sich in der „Fürsorgeerziehung“ befindenden „Fürsorgezöglinge“ und „Kinder und Jugendliche“, die der „Freiwilligen Erziehungshilfe“ unterstanden, im Jahre 1972 „auf Grund neuer Richtlinien. Wie diese „neuen Richtlinien“ plötzlich im Jahre1972 zustande kamen, und auf welche „Gesetzeslage“ diese „neuen Richtlinien“ jetzt auf einmal basierten, habe ich noch nicht feststellen können.

( C. ) Trotzdem, auch unter den sich erstens im Jahre 1963 und zweitens im Jahre 1972 „ändernden Umständen“, bekamen alle „Zöglinge“ / „Heimkinder“ auch weiterhin nur ein minimales „Taschengeld“ für die von ihnen verrichtete „
erzwungene Arbeit“: „ZWANGSARBEIT“, d.h. „Heimkinder-Zwangsarbeit“ – einschließlich für industrielle Akkordarbeit: für die Herstellung von Verbrauchsgütern / manufacture of consumer goods für dasWirtschaftswunderland“ „Westdeutschland“.

Die Liste der ( mir, dem Australier ! ) bisher bekannten nachkriegsdeutschen
ZWANGSARBEIT“-Firmen wird immer länger !!!!!

______________________________________________________________________________________________

Meine [ d.h. Martin MITCHELLs ] eigene momentane Unterschrift:
Eine Verhandlung oder ein Verfahren ohne QUALIFIZIERTEN juristischen Rechtsbeistand, Recht und Gesetz ist wie ein Gebäude ohne Fundament – ein Kartenhaus, und ein Armutszeugnis für jede "Demokratie" und angeblichen "Rechtsstaat", wo versucht wird dies einzuschränken.

My [ ie. Martin MITCHELL’s ] own current signature: Negotiation with the perpetrators, your detractors and opponents without QUALIFIED legal counsel present and by your side throughout and at all times, and without reliance upon the law and jurisprudence, is like a building without a foundation – a house of cards, and any attempt at curtailment of these rights is clear evidence of incompetence, incapability and incapacity of a country’s "constitutionality" and it’s "democracy".

.

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1654
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Dez 24, 2016 3:08 am

.
INTERNATIONAL JUSTICE MISSION (Washington, D.C. - USA) @ http://www.ijm.org/


präsentiert:

»ZWANGSARBEIT - Moderne Sklaverei im 21. Jahrhundert« @
http://ijm-deutschland.de/wp-content/uploads/2015/09/Informationsblatt_Zwangsarbeit.pdf


Basis URL / Webseite: IJM DEUTSCHLAND e.V.: http://ijm-deutschland.de/

( besteht in Deutschland erst seit Anfang 2010 )


.
Vorstandsvorsitzender des IJM DEUTSCHLAND e.V.: Dietmar Roller: droller@ijm-­deutschland.de

Präsidium (Aufsichtsrat) [u.a.]:

Christian Leupold-Wendling, LL.M. (Cambridge)
RECHTSANWALT BEI HENGELER MUELLER,
GRÜNDUNGSMITGLIED VON
IJM DEUTSCHLAND e.V.
[ ENGLISCH: https://www.hengeler.com/en/ ]
[ DEUTSCH:
https://www.hengeler.com/de/ ]
[ ebenso in DEUTSCH:
Pro Bono Rechtsberatung von Hengeler Mueller: https://www.hengeler.com/de/expertise/pro-bono/ ]

Dr. Andreas Weiss
RECHTSANWALT IN BERLIN, FACHANWALT FÜR VERWALTUNGSRECHT,
GRÜNDUNGSMITGLIED VON
IJM DEUTSCHLAND e.V.
[ zur Kanzlei wo er beschäftigt ist: http://www.ohmslaw.de/de/rechtsanwaelte/dr-andreas-weiss.html ]

Prof. Volker Wieland, Ph.D.
PROFESSOR FÜR MONETÄRE ÖKONOMIE, JOHANN-WOLFGANG-GOETHE UNIVERSITÄT FRANKFURT AM MAIN; SEIT 2013 MITGLIED DER FÜNF WIRTSCHAFTSWEISEN
[ Curriculum Vitae in DEUTSCH:
http://www.imfs-frankfurt.de/professuren/monetaere-oekonomie.html ]
[ Curriculum Vitae in ENGLISCH:
http://www.imfs-frankfurt.de/en/chairs/monetary-economics.html ]
[ ebenso in DEUTSCH:
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/wieland.html ]

.

QUELLE: http://ijm-deutschland.de/ijm-deutschland/ (welche natürlich viel umfangreicher ist als hier von mir zitiert)

Ob diese mildtätige Organisation
IJM DEUTSCHLAND e.V. sich auch mit der ZWANGSARBEIT, die Kinder und Jugendliche in westdeutschen Heimen (1945-1990) haben verrichten müssen (also in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben verrichten müssen) befasst, ist nicht gewiss.

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1654
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Beitragvon Martin MITCHELL » So Dez 25, 2016 2:02 am

.
Weiterführend zu meinem unmittelbar vorhergehenden Beitrag hier in diesem Thread, getätigt von mir „Heilig Abend2016, genauer gesagt, getätigt von mir am Sa. 24.12.2016 um 00:00 Uhr.

Vielleicht sollte sich der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. ja mal mit der deutschen Tochter – d.h. mit dem deutschen „Partnerbüro“ – dieser
internationalen Nichtregierungsorganisation (NRO/NGO) in Verbindung setzen! :

INTERNATIONAL JUSTICE MISSION (Washington, D.C. -USA) --- Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/International_Justice_Mission (Diese Seite wurde zuletzt am 7. November 2016 um 23:40 Uhr geändert.)

Bezüglich dem Vorsitzenden des
IJM DEUTSCHLAND e.V. Dietmar Roller

QUELLE: IJM-Blog http://blog.ijm-deutschland.de/autoren/dietmar-roller-2/ :


.
Dietmar Roller

Dietmar Roller ist Experte für Menschenrechts- und Entwicklungszusammenarbeit und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Programmkoordination und Entwicklung von rechtsbasierten Ansätzen in der Entwicklungszusammenarbeit, u. a. arbeitete er zehn Jahre im Vorstand der Kindernothilfe in Duisburg und als selbstständiger Berater internationaler Nichtregierungsorganisationen. Seine Expertise bezieht sich besonders auf Entwicklungsansätze und humanitäre Hilfe im Kontext von Situationen schwerster Menschenrechtsverletzungen und Failing States. Für Assessments solcher Situationen ist Roller bis heute auch im Auftrag anderer Organisationen und Institutionen unterwegs.

Seit 2013 ist Roller Vorstandsvorsitzender von
IJM DEUTSCHLAND. Seine internationale Erfahrung machte ihm die hohe Verletzlichkeit von armen Menschen deutlich. Ohne ein funktionierendes Rechtssystem sind sie Unrecht in den meisten Fällen wehrlos ausgeliefert. Darunter leiden auch andere Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit. Darauf möchte Roller in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion zur Armutsbekämpfung aufmerksam machen. Er schreibt überwiegend zu den Themen Politische Arbeit, Wissen und Meinung.

.

Für weitere Beiträge in diesem UJM-Blog siehe @ http://blog.ijm-deutschland.de/alle-beitraege/

Dietmar Roller ist, u.a., auch Lehrender am INSTITUT FÜR TRANSFORMATIONSSTUDIEN (ITS) @ http://www.transformationsstudien.de/developmentstudies-lehrende-47.html (diese Ausbildungsstätte gehört mit zum CVJM = „Christlichen Verein Junger Männer“: CVJM-Bildungswerk gGmbH, Im Druseltal 8, 34131 Kassel, Tel. (0561) 30 87-530 | http://www.cvjm-kolleg.de/cvjm-bildungswerk/).

Und Dietmar Roller ist, u.a., auch in den auf den folgenden Webseiten behandelten Gebieten aktiv tätig:


http://www.menschenhandel.org/

http://www.menschenhandel.org/wie-kann-die-strafverfolgung-von-deutschen-kinderprostitutionstouristen-gelingen/

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1654
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Beitragvon Martin MITCHELL » Mo Dez 26, 2016 6:10 am

.
Hingegen der Ablehnung am »Runden Tisch Heimerziehung« (2009/2010) und in seinem Abschlussbericht vom 10.12.2010, seitens der evangelischen Theologin und Pastorin Antje Vollmer, dass Heimkinder im Nachkriegsdeutschland (WEST!) haben „ZWANGSARBEIT“ verichten müssen, bietet die Evangelische Kirche erst seit dem dritten Quartal des diesigen Jahres im Internet einen Lehrgang an, der auf 40 Seiten genau und detailliert, in Wort und Bild, erklärt was „ZWANGSARBEIT“ ist, und was die verschiedenen FACETTEN VON ZWANGSARBEIT“ sind:

.
»Unterrichtsmodule:
MENSCHENRECHTE UND ZWANGSARBEIT
mit dem Schwerpunkt
Zwangsarbeiter der Kirche im Nationalsozialimus
Empfohlene Fächer:
Geschichte, Religion,
Politische Weltkunde, Ethik,
Empfohlene Klassenstufe: 12/13
«

.


http://www.landeskirchenarchivberlin.de/wp-content/uploads/2016/09/Module.pdf (Länge: insgesamt 40 Seiten; 2.45 MB; anscheinend erst im September 2016 online gestellt)

Dort wird bestätigt, dass die Begriffe „
ZWANGSARBEIT“ und „ARBEIT UNTER ZWANG“, auch für die im 3. Reich erzwungene Arbeit!, durchaus auswechselbar sind; und dass „ZWANGSARBEIT“ sich nicht auf den Nationalsozialismus beschränkt.

Obwohl in diesem kirchlichen Lehrgang natürlich auch nicht auf die nachkriegsdeutsche „Fürsorgeerziehung“ / „Heimerziehung“ / „Umerziehung“ von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Anstalten im WESTEN oder die „Kinder- und Jugendhilfe“ / „Heimerziehung“ / „Umerziehung“ von Kindern und Jugendlichen in Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen im OSTEN verwiesen wird.

Identifiziert jedoch wird diese(r) „
ZWANGSARBEIT“ / „ARBEIT UNTERZWANG“ / „ZWANG ZUR ARBEIT“ und ihre / seine MERKMALE in diesem kirchlichen Lehrmaterial eindeutig alle male!

Antje Vollmer und viele ihrer christlichen Glaubensschwestern und christlichen Glaubensbrüder täten gut daran sich mal diesem Lehrgang ihrer eigenen Kirche zu unterziehen! – und ich erinnere sie alle hiermit daran am „Zweiten Weihnachtsfeiertag2016.


.
ALLGEMEIN: RECHTLICHE HINWEISE:
Dieses Unterrichtsmaterial in dieser Mappe entstand im Rahmen eines fachdidaktischen Seminars an der Freien Universität Berlin.
Die Urheber dieser Mappe, die das Urheberrecht an dieser Mappe für sich beanspruchen, sind Catharina Schwerdtfeger und Natascha Goriwoda.
Grundsätzlich kann diese Mappe unter der Creative Commons License BY SA ausschließlich in bildungsrelevanten Kontexten vervielfältigt und weitergegeben werden.
Eine ungefragte Veröffentlichung in weiteren und kommerziellen Publikationen ist nicht gestattet.

.

Mit „Landeskirchenarchiv, Berlin“ im Linkhinweis ist wohl das „Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin“ gemeint.

Übrigens, wie ich gerade feststelle, gibt es aktuell, d.h. am 26.12.2016, erstaunlicherweise, kein einziges Dokument zu den Themen „Heimkinder“, „Fürsorgezöglinge“ und „Heimerziehung“ im „Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin“.
.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1654
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Beitragvon Martin MITCHELL » Di Dez 27, 2016 3:43 am

.
Und auch dies ist heute immer noch genauso zutreffend wie vor knapp zwei Jahren!

Boardnutzer »martini« a.k.a. Martin MITCHELL tätigte derzeit, vor knapp zwei Jahren, im HEIMKINDER-FORUM.DE, folgenden Beitrag und zitierte darin einen anderen Boardnutzer, der kurz zuvor den Philosoph und Erziehungswissenschaftler Michael Schmidt-Salomon zitiert hatte.

.
Weiterführend zu Beitrag 1 und Beitrag 2 ( oben ) hier in diesem Thread [ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17167-Heimkinder-gegen-Heimkinder/ ].

Ein vernünftiger und geistig völlig gesunder Mensch, der im HEIMKINDER-FORUM.DE verkehrt, machte uns alle [ an anderer Stelle ] gestern, Nachmittag, Sonntag, 12. Januar 2014, um 17:15 Uhr (MEZ) noch einmal auf folgenden wichtigen Hinweis aufmerksam, und wir sollten ihm, m.E., alle wirklich sehr dankbar dafür sein.

.
Ob und inwieweit dieser 2. Weltkrieg ein Segen war, darüber kann man streiten, doch was hier im Zusammenhang mit Artikel 12 Abs. 3 [ des Grundgesetzes ] wiedergegeben wird eher nicht.

.
»Es ist erwiesen, dass Heimkinder unter Androhung drastischer Strafen dazu gezwungen wurden, Arbeiten in der Industrie, im Dienstleistungsgewerbe oder in der Landwirtschaft zu verrichten. Dass die Mehrheit der Vertreter am Runden Tisch [ Heimerziehung ] für diesen klaren Sachverhalt den Begriff ‚Zwangsarbeitʻ ablehnt, weil dieser Begriff angeblich für die „NS-Zwangsarbeiter“ reserviert sei, kann man nur als zynische Propagandalüge bezeichnen! Sollen wir denn wirklich glauben, dass Frau Vollmer und all die anderen hochrangigen Vertreter der Kirchen und des Staates die deutsche Verfassung nicht kennen?!
In Artikel 12 Absatz 3 unseres Grundgesetzes heißt es wörtlich:

‚Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.ʻ

Wäre der Begriff ‚Zwangsarbeitʻ tatsächlich für die Verbrechen des NS-Regimes reserviert, müsste Artikel 12 Absatz 3 sofort aus dem deutschen Grundgesetz gestrichen werden!

In Wahrheit bezeichnet der Begriff ‚Zwangsarbeitʻ einen eindeutig definierten, juristischen Sachverhalt, der keineswegs mit den NS-Verbrechen identisch ist. Es ist deshalb einigermaßen zynisch, wenn der Runde Tisch [ Heimerziehung ] die nazistischen Gräueltaten heranzieht, um mit Hilfe dieses rhetorischen Kniffs den realen Sachverhalt der erzwungenen Kinderarbeit in den Heimen zu vernebeln!
Man spürt die Absicht und ist verstimmt!«

Philosoph und Erziehungswissenschaftler Michael Schmidt-Salomon

[ QUELLE / WIEDERGABEN auch in Zusammenhang mit der solidarischen April 2010 "Heimkinder-Demonstration" in Berlin – , u.a. auch, auf folgenden Webseiten: http://heimkinderopfer.blogspot.com.au/2010/01/verein-ehemaliger-heimkinder-ev-seine.html
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/newsletterarchiv/sondernewsletter-gbs-unterstuetzt-den-protest-ehemaliger-heimkinder ]

.

Unerklärlich in diesem Zusammenhang, der Forderung nach mehr Entschädigung so zu begegnen, als würde ihre Existenz davon bedroht wenn es diese geben würde.
.
.

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1654
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Dez 29, 2016 1:18 am

.
ZWANGSARBEIT UND ALL DIEJENIGEN, DIE SICH DIESE ZUM NUTZEN GEMACHT HABEN.

Ich glaube, und denke ich habe allen Grund zu glauben und zu behaupten, dass alle von mir gesammelten und namentlich identifizierten „Heimkinder-Zwangarbeit-Firmen“, „-Organisationen“, „- Gemeinden“, „-Kommunen“ und „-Individuen“ WIEDERHOLUNGSTÄTER sind.
Sie waren „Nutznießer von Zwangsarbeitern im Dritten Reich“, und sie waren wiederum „Nutznießer von Zwangsarbeitern (Kindern und Jugendlichen aus den Heimen) in Westdeutschland“.
Und einige von diesen „Dritte-Reich-Zwangsarbeiter-Nutznießern“ und danach „Heimkinder-Zwangsarbeit-Nutznießern im WESTEN“, waren ebenso, gleichzeitig, „Heimkinder-Zwangsarbeit-Nutznießer im OSTEN“.

Und ich bin mir ebenso ganz sicher, dass es an vielen verschiedenen Standorten in allen möglichen Archiven, nicht nur in Deutschland, aber auch anderswo in der Welt, hauptsächlich in Deutsch, aber ebenso in so einigen anderen Sprachen (z.B. insbesondere in Englisch, Russisch und Französisch) detaillierte Unterlagen gibt, die all dies genau belegen.

Ich selbst habe ja schon über die letzten 13½ Jahre diesbezüglich so einiges ausgegraben und immer wieder mal hier und da im Internet veröffentlicht; und dabei ist meinerseits auch immer wieder mal diesbezüglich, m.E. völlig berechtigt, der Begriff „WIEDERHOLUNGSTÄTER“ gefallen.

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1654
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Beitragvon Martin MITCHELL » Sa Dez 31, 2016 11:53 pm

.
Ehemalige Heimkinder brauchen dringend eine Lobby!

Martin MITCHELL hat geschrieben:.
Unser Verein --- sollte sich, m.E., mal, bezüglich all diesen von mir in diesem Forum angesprochenen Angelegenheiten, mit diesen Leuten in Verbindung setzen:

CORRECTIV.ORG

Real investigative journalism:

Dual language news platform: German and English:

Real investigativer Journalismus: Journalisten mit Herz und Verstand und Arsch in der Hose!

So scheint es mir zumindest.

Wir glauben nicht, wir hinterfragen und klären auf.
Daniel Drepper
Senior-Reporter bei CORRECTIV @
https://correctiv.org/

Dafür stehen wir -
wir recherchieren für die Gesellschaft -
in DEUTSCH @
https://correctiv.org/correctiv/
About CORRECTIV -
investigations in the public interest -
in sehr gutem ENGLISCH @
https://correctiv.org/en/correctiv/

CORRECTIV Redaktion -
in DEUTSCH @
https://correctiv.org/correctiv/redaktion/
CORRECTIV Editorial Staff -
in sehr gutem ENGLISCH @
https://correctiv.org/en/correctiv/editorial-staff/

Wir decken Missstände auf. Wir sind unabhängig und nicht gewinnorientiert.
CORRECTIV Redaktionsstatut und Satzung -
in DEUTSCH @
https://correctiv.org/correctiv/redaktionsstatut/
CORRECTIV Editorial Charter -
in sehr gutem ENGLISCH @
https://correctiv.org/en/correctiv/editorial-charter/

und vieles, vieles mehr!!


Seht bitte mal selbst nach und studiert das alles ganz genau.

Und seht, z.B., auch CORRECTIV KÄMPFT
für Dein Recht auf Information
Wir verklagen das Erzbistum Köln
@
https://correctiv.org/blog/auskunftsrechte/


Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: CORRECTIV, investigativer Journalismus, CORRECTIV.ORG, investigative journalism, dual language, news platform, German and English, Journalismus, Journalisten, mit Herz und Verstand, Arsch in der Hose, Wir glauben nicht, wir hinterfragen, klären auf, aufklären, Daniel Drepper, https://correctiv.org/, recherchieren, für die Gesellschaft, investigations, in the public interest, gutem ENGLISCH, CORRECTIV Redaktion, CORRECTIV Editorial Staff, decken Missstände auf, Wir sind unabhängig, nicht gewinnorientiert, Redaktionsstatut, Satzung, CORRECTIV Editorial Charter, CORRECTIV KÄMPFT, Recht auf Information, verklagen, Erzbistum Köln, Auskunftsrecht, Auskunftsrechte, Markus Grill, Ariel Hauptmeier, David Crawford, Daniel Drepper, Marcus Bensmann, Hristio Boytchev, Justus von Daniels, Simon Jockers, Annika Joeres, Ivo Mayr, Marta Orosz, Frederik Richter, Tania Röttger, Jonathan Sachse, Bastian Schlange, Stefan Wehrmeyer, Simon Wörpel, David Schraven, Recherchezentrum, Christian Humborg, 45128 Essen,
.

.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1654
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Feb 02, 2017 12:54 am

.
EXTREM WICHTIGES URTEIL !!

Zitiert wird hier von mir ein schon im Jahre 2015 (Anfang des Jahres 2015) formulierter und vielfach von mir im Internet veröffentlichter Beitrag bezüglich einem extrem wichtigen Bundessozialgerichtsurteil aus dem Jahre 1963 :

.
Ein für die gesamte Bundesrepublik Deutschland ausserordentlich wichtiges Gerichtsurteil bezüglich den Fürsorgezöglingen in der "HERZOGSÄGMÜHLE" in Schongau/Peiting, in Oberbayern, im „Pfaffenwinkel“

… ein Gerichtsverfahren, dass durch alle Instanzen ging und dass sich über acht lange Jahre dahinzog …


.
Nach 1945: - "Fürsorgeerziehung" soll keinen Strafcharakter haben und bedeutet weder "Freiheitsentziehung", noch "Anstaltsunterbringung" oder "Zwangsarbeit".


Der folgende, hier geschilderte Rechtsstreit nahm seinen Anfang am 19. Januar 1955 und wurde erst entgültig entschieden am 30. Januar 1963.

Bundessozialgericht @ http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=69312nv&templateID=printpreview&printTyp=document&xid=456313&print_mode=true

.
[ Bundessolzialgericht-Gerichtsurteil vom 30. Januar 1963 ]

BSG, 30.01.1963 - 3 RK 36/59

In dem Rechtsstreit
hat der 3. Senat des Bundessozialgerichts
auf die mündliche Verhandlung vom 30. Januar 1963,
an der mitgewirkt haben
Senatspräsident Prof. Dr. Bogs als Vorsitzender,
die Bundesrichter Dr. Schraft und Dr. Langkeit sowie
die Bundessozialrichter Blum und Dr. Engels als ehrenamtliche Beisitzer,
für Recht erkannt:


Tenor:

[ Diese Details, d.h. diese Details zum Kläger, sollten eigentlich unter keinen Umständen“ „an die Öffentlichkeit geraten“, aber einzig und allein ich habe seit Anfang Februar 2015 dafür gesorgt, dass sie doch weitgehend weltweit an die Öffentlichkeit geraten sind und weitestgehend im Internet verbreitet worden sind - MM ]

Die Revision des Klägers [ DIE INNERE MISSION / DIE DIAKONIE / DIE EVANGELISCHE KIRCHE ] gegen das Urteil des Bayerischen Landessozialgerichts vom 3. Dezember 1958 wird zurückgewiesen.

Die Beteiligten haben einander keine außergerichtlichen Kosten des Revisionsverfahrens zu erstatten.


Gründe

1I.

Der klagende Verein für Innere Mission e.V. [ DIE INNERE MISSION / DIE DIAKONIE / DIE EVANGELISCHE KIRCHE ] unterhält ein Jugenderziehungsheim, den Fürsorgehof H. [ Herzogsägmühle ] in Schongau/Obb. [ Oberbayern ]. Die beigeladenen 91 Jugendlichen waren dort im Jahre 1955 untergebracht. Sie wurden in den staatlich anerkannten Lehrwerkstätten des Heims für die verschiedensten Berufe als Lehrlinge ausgebildet. 19 von ihnen (die Beigeladenen zu IV. Nr. 1 bis 19) waren durch einen Beschluß des Vormundschaftsgerichts nach § 63 des Reichsgesetzes für Jugendwohlfahrt vom 9. Juli 1922 (RGBl I S. 633) i.d.F. des Änderungsgesetzes vom 28. August 1953 (BGBl I S. 1035) - JWG - der Fürsorgeerziehung überwiesen worden. Die weiteren 72 Lehrlinge befanden sich in der Anstalt in freiwilliger Fürsorgeerziehung (Erziehungsfürsorge). 50 von ihnen (die Beigeladenen Nr. 20 bis 69) waren mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten auf Veranlassung behördlicher oder caritativer Einrichtungen (Jugendamt, Gesundheitsamt, Pfarramt, Evangelischer Jugenddienst e.V.), die restlichen 22 (die Beigeladenen Nr. 70 bis 91) nur auf Grund einer Vereinbarung mit den Erziehungsberechtigten im Fürsorgehof [ in Oberbayern ] aufgenommen worden. Den Lehrverhältnissen lag jeweils ein "Anstaltslehrvertrag" zugrunde, in dem die Dauer der Lehrzeit unter Berücksichtigung bereits nachgewiesener Lehrzeiten festgesetzt war. Im übrigen galten nach dem Lehrvertrag für die Lehrverhältnisse folgende Bestimmungen:

[ ……… ]

44

[ ……… ]

Wären die beigeladenen Jugendlichen den Insassen von Strafanstalten und Arbeitshäusern gleichzusetzen, die kraft ihrer Unterworfenheit durch die Anstaltsgewalt Arbeiten verrichten müssen, so wäre für ein freies Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnis kein Raum. Eine solche Parallele besteht jedoch selbst bei den Jugendlichen nicht, die - wie im vorliegenden Streitfall - nach § 63 JWG a.F. (= § 64 JWG i.d.F. vom 11. August 1961, BGBl I S. 1206) durch Beschluß des Vormundschaftsgerichts der Fürsorgeerziehung überwiesen sind. Der Beschluß des Vormundschaftsgerichts hat keinen Strafcharakter und stellt auch keine Maßnahme der Sicherungsverwahrung dar. Er weist auch nicht den Jugendlichen in eine Fürsorgeanstalt ein,
wie oft irrtümlich angenommen wird; würde er eine solche konkrete Regelung treffen, wäre er rechtswidrig (vgl. Bayer. Oberstes Landesgericht zu § 70 RJWG in Samml. von Entscheid des BayObLG in Zivilsachen Bd. 34 S. 426; Potrykus, JWG § 65 Anm. 8 ). Der vormundschaftsgerichtliche Beschluß beschränkt sich vielmehr auf die Anordnung der Fürsorgeerziehung und hat zur Folge, daß das Recht und die Pflicht der Eltern zum Unterhalt, zur Erziehung und zur Beaufsichtigung des Minderjährigen als Teil des den Eltern zustehenden Gesamtpersonensorgerechts kraft öffentlichen Rechts auf die Organe der öffentlichen Jugendhilfe übergeht (vgl. Potrykus aaO § 63 Anm. 19). Mit Recht bezeichnet das LSG den mit der Anordnung der Fürsorgeerziehung verbundenen staatlichen Zwang als in erster Linie gegen die Eltern – nicht gegen den Jugendlichen – gerichtet (vgl. auch Teitge, BABl 1958, 67, 69). Elterliche Rechte werden nach Erlaß des vormundschaftsgerichtlichen Beschlusses weitgehend von der Fürsorgerziehungsbehörde wahrgenommen. Entscheidet sich diese Behörde dafür, die Fürsorgeerziehung in einer "Erziehungsanstalt" (§ 62 JWG a.F. – jetzt "Heim", § 69 Abs. 3 Satz 1 JWG n.F. –) durchführen zu lassen – es kann auch eine "geeignete Familie" (§ 62 JWG a.F., § 69 Abs. 3 Satz 1 JWG n.F.), u.U. sogar die eigene Familie des Minderjährigen (§ 69 Abs. 4 JWG a.F., § 69 Abs. 3 Satz 2 JWG n.F) sein –, so kann allerdings damit für den Jugendlichen ein Öffentlich-rechtliches Gewaltverhältnis begründet werden, sofern er nämlich in eine mit hoheitlichen Befugnissen ausgestattete Anstalt eingewiesen wird. Er ist in diesem Falle der Anstaltsgewalt unterworfen – im Grundsatz nicht anders als der Schüler gegenüber der Schule, der Student gegenüber der Universität – und hat den zwingenden Ge- und Verboten der Anstaltsordnung, die auch bestimmte Arbeiten betreffen können, nachzukommen.

[ Die in der Einrichtung untergebrachten Zöglinge, die „einer Lehre nachgehen“ oder anderweitig „einen Angestelltenberuf anstreben“ stehen in einem gewöhnlichen Arbeitsverhältnis;
Versicherungspflicht besteht !; vollumfängliche Krankenversicherung / Sozialversicherung ist daher vom Arbeitgeber, der INNEREN MISSION / DIAKONIE / EVANGELISCHEN KIRCHE zu zahlen ! ]

Von Rechts wegen.

veröffentlicht am 30.01.1963

Direkter Link zu diesem Dokument

http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=UAN_nv_1005&xid=456313

.

Bezüglich dem damals von der INNEREN MISSION / DIAKONIE / EVANGELISCHEN KIRCHE betriebenen Jugenderziehungsheim, dem Fürsorgehof Herzogsägmühle in Schongau, Oberbayern, siehe WIKIPEDIA @ http://de.wikipedia.org/wiki/Herzogs%C3%A4gm%C3%BChle
.

QUELLE: Ein Beitrag (vom Do. 27.03 2014 um 02:59 Uhr) im Diskussionsfaden/Thread zum Thema: »Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.« im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=572#p572
.

.
Zuletzt geändert von Martin MITCHELL am Mi Apr 25, 2018 4:58 am, insgesamt 2-mal geändert.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1654
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.

Beitragvon Martin MITCHELL » Do Feb 02, 2017 12:57 am

.
Ehemaliges Heimkind-WEST Boardnutzer »brötchen« (Rainer), im HEIMKINDER-FORUM.DE, im dortigen gleichlautenden Thread » »SCHLARAFFIA MATRATZEN« / »RECTICEL SCHLAFKOMFORT GMBH« – viele männliche Ehemalige Heimkinder West haben DEREN Bekanntschaft machen müssen…«, am 17. Januar 2017, um 21:38 Uhr, weist uns alle dann auch sogleich darauf hin :

( Zur eigenen Überprüfung, wo notwendig, diesen Link bitte manuell in ein neues Browser-Fenster eingeben: http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/17120-»SCHLARAFFIA-MATRATZEN«-»RECTICEL-SCHLAFKOMFORT-GMBH«-–-viele-männliche-Ehemalig/?postID=434335#post434335 )

.
Konkret bedeutet das, dass die Diakonie gegen ein Urteil mit gleichem Tenor einer unteren Instanz geklagt hat, die ihnen bereits Zwangsarbeit von Jugendlichen verboten hatte. Daran erkennt man schon, aus welchem Jahrhundert die Strukturen der Diakonie aufgebaut waren, nämlich aus dem wilhelminischen, 19. Jahrhundert.

Nun wird dieses Urteil, Anfang 1963, ja überall herum gereicht worden sein, bei der katholischen und evangelischen Kirche, beim LWL, bei der Inneren Mission und den angeschlossenen Unterabteilungen. Im Klartext heißt das, dass all diese Organisationen bewusst gegen geltendes Recht verstoßen haben, das gleiche gilt für diese Firmen, wie Schlaraffia, Bosch, Hella, etc. [ , etc., etc., etc., etc. ]

Sie haben uns bewusst als rechtlose Kindersklaven ausgebeutet und sie zahlen bis heute keinen einzigen Cent als Wiedergutmachung dafür.

Ich glaube sicher, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist!

.

Wer wird uns helfen? --- Wen schlagt Ihr vor?
.
Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ MM
Benutzeravatar
Martin MITCHELL
 
Beiträge: 1654
Registriert: So Jun 02, 2013 8:47 am
Wohnort: Adelaide, Süd Australien

VorherigeNächste

Zurück zu HEIMKINDER-ZWANGSARBEIT-FIRMEN und ihre Verantwortung gegenüber den von ihnen ausgebeuteten Opfern / Kindersklaven

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron